Britische Sau im Dorf

Im allgemeinen reagiere ich nicht auf die Säue, die täglich durch’s Dorf getrieben werden. Das einzig akzeptable Verhalten gegenüber den Medien und generell den Politspreizungen der westlichen Machthaber ist, sie zu ignorieren.

Jedoch was sich zur Zeit die westlichen Kapitalverbrecher, angefangen die britischen und sich eilig solidarisierend die US-amerikanischen, französischen und deutschen, an Hetze gegen Russland (und gegen jede menschliche Vernunft) erlauben, übersteigt gewohntes Maß.

Da wird nicht bloß eine Sau getrieben, die morgen vergessen ist, sondern es wird alles getan, das ganze Dorf (um im Bild zu bleiben) zum Saustall und für Menschen unbewohnbar zu machen.

Auch wenn ich nur ein gefesselter (wenn auch widerständiger) Sklave im System bin, soll mich Nichts und Niemand daran hindern, dem großen russischen Volk, seinem Präsidenten und seiner friedensfördernden und -erhaltenden Politik in Syrien, der Ukraine und überall meine Solidarität auszusprechen.

SOLIDARITÄT MIT RUSSLAND!

SOLIDARITÄT MIT SYRIEN!

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28 Antworten zu Britische Sau im Dorf

  1. Joachim Bode schreibt:

    Ich (fremd)schäme mich für ein Land, dessen Regierung in Berlin die Rechtsstaatlichkeit großspurig verbal für sich in Anspruch nimmt, beim eigenen Handeln jedoch oft genug – und im Fall Skribal ganz besonders – genau das Gegenteil beweist.

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  2. ullrichfj schreibt:

    Danke für den kurzen Kommentar.
    Ja es ist absolut unerträglich, was sich herrschenden kriminellen Regierungs-Garnituren da leisten.
    Bewiesen ist gar nichts, die „Sanktionen“ und die Kriegstreiberei waren schon vorher in der Pipeline, da brauchen die Regierungskriminellen nur noch einen Vorwand, den sie mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit als false-flag-operation selbst konstruierten.

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  3. fidelpoludo schreibt:

    „Mayday! Mayday!“ hört man Theresa May im Innern Englands laut schreien. Da muss ein Feind von außen heraufbeschworen werden, der im Innern aus der Patsche hilft. Geheimdienstaffäre ja, aber Mi5 bzw. Mossad statt KGB. Die Reaktion auf den Mord nützt Putin, nicht der Mord selbst, weil er diese Reaktion nicht garantieren konnte. Gibt es irgendeinen chemischen Stoff dieser Welt, an den die großen Geheimdienste der Welt nicht herankommen, wenn sie ihn brauchen?
    Übrigens zeitnah soll jetzt Gilad Atzmon wegen Antisemitismus auch in England vor Gericht gezerrt werden. Deshalb zusätzlich ein

    “ S o l i d a r i t ä t m i t G i l a d A t z m o n ! „

    https://wunderhaft.blogspot.de/2018/03/gilad-atzmon-benotigt-dringend-ihre.html

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  4. Theresa Bruckmann schreibt:

    Auch das ist beunruhigend:und läuft eher unbemerkt ab:
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/03/16/research-nato-programme-der-ukraine/

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  5. fidelpoludo schreibt:

    Sehr treffend ist geht Paul Schreyer auf die konzertierte Paranoia ein:

    Trotz allen furiosen Pauken- und Trompetenklängen, allem „Entsetzen“ und aller „Bestürzung“: Es werden schlicht keine Beweise vorgelegt. Dass es zudem „keine plausible alternative Erklärung“ gäbe, ist offenkundiger Unsinn. Die denkbaren und plausiblen Alternativen sind zahlreicher, als dass sie sich zählen ließen. Die Briten vermeiden bei der Aufklärung zudem in auffälliger Weise den offiziell vorgeschriebenen Weg über die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), was sie nötigen würde, Beweise vorzulegen. Darauf wies der russische Vertreter bei der OPCW in dieser Woche hin. Stattdessen verlassen sich die westlichen Regierungen – man möchte schon sagen, „wie gewohnt“ – auf die psychologische Wirkung einer PR-Kampagne.

    Viele große Medien assistieren ebenfalls in bekannter Tradition. Die FAZ spricht empört von einem „Angriff auf den Westen“. Das „beharrliche Leugnen der russischen Regierung“ solle „niemanden wundern“, da ja Geheimdienste sowieso „nie irgendetwas gestehen“ würden. Mit anderen Worten: Allein der Vorwurf reicht selbstverständlich aus für eine Verurteilung.

