Linksammlung „aufstehen“ 6

Jascha Jaworski in „Maskenfall“, „#Aufstehen – Ein Bewegungspotential mit dem man die Superblase zum Platzen bringen sollte“ (1.9.2018).

Fidelp: „Hallo Leute, habe hier einen lesenswerten Beitrag von „Maskenfall“ gefunden, der die „Sache“ sehr gut be- und umschreibt. Ich begnüge mich mit dem Zitat der letzten Zeilen: ‚Kein beklagenswerter Zustand verändert die Dinge aus sich selbst heraus, nur Organisierung kann sie verändern.‘

(Danke an fidelp für den Link und darüberhinaus für den Hinweis auf ein offenbar lesenswertes Blog.)

Bitte an meine LeserInnen und Leser: Sammelt interessante Links zur Sammlungsbewegung. Gerne mit Kurzkommentar (max 5 Zeilen) von Euch. Ich veröffentliche laufend. So können wir besser den Überblick behalten.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten zu Linksammlung „aufstehen“ 6

  1. fidelpoludo schreibt:

    Auch diesen Beitrag von Daniela Dahn auf dem „Rubikon“ kann ich nur wieder empfehlen:
    Erobern wir die Politik zurück!
    „Die Bewegung „Aufstehen“ will sammeln ohne zu spalten.“
    https://www.rubikon.news/artikel/erobern-wir-die-politik-zuruck
    Bemerkenswert u.a. ihr Vorschlag eines Umbau der parlamentarischen Volksvertretung:

    „Der Auftrag der Sammlungsbewegung wäre, das Primat der Politik zurück zu erobern. (…)
    Das Kapital hat seine internationale Sammlungsbewegung schon vor etwa Zweihundert Jahren begonnen. Und die Internationale der Rechtspopulisten ist dabei, diesem Vorsprung nachzueifern.(…)
    Wenn ein jegliches seine Zeit hat, dann ist sie gekommen für ein linkes öffentliches Think tank. Es geht um Emanzipation, um Gegenhalten, um Aufstehen. Dem sich ein aufrechter Gang anschließt. Über dessen Richtung eine allen Sympathisanten offen stehende Denkwerkstatt ohne hierarchische Strukturen und Tabus beraten sollte.“

    Sie fordert „Öffnung der Demokratie für mehr Bürgerbeteiligung“, z.B. dadurch dass dem „Generallistenparlament „ein dem Druck der Interessen entzogenes Expertenparlament„, ein „Zukunftsrat“ an die Seite gesetzt werden könnte. Oder „neben dem Bundestag eine Kammer der sozialen Bewegungen zu wählen“.

    Ich höre schon auf mit dem Zitieren. Habe den vorgeschrieben Zeilenumfang „leicht“ überschritten. Tut mir leid!

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  2. fidelpoludo schreibt:

    Habe eine grundsätzliche Frage: Sollen wir unsere „Fundstücke“ hier in einem Kommentar bekannt machen oder wäre die Vermittlung per Mail an den Kranich vorzuziehen?
    Bis darüber entschieden ist, hier mein nächster Hinweis – in der Kommentarspalte:

    Der folgende Beitrag auf der taz von Mathias Greffrath
    Aufbruch der „ökumenischen Linken“
    Wir brauchen sowohl #Aufstehen als auch #unteilbar, um die Zukunft neu zu denken. Deshalb sollte man beide Initiativen unterstützen.
    http://www.taz.de/!5528251/
    erscheint mir zunächst wichtig wegen seines Hinweises auf eine andere Sammlungsbewegung mit dem Namen „Unteilbar“, von der ich nichts wußte und über die ich auch im Netz nicht erfahren konnte. Sein Vergleich der beiden leuchtet ebenfalls ein. Er hat bei beiden sich eingetragen. Und verbreitet Optimismus mit seinen Verweisen, dass bei „Unteilbar“ ca. 200 Initiativen sich eingetragen haben, und dass „unser Land (…) reich an genossenschaftlichen Experimenten und postkapitalistischen Enklaven, an innovativen Energieingenieuren, Ökobauern, Bildungsreformern“ sei, für die „eine politische Speerspitze“ fehle, also not tue.

