Fundstück – 8.7.2018 – „Schäferhund“

„Der Schäferhund ist eine Karte, die die Demokratische Partei spielt, wenn kein Demokrat des Weißen Hauses zur Wiederwahl läuft. Der Schäferhund ist ein Präsidentschaftskandidat, der scheinbar links vom Establishment- Demokrat läuft , dem die Milliardäre die Nominierung verleihen werden. Schäferhunde sind Hirten, …. angeklagt, Aktivisten und Wähler in die Demokratische Front zu treiben, die sonst nach links und außerhalb der Demokratischen Partei abwandern könnten, entweder zu Hause bleiben. 2004 forderte er Ralph Nader auf, seinen Präsidentschaftswahlkampf aufzugeben.

Die Demokratische Partei hat diese „Schäferhund“ -Karte in der Vergangenheit mindestens 7-8 mal gespielt, unter Verwendung von Kollaborateuren wie Eugene McCarthy 1968, Jesse Jackson 1984 und 1988, Jerry Brown 1992, Al Sharpton 2000, Howard Dean 2004 , Dennis Kucinich 2008 und 2016 war Bernie Sanders an der Reihe.“

Quelle: „Bernie Sanders ist Teil des Problems, nicht die Lösung“. Dort mehr zu Sanders.

Dieses Fundstück möge – über Sanders hinaus – all denen zu denken geben, die sich für

Sammlungsbewegung

begeistern. Eigentlich hätte schon das Modell „Tsipras“ ausreichen sollen.

Eine begeisterte Herde, die hinter einem Volkstribunen her läuft (gleichgültig, ob ein echter oder ein gekaufter) löst kein einziges Problem!

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13 Antworten zu Fundstück – 8.7.2018 – „Schäferhund“

  1. Joachim Bode schreibt:

    Na prima!
    Jetzt wissen wir, dass Sanders „Teil des Problems“ ist, ebenso die u.a. von Wagenknecht angestrebte Sammlungsbewegung.
    Möglich – eher: wahrscheinlich? fast sicher? -, dass es sich um Ableger der Neocons bzw. der international weitgehend einigen imperialistischen Kräfte handelt, zumindest um deren Zuarbeiter oder Handlanger.
    Da bleibt ja dann nur übrig, alle Kräfte darauf zu konzentrieren, diese scheinheilige Truppe zu entlarven und zu bekämpfen.
    Wen freut’s?
    Und: „Was tun?“

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    • Joachim Bode schreibt:

      Noch was: Sanders ist genau so wie die Sammlungsbewegung schillernd.
      Warum nur werden beide so verbissen bekämpft, Sanders u.a. durch die Clinton-Mafia, die Sammlungsbewegung von fast allen Kräften inner- und außerhalb der Linkspartei.

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  2. Joachim Bode schreibt:

    „Wir schreiten als eng geschlossenes Häuflein, uns fest an den Händen haltend, auf steilem und mühevollem Wege dahin. Wir sind von allen Seiten von Feinden umgeben und müssen fast stets unter ihrem Feuer marschieren. Wir haben uns, nach frei gefaßtem Beschluß, eben zu dem Zweck zusammengetan, um gegen die Feinde zu kämpfen und nicht in den benachbarten Sumpf zu geraten, dessen Bewohner uns von Anfang an dafür schalten, daß wir uns zu einer besonderen Gruppe vereinigt und den Weg des Kampfes und nicht den der Versöhnung gewählt haben. Und nun beginnen einige von uns zu rufen: Gehen wir in diesen Sumpf!“
    aus Lenin: Was tun
    Kap. 1a

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  3. willi uebelherr schreibt:

    Lieber Klaus-Peter, auch ich erhebe einspruch, ohne jetzt auf die attrape „Bernie Sanders“ zu verweisen. Mir geht es um „Sammlungsbewegung“.

    Sind nicht alle bewegungen fuer oder gegen positiv lebbare alternativen „Sammlungsbewegungen“? Was trennt nun das subjekt vom gleichen?

