Friedensfahrt = Eurasienfahrt? oder: Kein Sprunk in der Schüssel! – mit Update 16.9.

Wenn ich „Schüssel“ sage, meine ich nicht weniger als Eurasien; gewaltige Landmasse, geographischer Superraum. Als geopolitisches Ereignis für die Einen der Horror persönlich, für die Anderen größte Hoffnung, für die meisten Leute in Deutschland weit weg.  Natürlich ist nicht von irgend einem „geografischen Gott“ die Rede, natürlich geht es um geschichtlich handelnde Menschen, Menschengruppen, Klassen. Sollte uns das interessieren? Vielleicht ist Deutschland, Gernegroß in Europas Mitte, so etwas wie der „Henkel an der Schüssel“? Für die Friedensfahrer 2016 jedenfalls dürfte „Eurasien“ DAS Thema hinter allen Themen gewesen sein.

Wer die Landkarte betrachtet, kann Eurasien  nicht einfach links verorten, rechts auch nicht. In der Mitte oder vorn? Könnte es sein, dass sich Eurasien der geläufigen Topographie entzieht, auch der politischen aus dem „Kurzen 20. Jahrhundert“?

Eurasien liegt mächtig quer zur maritimen Weltmacht, wie mensch aus dem „Kurzen Lehrgang Geopolitik“ lernen durfte. Das ist mir sympathisch. Eurasien ist auf lange Zeit sich selbst Aufgabe genug, braucht keine Kolonien, muss auf absehbare Zeit nicht imperialistisch um den Erdball rasen – zweiter Sympathiepunkt. Schließlich birgt Eurasien in sich genug Geheimnis und Widerspruch (Jahrzehnte Realsozialismus Russlands und Chinas zählen dazu), um eigene, vielleicht überraschende Wege der Kultur hervorzubringen. Könnten sich die Menschen, stehend auf so riesigem festem Grund, auf etwas Neues einlassen?

„Eurasien“ ist die Hoffnung auf mehr Frieden in einer Welt, die noch immer im Würgegriff des imperialistischen atlantischen Kapitals und seines Weltherrschaftsstrebens ist und sich deshalb auf neue katastrophale Kriege zubewegt. Diese eurasische Friedenshoffnung ist VIEL WENIGER als das traditionelle linke Projekt der sozialen Emanzipation aller Menschen. Das ist viel weniger als der Anspruch der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, dieser „Sternstunde der Menschheit“. „Eurasien“, allen linken Wahrheits(reste)verwaltern zum Kummer, ist heute nicht bereit, das vorerst geschlossene „Kapitel 2 der Weltgeschichte“ erneut aufzuschlagen und weiterzuschreiben. „Eurasien heute“ heißt, in eine historische Parallele übersetzt: Wir befinden uns irgendwo zwischen den Jahren 1930 und 1933 als die deutschen Arbeiter gegen „Sozialfaschismus“ und für „Rätedeutschland“ in die Irre liefen, während es darum ging, den Hitler-Faschismus und den Krieg zu verhindern. Das wäre nur GEMEINSAM möglich gewesen, zusammen allen Hitlergegnern und Friedensfreunden, auch rechten.

Diese Crux! Wie gerne hätten wir die rechten Friedenskämpfer aber bitte nicht die Rechten!

Während der Friedensfahrt 2016 saßen wir alle zusammen im gemeinsamen Bus, 14 Tage auf Tuchfühlung. Und nicht nur im Bus. Immer wieder in den verschiedenen Städten gedachten wir gemeinsam bewegt der Opfer, die der faschistische Krieg auf sowjetischem Boden gefordert hatte. Jetzt, drei Generationen danach, gedachten wir ALLER Opfer, auch derer, von denen Brecht 1955 schrieb:

brecht

Wir gedachten aller Opfer, auch der Täter, die zu Opfern wurden, und wir ignorierten nicht das Leid der Familien, hüben, wie drüben. Aus dieser Art Erinnern sollte der größte Friedenswille wachsen – erfühlt, „seelisch getragen“ aber dennoch nicht gedankenlos. Und es war gerade Bernd, ein Rechtsorientierter an meiner Seite (Ich bezeichne ihn einfach so, nach meinem Verständnis. Ich habe ihn nicht gefragt, und ich weiss nicht, wie er sich selbst sieht. Er wird Dieses hier zweifellos lesen, und wenn er mir seine eventuellen Korrekturwünsche mitteilt, werde ich sie berücksichtigen.) der, einem sowjetisch-russischem Politologen folgend, auf eines der wichtigen Momente der Friedensphilosophie Immanuel Kants verwies:

„Es soll kein Friedensschluß für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht worden ist.“ (Quelle)

Nach unserer Friedensfahrt hat sich eine durchaus heftige Auseinandersetzung über die Gültigkeit des „Friedensschlusses“ ergeben, den manche FriedensfahrerInnen der russischen Seite anbieten. Sind da nicht unter Versöhnungsrhetorik genau solche „geheimen Vorbehalte“ versteckt,  die den „Stoff zu einem künftigen Krieg“ geben können?

Diese Frage stellt sich mir, nachdem ich das Video von Juliane Sprunk angesehen habe. Dort wird, bezogen auch auf den Überfall und Vernichtungskrieg des faschistischen Deutschland gegen die Sowjetunion, fabuliert, dass beide Seiten gleichermaßen Verbrechen und Unrecht zu verantworten hätten. Die heutige gegenseitige Kriegshetze zwischen Deutschland und Russland (hinsichtlich Russland „milder“ als „Kriegspropaganda“ bezeichnet) wurzele in den Verbrechen beider Seiten in den beiden Weltkriegen. Wer diesen Standpunkt nicht teile sei der „Schuldkult- und Kollektivschuldrhetorik“ erlegen und ebenfalls der „Rhetorik der 27 Millionen unschuldiger Sowjetopfer“.

Bei alldem ist Frau Sprunk keine klassische Revanchistin. Sie will es den Russen nicht mit gleicher Münze heimzahlen. Sie setzt darauf, dass sich friedenswillige Deutsche und friedenswillige Russen über den Gräbern umarmen, weil die Russen deutsche Verbrechen verzeihen und Verbrechen den Deutschen gegenüber eingestehen, die sie nie begangen haben.

Jetzt begreife ich auch, warum Frau Sprunk ihre Botschaft in ein Katyn-Video eingebettet hat. „Der Deutsche“ hat zwar in Katyn keinen Tropfen Blut verloren aber er wurde falsch beschuldigt. Schlimmer als Blut, seine „Deutsche Ehre“ wurde befleckt! Sind somit nicht wir, die Deutschen, die eigentlichen und größten Opfer aller Stalinschen Verbrechen?

Ja, Heimatvertreibung, das alte revanchistische Lied, gehört ebenfalls zu den russischen Verbrechen. Juliane Sprunk will Königsberg nicht mit Waffen zurückholen, aber dass „territoriale Fragen offen sind“, darauf muss sie im Interesse aller beteiligten Versöhnungsseelen bestehen, all der einstigen deutschen Königsbergbewohner und ihrer Nachfahren bis ins siebte Glied.

Frau Sprunk und mancher Gesinnungsgenosse können nicht genug die positiven historischen Erfahrungen der Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland loben. Solche Erfahrungen gab es bis 1914, zu Bismarks Zeiten, 1812 zu Tauroggen und weitere mehr. Die Zeit seit 1914 aber wird bestenfalls als Nicht-Zeit behandelt oder schlimmer als weiterwirkendes Verhängnis, das nur durch „Wahrheit und wechselseitiges Verzeihen“ aus der Welt zu schaffen sei. So fährt Frau Sprunk zum Verzeihungsevent mit paar klitzekleinen Veränderungswünschen. Die sind gut in eine Wundertüte verpackt, die freilich der russische Präsident unumwunden „die Büchse der Pandora“ nennt.