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    • kranich05 schreibt:

      fidelp,
      ich fürchte, dass es da keine allgemeingültige Antwort gibt.
      Manches ist wahrscheinlich im Kommentar besser aufgehoben (wo es aber tendenziell weniger Aufmerksamkeit findet), Anderes eher als selbständiges Posting.
      Auch die Häufung von Kommentaren spielt eine Rolle. Deinen Hinweis auf den Rubikon-Artikel von D. Dahn z. B. wollte ich als Kommentar belassen, weil man, wenn man Linksammlung 6 anklickt ohnehin gleich auf diesen K. trifft. Das könnte auch auf Deinen weiteren Hinweis zutreffen. Anders wäre es, wenn es ein K. unter 30 anderen wäre.
      Ich werde versuchen nach dem Kriterium zu handeln, Beiträge, denen ICH besonderes Gewicht beimesse als extra Linkposting rauszubringen.

      Beiträge meiner Leser und Leserinnen freuen mich grundsätzlich aber alles unterliegt meinem – O-Ton W. Ü. – „Zensurwahn“.
      Der erweist sich nunmehr gar als ein doppelter: 1. Entscheidung über Kommentare. 2. Entscheidung über Postings
      :-))

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  3. Johannes S. schreibt:

    Morgen wird die Sammlungsbewegung Aufstehen offiziell aufstehen und dies erfreulicherweise auch noch an meinem Geburtstag.
    Ja, wir Menschen brauchen eine humanistische, linke, öffentliche D e n k w e r k s t a t t in der auch integre, unabhängige humanistisch gesinnte Experten z u s a m m e n mit wachen Bürgern Kräfte bündeln und realistische Ideen k o n k r e t entwickeln für eine menschengerechte Politik.
    Es bleibt zu hoffen, dass die Sammlungsbewegung undogmatisch die anerkannten Experten, wie Prof. Mausfeld, den Friedensforscher Daniele Ganser, den Theologen Jörg Drewermann, Willy Wimmer, auch Ken Jebsen u.v.a.m. einbezieht, auf deren Beitrage Bezug genommen und diese zu einer Zusammenarbeit ohne Scheuklappen bereit sind. Es wird Zeit, dass insbesondere Wissenschaftler, Professoren, Akademiker, Künstler den sozialen, gesellschaftspolitischen Elfenbeinturm verlassen und ihre Unabhängigkeit, ihren Mut unter Beweis stellen und Ihre Solidarität mit Arbeitnehmern, arbeitslosen Menschen und Rentnern unter Beweis stellen.
    Der Gefahr, dass die Sammlungsbewegung ein elitäres Projekt wird, sollte von Anfang an präventiv begegnet werden. Die Kommunikation innerhalb der Sammlungsbewegung soll nur oder vorallem über facebook, twitter oder instagramm ablaufen, wie in der letzten Info über die Abrisszettel bekannt gegeben wurde. Da ich diese Möglichkeiten nicht anwende, bin ich gegenwärtig nicht sonderlich über diese Kommunikationsform begeistert.

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    • Detlev Matthias Daniel schreibt:

      Sehe ich genauso. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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      • fidelpoludo schreibt:

        Elfenbeinturm verlassen!“ – Sehe ich ganz genau so. Ob es dann aber sofort „facebook, twitter oder instagramm“ sein muss, bezweifle ich auch, zumal ich diese Foren auch meide, wobei ich mir „instagramm“ bisher nicht genauer angesehen habe. Vermute aber, dass es sich von den anderen beiden nicht wesentlich unterscheiden wird.
        „Elfenbeinturm verlassen!“ – allerdings ohne den Anspruch auf besondere Beachtung damit zu verbinden und andererseits auch ohne dem Vorwurf sich ausgesetzt zu sehen, dass sie „auf der Strasse“ nichts zu suchen hätten. Sie müssen „auf die Strasse“, allerdings ohne den Zwang, sich einreihen zu müssen.

