Fundstück – 23.2.2017 – Genderismus

„Gender-Mainstreaming trägt dieses haltlose Konzept (des Genderismus) in alle Sphären gesellschaftlichen Lebens und geht mit dem neoliberalen Wirtschaftsmodell eine fatale Allianz ein. Beide haben ein Interesse an der Entwurzelung und Vereinzelung des Menschen. Familienpolitik in diesem Lichte ist Familienzerschlagungspolitik: Emanzipation wird mit Erwerbstätigkeit gleichgesetzt, die Hospitalisierung und Institutionalisierung von Kindheit soll die Work-life-balance ausgleichen.“

(Quelle)

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10 Antworten zu Fundstück – 23.2.2017 – Genderismus

  1. Erik Selbig schreibt:

    So ein Blödsinn. Das taugt noch nicht mal zu einer sachlichen Gegendarstellung…

  2. Lutz Lippke schreibt:

    Das ist kein Blödsinn, sondern nur die Spitze des Eisberges einer eigentümlichen aber auch ziemlich intriganten Strategie familiäre Strukturen und Rückzugsgebiete im Privaten institutionell anzugreifen.
    Familie ist gewiss nicht perfekt. Die Frauenbewegung hatte in den 1970ern guten Grund, für Frauenrechte besonders vehement aufzutreten und auch den 68er-Revoluzzern in den A. zu treten. Das war sicher notwendig und hat abgesehen von der Einseitigkeit der Sichtweise auch heute noch nicht alle Berechtigung verloren. Die Radikalität der Anfänge hat sich aber seit den 1980ern institutionalisiert und darauf verlegt, die alten Schlachtrufe als ideologische Gesetzmäßigkeiten zur niedrigschwelligen Kriminalisierung des männlichen Geschlechts zu missbrauchen. „Das Private ist politisch“, soll Frauen und Mädchen in einer priviligierten Sonderrolle des gerechtfertigten Denunziantentums wähnen, um die natürliche Liebes- und Familienbande in ihrer Wehrhaftigkeit gegenüber Eingriffen der Obrigkeiten und den Anforderungen von neoliberalen Nützlichkeiten zu schwächen.
    Nenne mir jemand irgendeine sogenannte Genderstudie der üblichen Professorinnen, Expertinnen oder Vereine, die öffentlich verfügbar ist. Ich weise zu jeder dieser Studien nach, dass diese mit Manipulationen von Zahlen und unwissenschaftlichen Kausalketten vorbestimmte Wunschergebnisse liefern und in der Regel vom Familienministerium gefördert werden.

    • Dian schreibt:

      Danke Lutz Lippke. Die Strategie ist ganz allgemein: Divide et impera. Wenn die Herrschaft so weit geht, dass sie die Beziehung von Mann und Frau oder allgemein die innigliche Beziehung zweier Menschen faktisch bestimmen kann, etwa dadurch, dass diese vollständig angstbesetzt ist, dann ist diese Herrschaft nahezu uneingeschränkt (man denke z. B. zurück an das Recht der ersten Nacht). Musste man seiner Zeit „nur“ Angst vor der Kirche haben, wenn diese ihren Segen noch nicht gegeben hatte, so ist es heute wenigstens die „unabdingbare“ Benutzung des Preser. Der Unterschied ist lediglich, dass es ehemals eines Denunzianten bedurfte; den hat Aids „ersetzt“. Und damit auch gar nicht erst Zweifel aufkommen: ich las, dass Gonorhoe immer multiresistenter wird, es gäbe nur noch ein einzig wirksames Antibiotikum …

      Wohl dem, der dabei nicht den Spaß verliert.

  3. Joachim Bode schreibt:

    Warum heißt „die“ Sonne bei den Franzosen „le“ soleil, und „der“ Mond „la“ lune…..?

    Könnten die Franzosen nicht wenigstens zum Ausgleich damit anfangen, alle weiblichen Substantive mit einem großen Anfangsbuchstaben zu versehen? Damit wären Emanzipation und auch die EU sicherlich wieder auf einem besseren Weg…..

