Linksammlung „aufstehen“ 10

aufstehen.de/material, „Leitfaden für Gruppentreffen“ (pdf, ohne Verfasser, ohne Datum)

Zur Abwechslung mal ein Link nicht ÜBER „aufstehen“, sondern von „aufstehen“ SELBST. Der sechsseitige Leitfaden gibt reichlich praktische Tipps für lokale Treffen bis dahin, dass man sich eventuell Kekse und Kaffee in der Thermoskanne mitbringen möge.

Bedeutsam scheinen mir grundsätzliche Orientierungen, die eher nebenbei vorgegeben werden:

  • Konzentration der lokalen Gruppen auf Aktionen – „Aufstehen-Aktionsgruppen“.
  • „Wir nennen diese Gruppen bewusst Aktionsgruppen, denn bei Aufstehen soll es möglichst um gemeinsame Aktivitäten und Aktionen gehen und weniger um endlos lange Fachdebatten.“ und
  • „Generell ist Aufstehen so organisiert, dass die viele kreative Aktivitäten dezentral überall im Land stattfinden sollen, der Rahmen – zum Beispiel durch Kampagnen und den Gründungsaufruf – aber zentral erarbeitet wird.“

Ich fürchte, das heißt, dass Diskussionen über gesellschaftliche Grundfragen eher unerwünscht sind. Diese endlosen Fachpalaver! (Das erinnert mich an den pädagogischen Idiotensatz aus Kindheitstagen: „Das Denken überlass‘ mal den Pferden, die haben einen größeren Kopf.“)

Du mögest vor „kreativer Aktivität“ sprühen – im Rahmen der Vorgaben aus einer anonymen und in keiner Weise demokratisch legitimierten Zentrale.

Ich bin ja immer noch bereit, mich an den nächsten Treffen hier im Ort Oranienburg aktiv zu beteiligen. Doch möchte ich nicht verhehlen, dass mir der langsam deutlich werdende Ansatz zunehmend stinkt. (Weiterhin nicht vergessen: Der scheindemokratische Start mit der „pol.is-Befragung“, von der jetzt eine statistische Auswertung vorliegt, auf englisch!)

Geht’s einfach und platt darum, Schwungmasse aufzubauen für eine Volkstribunin Wagenknecht?

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4 Antworten zu Linksammlung „aufstehen“ 10

  1. kranich05 schreibt:

    Ich stelle einen Kommentar aus einem anderen Thread hier ebenfalls ein:

    An „aufstehen“ (Wer ist das? Keiner weiß es.) Fragen zu stellen bzw. mitzuteilen, dass man dabei sein würde, wenn man sinnvoll erscheinende Wege sähe (also nicht Fatzebuck usw) – das haben offenbar Viele gemacht.
    Meine Erfahrung ist: Eine digitale Maschine kündigt dann rel. schnell eine Antwort an, die aber leider noch etwas auf sich warten lasse, da man von der gewaltigen Resonanz völlig überwältigt sei (und auch mal schlafen müsse).
    Auf die angekündigte Antwort wartet man entweder vergeblich oder man bekommt (so Mrs. Tapir passiert, die sich mehrfach und dringlich und mit konkreten Vorschlägen an „aufstehen“ wandte) nach zwei Wochen eine Antwort, die offenbar wieder von einer digitalen Maschine generiert wurde (und z. B. die originelle Empfehlung enthält, man möge die FAQ von „aufstehen“ lesen).

    Mrs. Tapir hat (auf dem Wege enormen Zeitaufwands, den sie bei Fb betrieben hat) einen einzigen persönlichen Kontakt auf regionaler Ebene gefunden (zu dem Admin der Oberhavel-Gruppe (Wie ist er das geworden?), deren Gründungsmitglied sie ist). Dieser Kontakt ist schwach, instabil. Nachdem am, 3. 10. ein Minimaltreffen (3,4 Leute) der Oberhavelgruppe stattgefunden hat (die allermeisten Interessenten erfuhren gar nichts von dem kurzfristigen Termin) kämpft sie seitdem darum, die nächsten Treffen langfristiger zu planen, um dann mit dem wirklichen Kennenlernen beginnen zu können.