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    • kranich05 schreibt:

      Lieber Johannes/Firdous/Erich,
      ich danke Dir herzlich für diese (und viele andere) Zeilen.
      Zu allererst aber gratuliere ich Dir zum Geburtstag… und erlaube mir (Wir leben nun einmal in einer verkehrten Welt ;-)) auch gleich mir selbst etwas zu wünschen: Dass Du weiter viel Interesse, Kraft und Ideen aufbringst um die Gutwilligen für den so notwendigen politischen und überhaupt gesellschaftlichen Fortschritt zu sammeln – draußen im Land und auch hier im Blog.
      Dein Beitrag regt mich zum Nachdenken an, uns Zeit und Raum zu nehmen (auch im Blog), wie wir recht wirksam „aufstehen“ mitgestalten könnten.
      Von Gärtner zu Gärtner möchte ich melden, dass die geschenkten Tomaten, besonders die schwarzen Sorten und die Fleischtomaten, jetzt bzw. seit einiger Zeit zu „ganz großer Form“ auflaufen! Dazu muss ich erklären: Bedingt durch meine damalige Operation hatten wir (Mrs. Tapir hat maßgeblich mitgeholfen) bei der Anzucht eine Zeitverlust. Wir waren also mit den Jungpflanzen etwas spät dran, und das hatte auch noch die Folge, dass die besten Pflanzplätze schon weg waren (mit gekauften Pflanzen bestückt). Der sonnige und trockenen Sommer hat aber nun alles ins Lot gebracht und die Nachzügler haben besonders davon profitiert.
      Im beabsichtigten Posting „Gärtner-Flausen 3“ möchte ich auch davon erzählen.
      Noch einmal meine Glückwünsche und herzlichen Dank und Gruß
      kranich05.

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Meinen Glückwunsch und einen schönen Tag mit angenehmen Gratulanten.
      Lutz Lippke

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  4. fidelpoludo schreibt:

    Über Paul Schreyers Hinweis
    https://paulschreyer.wordpress.com/2018/09/01/gregor-gysi-bald-allein-zu-haus/#more-1689
    bin ich auf den Artikel von Andreas Wehr gestoßen, der zwar sich nicht zu „Aufstehen“ äußert, aber auf ein Entwicklung in Europa hinweist, die diese Sammelbewegung sowohl ins Auge zu nehmen als auch im Auge zu behalten hätte: den „Bruch“ (?), die „Spaltung“ (?), gar die „Zersetzung“ (?) der „Europäischen Linken“ (EL) in Brüssel:
    https://www.andreas-wehr.eu/gysi-bald-allein-zu-haus.html

    Dabei scheint sich die „Spaltung“ an zwei Problemen entlang zu fokussieren:
    (1) Ist der als notwendiges Ausgangsstadium zu betrachtende Einstieg in eine „neue linke Politik“, der auf der nationalen Ebene anzusetzen hätte, gleich voreilig als „Rückzug auf die nationale Ebene“ richtig gekennzeichnet, mit dem „man kein Problem löst“ und darf die Linke (jetzt als Partei und als Sammelbewegung zusammen gedacht) also nur auf der europäischen Ebene ihr zukünftiges Heil sehen, indem sie sich dort für ein „soziales Europas, bestehend aus einklagbaren sozialen Rechten für jeden hier lebenden Menschen, einem europäischen Mindestlohn, einem europäischen System der Arbeitslosenversicherung, einem Investitionsprogramm, aber auch einer gezielten Bekämpfung von Steuerflucht“ einsetzt (Gysi)? Und
    (2) gerade deshalb einer griechischen „Syriza“ Absolution erteilt, die am 3. Januar 2015 mit den folgenden Worten Tsypras‘ (mit einem hochmotivierten Yanis Varoufakis an Bord) ihren Triumphzug von 4% auf 40% antrat:

    „Deswegen ist das Dilemma am 25. Januar eindeutig: Memorandum oder Syriza. Unterwerfung oder Verhandlung. Austerität oder Wachstum. Und die Antwort unseres Volkes wird Syriza lauten, eine Regierung der sozialen Rettung für Würde, Gerechtigkeit und Demokratie.“

    nun aber „zur Verfechterin der sparpolitischen Linie in Griechenland bis zu dem Punkt“ sich mauserte, an dem sie das Streikrecht angreift, die Renten noch drastischer kürzt und ganze Wirtschaftssektoren nicht nur privatisiert, sondern an den Meistbietenden verscherbelt?
    Soll also das bloße Lippenbekenntnis („Blinker links!“) zur akzeptierten Grundlage einer „Europäischen Linken“ werden können, die dann doch rechts abbiegt und allenfalls mit eingeschalteter Warnblinkanlage und defektem Motor rechts stehenbleibt und auf Rettung hofft, von wo auch immer?

    Ist es da nicht verständlich – bzw. ist es eher dem Problem angemessen, „konsequent“, im Sinne einer Trennung der (rechten) Spreu vom (linken) Weizen -, dass einer solchen, zur politischen Harmlosigkeit tendierenden Entwicklung, nicht nur von der (umbenannten) französischen Linken „Maintenant le Peuple“ („Jetzt das Volk“) dem entgegengestzt wird:

    „Wir stellen uns gegen die Gründungsverträge der Europäischen Union, weil sie die Rechte und Interessen der Unternehmer vor die Rechte und Interessen der Völker und des Planeten setzen.“

    ???

    Wie ist diese reale irritierende Dialektik zu bewerten, dass sich „Sammelbewegungen“ auf regionaler, nationaler Ebene zu mehren scheinen, während sie auf europäischer Ebene auseinander zu fallen drohen?

    Fragen über Fragen.

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    • willi uebelherr schreibt:

      Klar, fragen zu stellen ist wichtig. Dabei sollten wir immer im auge behalten, wodurch das denken bestimmt wird. Eine „europaeische Linke“ gibt es nicht. Worueber redest du also? Es gibt menschen, die in der region Europa leben und „linke“ ansichten mit sich tragen oder ansichten, die als „links“ gekennzeichnet werden oder einfach nur pauschal sich „links“ nennend. Es liegt bei dir, welche kriterien du verwendest, dem inhalt auf die spur zu kommen.

      Gregor Gysi lebt in einer anderen welt. Er wird ausgehalten. Diese Seins-Form bestimmt sein denken. Wenn wir unseren blick auf all jene wenden, die so ausgiebig als „Linke“ gekennzeichnet werden, dann treffen wir immer auf das gleiche Sein. Ausgehaltet werden. Schon von daher, falls wir dies als kriterium akzeptieren, erwarten wir aehnliche resultate.

      Die akteure von Syriza wollten und wollen ausgehalten werden. Und, sollten wir nun ihnen gegenueber ein anderes kriterium anwenden? Nur, weil sie neu-griechisch sprechen und in einer region leben, die wir Griechenland nennen? Egal jetzt, was das sein soll.

      Die PDL (Partei Die Linke). Untersuche ihre existenzgrundlagen. Dann entsteht eine vorstellung, wofuer sie taetig sind und auch sein wollen.

      Verallgemeinert koennen wir vielleicht sagen, dass dies das kernelement der repraesentativen Republik ist, oder? Die Repraesentanten repraesentieren. Daher doch ihr name. Da ist erstmal keine bindung enthalten. Die bindung entsteht, wie ihr tun und nicht tun sich realisieren kann. Und der kern dabei sind immer ihre existenzgrundlagen. Ausgehalten.