    Dein fundstueck riecht fuer mich nach: „das Kind mit dem badewasser auskippen“. B.Sanders steht nicht fuer eine positiv lebbare alternative, wird aber als solcher zelebriert und aufgebauscht. Er benutzt terme und konzepte, die ankommen. Und du kennst es. „Stalinstische Sozialismus Vernichtung“ ist doch auch nichts anderes. Trotzdem bleibt der begriff „Sammlungsbewegung“ ein hinweis auf eine bewegung im stehenden umfeld, die sich aus der sammlung von einzelwesen ergibt.

    Es ist katastrophal, wenn wir die zerstoerung begrifflicher klarheit einfach so mitmachen, nur weil wir etwas wuetend sind. Das hilft uns nicht. Wenn du „reaktionaere Sammlungsbewegung“ verwendest, dann deutet es auf eine blockade einer aktion hin. Schon besser, aber auch noch nicht eindeutig.

    „Anti-Linke reakionaere ..“ hilft auch nicht, weil das „links“ nichts mehr aussagt. Jeder dorftrottel kann sich links nennen.

    „linke ..“ oder „sozialistische ..“ geht auch nicht, weil da jede konterrevolutionaere perspektive gleich mit enthalten ist.

    Mir faellt dazu momentan auch nichts ein. Zu einer email vom team-sahra zum namen dieser sammlung habe ich geantwortet:

    „Wie soll die Sammlungsbewegung heißen?

    Bewegung fuer Stabile Lebensgrundlagen fuer Alle
    (Movimiento para medios de vida estables para todos)
    BeStaLA

    Begruendung:
    Die grundlage friedlichen zusammen lebens auf unserem planeten sind die stabilen materiellen lebensgrundlagen an jedem ort auf unserem planeten. Und alles, was sich dem widersetzt, wird ueberfluessig gemacht.
    Hier gilt fuer mich der satz von Buckminster Fuller:
    „Wir bekaempfen nicht das Alte. Wir schaffen etwas Neues, was das Alte ueberfluessig macht.““

    Es ist das dilemma der begriffe, dass sie so leicht verschmiert werden koennen. Dass menschen mit ihren begrifflichen assoziationen in eine falsche ecke gezogen werden koennen. Dass so viele daran mitwirken, den begriffen ihre klaren inhalte zu berauben.

    Wenn wir nun meine defintion von Sozialismus zu grunde legen (wenn im raum unseres denkens, in unseren wertesystemen, also unserer ideologie, die soziale frage an erster stelle steht), dann sagt das noch nichts darueber aus, wie wir das tun. Es sagt auch nichts darueber aus, welche quantitaeten hierbei existieren. Es sagt nur aus, dass wir fuer Alle stabile materielle lebensgrundlagen herstellen wollen.

    Wir wissen alle, dass „sozialistisch“, „anti-kapitalistisch“, „anti-imperialistisch“, „links“ und so aehnliches toepfe sind, wo wir alles darin finden. Das ist, wie wenn wir eine farbe oder ein gefuehl beschreiben wollen.

    So ist es auch mit dem begriff „linke Sammlungsbewegung“. Da koennen wir uns alles darunter vorstellen.

    Wenn wir nun einen kristallisationspunkt heran ziehen, wie z.b. West- und Ost-Palaestina oder Staat mit militaer und paramilitaer, dann trennt es sich ploetzlich. Wenn wir die private aneignung gemeinschaftlichr gueter und ressourcen verwenden, dann findet das gleiche statt.

    Der text von Alexander Azadgan im Russia Insider versucht dies und trifft. Du musst also versuchen, um dem nahe zu kommen, einzelne personen, die eine besondere bedeutung fuer eine „Sammlungsbewegung“ mit sich herum tragen, diesem test zu unterziehen.

