Martemjan Rjutin

Martemjan Nikititsch Rjutin (geb. 1890) war ein russischer Revolutionär und sowjetischer Politiker, ein Bolschewik und Leninist bis zuletzt. 1937 wurde er auf Befehl Stalins hingerichtet. Auch seine Frau und seine Söhne überlebten Stalins Terror nicht. Selbst die Erinnerung an ihn wurde für Jahrzehnte so gut wie ausgelöscht.

rjutin

Geboren in einer Bauernfamilie im Fernen Osten, kam er in jungen Jahren in die Stadt, wurde Arbeiter, wurde Lehrer und war 1917 in Irkutsk Revolutionär der ersten Stunde.

Mitzuwirken am „Kapitel 2 der Weltgeschichte“, dem Ende der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, wurde die Maxime seines Lebens.

1921 war er Delegierter des X. Parteitags der KPR und beteiligte sich am Sturm auf das meuternde Kronstadt. Ab 1923 übte Rjutin Parteifunktionen in Moskau aus. Er setzte sich für die Einheit der Partei ein und unterstützte bis 1927 Stalin gegen Trotzki. 1928 brach Stalin die Linie der NÖP zu Gunsten der Zwangskollektivierung ab. Das führte zu einem Kampf gegen die Bauernschaft, der bürgerkriegsähnliche Züge annahm. Rjutin betrachtete diese Wende kritisch, es kam zu einem öffentlichen Zusammenstoß mit Stalin, und Rjutin wurde gemaßregelt. 1929 wurde er als Beauftragter des Zentralkomitees für die Kollektivierung nach Sibirien kommandiert. Nach Moskau zurückgekehrt, gab Rjutin eine drastische Schilderung und vernichtende Einschätzung der Kollektivierung. Stalin reagierte mit einem Wutausbruch und – lud Rjutin zu einen Besuch in seinen Urlaubsort Sotschi ein. Lange Strandspaziergänge boten Gelegenheit zu gründlichem Kennenlernen. Rjutin verschmähte noch den kleinsten Happen Zuckerbrot. Sie schieden als Todfeinde und wussten es beide.

1930/31 – Rjutin wurde aus der Partei ausgeschlossen, wurde verhaftet, kam wieder frei.

1932 – Rjutin verfasste die Plattform „Stalin und die Krise der proletarischen Diktatur“ (mehr dazu bei Rogowin, „Gab es eine Alternative?“, Band 2 „Stalins Kriegskommunismus“). Auf einer Versammlung von gleichgesinnten Bolschewiken am 21. August 1932 bei Moskau, 14 Personen, wurde die Plattform diskutiert und angenommen. Die Teilnehmer beschlossen, ihre Organisation „Bund der Marxisten-Leninisten“ zu nennen. Außerdem wurde ein Manifest „An alle Mitglieder der KPdSU(B)“ angenommen. Dieses Dokument ist hier in deutscher Übersetzung verfügbar.

Serebrjakowa schreibt: Die Formulierungen in der »Plattform der Marxisten-Leninisten« sprechen für sich. Hier zwei Beispiele: »Die Krise der Sowjetmacht im engeren Sinne des Wortes kommt in erster Linie in der Krise der sowjetischen Demokratie zum Ausdruck. Die Sowjetdemokratie ist durch die persönliche Diktatur Stalins verdrängt und ersetzt worden.« »Der ärgste Feind der Partei und der proletarischen Diktatur, der ärgste Konterrevolutionär und Provokateur könnte die Zerstörung der Partei und des sozialistischen Aufbaus nicht besser erfüllen, als es Stalin schon tut.« (Quelle).

Die Plattform von Rjutin und Genossen (darunter W. N. Kajurow, ein persönlicher Kampfgenosse Lenins) wurde rege verbreitet aber nur kurze Zeit. Rjutin wurde im September 1932 verhaftet. Stalin konnte sich mit seiner Forderung ihn zu erschießen nach heftiger Auseinandersetzung im Politbüro nicht durchsetzen. Rjutin wurde zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 10.1.1937 – im Anlauf des Stalinschen Massenterrors zur Ausrottung des Bolschewismus – wurde Martemjan Rjutin aus dem Zuchthaus heraus erneut vor ein Militärgericht gestellt, verurteilt und am selben Tag erschossen.