    Die ZEIT wiederum weiß, dass der Fall längst „eine Nato-Angelegenheit“ sei: „Im Gründungsvertrag des Militärbündnisses heißt es im Artikel 5, dass ein bewaffneter Angriffgegen ein Mitglied des Militärbündnisses in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen alle angesehen wird.“ Zu den Waffen also, aber schnell, ehe der Iwan noch mehr Leute auf Parkbänken vor Einkaufszentren liquidiert! Begründete Zweifel und Nachfragen sind unnötig, wenn nicht unpatriotisch.

    Die Anti-Russland-Hysterie hat sich zu einer waschechten Paranoia ausgewachsen, gegen die zunehmend selbst absurdeste Verschwörungstheorien harmlos erscheinen – was die konkreten Folgen angeht.

    In der London Review of Books, einer der wenigen verbliebenen intelligenten Zeitungen des Westens, schloss der Leitartikel, der sich mit einer Krise der britischen Politik insgesamt befasst, vergangene Woche mit folgendem Satz: „Englands Unglück besteht darin, dass sich Angelegenheiten von größtem Ernst nun in den Händen von grundsätzlich unseriösen Leuten befinden.“

    Der vollständige Text – ohne meine Hervorhebungen – ist hier lesen:
    https://paulschreyer.wordpress.com/2018/03/16/fall-skripal-westliche-regierungen-machen-sich-kollektiv-laecherlich/#more-1519

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  6. Johannes S. schreibt:

    Ich schäme mich für die deutsche Politik, die es zu verantworten hat, dass entgegen der Zusagen bei der Wiedervereinigung die meisten Länder des Ostblocks in die Nato aufgenommen wurden und dies eine konkrete Bedrohung für Russland darstellt. Ich schäme mich, dass unter deutscher Federführung die Nato 120 km von Sankt Petersburg stationiert ist nachdem Deutschland zweimal Russland überfallen und unendliches Leid dem russischen Volk und den Bürgern Sankt Petersburg zugefügt hat. Von den Menschen wird erwartet sich an Recht und Gesetz zu halten und die englische, deutsche, französische Regierung hält sich nicht an die elementaren Rechtsgrundsätze und ethische Regeln. Die heuchlerisch hochgehaltenen westlichen Werte der Demokratiie, der Rechtsstaatlichkeit werden aktuell aufs Tiefste mißachtet und werden einer geopolitischen Hetze gegen Russland geopfert. Dies kann fatal und verhängnisvoll werden. Der Eid „Schaden vom deutschen Volk zu bewahren“ wird gebrochen.

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    • theresa.bruckmann@t-online.de schreibt:

      Danke Johannes,
      dem schließe ich mich an.
      Als Frau füge ich hinzu: Hillary, Theresa May, von der Leyen, Merkel haben uns gezeigt, dass Frauen genauso schlechte Politik machen können! Also genug von Politik, die den Wählerwillen und den Amtseid missachtet. Aus Frauenhand ist diese Politik keineswegs bekömmlicher. Wo sind STAATSfrauen und STAATSmänner, denen VOLKES WOHL VERPFLICHTUNG ist?

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    • kranich05 schreibt:

      Lieber Johannes, Sie sagen: „Deutschland hat…“
      Ich würde lieber sagen: „Der deutsche imperialismus hat…“, „Der deutsche Faschismus hat….“
      Was Sie sagen ist sicher nicht falsch aber es ist nicht genau genug-
      Übrigens, auch wenn ich nicht oft davon spreche, denke ich hin und wieder an die AfD – auch dann, wenn die PolitikerInnen und Medien aller Art gerade mal nicht „AfD-Weltuntergang“ kreischen – und ich stelle fest, dass die volle Verantwortung für die hier als beschämend bezeichnete Politik bei der Regierung von CDU und SPD liegt. Also bei den Parteien, die seit Jahr und Tag die BRD-Demokratie missbrauchen und die Interessen des deutschen Imperialismus durchsetzen.