    So kommen wir langsam zu einer liste von tests, die wir anwenden koennen, um den standort und die orientierung von personen zu bestimmen, die relevant, und vielleicht bestimmend, fuer eine bestimmte „Sammlungsbewegung“ wirken.

    Interessant dabei sind die netzartigen verknuepfungen verschiedener themen und deren prioritaeten. Das haette den vorteil, sich von einzelnen aussagen zu loesen und sie in ein system des denkens und seiner bestimmungen zu uebertragen. Da sind wir dann „im Raum des Denkens und der Wertvorstellungen“.

    mit lieben gruessen, willi

    pa: aus irgend einem grund hat WordPress meine daten email,name vergssen und fragt nun jedes mal danach.

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  4. Joachim Bode schreibt:

    Beinahe wäre ich auf einen relativ neuen „Schäferhund“ hereingefallen, besser ausgedrückt – auf Neudeutsch – eine Schäferhündin.
    Gemeint ist die neue Kandidatin für die Kongress-Kandidatur im Bereich New York, die 28jährige Alexandria Ocasio-Cortez, die soeben den langjährigen Amtsinhaber Joe Crowley in den Primaries deklassiert hat.
    Sie ist so etwas wie eine Wagenknecht der USA, worüber man sich bei den Nachdenkseiten vom heutigen Tag einen kurzen Überblick verschaffen kann.
    Hoffentlich kommt Ocasio-Cortez nicht auch noch auf die Idee einer Sammlungsbewegung.
    Das wären dann doch zu viele Feinde auf einmal!

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  5. Joachim Bode schreibt:

    Denke ich an all die von mir besuchten Versammlungen, die gleichzeitig auch „bewegt“ waren, vielleicht sammlungsbewegt, die Neues wollten in Ablösung des Alten – liebe Grüße an Willi! -, dann waren fast immer auch Leute dabei, die evtl. auch Sanders, Wagenknecht, Ocasio-Cortez oder auch Tsipras hätten heißen können. Es gab einige, ganz wenige Treffen ohne solche Leute (vielleicht gibt´s da nicht so viele…?). Wieviel Lebenszeit hätte ich sparen können, wenn ich nur an den zuletzt genannten Sammlungen teilgenommen hätte! Andererseits hätte ich dann eine Menge verpasst: Lebenserfahrung, Erkenntnisse, Einflussmöglichkeiten, Entwicklungen, Freunde, Gegner und Feinde, vielleicht sogar den OPA – aber das steht nicht so fest.

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  6. kranich05 schreibt:

    Liebe Wider- und Einsprüchesprecher sowie Ratschläger,
    es täuscht, wenn meine Breitseite gegen den eigentlich alten aber jetzt Modebegriff „Sammlungsbewegung“ den Eindruck erweckt, ich sei dagegen, dass wir uns sammeln. Natürlich geht ohne Sammlung gar nix. Sogar die Zugvögel sammeln sich, obwohl sie doch ein komplettes genetisches Programm in sich tragen.
    Mein „Säulenheiliger“ Lenin hat zum sozusagen Sammlungsproblem tatsächlich allerhand gesagt. Das würde ich weniger in „Was tun?“ suchen; dort geht es nämlich um Organisation und zwar eine sehr bestimmte. Vielleicht eher in „Der linke Radikalismus…“, dort, wo es um Partei, Klasse und MASSE geht.
    Mir geht es darum, dass wir mit der „Sammlungsbewegung-Rhetorik“ weit hinter die Lösung des Organisationsproblem zurückfallen, die Lenin mit dem Konzept der Partei vorgelegt und (in Maßen) erfolgreich praktiziert hat.
    Letztlich aber – so meine ich – ist dieses Leninsche Parteikonzept im historischen Verlauf (nicht von Anfang an) gescheitert.
    Was hat sich bewährt? Was bleibt? Und was und wie muss ganz entschieden darüber hinausgehen? Das sind für mich die Fragen. Und wer radikal-humanistische, emanzipatorische Politik machen will (Massen in Bewegung setzen will) und sich um diese Fragen herumdrückt, ist nicht ernst zu nehmen.
    Die Lösung sehe ich keineswegs so: „So kommen wir langsam zu einer liste von tests, die wir anwenden koennen, um den standort und die orientierung von personen zu bestimmen, die relevant, und vielleicht bestimmend, fuer eine bestimmte „Sammlungsbewegung“ wirken.“
    Es geht nicht darum, die richtigen „relevanten und bestimmenden“ Personen herauszufinden. Es gibt sie nicht, und es kann sie nicht geben!
    Der Boden, auf dem die Bäume wachsen, ist ein einziger Wirkzusammenhang von Milliarden Organismen. Den brauchen wir. Das auf diesem Boden dann noch einige Landschaftsarchitekten, Künstler und Ingeniöre ihr Wesen treiben, damit ein paradiesischer Park entstehe, will ich gern einräumen. Letzteres umso bedenkenloser, weil diese hervorgehobenen Gestalten wenige Wimpernschläge später ja selbst wieder in diesen Waldboden eingehen (und das auch jederzeit wissen).
    Wenn Euch, sehr geehrte Wider- und Einsprüchesprecher sowie Ratschläger, stört, dass dies eine allzu allegorische Perspektive ist, so stimme ich Euch gerne zu.
    Eine andere habe ich aber nicht anzubieten.
    Liebe Grüße!