Den Gedanken, dass zwei Weltkriege mit abermillionen Toten unhintergehbare Tatsachen geschaffen haben, dass sie neues unumstößliches Recht gesetzt haben, erklärt Frau Sprunk zum Mythos, zur Rhetorik. Ich will nicht glauben,  dass sie leichtfertig über „27 Tote, äh, 27 Millionen Tote“ plaudert (ab 2’08“ ihres oben verlinkten, sorgfältig geschnittenen Videos). Aber ratlos macht mich diese Passage doch. Wollte Frau Sprunk einen Beweis ihrer Selbstverliebtheit liefern? Wer braucht den? Oder hat sie sich einen abgrundtiefen Zynismus erlaubt – und damit die perfekte Selbstdemontage?


Update 16.9.:

Natürlich habe ich meine LeserInnen nicht mit allem belästigen wollen, was ich an Äußerungen von Frau Sprunk auf FB bemerkt habe. Nun musste ich zur Kenntnis nehmen, dass Dr. Rainer Rothfuss, der Hauptinitiator der Friedensfahrt 2016, Frau Sprunk gestern zur Administratorin der Friedensfahrt-FB-Seite gemacht hat. Das ist zweifellos in voller Kenntnis ihres Videos erfolgt, mit dem ich mich hier auseinandergesetzt habe. (Das Video ging am 24.8. online.)

Hier sei der Link nachgereicht einer langen Auseinandersetzung von Frau Sprunk mit Frau Pietza, ein Text, der in dieser Breite vielleicht nur Insider interessiert (und auch keineswegs nur Kritikwürdiges enthält). Bemerkenswert ist aber die sich anschließende Diskussion, in der sich FriedensfahrtteilnehmerInnen energisch von der Position Juliane Sprunks distanzieren. („Die Organisation muss sich von Juliane Strunk distanzieren , sonst ist die ganze Fahrt eine Farce gewesen !“)

Jüngst ist Frau Sprunk bei der Propagierung wertvoller Nazikunst angekommen. Das könnte folgerichtig sein.

Ob Dr. Rainer Rothfuss folgerichtig handelt, kann und muss er selbst entscheiden.

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28 Antworten zu Friedensfahrt = Eurasienfahrt? oder: Kein Sprunk in der Schüssel! – mit Update 16.9.

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    Lieber Herr Dr. Kurch,
    was für eine Menge an Lesestoff!
    Nach dem Lesen Ihres Beitrags und einer ersten Übersicht Ihrer LINKS, befasste ich mich zunächst ausführlich mit dem Text „Freiheit gegen Sittlichkeit (einige außenpolitischen Aspekte) von Prof. Dr. Wjatscheslaw Daschitschew. Danke für diesen Text! danke Ihnen, danke aber auch Bernhard, der ihn wohl zur Verfügung gestellt hat. Er dient mir – ganz aktuell – zur Einstimmung auf die Demo gegen CETA am Wochenende.
    Was das VIDEO von Frau Sprunk angeht, so kann ich nur sagen, dass ich mich ungemütlich fühlte beim Anhören/Ansehen und dass ich es mir jetzt aufgrund Ihres Hinweises noch einmal anhörte.
    Das Video von Limara

    spielte ich gleich 3 mal ab. Und jetzt noch einmal! So eine „Lichtgestalt“ möchte man gerne um sich haben!
    Nun ist es natürlich so, dass auf einer solchen Fahrt Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen zusammenkommen: Menschen. deren Vorfahren aus Ostpreußen flohen oder Menschen, deren Verwandte aus Hitler-Deutschland in die Sowjetunion emigrierten oder auch Leute, die wie ich keinerlei verwandtschaftliche Bande in den Osten haben.
    Aber allen gemeinsam war und ist der Wunsch, die Menschen in Russland zu treffen, zu verstehen und Freundschaften aufzubauen.
    Und je nach Temperament und Schicksal fällt es den Menschen unterschiedlich leicht, unvoreingenommen auf einander zuzugehen. Bedenklich würde es, wenn FriedensfahrerInnen diese Begegnungen mit den Gedenkstätten zu anderen als Freundschafts-/Friedenszielen instrumentalisierten. Das will ich aber nicht hoffen!

