„Der Kapitalismus frisst seine Kritiker“

Schon wieder ein Gastbeitrag von Ullrich F. J. Mies? Wo bleibt denn da der „Herr im Hause“? Der „Herr im Hause“ hat dem Ullrich so geantwortet: „Hallo Ullrich, wusste gar nicht, dass Du diese Erfahrungen gemacht hast und zu diesen Einschätzungen gekommen bist, die BIS INS DETAIL mit meinen übereinstimmen (bin auch Genosse dort, habe mein Printabo gekündigt (online nicht), habe die dortige Diskussionsunterdrückung erlebt, schon SEHR frühzeitig. Meine offene Auseinandersetzung mit ihnen (im Blog zu finden) fing an, als sie Ken Jebsen bei der LL-Konferenz ‚rausgeschmissen haben.) Gerne bringe ich diesen Beitrag. Herzliche Grüße“

Und hier ist der Beitrag von Ullrich Mies ins Stammbuch der „jungen Welt“:

http://www.jungewelt.de/2016/10-22/053.php

heisst es bei der Jungen Welt, deren Genosse ich immer noch bin und die ich mit viel Geld unterstützt hatte.
 
Ignoranz und Dogmatismus haben die JW zu einem erheblichen Teil mit gefressen, das gehört zu einer korrekten Beschreibung der eigenen Leidensgeschichte.
Dem Kapitalismus allein könnt Ihr die ökonomische Schieflage nicht in die Schuhe schieben. Sie ist zu einem guten Teil selbst verschuldet!
 
Das gehört zu einer umfassenden Analyse, wenn man sich nicht selbst in die Tasche lügen will. Fakt ist: Wer so schreibt und stets anderen – hier dem Kapitalismus – die alleinige Schuld am Niedergang glaubt auflasten zu können, kapiert immer noch nichts, will nicht dazulernen und mit dem Holzkopf durch die Wand – bis der Untergang perfekt ist. Die DDR-Gerontokraten des Kasernen-Sozialismus hatten auch nicht begriffen wann Sense war. Ihr schnallt es auch nicht:
 
Immer wieder hat JW sich vor offenen Debatten gescheut, Kritiker ignoriert, Leserbriefschreiber, die dem Zentralkomitee nicht passten, zensiert.
 
Bei mir war das Maß voll, als JW glaubte, sich die unsägliche und saudämliche Querfrontnummer in Sachen Ramstein erlauben zu können. Das war Nachrichtenunterdrückung vom Feinsten, wie bei FAZ und dem übrigen neoliberalen Mediengeschmeiß. Ich weiss von vielen, die danach die Schnauze voll hatten und sagten „leckt mich“, eine solche Zeitung brauche ich nicht mehr.
Top-Journalisten habt ihr verloren durch die eigene sture Beschränktheit, Rainer Rupp, unverzichtbar, ist abgehauen, ist jetzt bei rt und KenFM.
 
Ihr merkt gar nicht, wie Euch die Unterstützung wegdiffundiert, die eigene Existenz frisst und die Leser um eine wichtige Zeitung beraubt.
 
Ihr müsst Euch intern von einigen Holzköpfen trennen, die den Laden und damit die Einlagen der Genossen vor die Wand gefahren haben. Das ist die Sachlage.
 
Wenn Ihr alles getan habt, JW zu einem offenen Forum für linke, kontroverse Debatten zu machen, dann kommen die Leser, dann komme ich gern auch mit materieller Unterstützung zurück, vorher nicht. Niemand lässt sich bei dem gigantischen online-Angebot an Top-sites Eure eingeschränkte Weltsicht aufherrschen.
Schaut Euch rt an, lernt von ihnen.
Beeilt Euch mit dem inneren Reinigungsprozeß sonst seid Ihr weg vom „Medienmarkt“.
 
Ihr habt es versaut, nicht der Kapitalismus.
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