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  7. willi uebelherr schreibt:

    Lieber Klaus-Peter, ich will direkt antworten. In den aeusserungen um die „;inke Sammlungsbewegung“ geht es nie um die „Sammlung“ und nie um die „Bewegung“, sondern immer nur um einzelne „heraus-ragende“ personen. Deswegen habe ich es auch so formuliert, was du zitierst hast. Eigentlich war es polemik. Nicht ganz. Weil die methode mir trotzdem richtig erscheint.

    Nur, du beziehst dich auf Lenin. Und damit auf den „Massen“-begriff, den er gerne verwendete. Es entsprach seinem denken und Sein-Wollen. Er denkt, schreibt und so, all die vielen, folgen ihm im strom, in der masse. Es gibt nur ein grosses organ, einen grossen koerper, die verlaengerung und erweiterung seines eigenen, und all die vielen anderen verlieren ihre besonderheit, ihre weisheit, ihre ganz konkrete gestalt.

    Mit dem begriff „Masse“ wird ein denken geaeussert, das nur auf „Fuehrer“, auf Auserwaehlte ruht und den vielen ihre faehigkeit zur selbst-organisation abspricht.

    Wuerden wir deinen ratschlaegen folgen, und viele tun es, dann wuerden wir im gleichen sumpf landen und gelebter Sozialismus, ein denken mit der sozialen frage an erster stelle, waere ein Maerchen fuer Stammtische.

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  8. kranich05 schreibt:

    Lieber Willi und Alle,
    meine Gedanken über politische Veränderungen durch Bewegung (besser: Ermächtigung) vieler Menschen fangen NIE mit Führern an, mit den herausragenden („charismatischen“) Personen. Das ist ein Irrweg. Es fängt an mit den „Menschen wie du und ich“, die „als eng geschlossenes Häuflein, uns fest an den Händen haltend“ auf mühsamsten Weg versuchen vorwärts zu kommen.
    Ein Grüppchen, dessen Mitglieder einander zuverlässig „halten und heben“ (Majakowski). In Praxi findet sich dann immer Einer oder Eine, die das nächste Stückchen Weg als Erster/Erste „erschnüffelt“. Diese füllen eine Anführerfunktion aus, mehr oder weniger kurzzeitig und ohne jede Verselbständigung. Die wohl unvermeidliche Verselbständigungstendenz kann jederzeit von den Anderen gecancelt werden UND WIRD ES AUCH.
    Was Lenin, die Oktoberrevolution und den Realsozialismus betrifft, wende ich mich gegen jede Ignoranz, jedes Verwerfen ohne genaueste Prüfung bzw. ohne ausreichende Kenntnis.
    Deine obige kurze Charakterisierung des Begriffs „Masse“ und von Lenins Verhältnis zur „Masse“ ist ein Schulbeispiel solcher Ignoranz.
    Der Realsozialismus bis zu seinem Untergang war eine maximal widersprüchliche Gesellschaft, vielleicht die widersprüchlichste, die es je gab. Wenn wir diese Widersprüchlichkeit nicht im vollen Umfang begreifen, „aufheben“, kommen wir keinen Schritt weiter. Im besten Fall landen wir bei beschränkten Rezepten, die EINEN Aspekt der Aufgabe fassen aber nicht ihre Gesamtheit.