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      • Johannes S. schreibt:

        Lieber Kranich,
        meine Aussage war sicherlich sprachlich und inhaltlich nicht differenziert, ich meinte jedoch das gleiche. Unsere Gedanken bezüglich dem Rechtskonservatismus, wie der AFD waren synchron. Vor Ihrem Kommentar hatte ich eine E-mail erhalten mit einem Link auf einen Kommentar im rechtskonservativen Blog „achgut“.
        Ich bin sehr oft irritiert, wenn ich derartige rechtskonservative Kommentare lese, wie auch von der immens hyperaktiven Vera Lengsfeld, da sehr viele Aussagen, wie auch im untenstehenden Kommentar durchaus nachvollziehbar sind und auch einen Wahrheitsgehalt besitzen. Gleichwohl bin ich gegenüber diesen eher populistischen Aussagen sehr mißtrauisch. U.a. entspricht es nicht der Wahrheit, dass die in dem Kommentar beschriebenen gesellschaftlichen Verfallserscheinungen auf Habermas, Adorno und den Geist der 68-er zurückzuführen sind. Durch diese Schuldzuweisung wird überdeutlich, dass -wie bekannt- der Rechtskonservatismus eine ausgeprägte Feindschaft vorallem gegen progressives, linkes, linksliberaltes Denken und politisches Handeln offenbart und nicht gegen den Raubtierkapitalismus, den Neoliberalismus ist, der tatsächlich diese beschriebenen gesellschaftlichen Verfallserscheinungen verursacht hat.
        http://www.achgut.com/artikel/Der_staat_als_gegner_seiner_buerger
        Der Staat als Gegner seiner Bürger
        Von Johannes Eisleben.
        In den letzten Jahren wird immer klarer, dass unser Staat sich zum Gegner seiner Bürger entwickelt. Wie geschieht das? Ein paar wichtige Beispiele: Der Staat entzieht seinen Bürgern die Sicherheit der Energieversorgung. Der Staat enteignet sie über die Eurorettung rechtswidrig. Der Staat nimmt seinen Bürgern durch die unkontrollierte Einwanderung größtenteils nicht integrationsfähiger Migranten das Gemeingut öffentliche Sicherheit und enteignet die Bürger durch nicht zu rechtfertigende, rein konsumtive Transferleistungen für die Migranten – das Steueraufkommen kann nur einmal ausgegeben werden. Der Staat lässt die Infrastruktur verfallen, enteignet die Bürger durch legislative Entwertung ihrer Fahrzeuge und zerstört das Bildungssystem. Er nimmt den Bürgern ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht.

        Die Fortsetzung dieses Textes kann über den Link nachgelesen werden.

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  7. willi uebelherr schreibt:

    Liebe freunde, ich meine mich zu erinnern, dass ich in diesem blog schon dazu gelesen habe. Trotzdem hier meine letzte email aus unserem kreis.
    mit lieben gruessen, willi

    BB: Jens Bernert: Deutschland im Syrienkrieg
    Aus unserem Kreis der freien DenkerInnen

    Deutschland im Syrienkrieg
    Jens Bernert, 17.03.2018
    http://blauerbote.com/2018/03/17/deutschland-im-syrienkrieg/

    Entsendung der Bundeswehr nach Syrien muss strafrechtlich aufgearbeitet werden
    Wilfried Schmitz, noch 46 tage aktiv
    https://www.openpetition.de/petition/online/entsendung-der-bundeswehr-nach-syrien-muss-strafrechtlich-aufgearbeitet-werden

    Liebe freunde,

    Jens Bernert vom blog http://www.blauerbote.com berichtet ueber das initiierte strafverfahren gegen vorbereitung und ausfuehrung kriegerischer aktionen gegen Syrien.

    Ich bitte dringend um Unterschrift der Petition von Wilfried Schmitz.

    „Der eingangs erwähnte Rechtsanwalt – Wilfried Schmitz – hat „Strafanzeige gegen alle Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sowie auch aller anderen deutschen öffentlichen rechtlichem Rundfunk- und Fernsehanstalten, sowie gegen alle Verwaltungs- und Rundfunkräte sowohl des NDR als auch aller anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten“ wegen „aller in Betracht kommenden Straftatbestände, insbesondere wegen des Tatverdachts des gezielten Werbens um Mitglieder und Unterstützer zu Gunsten terroristischer Vereinigungen im Ausland gem. §§ 129 a Abs. 5, 129 b Satz 1 StGB und der Beihilfe zu Straftaten nach dem VStGB sowie wegen des Geschehenlassens solcher Straftaten gem. § 357 Abs. 1 und Abs. 2 StGB“ gestellt.

