Zur Parole „Solidarität statt Heimat“

Randbemerkung von Hajo Kahlke
Hallo,
„Heimat“ – ein Begriff, tausendfach verzerrt und missbraucht. Wie auch etwa der Begriff „Freiheit“, um nur einen von vielen zu nennen. Ist er deshalb sinnlos, ist sein (positiver) Gebrauch bereits verkehrt? Natuerlich nicht. „Doch  wir haben die Heimat nicht verloren, unsre Heimat liegt heute vor Madrid“ heisst es im Lied. Heimat-Bezug und (internationale) Solidaritaet – sie sind fuer Linke, wie es sie zumindest vor 80 Jahren noch gab, kein Gegensatz, sondern gehoeren vielmehr zusammen. Wie die Aeste und Wurzeln eines Baumes, die nur scheinbar in gegensaetzliche Richtungen streben.
Wer hingegen „Solidaritaet statt Heimat“ fordert, dessen „Solidaritaet“ gilt logischer Weise nicht dem, der versucht, seine Heimat gegen die Zumutungen des Imperialismus zu verteidigen, sei es als ganzes Land, sei es als soziale Kraft in einem Land, sondern dem, der  seiner Heimat vielmehr den Ruecken kehrt, um sich im Herzen der Bestie einzurichten bzw. dort versorgen zu lassen.  Zugleich wird damit jedoch das Wesentliche der Solidaritaet preisgegeben, die ja nicht auf Mildtaetigkeit fuer einzelne (selbst wenn deren Zahl in die Millionen geht) abzielt, sondern auf Gerechtigkeit fuer alle.
Beste Gruesse   
Hajo
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