Schöne Lieder & Tänze 44 – Heimat

Wer einen Zusammenhang vermutet dieser Auswahl der „Schönen Lieder und Tänze“ mit einer Erklärung, die betitelt ist: „Solidarität statt Heimat“, vermutet richtig.

Nein, den Heimatbegriff überlassen wir ihnen nicht,

  • nicht der Merkel-/Seehofer-Regierung mit ihrem sog. Heimatministerium
  • nicht der Operetten-Alternative für Schland
  • und auch nicht den „linken“ neoliberalen Sprücheklopfern des Systems a la „Soli statt Heimat“.

Humanisten und wirkliche Demokraten haben einen guten Heimatbegriff. Auch der ist nicht ohne Spannung.

 

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6 Antworten zu Schöne Lieder & Tänze 44 – Heimat

  1. Jens schreibt:

    Zum verlinkten Artikel mit dem super bedrohlichen Titel „Solidarität statt Heimat“ (was über 13.000 Menschen unterzeichnet haben!):

    „Wir wenden uns gegen eine Politik des Ressentiments – und gegen Strategien, die hieraus Kapital schlagen wollen für eine nur dem Anschein nach progressive oder soziale Politik.“
    Diese vielen Menschen können offensichtlich nicht sehen, dass sie eben genau dies selbst tun, was sie so sehr verhindern wollen: Ressentiments keineswegs nur gegen „Nazis“, sondern gegen alles, was Migration (und deren Ursachen!) kritisch betrachtet, eine Art Heimatgefühl hat und mag und/oder in irgendeiner Weise so klingt (! nur so klingt, da bedarf es keinerlei Substanz; selbst wenn man weiß, dass es was ganz Anderes meint – und es aber doch irgendwie so klingt..), als wäre er/sie zu sehr rechts, wasauchimmer das bedeutet. Alle in einem Topf!

    Die Strategien schlagen niemals Kapital aus gar nix nicht. Wohl aber die, die Strategien verfolgen – und diese 13.000 Gutmenschen dazu verführen, so einen Humbug für richtig/wichtig zu halten. Aber alles, was uns wirklich bedroht, inhuman und asozial ist, nicht!
    DAS ist nur dem Namen nach „progressiv“ und noch weniger sozial. Gut gemeint, vielleicht, wahrscheinlich sogar von den meisten der 13.000. Aber eben völlig verpeilt Säue durch’s Dorf treibend, denen man vorwirft, sie würden Säue durch’s Dorf treiben, tststs…

    „Der rechte Diskurs formuliert keine Probleme. Er ist das Problem.“
    Es so zu sehen, ist eines der wesentlichsten Probleme unserer Gesellschaft und Zeit!

    Denn diese Sichtweise will dazu zwingen, real Existierendes und alle Menschen, die davon irgendwas für irgendwie gut, sinnvoll, notwendig halten, auszublenden aus der Gutmenschen-Restegesellschaft*. Deren Argumente sollen nichtmal mehr gehört werden, anstatt sie im Diskurs der gfs. gebührenden Lächerlichkeit preis zu geben.
    Aber nein, „das“ Problem ist, dass die überhaupt zu hören sind!


