Fundstück – 31.12.2017 – Das Letzte

Gendertafel 2018

Mein Gastautor Joachim Bode hat ein neues Standardwerk entdeckt:

„ …… 12 Euro, so viel bzw. so wenig muss man ausgeben, wenn man sich das neue Standardwerk aus der Duden-Redaktion zulegen will. Es heißt »Richtig gendern« und gibt laut Werbung des Verlages Hinweise dazu, wie viele Geschlechter es gibt, welche sprachlichen Möglichkeiten für das Gendern, also die geschlechtergerechte Sprache, existieren, wie man die richtige dieser Möglichkeiten für seine Institution oder Firma identifiziert und wie vermieden werden kann, dass der Text durch die vielen Binnen-I, Sternchen und Unterstriche in und zwischen den Wörtern »zu sperrig wird«.

Der Ratgeber ist dringend notwendig, denn die Zahl der Geschlechter hat zugenommen. Es gibt mittlerweile mindestens 32 Zuordnungen, vom einfachen Mann (Mann), Frau (Frau) und Bigender (also jene, die Mann und Frau in sich vereinen) über Transgender (Menschen, deren Geschlechtsidentität von der abweicht, die ihnen bei der Geburt aufgrund körperlicher Merkmale zugewiesen wurde) bis zu Demiboys und Demigirls (Personen, die sich teilweise als Mann/Junge oder Frau/Mädchen identifizieren, egal welches Geschlecht bei der Geburt bestimmt wurde). Es gibt zahlreiche Zwischenstufen; etwa mehrere Ausprägungen des »fließenden Geschlechts« (Genderfluid), bei denen sich das Geschlecht manchmal, sehr oft oder nur sehr selten ändert (auch mehrmals am Tag). Die Skala ist nach oben hin offen ……. “

Quelle 

Ein kurzer Blick ins Internet zeigt Bewegung auf dem Gendarmen- äh… Gendermarkt. Für lau kriegt Mann (und alle 32 Genderlein) bereits einen kostenlosen Leitfaden von Frau Anita Prettenthaler-Ziegerhofer und weiteren (vermutlich) Autorinnen mit Tipps und Tricks für die Genderwelt. Gehobene Ansprüche befriedigen Werke zum „Geschickten Gendern“ mit Hinweisen auf Workshops, Trainings bis hin zum exclusiven Gender-Wohlfühlwochende zu zweiunddreißigst.

Ich werde künftig in diesem Blog eine Lanze führ das „anmutige Gendern“ brechen und – dem Postillon folgend – die exclusive Männlichkeitsform „Bloggerer“ benutzen. Allerdings befriste ich diese Initiative auf das Jahr 2017, um nicht das Vorrecht der ausschließlich weiblichen Forscher, Journalisten und Autoren den Genderfortschritt zu kreieren zu unterlaufen.

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5 Antworten zu Fundstück – 31.12.2017 – Das Letzte

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    Damit kann ich schon mehr anfangen.

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  2. Joachim Bode schreibt:

    Ich freue mich – bei 7 Enkeln – schon auf die vielen Zwischenstufen z.B. für die Bezeichnungen Oma und Opa.
    Das gibt richtig Arbeit für die zahlreichen Professuren an den deutschen Universitäten, die in den letzten Jahren für die Genderei eingerichtet worden sind. Jeder wird sofort verstehen, dass dieser Themenbereich die Wissenschaft in Deutschland in nie gekanntem Maße herausfordert, so dass die äußerst umstrittene Feststellung von Biologieprofessor Ulrich Kutschera, Uni Kassel, die niedrigere Professorenvergütung der Genderforscherer und Genderforscherinnen sei wegen der Unwissenschaftlichkeit dieses Fachs zu begrüßen, völlig falsch ist (http://www.deutschlandfunk.de/uni-kassel-professor-nennt-genderforschung.680.de.html?dram:article_id=329897).
    Übrigens: „Er kann davon ausgehen, in den nächsten Jahren an der Uni Kassel unter verschärfter Beobachtung zu stehen…“ – meinte der Deutschlandfunk.

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    • Joachim Bode schreibt:

      Zur Klarstellung

      Artikel 3 Grundgesetz:

      (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
      (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
      (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

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  3. Joachim Bode schreibt:

    Liebe Theresa Bruckmann, Danke für den tiefschürfenden und umfassenden Film von Gaby Weber. Die dort angesprochenen Probleme bleiben u.a. auch wegen der von mir erwähnten „Genderei“ unbearbeitet, was im Film an einer Stelle kurz zur Sprache kam. Da schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Ein friedlicheres Jahr 2018 ist von uns zu erstreiten!

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  4. Theresa Bruckmann schreibt:

    Danke, Joachim Bode,
    und alle haben wir ein Lebensrecht!
    Das ist jetzt die Überleitung zu

    Die Waffen nieder!

    Offener Brief eines besorgten Bürgers an die Partei-Vorsitzenden Deutschlands. Für ein friedliches neues Jahr!

    https://kenfm.de/die-waffen-nieder-2/
    Darin
    Bertha von Suttner:
    „Sie definierte Frieden als naturrechtlich verbürgten Normalzustand, dem der Krieg als eine Folge menschlichen „Irrwahns“ gegenüberstehe. Dadurch wird das Recht auf Frieden völkerrechtlich einforderbar. Es lohnt sich, sich noch einmal in aller Ruhe in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg einzulesen und sie mit der heutigen zu vergleichen.Es lohnt sich, sich noch einmal in aller Ruhe in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg einzulesen und sie mit der heutigen zu vergleichen.

    Man hat den Eindruck, als spräche Bertha von Suttner von heute. „Die Waffen nieder!“ Das ist auch meine Forderung an die Partei-Vorsitzenden Deutschlands anlässlich der bevorstehenden Regierungsbildung.“ schreibt Rudolf Hänsel.

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