Martemjan Nikititsch Rjutin lebte und starb, wie abertausende namenlose Bolschewiken, als Leninscher Revolutionär – ohne Selbstbezichtigung, ohne Schauprozess. „Niemals auf den Knien!“

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14 Antworten zu Martemjan Rjutin

  1. LogikFan schreibt:

    Die antikommunistische, bürgerliche Rosa Luxemburg Stiftung ist eine lächerliche Quelle. Da könnte man sich auch gleich an die grüne Heinrich Böll oder braune CDU Konrad Adenauer Stiftung wenden.
    Bis jetzt habe ich auf der ROLA Stiftung nur Hass gegen Kommunisten erlebt. Aber einen Haufen kruder sozialdemokratischer Verräter wie Flassbeck, Bontrup, Gysie ….

  2. kranich05 schreibt:

    Hey,
    in Ihrem Furor ist Ihnen entgangen, dass ich die von Ihnen so vehement abgelehnte RLS überhaupt nicht als Quelle benutzt habe.
    Im übrigen akzeptiere ich nicht das Kontaktschuld-Prinzip. Ich zitiere Aussagen, die nach meiner Überzeugung wahr sind, unabhängig davon, aus welcher Quelle sie stammen.

    Und zum „Hass gegen Kommunisten“: Mein ganzer Beitrag dient der Würdigung des heldenhaften Kommunisten Rjutin.

    • LogikFan schreibt:

      Ich habe Sie nicht persönlich gemeint. Im Gegenteil, ich habe Ihren Blog bei Einar Schlereth verlinkt und auch bei einigen youtube und Kommentaren auf anderen Blogs immer wieder positiv erwähnt. Gerade Ihr Eintreten für Menschenrechte hebt Ihren Blog ab.
      Aber ich frage mich, was gerade in der gefählichen aktuellen Zeit die Hetze gegen Stalin bringen soll ?
      Dieser Mann der bei den imperialistischen Grosskapitalisten so gefürchtet und verhasst ist, muss doch irgendwas verdammt richtig gemacht haben, oder ?!
      Ich weiß auch nicht, was daran schlimm ist, wenn man (Stalin) Bauern zwangs kollektiviert hat . Diese Bauern – mein Stief Vater hat für solche Verbrecher in der BRD gearbeitet. Die ach so tollen Bauern- behandeln ihre Mitarbeiter oft wie Vieh oder Sklaven. Diese Arbeiter (zB mein Stief Vater) lebten in Pferdeställen, während die faulen Bauernsöhne gelangweilt Porsche fahren und die Bauerstöchter in Münchens Edelgeschäften shoppen gehen. Natürlich musste auch meine Mutter (Ich war damals 12 Jahre alt) dem Bauern bei Bedarf sexuelle Dienste leisten. Min Bruder (17 Jahre) wurde durch einen Knecht – im Auftrag des Bauerns – geprügelt, weil er staat um 22 Uhr erst ein paar Minuten nach 23 Uhr von dem Kirchweihfest zurückkam.
      Frage : Ist es falsch, solche Verbrecher zu bestrafen ? Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich viel härter als Stalin mit dem drittklassigen Ausbeuterpack verfahren.
      Wenn Sie Fargen zu Lügen über STalin haben hilft sascha313, kommunistische intiative oder the finish boshevik sicher weiter.
      LG Mannie

      • kranich05 schreibt:

        Hallo,
        der Zufall will es, dass auch ich etwas „Gefühl“ für den Bauernstand entwickelt habe. Mein Vater war Bauernsohn und ich habe als Kind und junger Jugendlicher immer wieder Zeiten auf dem Hof meiner Oma und überhaupt auf dem Dorf verbracht. Marx‘ Bemerkung vom „Idiotismus des Landlebens“ ist mir plastisch. Die Haupterfahrung ist, dass die Bauernschaft/Dorfbevölkerung keineswegs einheitlich ist, sondern mindestens aus drei Klassen besteht: Agrarkapitalisten, kleinen Warenproduzenten und Landproletariat. Auch wenn das zum ABC des M-L gehört, hat Lenin darauf immer wieder größten Wert gelegt (und von den Bolschewiken höchste Sensibilität verlangt).
        Gegenüber der Stalinschen Zwangskollektivierung bis hin zum provozierten Bürgerkrieg hat die SED bei der Vergenossenschaftlichung der DDR-Landwirtschaft Vieles besser gemacht (und keineswegs nur deshalb, weil die Bedingungen besser waren). Hat Manches besser machen MÜSSEN.
        Interessant, dass nach/mit dem Untergang der DDR allein bei der Verteidigung des sozialistischen Eigentums auf dem lande ein gewisses Maß originärer Widerstand geleistet wurde.

  3. Karsten Seel schreibt:

    Hallo,

    nach weiterer Lektüre Rogowins, kam ich zu dem Schluss, zeitgleich, praktisch gegenlesend, die Veröffentlichung von Dr. Klaus Hesse „Zur Geschichte der KPdSU und der UdSSR“ zu verwenden.
    Hier taucht auch der Name Rjutin einige Male auf und zeigt ein anderes Bild …
    Die Vereinfachung der Auseinandersetzungen innerhalb der KPdSU in den 20er und 30er Jahren
    auf heldenhafte Kommunisten einerseits und dem bürokratischen, machtbesessenen Stalin andererseits ist meiner Meinung nach nicht zielführend.
    Eine möglichst objektive, differenzierte Betrachtung der Geschichte scheint angebracht. Die Arbeit Hesses scheint mir da einen guten Ansatz zu bieten.

    Gruß
    Karsten

    • kranich05 schreibt:

      Einige wenige Bemerkungen:
      Erstmal schönen Dank für den Hinweis auf Hesse. Ich habe mir die drei pdf’s gespeichert und werde darin lesen. Nach dem Namen „Rjutin“ habe ich gleich gesucht und nur zwei Stellen gefunden, die mir freilich kein „anderes Bild“ geben, höchstens ein etwas unklareres.
      Ich bin WEIT davon entfernt so zu vereinfachen: „heldenhafte Kommunisten einerseits“ und “ bürokratische(r), machtbesessene(r) Stalin andererseits“. Dazu wäre Etliches zu sagen. Jetzt nur dies: Rogowin stellt diese Auseinandersetzungen höchst differenziert dar und vermeidet die genannte Vereinfachung.
      Rjutin ist meiner Einschätzung nach in mehrfacher Hinsicht ein eigenes Kaliber: Nicht primär Ideologe, klar mit der erworbenen bolschewistischem Bildung (sicher überdurchschnittlich) aber zugleich unmittelbar im Volksleben/Bauernleben verwurzelt. Er war fähig, die wahrhaft fundamentalen Fehler der Zwangskollektivierung zu begreifen und wurde aus dieser REALSOZIAIiSTISCHEN Erfahrung zum prinzipiellen Stalinfeind, Das gab ihm auch die Kraft, anders als die Opfer der Schauprozesse, Sieger zu bleiben.

  4. Karsten Seel schreibt:

    Woher nimmst du die Erkenntnisse zu Rjutin? Ausschliesslich aus dem von dir zitierten Text der Serebrjakowa oder verfügst du über weitere Quellen?
    Im Zusammenhang mit Trotzki von einer „linken“ Opposition zu sprechen halte ich für falsch. Meine Auffassung …
    Das was ich bisher von Rogowin las, ist nach meinem Dafürhalten weit davon entfernt differenziert zu sein. Zumindest im Band I „Trotzkismus“ seiner Buchreihe finde ich genau den von mir vorher beschriebenen Tenor. Weder die Zusammenhänge mit dem Frieden von Brest-Litowsk noch folgende Auseinandersetzungen zur Weltrevolution oder Sozialismus in einem Land, die mMn entscheidend für die folgenden Auseinanderstezungen sind, werden erwähnt. Jedenfalls fand ich bisher nichts dazu. Stattdessen eben genau die Reduzierung auf die Personen Stalin und Trotzki.

