Fundstück – 17.4.2017 – noch ein Finanzanalyst – mit Update 18.4.

„Es ist auffällig, mit welcher Stringenz Trump seine Meinung zur Außenpolitik (Syrien, Nordkorea) und auch zur wirtschaftlichen Lage (US-Dollar, Zinsmeinung) gedreht hat. Dieser Cocktail bietet ultimativ die Grundlage für Neubewertungen an den Finanzmärkten. Noch ist es zu früh, um die zuletzt schwachen Daten fortzuschreiben, aber die Chancen für ein enttäuschendes erstes Quartal in 2017 stehen gut – dieses Szenario würde Trump weiter unter Druck setzen. Es scheint opportun, eindeutige Positionierungen zu verringern und auf steady hand zu setzen.“

(Quelle)

Reminiszenz eines Alten: Während meines Studiums spielte der griffige Buchtitel „Konjunktur-Krise-Krieg“ eine erhebliche Rolle. Er ging auf eine wirtschaftswissenschaftliche Konferenz zurück, die 1958 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattgefunden hatte. Soweit ich mich erinnere, wurde letztlich die theoretische Position einer gewissen Zwangsläufigkeit des Zyklusses „Konjunktur-Kriese-Krieg“ verworfen. Das war sicherlich berechtigt, wie ja überhaupt die Probleme der Zwangsläufigkeit, der Gesetzmäßigkeit, letztlich der Determiniertheit in der Gesellschaft eine weit tiefere philosophische Durchdringung verlangten und verlangen – damals, wie heute (trotz einiger verdienstvoller Arbeiten (Hörz), die seitdem vorgelegt wurden). Die Gegenwart jedenfalls mit dem spektakulären Agieren des Popstar-Imperialisten Trump bläut uns ein, dass wir uns „Konjunktur-Kriese-Krieg“ nicht aus dem Kopf schlagen dürfen, sondern im Gegenteil neu durchdringen sollten.

Update 18.4.2017:

Zur Dialektik von Krise und Krieg passt dieses Interview mit Ernst Wolff in den DWN: „US-Bomben sind der letzte Versuch, den Petro-Dollar zu retten“. 

(Leserinnen und Leser, die dort an der Bezahlschranke scheitern, schicke ich auf Wunsch das Interview als pdf zu.)

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