Fundstück – 25.11.2016 – r2g

„Teile der zio-atlantischen Kriegsmafia scheinen auf r2g zu setzen. Das sollte jedem zu denken geben.

Diese Variante – wenn sie etwa als Koalition von SPD-Atlantikern, russophoben Olivgrünen und Mossad-Linken kommt, könnte durchaus noch desaströser als Merkel-Steinmeier werden.“

(Quelle)

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10 Antworten zu Fundstück – 25.11.2016 – r2g

  1. Lutz Lippke schreibt:

    Ich muss erstmal spontan meckern.
    Das „Fundsstück“ quillt quellenlos dahin. Wem nützt das für irgendwas?
    Der Merkel und ihrer AfD – kann man doch so sehen?! – werden die heißen Spots auf inhaltsarme schwarz-bunte Farbenleere jedenfalls nur recht sein. Das bleicht schnell in bleierne Grautöne aus. Wenn es wirklich einen Politikwechsel geben soll, dann braucht es dafür keine Droh- oder Angstszenarien, sondern für Mehrheiten annehmbare und erreichbare Alternativen. Sahra Wagenknecht hat ihre Sicht zum Jetzigen im Bundestag engagiert vorgetragen. Wenn sie dabei etwas Wesentliches vergessen hat, dann mag das auch ein bisschen taktisch motiviert sein. Trotzdem war die Rede wohl eher kein taktisches Manöver. Für das was SIE will oder zumindest derzeit für mehrheitlich annehmbar und erreichbar hält, versucht sie mit Team Sahra zu mobilisieren und geht aktiv durch die Medien. Das ist ihr persönliches Engagement und eine Einladung zum selber Aktivwerden. Warum das also geringschätzen oder bemäkeln?
    Weder Sahra-Team, noch Trump, Putin, eine Theorie oder etwa Gegner werden uns die „richtigen“ Lösungen auf dem Tablett servieren, sie uns kurz vor dem finalen Durchbruch klauen oder das „Richtige“ boykottieren. Die richtigen Lösungen brauchen Akzeptanz und Vertrauen Vieler – Legitimität.
    Natürlich muss man das halbseidene, neoliberale Betrugssystem zunächst delegitimieren, um es abwählen und beenden zu können. Dazu gehört aber auch die echte Alternative, sonst bewegt sich nichts. „Merkel muss weg oder her“, „Sahra muss her oder weg“ sind keine Alternativen für einen Politikwechsel. Genauso wenig wie Farbenspiele oder pauschales AfD-Bashing. Alles unzureichend und angreifbar.
    Wenn uns statt repräsentativer Demokratie (Volksvertretung) eine verlotterte Lobbykratie (Volksverarschung) abgeliefert wird, müssen wir selbst konkrete Handlungsalternativen dazu entwickeln, deren Wirkungen abschätzen, testen und kritisch prüfen. Es geht doch gerade nicht um ein Personalkarussell der alten oder neuen HoffnungsträgerInnen oder nur einen knallbunten Anstrich der betrügerisch/biedermuffig-fleckigen Politikbude.
    Keiner kann alles für Alle gut, eher wohl sogar nur Brauchbares für eine kurze Zeit. Vieles Brauchbares zur richtigen Zeit und am besten im gegenseitigen Respekt vereinigt, kann die notwendige Entwicklung und neue Erkenntnisse für die Zukunft bringen. Wahrhaftigkeit, Sachlichkeit und Emphatie sind jetzt brauchbar. Mehr geht, aber weniger nicht.
    Und was machst Du, Lippke?
    1. zu wenig, 2. zu unorganisiert, 3. versuche, das was ich kann, besser zu machen, 4. versuche für Neues und Anderes offen zu sein.