  2. Juliane Sprunk schreibt:

    Guten Tag, Herr Kurch,
    da Sie sich nun die Mühe machen, hier in aller Öffentlichkeit Stimmung gegen mich zu machen, teile Ich Ihnen auf diesem Wege mit:
    Diese Flausen enspringen einzig Ihrem eigenen beschränkten Deutungsuniversum, und haben mit dem, wie ich es sehe, herzlich wenig zu tun. Mit Verlaub, Sie haben das Ansehen der Friedensfahrt nun ein weiteres Mal erheblich geschädigt, wie bereits mit der völlig haltlosen Behauptung, die Friedensfahrer hätten erwartet, „man möge uns den Faschismus gefälligst nachsehen“.
    Ich werde mir daher NICHT die Mühe machen, diesem Unsinn bzw. den Sinnverdrehungen, die Sie hier schreiben, auch nur ein einziges weiteres Wort zu opfern.

    Was A über B sagt, sagt wieder einmal mehr über B als über A (P. Watzlawick)

    • kranich05 schreibt:

      Werte Frau Sprunk,
      Nichtreaktion ist auch eine Reaktion. „NICHT… auch nur ein einziges weiteres Wort zu opfern.“ mag das Bestmögliche sein, das Ihnen übrig bleibt.
      Ich habe alle meine Wertungen/Einschätzungen Ihrer Position mit Links zu den Quellen, also Ihren Äußerungen, verbunden.
      Das nenne ich faktengestützte Argumentation. Dieses ist Ihnen vielleicht verwehrt.
      Ganz unabhängig von Ihren oder meinen weiteren Einlassungen kann jede und jeder Interessierte den Links folgen und somit selbst die Fakten und meine davon abgeleiteten Einschätzungen prüfen. Sie/er kann sich aber auch entschließen, es sein zu lassen.
      C’est la vie.

  3. ruth2003 schreibt:

    Hola Opa(blog),

    ich hab jetzt ne Weile geschwiegen, weil ich mir die Enttäuschung nicht eingestehen wollte/konnte. Ich hätte so gern an der Friedensfahrt teilgenommen, wohne aber seit vielen Jahren auf einem anderen Kontinent. Ich kenne die Russen gut (Studium dort) und hätte sie gern mal wieder in natura umarmt. Und ich wünschte mir so sehr, daß es eine Fahrt der Völkerverständigung würde/sei. Ich verfolgte die Friedensfahrt täglich begierig…und wurde seit der Etappe „Moskau“ immer trauriger. Besuch bei dem erzkonservativen, frauen-und kinderschlagendem Waffennarr Sterligow mit der anschließenden beschämenden Diskussion Rechter mit eurem Busfahrer, der unwürdige (den Russen ins Gesicht schlagende) Auftritt eines Bernds in Katyn…den Rest gab mir das Video einer J.Sprunk-eine Revisonistin erster Güte. Daß sie von R.Rothfuss protegiert wird, paßt nur zu gut zu dem Bild, daß ich von ihm während der Fahrt gewonnen habe. Ich möchte nicht behaupten, daß die Friedensbewegung von Rothfuss bewußt unterwandert wird. Seine Selbstdarstellung (übrigens auch die von Owe Schattauer) hat der Friedensfahrt jedenfalls keinen guten Dienst erwiesen.

    Ich glaube nicht, daß es zielführend ist, Marxisten und Rechte/Revisionisten in einen Topf zu werfen, nur weil es heute angeblich kein „links-rechts“ mehr geben sollte…Die Abgrenzung ist dringend notwendig, gerade WEIL es um Frieden geht.

    Liebe Grüße, Ruth

  4. Hsiu.- Tza Wong schreibt:

    Ich stimme deinen abschließenden Beitrag voll und ganz zu ! Eine gute Idee wird jetzt vollständig zerstört !

  5. Juliane Sprunk schreibt:

    Na dann herrscht ja Friedefreudeeierkuchen an der Stalinfront. Ist Ihnen nicht gelungen, noch mehr Leute gegen mich aufzuhetzen, nein? Na, eine Handvoll werden Sie schon noch zusammenkriegen, wenn Sie noch mal ein bisserl nachlegen. Neues Futter, Opi! Und Dank für das Abo meiner ‚pöhsen‘ Kommentare, so brauche ich hier ja nicht mal ‚was zu verlinken.