      Und, immer noch fragen?

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  5. fidelpoludo schreibt:

    Habe den Text auch bei Paul Schreyer eingestellt.
    Mal sehen, wer ihn schneller freischaltet…

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    • willi uebelherr schreibt:

      Fuer Klaus-Peter ist das sein blog. Wir sind da nur die zubringer in seinem denken. Er unterwirft es seinem persoenlichen nutzen und gebrauch. So kann er dann hausieren gehen, er hat „seinen eigenen blog“. Auch gegenueber der GStA in Dresden. Das wirkt dann gleich ganz anders. So ist zu verstehen, dass er seinen persoenlichen geschmaecker freien lauf laesst.

      Was wir manchmal tun, ist, diesen sammlungsraum fuer unseren bedarf anzuwenden. Das ist missbrauch seiner intentionen und seinem wollen und tun. So ist das nicht gedacht.

      Es ist das prinzip der blog-kultur. Die privatisierung. Es nuetzt uns nicht viel, wenn wir in bezug auf #aufstehen uns ueber deren angedachte kommunikationsstrukturen lustig machen. Auch deren initiatoren weichen auf ausgetrampelte pfade und wenden sich der privaten sphaere zu. Es ist ausdruck ihres denkens, das auf ihrem Sein ruht.

      Das ist auch der grund, warum der „Materialismus“ so vehement attackiert wird, indem ihm ein egomanischer inhalt untergeschoben wird. Wir sollten die „materiellen Lebensgrundlagen“ nicht so wichtig nehmen und uns mehr auf den fluss der Geldstroeme, bedrucktes papier oder zahlen der datenverarbeitung, konzentrieren. Das wird uns als unsere zukunft angeboten.

      Das private, die Privatisierung des oeffentlichen Raums. Auch hier in diesem blog und den vielen anderen.

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    • willi uebelherr schreibt:

      Ich will allerdings darauf hinweisen, dass diese speziische form der blog-kultur nur eine reduktive anwendung der technischen moeglichkeiten ist. Der „Blog“ selbst hat damit erstmal nichts zu tun.

      Wir stehen hier wieder vor der gleichen problematik. Selber organisieren oder organisiert werden.

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  6. fidelpoludo schreibt:

    Die »Digitale Schlägergruppe« – nur eine Facette der herrschenden Intransparenz

    Liebe Leute,
    kennt Ihr schon den Wikipedia-Eintrag von „Aufstehen“? Hier ist der Link:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstehen
    Er muss von heute sein, denn er(?) weiß zu berichten: „Der offizielle Auftakt für die Bewegung erfolgte am 4. September 2018 in der Bundespressekonferenz mit Sahra Wagenknecht, Bernd Stegemann, Ludger Volmer und Simone Lange.[4]“
    Dem, der ihn sich aufmerksam durchliest, dürfte das unausgewogene Verhältnis von sehr sorgfältig herausgepickten kritischen zu positiven Stimmen nicht entgehen. Wie auch das nähere Eingehen auf ihre Ziele, von denen nur ganz abstrakt die Rede ist.

    Dieser Eintrag – wie seine kommenden Veränderungen – sollten wir im Auge behalten. Anzunehmen, dass er (er(?)) interessierten Kreisen , die sich das Privileg der „Bearbeitung“ derartiger Inhalte auf eine noch nicht völlig geklärte Art und Weise angeeignet haben, noch zu positiv ausgefallen ist. Diesbezügliche Veränderungen sind zu erwarten.

    In dem Zusammenhang muss ich unbedingt auf die von der „Gruppe 42“ veröffentlichte und von Markus Fiedler in Zusammenarbeit mit Dirk Pohlmann präsentierte (bisher 10-teilige) Video-Reihe „Wikihausen“ aufmerksam machen, die Licht sowohl in die tendenziösen „Bearbeitungs“-ziele und -stile als auch in die unbeleuchteten Kammern und Identitäten ihrer Urheber gebracht haben.

    Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, sollet Ihr Euch den Teil 10, zu dem auch Ken Jebsen (als Opfer) eingeladen wurde, unbedingt ansehen, an dessen Ende (Lutz bitte aufgemerkt!) über rechtliche Konsequenzen diskutiert wird, die Betroffene ziehen könnten und sollten. Der Titel lautet:
    Wikipedia-Heckenschütze enttarnt! Wer ist Feliks? | #10 Wikihausen

    Wer sich den Wikipedia-Eintrag zu Ken Jebsen (oder auch von Daniele Ganser) ansieht – noch aufhellender ist eine Rückverfolgung der verschiedenen Eintragsversionen und die Richtung, in die sie verweisen -, wird schnell begreifen, worum es hier geht.
    Die Kostprobe (nur ein Auszug):

    Ken Jebsen (Pseudonym, * 29. September 1966) ist ein deutscher Journalist.
    Bis 2011 war er als Fernseh- und Radiomoderator tätig, zuletzt beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nachdem Äußerungen Jebsens als antisemitisch kritisiert worden waren, verteidigte ihn der rbb zunächst gegen die Vorwürfe, entließ ihn jedoch kurz darauf wegen Verstößen gegen journalistische Standards. Seitdem ist er hauptsächlich auf KenFM tätig.
    2014 und 2015 war er ein Hauptredner bei den umstrittenen Mahnwachen für den Frieden. Einige seiner Thesen werden von Kritikern als verschwörungstheoretisch eingestuft.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Übrigens: Wem noch nicht ganz klar sein dürfte, in welche Richtung künftige Bearbeitungen des Wikipedia-„Aufstehen“-Eintrags ihren Lauf nehmen wird, sei ein Blick auf die Titelseite der neuesten „konkret“ empfohlen. dessen Schlagzeile lautet:

      „Steht auf, wenn ihr Deutsche seid!“
      Wagenknechts rechte Sammlungsbewegung

      Die einzige Abbildung: Sahra Wagenknecht mit aufgerissenem Mund hinter einem riesigen Megaphon (schlecht einkopiert) nahezu verschwindend.
      (Titelseite ist auf den Nachdenkseiten zu besichtigen)

      Wem das nicht genügt, also sich masochistisch noch unterversorgt fühlt, sollte bis auf Seite 9 blättern und Gremlizas Kolumne sich zu Gemüte (oder wohin auch immer) führen:

      Und dies zur Farce, zum Appell „Aufstehen!“, in dem das „Deutschland erwache!“, das „Sturmlied“ der SA, widerscheint wie in der Unschuld der Rufer, die jeden Widerschein des neuen im alten in sich getilgt haben: Die Aufständischen von 2018 wollen „bessere Renten, höhere Löhne, eine Vermögenssteuer für Superreiche, keinen Mietwucher, keine Altersarmut“.
      Warum nicht! Nur zu! Friede den Hütten! Krieg den Palästen! Weil aber die neuen Sozialdemokraten der Linkspartei nicht anders als die alten der SPD im Laufrad der Herrschaft strampeln, können sie soziale Fragen nicht sozial lösen, sondern nur national, im Krieg gegen die Fremden. Vierzig Prozent der Deutschen, sagt der „Theatermacher“ Bernd Stegemann, Propagandist des Aufstands, steckten im „täglichen Überlebenskampf“. Dass sie, die mit den vielen Fremden „ihren Lebensraum teilen“ müßten, zur AfD gehen, sei „verständlich“. Denn wer ist an der Fremdenfrindlichkeit schuld? Die Fremden.
      Wie am Antisemitismus die Juden. (…)
      Das Verständnis, mit dem die nationale Lumpensammlung die AfD-Nazis umwirbt, setzt die Rechte ins Recht und treibt ihr die Linke zu.