    • kranich05 schreibt:

      Hallo Lutz Lippke,
      ich will ja nicht spontan meckern 😉
      möchte aber doch bemerken: ‚Nen Fundtsück ist ’nen Fundstück ist ’nen Fundstück. Quelle ist angegeben, ein kleiner Kommentar von „Parteibuch“. Wem das nicht reicht, der kann sich ausgiebig über Parteibuch bei Parteibuch informieren https://nocheinparteibuch.wordpress.com/
      Soviel zum Fundstück.
      Ihr Mecker-Unmut scheint sich jedoch mehr auf mein vorheriges Wagenknecht-Posting zu beziehen. Leider bin ich nicht schlau geworden, was Sie eigentlich meinen bzw., was Ihre Erörterungen mit meinem Statement zu tun haben. Vielleicht war ja mein Statement unklar, deshalb nochmal in Kurzform:
      1. Frau Wagenknecht ist eine brave Sozialdemokratin.
      2. Wir brauchen einen offensiven Kampf gegen den deutschen Imperialismus.
      3. (Und das habe ich in der Tat mich nicht getraut, explizit auszudrücken) Wir müssen wieder den Mut fassen Revolution zu denken.
      Beste Grüße
      aus dem Rentnerdasein.

      • Joachim Bode schreibt:

        Zu Ziffer 1: Hier nennt Opa eine bestimmte Person (Wagenknecht), die seinen Anforderungen, die er unter den Ziffern 2 und 3 definiert, nicht entspricht.
        Hat Frau Wagenknecht den Anspruch formuliert, sich den Zielen zu 2 und 3 zu widmen?
        Sicher ist, dass „wir brauchen…“ und „wir müssen….“, aber die dazu feststellbaren Defizite sollten bei „wir“ (wo sonst!) suchen. Da werden wir sicher fündig.

  2. Lutz Lippke schreibt:

    Das ist doch ein Fundsstück:

    „Schon 1947 Hinweis auf Zwang beim Verkauf
    Obwohl im Grundbuch immer nur Bormann eingetragen war, habe der Freistaat Bayern das Areal als Parteivermögen der NSDAP umdeklariert. So konnte das künftige BND-Gelände in seinen Besitz gelangen. Dabei – das zeigen Unterlagen – hatte bereits 1947 der Treuhänder über Bormanns Vermögen amtlich vermerkt, dass der Verkauf unter Zwang und unter Wert stattgefunden habe. Er notierte auch, dass es Vorbesitzer mit Rückgabeansprüchen geben könnte, die man besser nicht ansprechen sollte, um sie nicht auf Ideen zu bringen. Margarethe Pauckner und andere ehemalige Besitzer erfuhren von all dem nichts.“
    https://www.tagesschau.de/inland/bnd-grundstuecke-101.html

    Ich wusste gar nicht, dass der Freistaat Bayern sich als „Erbe der NSDAP“ sieht. Nun wird mir Vieles verständlicher. „Aber Sie spüren aus jeder Fuge heraus die damalige Zeit. Die Stimmung dort ist bedrückend.“
    http://www.stern.de/politik/geschichte/ns-vermoegen-das-erbe-der-hitler-diktatur-3555378.html
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/ehemaliges-gelaende-der-nsdap-was-nuernberg-mit-seinem-nazi-erbe-plant-1.2539834

    Anreicherung zur Wirkung der NS-Justiz bis heute:
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article114087596/Nazi-Erbe-lebt-bis-heute-im-deutschen-Recht.html
    https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Die_Rosenburg_Broschuere.pdf?__blob=publicationFile&v=7

    • kranich05 schreibt:

      Et jibt Bloggers, die die Verlinkerey auf x MSM als Trollerey einstufen 🙂

      • Lutz Lippke schreibt:

        Dann gebe ich mal nochmal den Troll ohne zu verlinken 😉
        MSM-Journalisten können es, wenn sie wollen und gelassen werden.
        Phoenix zeigte die Dokus „Immer bereit – Junge Pioniere in der DDR“ und „Hinter feindlichen Linien – Nato-Deserteure in der DDR“. Fand ich informativ, realitätsnah und ausgewogen, vor allem unaufgeregt und fern von Populismus.
        Wie es informationsarm, aber dramatisch in den Abendnachrichten im öffentlich-rechtlichen Regionalsender geht, zeigte gestern der rbb zum Thema: „Aktionstag Keine Gewalt gegen Frauen“.