    PS: es heißt Revisionistin, nicht Revanchistin. Aber diese Freudsche Fehlleistung offenbart sehr schön, wes‘ Geistes Kind SIE sind. Und nein, ich bin keine Revanchistin und noch nicht einmal eine Revisionistin. Ich habe einfach nur einen offenen und wachen Geist, und der verpflichtet mich dazu, mir alle Argumente anzuhören und gegeneinander abzuwägen. Aber diese Form der Nachdenklichkeit ist in Deutschland dank Kulturimperialismus und geistiger Umerziehung als Tugend eben weitgehend aus der Mode gekommen. Sie dürfen mich also gern als altmodisch oder konservativ bezeichnen. Oder als Spinnerin, denn ich kann mir eine Welt ohne Imperialismus, ohne Ideologien und ohne Kriege vorstellen. Eine Welt ohne NWO-Faschismus genau so wie ohne ANTI-Faschismus. Ich kann mir sogar die EINEWELT (inklusive eines blühenden Eurasiens) vorstellen – aber nicht unter der Ägide derselben typischen Verdächtigen, die sie zuvor unbedingt in Schutt und Asche legen wollen.

  6. Theresa Bruckmann schreibt:

    Das nimmt jetzt aber eine Wendung, die mir überhaupt nicht gefällt.
    Von Dr. Rothfuß war ich sofort begeistert, und zwar in „,KenFM im Gespräch mit Dr. Rainer
    Rothfuß“. Das war ein Gespräch, das in Tübingen stattfand. Dasselbe gilt für Uwe Schattauer.
    Wie sie sich dann zusammentaten und diese Friedensfahrt planten und stattfinden ließen, fand meinen uneingeschränkten Beifall.
    Wenn ich das jetzt richtig mitgekriegt habe, waren die Äußerungen alle spontan (d.h. es war z.B. nicht abgesprochen, dass diese Katyn-Doku dort am Denkmal gezeigt würde). Spontanität ist eine schöne Sache, die eben auch einmal daneben gehen kann. So ist das nun einmal. Aber deshalb die Hauptsache, d.h. die Idee und das Ziel dieser wunderbaren Friedensfahrt gleich infrage stellen! Das kann doch wohl nicht wahr sein!
    Ich wünsche mir dass die Initiatoren – und andere, die es ihnen gleichtun – zusammen mit möglichst vielen Unterstützern – sich nicht beirren lassen und weiterhin gilt:
    „Wir sind fest entschlossen, eine am Bedürfnis des Menschen orientierte „Geopolitik von unten“, im Sinne tragfähiger Friedenspolitik auf der Grundlage von Empathie und Völkerfreundschaft, selbst in die Hand zu nehmen.“
    aus:
    http://www.druschba.info/?S=Friedensfahrt_Unsere-Ziele&lang=DE

    • kranich05 schreibt:

      Liebe Frau Bruckmann,
      Oft haben Wendungen es an sich, dass sie schnell vonstatten gehen. Obwohl ich einschränkend immer wieder bemerken muss, dass ich Fatzebuck nur lückenhaft verfolge, scheint der letzte Stand zu sein, dass nach mehrgleisigen Diskussionen sowie einer sehr entschiedenen Stellungnahme von Herrn Alant Jost (hier zu finden: http://mona-lisa.org/js/)
      Frau Sprunk als Administratorin abgesetzt wurde und drei andere/weitere AdministratorInnen eingesetzt wurden.
      Mit den besten Grüßen
      kranich05

    • Juliane Sprunk schreibt:

      Frau Bruckmann, aus Ihnen spricht die Stimme der Vernunft und ich danke Ihnen für die schönen Worte!