      Hier ist die Richtung vorgegeben, der sich früher oder später die anti-deutschen Wikipedianten – stilistisch ein wenig zurückhaltender und weniger geschliffen – zuwenden werden.

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Man darf das nicht unterschätzen. Sicher, umso erfolgreicher „aufstehen“ gelingt, umso härter oder aber intriganter die Gegenwehr. Insofern waren auch die Mahnwachen ein Erfolg. Meine wichtigste Erfahrung daraus ist, Fokus auf der eigenen Agenda, nicht alles beachten, aber prüfen ob hinter oder in den Angriffen auch Berechtigtes steckt, Verfasser der Angriffe direkt ansprechen und in eine sachliche Auseinandersetzung zwingen. „Aufstehen“ lebt von dem Optimismus, dass mehr und mehr Menschen sich in ihrem Urteilsvermögen und ihrer Haltung sicherer werden, so dass die positive, gewinnende Ansprache allererste Aufgabe ist. Gelingt das, dann kann der „tiefe Medienstadel“ sich gehörig abstrampeln und verliert eher Deutungshoheit. Man sollte die Not Derer, die noch eingebunden sind, nicht unterschätzen. Die brauchen keine Unterlassungsaufforderung, sondern Therapie.

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Ich habe das Video erst jetzt gesehen. Ich hatte mich über das Format schon mal sehr negativ geäußert. Auch hier wieder für mich ein Zwiespalt. Das Thema durchaus wichtig, aber die Langatmigkeit und die Selbstreferenzen. Gähn! Das kommt nicht nur aus politischen Gründen nicht zur besten Sendezeit. Aber gut, ist nur meine persönliche Meinung dessen, der vor der Tlefonzelle steht und „Fasse Dich kurz“ durch die Scheibe buchstabiert.

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        • fidelpoludo schreibt:

          Tut mir leid! Sehe ich ganz anders. Kann man nicht ändern. Erinnere mich aber, das Du Deine ursprünglich negative Sicht – vor allem zu Pohlmann – revidiert hattest. Dabei ist es wohl nicht geblieben. Die Langatmigkeit sehe ich auch, allerdings kann sie für mich nicht Grund sein, an der Brisanz des Themas insgesamt vorbei zu sehen.

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          • Lutz Lippke schreibt:

            Asche auf mein Haupt. In der Sache ist mir die Wichtigkeit klar. Wikipedia ist eine allgemeine Quelle, gern auch vom Nachwuchs als einzige Quelle genutzt. Da muss Transparenz rein. Allerdings ist Wikipedia z.B. im universitären Umfeld nicht als verlässlich anerkannt. Wer es dennoch so benutzt, muss mit schlechter Reputation rechnen.
            Ob man allerdings deshalb einem feliks statt 10 Minuten Faktendarstellung und eine konkrete Ansprache eine so ausgiebige Aufmerksamkeit schenken sollte? Ich erfahre nichts oder jedenfalls nichts Fundiertes über die Strukturen hinter Wikipedia und die Lobby, in der sich feliks bewegt.
            Ein bisschen feiern sich die Aufklärer schon in ihrer Ermittlungs- und Erklärungskompetenz zu dem Giftzwerg. Ich nenne das jetzt mal das Giftzwerg-Dilemma – wenn Giftzwerge wichtige Akteure von der eigentlichen Arbeit abhalten, Kapazitäten und Kommunikationswege mit Müll blockieren. Die Trolle jeder Coleur sind ein Problem, dass in die Kommunikationskultur „eingerechnet“ werden muss. Der Rechtsweg wird nur in besonderen Fällen hilfreich und effektiv sein. Die Zensur-Debatte wegen Freischaltverzögerungen und SPAM-Filter kennen wir auch. Welche Möglichkeiten gibt es noch, um diesem lästigen und mitunter gefährlichen Treiben die Erfolgschancen zu nehmen?