        Medientechnisch entsprach der Parteibuch-Kommentar nach meiner Meinung dem rbb-Theater. Natürlich darf jeder mal ein Fundsstück abrotzen, aber sollte man das dann finden? Wenn es zu einer Analyse beiträgt, macht das Sinn. Den habe ich beim Fundstück nicht erkennen können. Beim rbb-Beitrag sehe ich das anders.

        Richtig ist, dass ich an dem Wagenknecht-Posting kritisiere, dass die persönliche Erkenntnis und Forderung an das gesellschaftlich Notwendige in eine Bemängelung der Motive und Absichten von Wagenknecht übergeht. Brave Sozialdemokratin kann man heute wohl als Schmähung werten, wenn man die SPD, alle ihre Mitglieder und Wähler noch nicht vollkommen als unsozial abgeschrieben hat. Sicher Wagenknecht fällt als stramme Revolutionsführerin zumindest vorerst aus, aber braucht Revolution denn überhaupt einen Führer? Was kann Revolution heute überhaupt? Abschaffung der MSM, alle Macht den Bloggern? Geht es eher um ein Revoltieren?

        Zum Revoltieren fällt mir neben dem Bürgerprotest zum Ende der DDR auch die Regime-Change-Aktivitäten in diversen Ländern ein.
        Eine relativ kleine Gruppe Bürgerbewegter in der DDR erarbeiteten Konzepte für eine neue Politik, auch in Abgrenzung zum Kapitalismus. Man brauchte für die Popularisierung und Durchsetzung aber Öffentlichkeit, damit die Unterstützung des Westens und der Kirchen. Gorbatschows Perestroika gab den Bestrebungen zwischen Reform und Umsturz einen ordentlichen Schub, vor allem durch die Schwächung der SED-Macht. Letztlich revoltierten die Menschen dann aber einfach, griffen nach dem bisher Verweigerten und dem momentan gerade Verfügbaren. Wir liefen damit dem Kapital in die offenen Arme. Dass man so etwas absichtsvoll anregen und auch weitgehend planen kann, wissen wir nun spätestens seit dem Maidan und dem arabischen Frühling. Mit diesem Wissen, überrascht auch der Eintritt von Merkel in die Bürgerbewegung Anfang 1990 und ihr steter Aufstieg zur deutschen Verwaltungschefin globaler Politik nicht mehr.

        • kranich05 schreibt:

          Danke für Ihren erneuten Versuch 😉
          Über Fundstücke brauchen wir nicht weiter zu reden. Das ist so ähnlich, wie mit dem geschenkten Gaul.
          Was Journalisten können und wollen (und hätten, wenn denn…) ist ein weites Feld. Vom Arzt erwartet mensch, dass er bestimmte ethische Normen einhält, vom Sozialarbeiter vielleicht schon weniger, vom Journalisten ??
          Wann werden (Moral)-Normen am Ehesten eingehalten? Wenn alle, die auf ihre Anwendung angewiesen sind, wirkungsvoll sanktionieren können.
          Frau Wagenknecht schmähe ich nicht wegen ihres Sozialdemokratismus. Ich nenne ihn aufrichtig und stelle den Gegensatz zu den „betrügerischen und selbstbetrügerischen“ Sozis heraus. „brav“ ist freilich kein besonders großes Lob. Man kann auch als Sozialdemokrat mehr sein als aufrichtig gegen Hartz IV. Allende ist ein bekanntes Beispiel.
          Nett, dass sie (von mir gedrängtermaßen) auch mal das Wort „Revolution“ in den Mund nehmen, wenn auch nur, um es schleunigst wieder auszuspucken. Natürlich habe ich paar Gedanken zur Revolution, wenn ich schon das Thema anschneide. Darum geht es aber nicht. Es geht darum, ob das Thema überhaupt angeschnitten werden darf, ob Revolution überhaupt gedacht werden darf.
          Sie bestätigen mir, dass das nicht erlaubt ist UND dass sich der normale vernünftige Mensch selbstverständlich energisch und freiwillig an dieses Verbot hält.
          Ich wünsche einen schönen ersten Advent (was zufällig „Ankunft“ heißt).