    Des weiteren hat er unter Verweis auf mehrere StGB-Paragraphen eine weitere Strafanzeige gegen sämtliche Mitglieder des Bundestages – inklusive Regierungsmitglieder – gestellt, die 2015 für den Syrieneinsatz der Bundeswehr gestimmt haben sowie gegen alle Bundeswehrangehörigen sowie alle Angehörigen aller Dienste und Behörden, die an der Umsetzung und Ausführung dieses Beschlusses mitgewirkt haben. Die Strafanzeige richtet sich zudem gegen alle Staatsanwälte der Bundesanwaltschaft, die trotz zahlreicher Hinweise und Anzeigen aus der Bevölkerung keine Ermittlungen zu den genannten Tatvorwürfen aufgenommen haben und führt als Vergehen „Strafvereitelung im Amt“ und „Rechtsbeugung“ auf. Bei openPetition gibt es auch eine passende Petition dazu.“

    mit lieben gruessen, willi
    Asuncion, Paraguay

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  8. Lutz Lippke schreibt:

    Sevim Dagdelen (Linke) hat gerade das politische Rött-gen (CDU/CSU) bei Unter den Linden durchs Mediendorf Phönix gejagt. Rötten steht norddeutsch für vermodern, verwesen, verrotten.
    Wir sollten auch das bewundernswerte Standing von Politikern der Linken und teilweise auch anderer Parteien nicht unterschlagen.

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  9. Theresa Bruckmann schreibt:

    Ein Hochgenuss an Klarheit ist für mich dieses Video aus dem Jahr 2012:

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Rationalitätsprojekt als wesentliches Merkmal Europas seit dem antiken Athen. Das gefällt mir.
      Universelle Diskurskompetenz und das universelle Recht zum Proponieren und Opponieren – also Recht auf Befähigung zur gleichberechtigten Mitwirkung und Recht auf gleichberechtigte Mitwirkung. In diese Richtung sollte es gehen.

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      • fidelpoludo schreibt:

        Gefällt mir auch. Aber der ans Ende gestellte Satz enthält das Urteil über den aktuellen Stand des „Rationalitätsprojektes“ oder des „abendländischenVernunftprojekts“:
        „In diese Richtung sollte es gehen“ stellt fest, dass es noch nicht in diese Richtung geht. Dass wir das Ziel zwar kennen und sogar auch die Mittel und Werkzeuge, mit denen es verwirklicht werden könnte, die hier so etwa vorgetragen werden, als seien Weg und Ziel letztenendes doch identisch. Was ist das Hindernis zur Realisierung des Projekts? Was hat das „Projek“, wenn es – wie manche behaupten – „im Gange“ sei oder gar kurz vor seinem Abschluß stehe, denn nicht nur mit Europa, sondern mit der Welt gemacht? Wenn wir alles in Allem mehr haben als der Rest der Welt, welchen Praktiken verdankt sich denn dieses Mehr? Erkennen wir in den bei der Ausbeutung, Unterdrückung, Ermordung, Ausrottung halber bis ganzer Völker und Länder angewandten Mitteln das Projekt wieder? Kann das „rational“, „diskurskompetent“ gerechtfertigt werden?
        Ich meine: Das Rationalitätsprojekt hat sich verkrochen in die relativ randständige Kritik dessen, was sich mit dem Namen des Projektes schmückt, den Begriff also bloß „usurpiert“. Das ist auch nicht wenig, aber eben noch lange nicht genug.

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        • Lutz Lippke schreibt:

          Ja, aus dieser reinen Namensgeber-Ecke muss die Aufklärung raus. Wie es zum Etikettenschwindel in Politik und Medien kam, wird eine Aufgabe der weiteren Aufklärung sein. Ich habe ein paar Gedanken (technische Analogien), was aber wohl nur mir selbst einleuchtet.

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          • fidelpoludo schreibt:

            Danke Theresa! Informativ! Die Katze läßt das Mausen nicht!
            „Gott sei dank! Jetzt postet sie wieder!“

            „Bald im Bog hinauf, hinunter,
            Hieß es Theresa ’s wieder munter!!
            Gott sei dank! ’s nicht vorbei
            mit der kuhlen Posterei!!“

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            • fidelpoludo schreibt:

              „im Blog“

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              • Theresa Bruckmann schreibt:

                Also die Bodentemperatur ist hier im Norden noch weit von 10,15 Grad Celsius entfernt,
                so dass säen, pflanzen, düngen noch wenig Sinn macht.
                Das zweite ist, wenn ich so anstelle von Zeitung und Radio durchs Netz spaziere und mir was auffällt, dann muss ich das natürlich hier einstellen, so ist mir gerade wieder
                Willy Wimmer begegnet:
                https://deutsch.rt.com/international/67866-willy-wimmer-zu-skripal-briten-krieg/

                Und Willi Uebelherr bin ich noch eine Erwiderung zum Geldsystem schuldig (jedenfalls meine ich das). Dazu lese ich gerade noch einmal Rudolf Hickel ‚Zerschlagt die Banken – Entmachtet die Finanzmärkte – eine Streitschrift, Econ 2012. Damit bei dem Titel keiner
                denkt, es ginge dabei um ein ‚Tabula rasa‘. Er meint zerschlagen in kleinere Institute, weg mit den die Realwirtschaft gefährdenden/behindernden Funktionen. Wörtlich: „Konturen eines zukunftsfähigen Deutschen Bankensystems: dienend, dezentral vernetzt, demokratisch“ zeigt er gegen Ende seines Buches auf.

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                • Theresa Bruckmann schreibt:

                  Zwei Musik-Videos.
                  Dieser ‚Song for Christian (Wilke)‘ hat einen ganz aktuellen und traurigen
                  Hintergrund. Er wird in einem elenden Gefängnis in den Vereinigten Arabischen
                  Emiraten festgehalten. Seine Mutter Christine Wilke-Breitsameder versuchte
                  zunächst übers deutsche Außenamt die Freilassung ihres Sohnes zu erreichen,
                  (Ich weiß nicht, ob es ihr gelang, einen zu finden, der sich der Sache annahm),
                  schließlich veranlasste sie eine Petition via Change.org. und jetzt auch mit diesem eigens
                  für Christian komponierten Song von Michael Ausserbauer:

                  Ein wunderbares Beispiel für einen sekundenschnellen Wechsel von Skepsis über Empathie zu Sympathie, Susan Boyles Casting-Show-Auftritt – immer wieder schöööön!

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          • Theresa Bruckmann schreibt:

            Auch das gehört zum europäischen Rationalitätsprinzip:

            ab 43 Minute zunehmend spannender
            1:00:22 Std. ein Experiment UN-Migrations-Contract
            (ob das europäische Rationalitätsprinzip verwässert werden soll?,
            also die Erinnerung an Aristoteles, Sokrates, Plation, Kant)
            1:05:32 Std. zu Koalitionsverträgen, Verträge, die beide Parteien
            so festlegen, dass mit diesen Verträgen das Parlament
            ausgeschlossen ist.
            Koalitionsvertrag als Instrument zur Ausschaltung des Parlaments

            1:07 Std. „Diese Regierung ist eine Regierung der Inkompetenz“

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  10. Theresa Bruckmann schreibt:

    Auch fand ich dieses in den NachDenkSeiten:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=43041

    Hier steht unter Resümee der Satz: “ Es ist ein Grundgesetz der Logik, dass der Teilbegriff einer Menge nicht gleichzeitig deren Oberbegriff sein darf. Wer realitätswidrige Mehrzahlformen bislang für okay oder entschuldbar gehalten hat, sollte die Sache mit Blick auf die Logik, die ja für korrektes Argumentieren unabdingbar ist, noch einmal überdenken…“

    „… Aus demokratischem Verständnis heraus kann die detaillierte inhaltliche Bestimmung der Verfassung aber nicht schon in der Verfassung selbst aufgefunden werden. Das hätte nämlich zur Folge, dass solche Inhaltsbestimmung als Ergebnis rechtstheoretischer Erörterungen oder autoritärer Entscheidungen des Verfassungsgerichts dem Juristenstand überlassen bliebe…“

    Haben diese beiden Sätze etwas mit einander zu tun?