    • kranich05 schreibt:

      Meine Informationen zu Rjutin habe ich neben Serebrjakowa vor allem bei Rogowin gefunden, das verlinkte Dokument „Aufruf…“ im Internet. Die Rjutin-Plattform selbst (wenn ich mich richtig erinnere ein Dokument von 200 Seiten) habe ich noch nicht Original gefunden. Den Rjutin-Aufsatz in Theodor Bergmanns Band kenne ich nicht. Online ist er nicht verfügbar, und das ganze Buch zu kaufen, ist mir einfach zu teuer.
      Ggf besorge ich mir eine russische Veröffentlichung.
      Zwar sind die Sympathien Rogowins für Trotzki unübersehbar und im qualitativ abfallenden sechsten Band (offensichtlich in Eile geschrieben) ist Trotzkis Position allzu plakativ der Stalins gegenüber gestellt. In den anderen fünf Bänden aber schätze ich es, dass einfach mal Trotzkis Position sachlich in die Streitfragen der Zeit eingebettet, dargestellt wird. Allein das nehme ich – aufgewachsen und sozialisiert bei völliger Tabuisierung Trotzkis – bereits als willkommene Differenzierung wahr.
      Rogowins Analyse der Zusammenhänge von Administration, Bürokratie und Korruption sind Augenöffner.
      Und die Passagen zu Kollektivierung und Industriealisierung haben wirklich historisch-materialistische Qualität an Stelle des üblichen, wiedergekauten Ideologiegezerres.
      Nicht dass es prinzipielle Auseinandersetzungen gab, macht den Stalinismus aus. Nicht dass Stalin oder Trotzki stets Recht oder Unrecht gehabt hätten, ist der Knackpunkt. Stalinismus ist die Ersetzung der Entwicklung/des Kampfes der Widersprüche im Sozialismus (bzw. auf dem sozialistischen Weg) durch subjektive Gewalt. Das macht den Gegensatz von Lenin und Stalin aus. Lenin hat das frühzeitig zu spät erkannt.
      Das Primat der subjektiven Gewalt konnte bekanntlich die Form des antibolschewistischen Massenterrors annehmen, aber auch unblutige Formen der Drangsalierung bis hin zur „milden Nötigung“. In der DDR war damit erst 1989 Schluss. Kontinuität von 1923 bis 1990. All das Geplärre über die so ungeheuer verderblichen Chrustschow oder Gorbatschow geht am wirklichen Kern vorbei.
      Die Erhabenheit der Linken gegenüber dem Wirklichen gehört zum Kern des Problems, der „kommunistische Hochmut“, wie Lenin sagte.

  5. Karsten Seel schreibt:

    Guten Tag,
    schon ein paar Tage her unsere Diskussion hier, aber ich stieß aktuell bei Grover Furr auf die sogenannte Rjutin-Plattform. Genauer findet diese Plattform im schriftlichen Geständnis Bucharins vom Juni 1937 Erwähnung.
    Bucharin bezeichnete sie als „Plattform der gesamten konterrevolutionären Organisation der Rechten – ihr ideologisches Fundament.“
    Du findest die entsprechenden Angaben bei offen-siv. net, das Thema betreffend besonders S.53
    http://www.offen-siv.net/2014/14-08_Stalinheft_2.pdf

    Gruß

    • Manfred schreibt:

      Lieber Karsten, vielen Dank für den Link. Kein Wunder, dass die kapitalistischen Staats Linken und bürgerlichen Sozialdemokraten so einen Hass auf Stalin haben.