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            • fidelpoludo schreibt:

              „Ich erfahre nichts oder jedenfalls nichts Fundiertes über die Strukturen hinter Wikipedia und die Lobby, in der sich feliks bewegt.“

              Auch wenn ich einräumen muss, dass gerade Ken Jebsen sich hier nicht gerade von der sachdienlichsten Seite zeigt (weil allzu kurzschlüssig immer wieder von sich auf andere schließend – im Grunde also die Arbeit von Pohlmann und Markus Fiedler als überflüssig bezeichnend, weil das Alles doch so leicht für jeden durchschaubar sei), habe ich allerdings viel erfahren – so schlau wie Ken Jebsen bin ich wohl noch lange nicht:

              (1) dass es um das stetige Schwingen der und Jonglieren mit den vier Keulen des – in dieser Reihenfolge: a) Antsemitismus-
              b) Antiamerikanismus-
              c) Verschwörungstheorie-
              Vorwurfs geht; oder dass
              d) mit dem „Unsinnigkeits-“ (bis „Billigkeits-„)Vorwurf gegen globalstrategisch Argumentierende vorgegangen wird;

              (2) dass sie, die Interventionisten, eine Karriere in der „Linkspartei“ entweder hinter sich haben oder noch verfolgen (eine weitere Aktivität in bestimmten NGOs ist nicht auszuschließen);

              (3) dass die Eingreifer sich nicht persönlich ausweisen und somit die Verantwortung für ihre Eingriffe nicht übernehmen müssen; ihre Kriterien nicht vorstellen, sondern erst mühsam ermittelt werden müssen: Eine Verschwörung im wahrsten Sinne des Wortes – ohne Anführungsstriche also;

              (4) dass die Operateure – in der Wahl ihrer Pseudonyme – sich oftmals hinter versteckten Andeutungen auf historisch höchst fragwürdige Personen (hier: „Feliks“ = Dzierzinski – Tscheka – „Roter Terror“ – „Stalins Henker“) berufen, die beredt davon zeugen, wes Geistes Kind sie sind;

              (5) dass es um gezielten Rufmord bei den ins Auge gefassten Personen und den Begriffen geht, mit denen diese Personen sich befassen;

              (6) Wie man bei einer entsprechenden Recherche und Spurensuche vorgehen kann;

              Im übrigen ist der Fall „Feliks“ als exemplarisch repräsentativ anzusehen und keineswegs als ein kurioser Einzelfall, der wegen seiner Ausgefallenheit zum Gegenstand der sich darüber belustigenden Betrachtung hervorgezaubert wurde. Seit wann lehnt ein Jurist – oder jemand, der zumindest juristisch interessiert ist – „ausgiebige Aufmerksamkeit“ auf Details als „langatmig“ und „selbstreferenziell“ „Gähn!“ ab? Der Therapiehinweis geht allzu leicht über den Schaden hinweg, den diese Leute in der demokratischen Öffentlichkeit, in einem öffentlich häufig herangezogenen Medium, im angemaßten „Öffentlichkeitsinteresse“, anrichten, hinweg. Nach weiteren Strukturmerkmalen – neben den bereits genannten, wäre in den neun weiteren Folgen des Formats zu forschen: Machtstrukturen, „Machtmißbrauch“, , strukturelle Form von Gewalt, falsche Objektivität vorspiegelnd etc. Das dazu hier kein Material hier vorgelegt sei, bestreite ich entschieden. Auch wenn das gesamte Netzwerk noch keineswegs ausgehoben wurde.

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            • fidelpoludo schreibt:

              Sowohl meine Antwort auf diesen Beitrag wie meine kurze Erinnerung daran sind verschwunden.

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  7. fidelpoludo schreibt:

    1+1 macht 2 – selbst wenn es sich bloß um Freischaltungen handelt.

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