          • Lutz Lippke schreibt:

            So ist das mit den Vermutungen. Ich für mich denke, dass ich einen (aufgedrängten) Revolutionsgedanken nicht wieder ausspucke, sondern einfach solange im Hinterkopf behalte, bis ich selbst eine revolutionäre Idee damit verbinden kann. Aber eine die nicht grobgeschnitzt über die Massen kommt. Das fehlt zumindest mir derzeit noch. Idealisiert sehe ich das so: Würde heute der Masse ein wirklich überzeugender Plan zur Verfügung stehen, wäre die Revolution morgen schon geMacht.

  3. kranich05 schreibt:

    Lieber Lutz Lippke,
    was ich schrieb, möchte ich nicht als Vermutung verstanden wissen. Ich habe einfach genommen, was Sie geschrieben haben, Habe es freilich nicht wörtlich wiederholt, sondern den Subtext benannt. Sie sagten (leicht ironisch):
    „… fällt als stramme Revolutionsführerin zumindest vorerst aus, aber braucht Revolution denn überhaupt einen Führer? Was kann Revolution heute überhaupt? Abschaffung der MSM, alle Macht den Bloggern? Geht es eher um ein Revoltieren?“
    Revolution ist eine soziale Erscheinung. Sie wendet Not oder nicht (fällt vielleicht vom Himmel). Sie hat ein Wesen, sie hat einen Inhalt, hat Dynamik, innere Widersprüche, Etappen, Träger usw usf. Schließlich und nicht unbedeutend hat sie auch Führerinnen und Führer.
    Aber von Revolution als Erstes die „stramme Revolutionsführerin“ zu thematisieren. Das heißt eben sich des Themas demonstrativ zu verweigern. Weshalb Sie hurtig aber völlig logisch sogleich beim Revoltieren landen, beim Regime-Change und, wenn man Lust hat, bei tausend weiteren Dingen – beim möglichst nicht Grobgeschnitzten, bei dem, was „über die Massen kommt“, einem „wirklich überzeugende(m) Plan“ und was dergleichen Herrlichkeiten mehr sind.
    Nee, denk ich ma‘, so wird dat nix (wenn ich auch registriert habe, dass Sie etwas „im Hinterkopf behalte“n).
    Beste Grüße!

    • Lutz LIppke schreibt:

      Lieber kranich05,
      ich bin halt auch ein Kind meiner Generation, trotz „friedlicher Revolution 89“ revolutionstheoretisch und -praktisch unterbelichtet und zugleich aber auch desillusioniert. Diese Aussage meine ich nicht sarkastisch, nicht einmal ironisch, sondern faktisch.
      Gestern half ich einem „Alt-Kommunisten“ aus der weiteren Familie bei einem PC-Problem. Für ihn ein unerklärliches Phänomen der Neuzeit, für mich eine einfache Fehlbedienung. Haben wir schnell gelöst.
      Aus irgendeinem Grund bin ich für ihn aber auch einer der Wenigen, vielleicht sogar der Einzige im Familienkreis, mit dem er über Politik reden will und kann. Er kannte und kennt in der alten Garde Hinz und Kunz, als auch nicht nur das Kapital so gut wie auswendig. Er zeigte mir ein Buch von Karl Liebknecht mit vielen aktuellen Lesezeichen und Anmerkungen drin. Ich las kurz darin, es waren sehr theoretische und grundsätzliche Überlegungen, Gesetzmäßigkeiten, Logik, Teleologie. Schwere Kost für mich, aber auch mit dem Anschein Aufklärung geben zu können. Vielleicht. Dann gab er mir ein aktuelles Buch zum Lesen mit, von Joachim Bischoff und Klaus Steinitz: „Götterdämmerung des Kapitalismus? – Sind die aktuellen Krisensymptome die apokalyptischen Reiterm die das Ende des Kapitalismus ankündigen? Und wenn ja, was wird an dessen Stelle treten?“ Das ist etwas praktisch Griffiges für die täglichen Bahnfahrten.
      Also, ich hoffe, es wird sich noch wat ändern, an der Erkenntnisleere in meinem Hinterkopp und auch mit meiner Skepsis. Deswegen bin und bleibe ich ja auch aufmerksamer Leser des opablogs.
      Danke und herzliche Grüsse
      Lutz LIppke

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