  6. kranich05 schreibt:

    Guten Tag und danke für ihre Antwort,
    die leider zu einer Art des „Stalin-Disputierens“ führt, von der ich mir nichts verspreche.
    Grover Furr.
    Er mag ja zu Literatur und Geschichte des englischen Mittelalters Bahnbrechendes geleistet haben aber, was zum Teufel, geht mich sein 300-Seiten -Wälzer über „Chrustschows Lügen“ an? Chrustschow 1956 hat nur wenig mehr als eine Platzpatrone des Antistalinismus abgefeuert. Wer auf Ch. (56) rumreitet, setzt sich dem Verdacht aus, um das Wichtigere herumzureden.
    Mich in den Berg des von Furr gewälzten (hauptsächlich von Diensten produzierten) Stoffes zu begeben, habe ich wenig Lust, nachdem er sich gleich am Anfang seines Buchs (Abschnitt „Lenins „Testament““) bei der Diskussion der letzten Arbeiten Lenins disqualifiziert hat.
    Bucharins Eingeständnis.
    Wer kann im Ernst die Aussagen der alten, demoralisierten Bolschewiken-Funktionäre der Schauprozesse als Beweismittel akzeptieren? Sie haben doch alle bekannt, dass sie Agenten des Faschismus waren :-))
    Und dass die Rjutin-Plattform nach damaligen Begriffen konterrevolutionär war, versteht auch ohne Bucharin jeder, der nur einen Satz daraus gelesen hat.

    Eine Auseinandersetzung um Stalinismus der Art: „Damals hat der dat gesagt, und damals hat die dit gesagt“ geht an der heutigen Aufgabe völlig vorbei.
    1989-91 hat die Geschichte das Urteil über den Stalinismus gesprochen. Diskussionen, die das nicht annehmen, sind unfruchtbar. Realsozialismus, zumindest im europäischen Raum, war immer stalinistisch und ist daran folgerichtig untergegangen. (Das hat Trotzki richtig vorhergesagt, ohne eine Alternative aufrichten zu können.) Ich wende mich nicht dagegen, die GANZE Geschichtsepoche 1917-1991 zu erforschen. Im Gegenteil. Doch das muss historisch-materialistisch geschehen. Rogowin hat in diesem Sinne eine Bresche geschlagen. Furr oder Losurdo haben es nicht.
    Gruß.

  7. Karsten Seel schreibt:

    Guten Tag,

    ehrlich gesagt habe ich eine solche Antwort erwartet. Der ganze Komplex ist sehr schwierig und mit alldem behaftet, was man mir (uns) ein ganzes DDR-Leben lang eingeblasen hat. Ich für meinen Teil bin aufgewachsen und sozialisiert in einer Zeit (wohl einige Jahre jünger als Sie), in der nicht nur Trotzki, sondern eben auch Stalin tabuisiert worden ist.
    Der Versuch mich mit dem Stalinismus auseinander zu setzen begann mit den „Taubenfusschroniken“ von Gossweiler und führten über Klaus Hesse und seine Geschichte der KPdSU schließlich auch zu Furr. Seine Auslassungen zu „Lenins Testament“ sind mir jetzt im Detail nicht geläufig, seine Arbeit aber auf diese Art und Weise abzuqualifizieren ist in meinen Augen unredlich. Interessant im Übrigen auch seine Arbeit zu Katyn.
    Zu einer historisch-materialistischen Geschichtsbetrachtung gehört mMn eben auch die Betrachtung der konkreten inneren und äußeren Bedingungen der damaligen Zeit. Rogowin konzentriert sich sehr auf die Persönlichkeiten, ihre Charaktere.
    1989-1991 ging nach meinem Dafürhalten nicht der Stalinismus unter, sonder wohl eher der „Realsozialismus“ der sich nach Stalin entwickelte …

    Gruß

  8. Pingback: Das geschah am 4. November 1936. | opablog

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