Sturmschaden am Haus, im Garten

Kürzlich fegte ein Sturm mit Orkanböen übers Land. In unserer Gegend hat er viele Bäume umgehauen. Auch wir hörten draußen plötzlich ein lautes Poltern. Und das zeigte der Blick aus dem Fenster:

Ich renne raus und entdecke diese Bescherung:

Mit etwas Abstand gesehen, sieht der Schaden nicht ganz so dramatisch aus. Doch weitere hohe Bäume könnten stürzen oder abbrechen.  Wir machen uns gleich an die Schadensbeseitigung.  Denn das  Stammteil hatte sich ins Dach gebohrt, und es war unklar, was es noch anrichten könnte.

Der Baum ist vom Dach, die Kuh vom Eis. Das Gewächshaus müssen wir wohl abschreiben. Das zahlt die Versicherung nicht.

Heute, sechs Wochen später, ist das Gewächshaus abgetragen.

Dort, wo es stand, werde ich zwei Frühbeete anlegen. Es sollen nicht einfache Frühbeete werden, sondern Kombinationsbeete aus Hochbeet und Frühbeet. Material dafür gewinne ich aus den Gewächshausresten. Ich sammel schon Laub und anderes organisches Material zum Packen der Hoch-/Frühbeete. Zusätzlich Pferdemist zu besorgen, ist hier auf dem Lande kein Problem.

Der kleine Schadensfall hat bei mir par selbstkritische Überlegungen ausgelöst: Das Gewächshaus war wenig sinnvoll. War ich da mehr eine Marktmode gefolgt als einem wirklichen Bedarf? Das warme Mikroklima lässt sich wahrscheinlich im Frühbeet genauso gut schaffen oder gar besser. Ein Ärgernis des Gewächshauses (Billigversion) war seine Undichtigkeit und fehlende Wärmespeicherung. Die Innentemperatur unterschied sich selbst in leichten Frostnächten praktisch nicht vom Außenwert. Das Frühbeet bei Bedarf etwas wirksamer abzudichten, sollte kein Problem sein. Ich stelle mir auch vor, dass meine Hochbeet-/Frühbeetkreation sich schöner in den Garten einfügen wird als das Gewächshaus.

So bin ich bin gespannt auf die Frühbeetgärtnerei im nächsten Jahr. Jedenfalls haben einst die Oma meiner Kindheit und eine Schwiegermutter späterer Jahre sehr erfolgreich mit ihren Frühbeeten gearbeitet.

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3 Antworten zu Sturmschaden am Haus, im Garten

  1. Joachim Bode schreibt:

    Schade um das Gewächshäuschen, auch wenn es den Blligversionen zuzuordnen ist.

    Meine 94-jährige Schwiegermutter benutzt seit Jahren ein fast identisches Modell – und sie würde darauf nicht mehr verzichten wollen, selbst wenn bereits zweimal Sturmschäden zu reparieren waren (wozu hat man einen Schwiegersohn!):
    Beherbergen der frisch umgetopften Aufzucht nach Frostende, durchweg wärmere Temperaturen, und die gezielte Bewässerung (Tomaten!) sind die nicht zu unterschätzenden Vorteile, von denen die gesamte Verwandtschaft profitiert, wenn es um die Verteilung der herangewachsenen Pflanzen geht. Manchmal führt das sogar zur Überversorgung, sicherlich aber zu erstaunlicher Fitness der Hobby-Gärtnerin im hohen Alter.
    Aus mehreren Gründen verzichte ich darauf, die von Opa geschilderten Vorteile eines Frühbeets weiter zu kommunizieren….

    :

  2. rerere schreibt:

    Das Frühbeet in kalten Nächten mit Schilfmatten o.ä. abdecken. Das bringt einen deutlichen Temperaturunterschied.

    • kranich05 schreibt:

      Genau das habe ich gemeint mit der Bemerkung „Das warme Mikroklima lässt sich wahrscheinlich im Frühbeet genauso gut schaffen oder gar besser.“ Das Problem war ja nicht, dass im Gewächshaus bei Tage keine Wärme entstanden wäre. Das Problem war, sie über Nacht zu halten, wenigstens zum Teil. Wie soll man ein ganzes Gewächshaus abdecken? Das stelle ich mir beim Frühbeet viel einfacher und wirkungsvoller vor.

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