    Ich bin sehr interessiert, dass diese persönlichen Kontakte zustande kommen. Noch rührt sich nichts.

    Mein böser Verdacht ist, dass „aufstehen“ keinesfalls „von unten“ starten will. Es wird eine von oben genehmigte organisatorische Struktur geschaffen. Das dauert. Ist das erreicht, dürfen die Aktiven (im Rahmen der zentral vorgegeben Kampagnen) kreativ loslegen.

    Mich würden sehr die Erfahrungen interessieren, die andere „aufstehen“-Interessenten gemacht haben.

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  2. Ludwig Pauli schreibt:

    hallo „opa“ – nicht dass es so wichtig wäre für Dich – aber bemerkst Du eigentlich bei sämtlichen Deiner und der verlinkten Kommentare –
    „Kommentare“ zum Thema #aufstehen: Deine eigene Besserwisserei?
    natürlich nicht, aber ich mag keine „Penetration“, d.h. immer und immer wieder darauf hingewiesen werden, bis es der Dümmste kapiert, das nenn ich auch penetrant, ok?

    – und wen willst Du damit beeindrucken? Was ist Dein Problem mit der „Volkstribunin Wagenknecht“ ? Sag halt, was Dir nicht passt – es scheint ja fast was Persönliches zu sein.

    Und hast Du kein besseres Argument als die „sozialdemokratisch- Linksparteiliche“ „Gründung –
    von- oben – Litanei? Was grundsätzliches ausser dem – was ich ja akzeptieren kann;
    aber sonst gibt es nichts Positives, was uns vielleicht doch weiterbringen könnte?

    Könnte es sein, dass Du schon ein bisschen eingeschliffen bist in Deinen Ueberzeugungen –
    denn was Du da verbreitest, klingt für mich nicht mehr nach „Meinung“. und es ist wie
    eine Endlosschleife, von Anfang an, oder.

    Schade, Du hast soviel Altersweisheit, soviel Selbst-Erlebtes – viel interessante Kontakte usw. – ich habe gern in Deine Seiten geschaut – aber in diesem Fall „schtinkts mir“ – soviel Geheuchel (“ ich wäre interessiert..“ usw. -das scheitern zu sehen? – soviel Miesepeterei und hohles Geschwafel – um die einzig
    momentan erfolgversprechende und ich denke, ernst zu nehmende Aktion, runterzuschreiben. Erstaunlich für mich!

    ich erwarte keine Antwort, weil ich mir Deine Seite nicht mehr antue, weil sie mich mehr runterzieht als sie mich noch erhellt oder aufbaut: was ja auch dazugehört, nicht wahr.

    Deine Ueberzeugung zu #aufstehen enttäuscht mich mehr, als mich das „Scheitern“ der
    Sammlungsbewegung enttäuschen würde – das kann gut sein, was soll`s.

    Es soll Dir nur eine – unbedeutende – Meinung sagen.

    Vielleicht findest Du ja was dazu bei Lenin, was er besser ausdrückt als ich – aber Du verstehst schon: schade! Auf us amerikanisch: who knows? who cares.

    Nix für ungut und freundliche Grüsse,

    Ludwig Pauli

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  3. Ludwig Pauli schreibt:

    muss nicht freigeschaltet werden, von mir aus – er ist rein für Dich zum #nachdenken – danke.

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    • kranich05 schreibt:

      Für persönliche Nachrichten gibt’s Emails.
      Kommentare schalte ich IMMER frei, abgesehen von besonderen, eng definierten und hier immer mal wieder erläuterten Grenzen.
      Ihre Meinung ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch offenbar Gutmeinende aneinander vorbeireden.

      Wir hatten, das am Rande, gestern unser erstes Treffen in einer „Aufstehen“-Gruppe mit Leuten aus Oberhavel.
      Darüber werde ich berichten, will aber nicht der vereinbarten Pressemitteilung vorgreifen.
      Falls es Leute gibt (müssen nicht aus Oberhavel sein), die zu „aufstehen“ etwas Substantielles, vielleicht sogar zugleich praktisch und geistig Nützliches sagen wollen, findet sich hier garantiert Platz für ’nen aufbauenden Gastbeitrag.
      Schönen Abend noch.

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