Nochmal gefragt

Ist es möglich, aus unbekannten Gesichtern das Inferiore, eigentlich das Entsetzliche herauszulesen?

Begegnen uns Reptilien-Antlitze? Und: sollte uns das nicht genügen?

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5 Antworten zu Nochmal gefragt

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    Wir sollten uns vor Generalisierungen, Typisierungen, Etikettierungen hüten.
    Kurz, ich halte so ein *Erkennen* nicht für wünschenswert.
    Vielmehr gefällt mir so eine Überschrift
    wie am 9. Mai in den NachdenkSeiten:
    „Der Verlust des kritischen Denkens und warum wir es wieder brauchen“
    oder die vielen Texte der *Freidenker‘ zum kritischen Denken.

    • Stresstest - "Großraum Krefeld" schreibt:

      „Wir sollten uns vor Generalisierungen, Typisierungen, Etikettierungen hüten“

      … mag sein, sehr geehrte Frau Bruckmann. Nichtsdestotrotz ist Armin Laschet über Nacht wahrscheinlich um 5 cm gewachsen, als er von den Ereignissen am Breitscheidplatz in Berlin erfuhr. Er sprühte geradezu vor Freude und Begeisterung angesichts des bevorstehenden Untersuchungsausschusses im NRW-Landtag. Im obigen Photo fehlt also nur eine Sprechblase mit: „So einen ausgezeichneten Wahlkampfhelfer, wie diesen Anis Amri, hatte die CDU noch nie gehabt“.

  2. wolfgang schreibt:

    Sehe ich auch so, wie Theresa Bruckmann

  3. Lutz Lippke schreibt:

    Ich verstehe den Juckreiz der typisierenden Erkennung. Dem muss aber unmittelbar objektive Recherche folgen, sonst ist Tür und Tor für Manipulationen geöffnet. Außerdem steht eine Entmenschlichung des politischen Gegners den eigenen Zielen entgegen. Es gibt Einiges zu verteidigen, dass nur mit Menschen als politischen Gegnern erfolgreich verteidigt werden kann.
    Daher bevorzuge ich es, den Gegenüber auf seine Bekenntnisse zu verpflichten und anzutreiben. So ist Rechtsstaat und Demokraiie erklärter Konsens als wesentliche und eigenständige Grundlage der Gesellschaft und nicht nur Mittel zum Zweck. Wo bleibt der pure Kampf um diese Grundlage? Vielmehr fällt auf, dass auch Linke allenfalls dann diese Grundlagen thematisieren, wenn dies sogenannte Eigeninteressen als primären Zwecken dient. Damit verschenkt linke Politik wesentliche Errungenschaften der letzen 200 Jahre. Wenn man z.B. die Wahlprogramme der Linken und der AfD vergleicht, könnte man meinen, dass der AfD der Rechtsstaat wichtiger ist, als den Linken. Etwa nichts aus dem Realsozialismus gelernt? Wer die Rechts(durch)setzung thematisch den Neoliberalen und Rechten überlässt und sich auf Umverteilung der Umverteilung beschränkt, reduziert sich auf eine Art Lohnsteuerhilfeverein mit politischem Forderungskatalog und angeschlossener Gutmenschenstiftung. Es stehen Wahlen an und die Protagonisten des Abbaus von Demokratie und Rechtsstaat können unbehelligt weiter machen. Als Ausgleichsforderung werden von den Linken ein paar Zahlen und Minderheitenfordeungen gelistet und das wars dann?
    Es ist zum Kotzen!
    Dabei zeigt doch E.Davidson, wie es geht. Warum sind Lunke nicht dazu fähig Tatsachen für sich sprechen zu lassen und den politischen Gegner MIT seinen eigenen Bekenntnissen vor sich her und in die richtige Richtung zu treiben?

    • Joachim Bode schreibt:

      Vielleicht so (Wiki über Max Reimann):
      Bekannt wurden seine Worte zur Ablehnung des Grundgesetzes durch die KPD: „Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben!“

      Aktuell der massive Rechtsbruch im Zusammenhang mit der sogen. Willkommenskultur und die unterschiedliche Haltung der Linken.

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