Das eurasische Projekt kommt mächtig in Fahrt. Schachstratege Brzezinski gibt seine Partie in aussichtsloser Stellung auf.

Rostislav Ischtschenko nimmt die Teilnahme Präsident Putins am Forum „Ein Gürtel, ein Weg“ („Seidenstraßen-Forum“) am 14./15. Mai in Peking zum Anlass einiger grundsätzlicher geostrategischer Überlegungen. Sein Artikel ist erfreulicherweise hier auf deutsch zugänglich. Bemerkenswert und optimistisch stimmend seine Herleitung des gigantischen Projekts aus den fundamentalen materiellen Entwicklungserfordernissen Chinas, die sich mit denen Russlands (und weiterer Mächte) hervorragend ergänzen.

Eine weitere ausführliche Stellungnahme zu diesem Thema besticht ebenfalls durch die Weite des konzeptionellen Entwurfs und durch den begründeten Geschichtsoptimismus, den sie vermittelt. Sie wurde im Jahr 2016 veröffentlicht, stammt von dem russischen Historiker Sergej Karaganow und ist auf rtdeutsch verfügbar.

Merkel hatte bekanntlich nicht an dem Pekinger Forum teilgenommen. Das muss nicht beunruhigen. Es ist ihr Markenzeichen (als Personifizierung des „modernen“ deutschen Imperialismus), mit beiden Beinen auf der Bremse zu stehen, wenn sich der Zug Richtung Zukunft in Bewegung setzt. Doch sie ist genug Schlange (als Personifizierung eben dieses Imperialismus), um im letzten Moment den Drive nicht zu verpassen. (Jüngstes Beispiel: Zu einer Syrien-Lösung nuschelte sie gerade: „Natürlich muss hier auch Russland mit einbezogen werden, natürlich (!) muss hier auch (Hört, hört!) Iran mit einbezogen werden.“ – Einfügungen in Klammern vom Opa)

Im Übrigen: Merkel mag die Figur machen, die ihr zukommt oder die sie meint, dem Deutschen Michel schuldig zu sein…

…zugleich schlafen die deutschen Think-Tank-Knechte nicht, und beobachten so pedantisch wie argwöhnisch, wie China internationale Diskursmacht erlangt. Nur ihr Geoschachmattiker Übervater Brzezinski hat sich mit seinen knapp 90 leider allzu früh verabschiedet. Vielleicht geht jetzt zum ersten Mal von ihm so etwas wie Frieden aus.

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Eine Antwort zu Das eurasische Projekt kommt mächtig in Fahrt. Schachstratege Brzezinski gibt seine Partie in aussichtsloser Stellung auf.

  1. sabinescheffer schreibt:

    Aber , aber Herr OPA – man darf das nicht GUT finden, ohne gleich als EWIG GESTRIGER Anhänger einer bitteschön doch zu verachtenden DDR Diktatur zu gelten, einer, der den Überblick verloren hat und immer noch glaubt, der Amerikaner sei der Feind Und der Russen sei der gute – im Westen wurde den Leuten im Übrigen bei gebracht, der Russe ist immer schuld, was dadurch bewiesen ist, dass der Russe daran schuld ist, dass die Deutschen den zweiten Weltkrieg verloren haben ……
    MEINER MEINUNG NACH haben die Deutschen längst den Anschluss verloren, kündigen aber weiter unverdrossen jedem in der EU an, die EU sei ein Projekt, das die Deutschen brauchen um Weltmacht zu sein, bedauerlicherweise stehen alle anderen dem deutschen Weltmachtsanspruch entgegen und da könnte doch bitte mal der Amerikaner aushelfen ( frei formuliert )
    Parallel dazu schreiben die Westmedien jeden Tag, der Herr Putin hätte die EU zerstört um das Slawische Volk unter Russischer Flagge zu vereinen, während alle anderen in der EU behaupten, WOLFGANG SCHÄUBLE habe die EU zerstört, weil die deutschen dringend das Geld aller Europäer brauchen um ihren Weltmachtsanspruch durchsetzten zu können, parallel dazu hat die BRD nach dem zweiten Weltkrieg nie einen Friedensvertrag unterzeichnet weil die deutschen erst noch ihre OST Gebiete zurück wollen und aktuell möchte die deutsche Wirtschaft ihren Herrschaftsanspruch bis hinter den Ural ausdehnen – tragischer Weise sind da der Russe und der Chinese im Weg –
    Der Russe und der Chinese hingegen sehen die BRD nur noch als einen von innen zerfallenden Staat , der weltweit nicht mehr mitspielen kann, weil er das Spiel nicht verstanden hat
    .
    WAS WAR NOCH MAL DER GRUND, dass Angela Merkel in China nicht dabei war………

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