  4. icke schreibt:

    Gender-„forschung“ hat soviel mit Wissenschaft zu tun wie Rassenforschung der Nazis mit Biologie.
    Es ist eine Ideologie, die nur den Mächtigen nützt (und einigen Willfährigen und Opportunisten, die davon leben).
    Aufklärung aus philologischer Sicht zum Aspekt des Gendersprech gibt es hier:
    http://www.belleslettres.eu/content/deklination/genus-gendersprech.php

    • Joachim Bode schreibt:

      Nicht ganz so akribisch, dafür aber kürzer und prägnanter:

      „Sprachfeminismus in der Sackgasse“

      (vorherige Titel:
      • Sprachzerstörung aus Konzilianz – die Umkehr ist fällig
      • Wider die Abschaffung des allgemeinen Menschen in der deutschen Sprache
      • Alibi-Feminismus – kein Gewinn für die Frauen)

      http://www.bruehlmeier.info/sprachfeminismus.htm

      • kranich05 schreibt:

        Manches, was Herr brühlmeier sagt, verstehe ich nicht. Z. B. erscheint mir der Satz: „So sind insbesondere sämtliche Funktionen, die praktisch von allen Verben abgeleitet werden können und auf -er enden, trotz des maskulinen Genus nicht biologisch männlich, sondern androgyn zu verstehen.“ eine bloße Behauptung zu sein.

        Restlos überzeugend aber finde ich dieses Argument. Es ist eigentlich ein philosophisches, ideologisches:
        „Darüber hinaus – und dies wiegt schwerer – führt diese Umdeutung des Übergeschlechtlichen in biologisch Geschlechtliches zum Verlust des wichtigsten Oberbegriffs der deutschen Sprache, nämlich des allgemeinen, nicht unter geschlechtlichem Aspekt ins Auge gefassten Menschen.“

        Seinem Schlussappell schließe ich mich an:
        „Darüber hinaus aber sollte man den Mut aufbringen, in der Sackgasse, in die man sich verrannt hat, wieder umzukehren. Die Sprache ist ein geistiger Organismus, in den man nicht derart gewaltsam eingreifen darf, dass wichtigste Ausdrucksmöglichkeiten verloren gehen und Umständlichkeit die Klarheit verdrängt.“

        Sie sehen, Herr Bode, soweit ich „mitgegendert“ habe, tat ich das mehr aus Unsicherheit. Und ich bin nicht erpicht, es unbedingt weiter zu treiben.

        • Joachim Bode schreibt:

          Ich denke, die Inhalte der beiden ersten Absätze Ihrer vorstehenden Stellungnahme sind unbedingt in engem Zusammenhang zu sehen, wobei der 2. Absatz eher das Allgemeinere, den „Oberbegriff“, darstellt.
          Befasst man sich näher mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der „Genderei“, wächst das Erschrecken unversehens. Da gibt es – möglicherweise nur behauptete – Verbindungen zur sogenannten Schöpfungslehre bzw. zum Kreationismus (vertreten z.B. vom Vize-Präsidenten der USA!), der Streit geht kreuz und quer durch das gesamte politische Spektrum.
          Schaut man sich die finanziellen Folgen an, bleibt nur noch Entsetzen und Kopfschütteln: Fast 200 Professuren – zu 90% mit weiblichem Personal besetzt – widmen sich in Deutschland dem Thema, als gäbe es nichts Wichtigeres. Und die behördlich verordneten Änderungen der Formulare und Schilder (z.B. „Studierendenwerk“ statt „Studentenwerk“…) kosten die Steuerzahler bis jetzt schon zigfache Millionenbeträge.
          Die Auswirkungen auf das Leseverhalten (sinkende „Leselust“) sind vielleicht am nachhaltigsten. Pisa lässt grüßen.

  5. Theresa Bruckmann schreibt:

    Ich hätte gedacht, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Durchsetzung solcher Positionen (Zerstörung von Familie, Frühsexualisierung -und dann noch mit allen möglichen Facetten) im konservativen Lager der CDU z.B. blockiert würde. Man mag ja konservative Positionen früher belachelt und geglaubt haben, das berühre einem selbst nicht. Schließlich konnte man sich einfach darüber hinwegsetzen.

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