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  9. willi uebelherr schreibt:

    Einverstanden, lieber Klaus-Peter, in deiner kurzen darlegung deiner prinzipien stimme ich dir zu.

    Und nun:
    „Der Realsozialismus bis zu seinem Untergang war eine maximal widersprüchliche Gesellschaft, vielleicht die widersprüchlichste, die es je gab.“

    Und worin steckt nun die Widerspruechlichkeit? Liegt es nicht daran, dass die „treiber“ etwas anderes wollten wie die mehrheit der menschen? Auch wenn zunaechst eine grosse begeisterung herrschte, kam das erwachen sofort und ploetzlich?

    Wollen die menschen nicht raus aus dieser ewigen matrix von elitaeren fuehrerstrukturen? Und warum sind diese „Fuehrer“ nicht in der lage oder nicht willens, dem zu folgen?

    Warum agieren sie immer gegen die bevoelkerung? Warum werden immer ausfluechte gesucht, um deren reale verwirklichung ins reich der „utopie“ zu verbannen?

    Ist die organisation stabiler materieller lebengrundlagen tatsaechlich so schwierig? Und wenn ja, was macht es so schwierig?

    Ist die „Sozialismus-Vernichtung“ nicht das tatsaechliche programm, was wir seit 150 jahren in allen gruppen und organisationen finden, die sich das etikett „sozialistisch“ ankleben?

    mit lieben gruessen, willi

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  10. kranich05 schreibt:

    Danke, Willi, dass Du meine These vom maximal widersprüchlichen Realsozialismus aufgreifst. Diese Denkrichtung habe ich immer wieder einmal angeregt (z. B. hier: https://opablog.net/2017/07/26/ins-eigene-stammbuch/) aber mit wenig Resonanz.

    Hinter der Feststellung/Behauptung, dass der Realsozialismus eine der widersprüchlichsten Gesellschaften ist, wenn nicht die widersprüchlichste überhaupt, könnte ein theoretisches Schlüsselproblem stecken.
    Darauf werde ich in einem eigenen (kleinen) Posting zurückkommen.

    Du fragst zwar: „Und worin steckt nun die Widerspruechlichkeit?“ Aber was Du als Antwort anschließt, erscheint mir doch sehr pauschal, um nicht zu sagen oberflächlich. Auf historische Tatsachen lässt Du Dich nicht ein, ignorierst sie oder ersetzt sie durch Fiktionen und Halbwahrheiten. Damit hast du freies Schussfeld für Dein immergleiches Argumentationsgeschütz: Das Einfachste haben die Menschen nicht kapiert, nämlich, dass sie ihre regionale materielle Produktion einvernehmlich regeln müssten.
    Du presst diesen Gedanken (der im richtigen Rahmen erhebliche Bedeutung hat) geradezu mit Blindheit für komplexe Widerspruchsverhältnisse in jede Diskussion. Das bringt eine gedankliche Engführung, die mir wenig hilfreich erscheint.

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  11. willi uebelherr schreibt:

    Lieber Klaus-Peter, kritische reflektionen ja, pauschale aburteilungen lassen wir einfach. Ich tue es dir gegenueber auch nicht und nehme dich in deinem denken ernst.

