Fundstück – 23.1.2018 – Syrian Border Security Force

„Das Projekt der Border Security Force sagt viel über die Aufrichtigkeit der YPG Milizionäre, die den sanften Anarchismus von Murray Boochkin vertreten, aber die ohne Skrupel eine gemeinsame Einheit mit den Mördern von Daesch unter US-Kommando bilden können.“

Quelle

Ebenda: „Präsident Al-Assad, der sein Land nicht gegen die Vereinigten Staaten aufstellen kann, um das Recycling von Dschihadisten zu stoppen, hat der Türkei, dem NATO-Mitglied, diese Arbeit überlassen.“

Zusätzlich informativ hier.

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3 Antworten zu Fundstück – 23.1.2018 – Syrian Border Security Force

  1. willi uebelherr schreibt:

    Lieber Klaus-Peter,
    wenn es um anarchisten und deren ideen geht, sind VoltaireNet und insbesondere Thierry Meyssan keine guten quellen. Auch nicht die deutsch-sprachigen kurdischen portale. Ercan Ayboga mit seinem blog http://ercanayboga.blogspot.com/ ist da deutlich informierender, weil er die inneren konflikte bei den Kurden in Nord-Syrien offen legt. Allerdings schreibt es nicht viel dort.
    In dem gebiet der demokratischen Foederation Nord-Syrian leben nur 40% kurden. Und in den besetzten gebieten oestlich des Eufrats ueberhaupt keine. Das ganze hat alles weder mit der demokratischen Foederation NordSyrien noch mit Kurden etwas zu tun. Es sind raeuber-mafias, die sich nur als kurden bezeichnen. Das ist ja aehnlich im Irak. Oder in West-Palaestina, wo sich die raeuber Juden nennen.
    Abdullah Oecelan hat sich in den letzten jahren sehr viel mit Murray Bookchin (nicht Boochkin) und den fragen des patriarchats beschaeftigt. Aber damit hat er tief die alten patriarchalischen verhaeltnisse der Kurden getroffen. Die bevoelkerung in der region NordSyrien wie auch in vielen anderen teilen des landes sind begeistert von diesen ideen. Aber den alten clans in den meisten ethnischen gruppen passt das gar nicht. Das gilt auch in der Ost-Tuerkei.
    Eine ausnahme sind die Jesiden, weil ihre gemeinschaftlichen strukturen immer diesen prinzipien folgten. Es ist fuer sie nicht fremd. Und eine kommandeurin der YPJ hat neulich erklaert, dass die Jesiden die eigentlich fruehen Kurden sind. Also ihre wurzel.
    Fuer Kurden ist die gleichwertigkeit der menschen noch nicht selbstverstaendlich. Deswegen schauen sie nicht zurueck, ethnische saeuberungen zu vollziehen. Undenkbar auf der grundlage des konzepts von Abdullah Oecelan. Schon 1915 wurde ein grosser teil des massakers an den Armeniern von Kurden ausgefuehrt.
    Diese extrem von innen mit gewalt aufgefuellten strukturen, wie bei den Kurden, aber auch bei den Arabern, muessen komplett aufgebrochen werden. Ihr organisierter Egoismus, der die elitaeren strukturen hervorbringt, ist die basis fuer die gigantische korruption, die dort stattfindet.
    Sie wollten wohl Russland gegen die USA ausspielen. Aber das ist ihnen vollstaendig misslungen. Die RussInnen lassen sich auf so etwas nicht ein.
    Abdullah Oecelan hat sich vollstaendig von jedem gedanken eines „Staates Kurdistan“ befreit. Fuer ihn geht es nur um die gemeinden. Egal, welche ethnie oder ohne/mit religion.
    mit lieben gruessen, willi
    Asuncion, Paraguay

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    • kranich05 schreibt:

      Hallo Willi,
      trotz obigen Links stütze ich mich keineswegs nur auf Voltairenet. Dies Portal schätze ich als interessante aber nicht immer zuverlässige Quelle ein. Aber wer ist schon immer zuverlässig? Danke für Deine Erläuterungen. Sie sind nicht so weit entfernt von dem, was ich auch sehe.
      Nebenbei: Dass Du mich kürzlich in einer Mail irgendwie (in undeutlicher Weise) in die Nähe eines Textes von Brigitte brachte, ist schon witzig. Zumindest mit ihren Ausführungen zu Stalin habe ich nicht das Geringste am Hut.
      Gruß
      kp

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  2. Theresa Bruckmann schreibt:

    Karin Leukefeld gibt einen Überblick zur Situation
    vor der Sotschi-Konferenz:
    https://www.rubikon.news/artikel/weckruf-aus-sotschi
    Hier ein Video, das zu Herzen geht:
    https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/63067-rt-exklusiv-erschutternde-uberlebenskampf-geschwisterpaar-syrien/

    Maria Janssen hat mir ihren UnterstützerInnen
    für einen Hilfstransport in den Donbass gesammelt und
    den Transport selbst begleitet.
    Sie hat mit den Menschen dort gesprochen, auch mit
    verwundeten Kämpfern (dabei ihre Motive, ihre Einsatz-
    ort erfahren). Sie hat mit dem Krankenhauspersonal
    und einem Arzt gesprochen. Es fehlt an allem, sogar
    an Wasser! Man sieht die Not und das Leid der Menschen.
    Ein Helfer von der ‚Engel-Brigade‘ vergleicht den Hunger
    der Menschen mit dem bei Belagerungen.
    In Liedern zur Gitarre schreit einer seinen Protest, aber
    auch seine Hoffnung heraus.
    https://kenfm.de/hilfstransport-eine-fahrt-in-den-donbass-film/

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