    *dabei aber übersehend, dass innerhalb der politisch-korrekten Gesellschaft superviele Identitäten kämpfen (Frauen, „Ausländer“/Migranten, Juden, Behinderte, Muslime, Christen und ihre jeweiligen Verbände sowie alle, die ihre sexuellen Vorlieben und/oder eine von Weiblein oder Männlein abweichendes „Geschlecht“ für das sie im Wesentlichen beschreibende und damit identitätsstiftende Merkmal halten; Autofahrer, Vegetarier, Veganer, usw. usf.).
    ALLE: GEGEN alle, die diese nicht teilen; FÜR die, die sie teilen und in der „richtigen“ Weise für ihre Rechte kämpfen. IMMER GEGEN den größeren Teil der Gesellschaft (selbst Frauen: Bevölkerung minus Männer minus Muttchen minus Frauen, die einen „Kampf für die Rechte der Frauen“ und/oder „gegen Sexismus“ für Bullshit halten = weit unter 50%, die bei diesem Kampf auf „der richtigen Seite“ stehen, korrekt?)!
    IMMER ist dieser Kampf beschränkt auf das, was und wie es gerade korrekt ist. Alle Kämpfenden dabei IMMER Opfer dieser „Anderen“ bleibend. IMMER diese „Anderen“ für Täter der Vergangenheit, Gegenwart und potenzielle auch der Zukunft verstehend und diese so behandelnd. => Eine Gesellschaft die sich völlig versplittert gegenseitig auf vielfältigste Weise bekriegt und sich nur auf Eines einigen kann: Die, die die Alle für „anders“ halten, sind die Bösen, Verursacher und .. „das Problem“ – „Rechte“, „Nazis“, „Faschisten“ (solange sie sich nicht AntiFa nennen).
    Die Logik gebietet aber:
    Diese Konstellation kann auf politisch korrekte Weise nicht aufgelöst werden => wir werden uns gegenseitig weiter bekriegen und uns alle mehr oder weniger für Opfer halten und gleichzeitig Täter sein, mit mehr oder weniger bewusstem schlechtem Gewissen; wir werden Probleme niemals lösen können, die sowieso keine sind; wir werden die tatsächlichen Probleme bzw. Ursachen niemals sehen können, weil wir partout das Hinschauen verweigern ===> wir gehen alle den Bach runter!

    Und, Obacht: Bereits vorher (bevor klargestellt wird, dass dieser Diskurs das Problem ist) abgedeckt und eingetütet – rechts. „Rechter Diskurs“ ist das, was ich auf den ersten Anschein dafür halte – und dieser Strategie folgend werde ich ja nichts weiter davon hören. Und zwar, damit „er“ (dieser verdammte „rechte Diskurs“) eben nicht zu DEM Problem wird bzw. es nicht bleibt.
    Diese 13.000 Menschen meinen wirklich (?!!), dass ein irgendwie geartetes, tatsächliches „Problem“ durch sture Ignoranz gelöst werden kann. Peinlich. Voll Kindergarten, unsere heutigen „progressiven“ Intellektuellen.

    Denn in echt: AUF DIESE WEISE wird vorsorglich JEDER MENSCH sofort einsortiert, abgewatscht und bekehrt oder mundtot gemacht, der SO KLINGT, als wenn er eine unpassende Meinung vertritt oder unangebrachte Fakten einbringt – ist dies doch, dieser Denke folgend, Indiz genug dafür, dass alles Andere und jede weitere Beschäftigung mit dessen Meinung oder von ihm genannten Fakten schädlich wäre. Weil es dann zu „dem Problem“ würde.
    ALLE maßgeblichen Denker und Forscher der Weltgeschichte hätten auf diese Weise NIEMALS BEDEUTUNG erlangt, ihre Erkenntnisse wären nie bis zu uns durchgedrungen! Heutzutage werden sachliche Friedensforscher, ethisch einwandfreie Fachleute auf verschiedensten Gebieten und unter’m Strich jede/r Andersdenkende möglichst aus dem Diskurs ausgeschlossen.

    Und DAS halten diese Gutmenschen aka Zerstörer jeder durchdachten Ethik, Moral und jedes einigermaßen sinnvollen Sozialverhaltens ERNSTHAFT für .. ne Lösung???

    Beschämend, was wir Menschen uns selbst für’n Schrott einreden können, echt.

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  2. Jens schreibt:

    Ah, ich glaube, es liegt an der Länge, dass meine Kommentare freigeschaltet werden müssen. Oder?

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    • Jens schreibt:

      Anscheinend.