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Der Nachdenkseiten-Artikel geht nach meinem Empfinden im Anspruch an Alltagspräzision sehr weit, vielleicht sehr zu weit. Ich werde den Beitrag noch in Ruhe lesen. Der Fall am BVerfG zur Ansprache einer konkreten Kundin mit formularmäßigem „Kunde“ mag spontan großes Interesse für skurile Rechtspraxis erzeugen. Die Forderung, Formulare präziser zu gestalten, findet faktisch seine Grenze in der Unübersichtlichkeit. Das ist eine ähnliche Diskussion wie um angemessene Hinweisgaben vs. überfordernde Informationen – dem Schilderwald. Kundin/ Kunde ist in Formularen meist unproblematisch möglich. Für die Sparkasse mag die Forderung einer Entsorgung aller existierenden Vordrucke im Wege stehen, aber wohl kaum eine Missachtung des weiblichen Geschlechts. Hätte man der Kundin nicht ein handschriftlich korrigiertes Formular übersenden können? Oder wird der Streit stellvertretend für alle Kundinnen ausgetragen, also auch die, die sich gar nicht diskriminiert fühlen, die selbst korrigieren oder einfach Wichtigeres von Gerichten verhandelt sehen wollen? Ich hielte es z.B. für sehr wichtig, die alltäglichen Rechtswidrigkeiten von Richterinnen und Richter, also den RichterInnen, zu verhandeln. Sie schaden die Allgemeinheit und den Einzelnen enorm. Da gehört Präzision und Unnachsichtigkeit definitiv hin.
      Wir können allgemein weder im Alltag, noch in informellen Debatten immer sprachlich genau sein und alles richtig machen. Wenn es offensichtlich um Exaktheit und das Ausräumen von Missverständnissen geht, müsste die Befähigung dazu allerdings bestehen. Daraus die Notwendigkeit einer vorsorglichen Pingelei abzuleiten, halte ich aber für ein Ablenkungmanöver. Es geht dabei eher um Wortklauberei, eine Masche oder einen Fetisch als um inhaltliche Genauigkeit und Vollständigkeit. So könnte man/frau/* auch einfordern, dass Arbeitnehmer(-innen) immer als Arbeitgeber(-innen) zu bezeichnen sind und sich einbilden, damit etwas Entscheidendes gegen soziale Diskriminierung getan zu haben. Dass das Blödsinn ist, leuchtet wohl jedem ein. Entscheidender ist, dass das Verbot sozialer Diskriminierung im Grundgesetz nicht explizit normiert wurde, so dass nicht Wenige meinen, dass Gerechtigkeit bedeutet, dass man die Plätze an den Freßtrögen nach Geschlechterquoten verteilt. Wenn das Ziel 50:50, also formale Parität in jedem Gremium ist, dann kommt mit dem 3. Geschlecht bald 33:33:33, bis wir unsere Geschlechtsvielfalt erst richtig erfasst haben. Dann wird auch das kämpferische Omchen nicht mehr auf Präzision bestehen. Der Mensch/die Menschin muss das über die Zeit weiterentwickeln, ohne sich daran festzubeißen.

      Die Behauptung, dass der Gattungsbegriff nicht zugleich ein Name eines Teils oder einer Teilmenge sein darf, ist wohl eher dogmatisch oder begriffsontologisch begründet als logisch zwingend. Wenn ich die Flex hole, dann kann die auch von Firma x,y statt Flex sein. Flex hat sich als Marke und Gattungsbegriff, wie Coke für Cola oder auch Daimler für Autos von Mercedes/Benz etabliert. Wichtig ist es ggf. diese ungenaue Zuweisung zu reflektieren. Ich habe mich ja schon als verhinderter Fan formaler Logik geoutet und die Mehr- und Fehldeutigkeit der natürlichen Sprache thematisiert. Aber gerade deswegen halte ich wenig von einer allgemeinen Sprachpräzisierung, die von einseitigen und eindimensionalen Interessen geleitet ist und nicht von einer abstrakten, logischen Durchdringung. Im Alltag sind wir jedoch interessengeleitet und sollten nicht so tun, als ginge es uns immer um das Ganze und Grundsätzliche. Der Pragmatismus des Moments spiegelt sich transparent in der natürlichen Sprache.

      Einen Logik-Bezug, soweit in Begrifflichkeiten selbst überhaupt Logik steckt, sehe ich zur Verfassung und deren Inhalten nicht. Es ist sogar eine gegenteilige pragmatische Annahme, dass eine demokratische Verfassung nicht vollständig und präzise sein wird, sondern vom demokratischen Souverän in Gesetzen weiter ausformuliert werden muss. So sind allgemeine Begriffe des GG wie Sozialstaatlichkeit durch den Gesetzgeber zu präzisieren und nicht durch Gerichte als allgemeine Floskel ohne praktischen Wert zu fixieren. Andererseits sind präzise und beschränkte Regelungen nicht analogiefähig (BGH-Negativbeispiel in „Im Namen des Volkes“: 1/4 der Mitglieder des U-Ausschusses sind nicht 1/4 der Mitglieder des BT und die Abstimmung des U-Ausschusses über einen Beweisbeschluss nicht die Abstimmung des BT über die Einsetzung eines U-Ausschusses), sondern abschließend, bis der demokratische Souverän eine Änderung beschliėßt. Im Grunde verhält es sich umgekehrt. Die Ungenauigkeit der materialen Norm ist akzeptiert. Die Genauigkeit der prozedurale Norm, wer wann und wie präzisieren darf, wird gefordert und liegt in der Demokratie eindeutig beim Souverän.