    Die grundlage sind immer stabile materielle lebengrundlagen. Auf dieser basis koennen wir aufbauen. Die bedingung dafuer ist eine oekonomische unabhaengigkeit. Das heisst, dan zwang zum import ueberwinden. Dann brauchen wir auch keine exporte.

    Oekonomische unabhaengigkeit kann nur aus der basis einer region, den gemeinden entstehen. Es geht also darum, die lokalen technischen infrastrukturen zu entwickeln, die immer die grundlage der oekonomie sind.

    Der souveraen in einer region ist immer die bevoelkerung. Und sie lebt nie auf einem haufen irgendwo in einer stadt. Sie leben in gemeinden von klein bis gross. Ueber dem souveraen kann es nichts geben, was ihm vorschreibt, was zu tun ist. Staatliche konstrukte, wenn wir sie fuer notwendig halten, arbeiten immer im auftrag des souveraen.

    Gemeinden sind die lokalen koerperschaften des souveraen. Von daher gibt es keine instanz, die den gemeinden vorschreiben kann, was sie zu tun und zu lassen haben.

    Die menschen in den gemeinden organisieren nicht-statische lokal regionale verbuende oder kooperationen, wenn die gemeinde zu klein ist. Grosse gemeinden zerlegen sich in ueberschaubare einheiten.

    Der kern des ganzen ist immer die „soziale frage“, was ich als „Stabilitaet der materiellen Lebengrundlagen fuer Alle“ beschreibe. Die anforderungen hieran ist der bedarf unserer koerper im konkreten klimatischen und topografischen umfeld, was einen wesentlichen teil der bedingungen definiert. Die theoretischen und konstruktiven grundlagen erarbeiten wir grundsaetzlich zusammen mit all jenen, die sich daran beteiligen wollen. Die materialisierung findet grundsaetzlich lokal statt.

    Es geht ja hierbei immer um redundanz. Das heisst, wir lassen immer mehr von dem entstehen, was wir maximal benoetigen. Das geht nur ueber dezentralisierung und parallelisierung.

    Zum schluss nochmals eine wiederholung: Oekonomie hat nichts mit geld zu tun. Geld finden wir nur im distributionssystem, einer virtuellen, kuenstlichen ebene oben drueber. Oekonomie ruht auf (fur mich zur zeit) 2 elementen: Die Substanzen der Natur mit ihren inneren Gesetzen und unserer Zeit.

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  12. willi uebelherr schreibt:

    Liebe freunde, durch zufall bin ich auf Paul Henri Thiry d’Holbach gestossen und seiner schrift „System der Natur“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Henri_Thiry_d%E2%80%99Holbach
    System der Natur
    https://de.wikipedia.org/wiki/System_der_Natur

    Natuerlich ueber Max Stirner in seinem text:
    Der Einzige und sein Eigentum
    http://www.lsr-projekt.de/msee.html#s29

    Paul Holbach war kein Demokrat. Er bevorzugte die raepraesentative Republik, so wie Immanuel Kant. Das koennen wir seinem Sein zuschreiben. Arbeiten fuer das, was wir zum leben brauchen, war nicht seine sache. Er lebte von Tantiemen, erbschaft, von anderen.

    Wenn wir dies als hauptkriterium heran ziehen, sieht es nicht gut aus mit unseren theoretischen „Leithammels“. Egal aus welcher ecke. Sie existierten alle im parasitaeren umfeld, auf parasitaerer basis. So wie wir es heute mit den finanzsystemen sehen und seinem anhang, dem politischen ueberbau.

    Und schauen wir heute nach Nicaragua und Venezuela und Kuba, dann treffen wir genau auf diesen punkt. Hartmut Barth-Engelbart hat es immer noch nicht verstanden, wo eigentlich die konflikte ruhen. So treibt er dieses theaterspektakel. Er liest ja vielleicht mit und das waere sehr gut.

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