      Magst Du / mögen Sie mir sagen, wie viel ich schreiben darf (oder aus Deiner Sicht schreiben sollte)? Danke und schönen Sonntag, Danke für die Anregung und sowieso herzlich: Alles Gute!

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    • kranich05 schreibt:

      Das scheint mir auch so. WordPress „entscheidet“ dass aber selbständig, ohne mir den Eingriff durch eine entsprechende Voreinstellung zu ermöglichen.

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  3. Beat Wick schreibt:

    Als Ergänzung zum Kommentar von Jens.
    Der bosnische Literaturnobelpreisträger 1961, Ivo Andrić, in «Die Brücke über die Drina». Aussage eines einfachen jungen Bosniers gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
    [Übrigens: Die private Bibliothek von Ivo Andrić wurde von den grün-roten Bomben unserer «zivilisierten» Nato-Länder ebenso zerstört wie eine, der von ihm finanzierten, Bibliotheken].

    «Ich höre mir die ganzen Diskussionen genau an, euch beide und andere gebildete Leute in der Stadt; ich lese auch Zeitungen und Zeitschriften. Und je mehr ich euch zuhöre, desto mehr überzeuge ich mich davon, dass die meisten dieser mündlichen oder schriftlichen Diskussionen mit dem Leben und seinen wirklichen Anforderungen und Problemen nichts zu tun haben. Denn das Leben, das wirkliche Leben, betrachte ich aus allernächster Nähe, ich sehe es bei den anderen, und ich spüre es am eigenen Leib. Kann sein, dass ich mich täusche und dass ich mich nicht gut ausdrücken kann, aber mir drängt sich oft der Gedanke auf, dass der technische Fortschritt und der relative Friede in der Welt eine Art Windstille geschaffen haben, eine besondere, künstliche und unwirkliche Atmosphäre, in der eine Klasse von Menschen die sogenannten Intellektuellen, sich frei dem müssigen und interessanten Spiel mit Ideen und Lebens- und Weltanschauungen hingeben können. Eine Art geistiges Treibhaus, mit künstlichem Klima und einer exotischen Flora, aber ohne jede Verbindung mit der Erde, mit dem wirklichen und harten Boden, auf dem sich die Massen der Menschen bewegen. Ihr glaubt, ihr diskutiert über das Schicksal dieser Massen und ihren Einsatz in den Kämpfen zur Erringung der höheren Ziele, die ihr ihnen setzt, aber in Wirklichkeit haben die Räder, die sich in euren Köpfen drehen, weder etwas mit dem Leben der Masse noch mit dem Leben überhaupt zu tun. Hier wird euer Spiel gefährlich oder kann es wenigstens werden, sowohl für die anderen als auch für euch selbst»

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    • Jens schreibt:

      Interessanter Aspekt. Klingt jetzt erstmal, wie ich mir Think-Tanks vorstelle. Aber in echt sind ja tatsächlich „diese Intellektuellen“ (auch wir, sobald wir „politisch“ identifizieren = entmenschlichen?) ebenso weit weg von Menschen und Leben..
      Schwadronieren über „Lebenswirklichkeiten“ (die sich durch ihre Abkoppelung von Anderen und tatsächlich stattfindender Wirklichkeit auszeichnen). Ziele und Richtungen, die nur dadurch sinnvoll und zweckmäßig sind, weil sie vermeintlich vor Schlimmerem bewahren (in sich aber schlecht und unmenschlich / entmenschlichend sind); alles „Schlechte“ wird durch solch Umdeklarierung plötzlich „gut“; wirklich Gutes, einfach Existentes, Meinungsfreies und um Anerkennung Ringendes wird so gar zum Feindbild.
      Der Mensch ist nur relevant, wenn er ins richtige Töpfchen sortiert wird. Fragen, Zweifel und Wahrheit stören. Echte Menschen auch. Leben? Da haben sich die Damen und Herren längst Besseres ausgedacht….

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