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    • fidelpoludo schreibt:

      „Ein Teilbegriff einer Menge kann und darf niemals gleichzeitig deren Oberbegriff sein.“

      Darf schon! Oder sollen Sätze wie „Washington erhebt vehement Einspruch“ nicht mehr gesagt werden dürfen, weil Washington doch nicht mit der amerikanischen Regierung identisch sei, die amerikanische Regierung nur ein winziger, wenn auch bedeutender Teil eines sonst viel größeren und viele andere kulturelle, ökonomische, soziale Bereiche umfassenden Phänomens sei. Oder auch, weil Washington umgekehrt ein winziger Teil eines riesigen Landes ist, dessen Ausmaß mit Washington nicht einmal ansatzweise bezeichnet wird. Ich meine, es muß gestattet bleiben, „Washington“ sowohl benutzen zu dürfen, wenn man die amerikanische Regierung meint, als auch, wenn man die ganzen USA meint. Sollen die Menschen darum gebracht werden, sich aus dem Kontext zu erschließen, was hier gemeint sein könnte?
      Gehen wir konsequent nach dieser Regel vor, stutzen wir die Sprache auf ein Normalmass zurecht, dem vor allem der Geist der Poetik, besonders der Lyrik, der Kunst und der Literatur zum Opfer fallen dürfte (einmal ganz zu schweigen von der literarischen Sklavensprache, die solche Mittel braucht, um die Zensur per Vermeidung der Eindeutigkeit zu unterlaufen). Eine Bücherverbrennung der besonderen und besonders effektiven Art, vergleich bar mit den Anstrengungen der „Political Correctness“, die Geschichte von den Zehn kleinen Negerlein einer „Säuberung“ zu unterziehen („Die Geschichte von den zehn kleinen dunkelhäutigen Menschen“???), die Märchen und andere historische Literatur nach Begriffen abzusuchen, die wir heute nicht mehr verwenden würden, weil wir jetzt an dem Punkt der Geschichte angelangt sind, an dem uns die volle Wahrheit endlich zugänglich geworden ist. Eine Sache ist Sprachkritik, die andere ist die Verfälschung historischer Quellen, die Literatur auch ist, durch unmittelbar verfälschende Eingriffe in sie oder ihre Unterdrückung, weil sich hier Namen finden, die wir nicht mehr mögen.
      „Mensch Meier!“ darf ich nicht sagen, weil „Menschin Meierin!“ fehlt, schon ‚mal gar nicht, wenn ich eine ein eindeutig als Frau erkennbares Wesen anspreche. Ist „MenschIn MeierIn“ irgendwie besser? Logischer schon. Aber was machen wir mit der Person, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt oder sich auf dem Wege der Umwandlung befindet. Und mit den Spielarten des „Genderwahns“, die sonst noch denkbar sind? Die alle sollen in Zukunft bei den entsprechenden Worten „emanzipatorisch“ repräsentiert werden, um sich nicht gedemütigt, zu wenig anerkannt oder gar verachtet und vernachlässigt zu fühlen?

      Diese Diskussion (wie vermännlichen wir den Begriff, weil zweifellos auch manchmal nur Männer untereinander oder mit Frauen diskutieren) wird unserem Kranich wenig gefallen, weil sie mit der „Britischen Sau“ (Pfui Teufel! Das fällt ihm jetzt ein, nachdem er Tony Blair vorher nie als Schwein oder Eber bezeichnet hat…) „im Dorf“ nichts mehr zu tun hat (ein Glück! Wir Deutschen sind doch besonders schlau. Wir haben uns das Neutrum bewahrt, in das wir im Zweifelfall die politisch wie logisch unkorrekten Problemfälle unserer als sexistisch zu identifizierenden Sprachfetzen überführen und endgültig entsorgen können und so eine Neugeburt unseres Sprachschatzes in Gang setzen können. Warum ist „Neugeburt“ weiblich, wenn doch auch dann und wann auch noch Jungen auf die Welt losgelassen werden? Ist unsere Sprache schlauer als wir und hat in die Glaskugel (also eine Geschlechtsgenossin!) geschaut, in der zu erkennen war, dass das patriarchalische Zeitalter sich auf natürliche Weise dem Ende nähern wird? Kein Wunder, „Sprache“ ist weiblich, obwohl ….. auch manchmal sprechen, wenn ….. vorgeworfen wird, dass ….. nie reden. Im „Schreiben“ können wir uns wiederfinden, aber bitte nicht in der „Kunst“, der „Literatur“, der „Philosophie“, der „Malerei“, der „Geschichte“. Nichts wie weg und ab in den „Humor“ (wenigstens etwas, was uns bleibt!).

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      • Joachim Bode schreibt:

        Wenn mit „Britische(r) Sau“ die Premierministerin gemeint gewesen sein sollte – was ich bezweifle -, wäre doch „Britische Hippe“ aus der Tierwelt treffender gewesen.

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  11. Theresa Bruckmann schreibt:

    Auch interessant, denn so habe ich die Rechtschreibreform noch nie gesehen.
    Vor allem wusste ich nicht, dass deshalb Bücher im großen Stil vernichtet wurden.
    Und dass die Sprache dem Volk gehört, leuchtet mir unmittelbar ein.
    In der Urkraine z.B. werden Filme (nicht etwa mal den einen oder anderen Film,
    sondern angeblich überwiegend) in Englisch und untertitelt gezeigt. Auch damit
    kann man Menschen von ihrer Kultur trennen und ihre Verwurzelung kappen.
    https://www.rubikon.news/artikel/der-grosse-bluff

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  12. Theresa Bruckmann schreibt:

    Aktuelles zur Konfrontation mit Russland:
    https://www.rubikon.news/artikel/die-nato-erobert-die-welt
    Wörtlich:
    „Ein Dokument der US-Army enthüllt die wirklichen Interessen hinter der militärischen Strategie der USA gegenüber Russland: die Herrschaft über Öl-Pipeline-Routen, der Zugriff auf die riesigen natürlichen Rohstoffvorkommen Zentralasiens und die weltweite Expansion des amerikanischen Kapitalismus…
    Weiter vergleicht das Dokument nun die NATO-Strategie der Vereinnahmung ehemaliger Sowjetrepubliken mit einem imaginären Versuch Russlands, Mexiko oder Kanada in den Warschauer Pakt zu inkorporieren oder Raketenabwehrsysteme auf dem amerikanischen Doppelkontinent zu stationieren – Aktionen, die nie von Russland in Betracht gezogen worden waren und ganz sicher niemals von den USA akzeptiert würden. Ihre Entsprechung in Osteuropa und Zentralasien, so das Dokument, würde aber bereits von der NATO durchgeführt – um Russland zu schwächen. Deswegen hat die Aufnahme Georgiens in die NATO „2008 die russische Invasion Süd-Ossetiens ausgelöst und den Kreml zum erstmaligen Gebrauch nuklearer Einschüchterung“ veranlasst. (Seite 78)…
    Leider findet man neben der nüchternen und selbst-reflektierten Analyse in manchen Teilen der Studie auch aggressives Getue, das darauf abzielt, eine aktive Politik der Einmischung in wirtschaftliche und politische Angelegenheiten Russlands von Seiten der USA zu rechtfertigen.
    … „Putin ist vernünftig und nicht schwach (…) noch nicht. Trotzdem könnten ihn die jüngsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die Schwäche der Erdölindustrie und die angeschlagene russische Landwirtschaft dazu zwingen, sich mit einigen dieser Probleme auseinanderzusetzen. Die Schlangen beim Anstehen für Brot werden in Russland immer länger und die Brotregale leerer. Wir sollten bereit sein zuzuschlagen, wenn die Zeit kommt – und sie wird kommen“ (Seite 107).
    Und dieses:
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/04/07/ein-funke-genuegt-nato-und-russland-riskieren-konfrontation/

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    • willi uebelherr schreibt:

      Der text von Ronald Barazon in DWN ist wieder so eine typisch oberflaechliche betrachtung betrachtung, wo die laender mit ihren menschen nur als billige schachfiguren der wenigen auftauchen. Er wird zum „einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa“ erklaert. Ist das denkbar, ein derartiger dummschwaetzer und volltrottel?

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