      Herr Opa,
      Frau Sprunk wollte NIE Administratorin sein und wurde auch nicht von Rainer in dieser Rolle ‚protegiert‘, wie sie fabulierten, sondern Rainer vertraute Frau Sprunk (übrigens auch weiterhin) und war einfach froh, jemandem diese mühevolle Arbeit endlich auf’s Auge drücken zu dürfen. Und ich wurde auch nicht abgesetzt, wie Sie vielleicht zu hoffen wagten, sondern Rainer hatte mich ohne eine vorherige Abstimmung mit Owe ernannt, welcher der eigentliche Inhaber der Seite ist. Und da es ungünstig ist, wenn jemand, der selber viel schreibt und zudem polarisiert (Rainers Worte), zugleich Administrator ist, war es besser, dass sich nun endlich (!) andere zurückhaltendere Admins fanden, um Rainer zu entlasten. Dies gibt mir die Möglichkeit, wieder freier als stinknormaler Nutzer dort zu schreiben und nicht in der Verantwortung eines Administrators, wo dann ständig behauptet wurde, ich würde Kommentare löschen, wenn sie mir nicht passen würden usw. – was de facto erstunken und erlogen war. Im Übrigen habe ich keinerlei Vorteile aus der Admin-Tätigkeit gezogen, sondern lediglich zusätzllichen Ärger. Sie haben dies also wirklich VÖLLIG überbewertet und missdeutet – wie so vieles andere auch. Also, sehr geehrter Opa. Das Verbreiten von Lügen hat noch niemandem zu Ehre verholfen! Wie wäre es zur Abwechslung einmal mit der Wahrheit? Dass nämlich NIEMAND von den Friedensfahrern jemals ´den Anspruch gehabt hatte „man möge uns den Faschismus gefälligst nachsehen“, wie Sie frei heraus und zum großen Schaden der Friedensfahrt behauptet hatten. Offenbar hat es daraufhin so viel Kritik gehagelt, dass Sie den Satz gelöscht haben, aber eine Richtigstellung oder gar Entschuldigung habe ich von Ihnen NIRGENDS lesen können. Und nicht anders verhält es sich mit Ihren Märchen über angebliche Aufrechnerei und Anklagerei der Friedensfahrer gegenüber den Russen. NIEMAND von den Fahrer/innen hatte jemals die Absicht, irgend etwas aufzurechnen oder die Russen für vergangens Unrecht anzuklagen. Der Kern von Bernds Plädoyer, den Sie Ihrem Publikum bewusst vorenthalten war: Öffnet die Archive! Damit endlich die GANZE Wahrheit ans Licht kommen kann und die Ursachen der wechselseitigen Ressentiments zwischen Russen und Deutschen ausgelöscht werden können – indem begeiflich wird, wie beide Seiten in die Kriege getrieben wurden von Interessengruppen, die nicht im Sinne beider Völker agierten:

      Und erzählen Sie nicht, es gäbe in Russland diese Ressentiments gegenüber Detschen gar nicht, weil der Osten alles in Friedefreudeeierkuchenmanier bereits für den Westen miterledigt hätte. Um dies zu widerlegen, reicht es bereits, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Russlanddeutsche nach dem Krieg in Russland behandelt wurden, und welche Motive sie hatten, nach Deutschland zurückzukehren, obwohl sie seit Generationen bereits in Russland lebten. Und erzählen Sie Ihrem Publikum nicht, der Friede mt Russland sei ohne Gerechtigkeit gegenüber den Deutschen und ihren Ahnen zu erreichen. Das ist nämlich ein sehr kunstseidenes Märchen und nichts anderen als der Ausdruck Ihres naiven Wunschdenkens.

  7. Juliane Sprunk schreibt:

    Nachtrag: Es gab keine ‚Wendungen‘ bei der Friedensfahrt. Es gab nur das Wünschen einiger weniger, denen von den Organisatoren nicht wie erhofft oder erwartet entsprochen worden ist, weil die Organisatoren sich von keiner Seite – weder von links noch von rechts noch von sonstwem einseitig vereinnahmen lassen wollten. Und mit dieser Umsicht ist Rainer auch außerordentlich gut gefahren und hat die Gruppe versöhnlich und friedlich zum Ziel geführt. Die Spalterei von Links ließ jedoch nicht allzu lange auf sich warten und erfolgte unmittelbar nach unserer Rückkehr hier:
    http://www.russland.news/russland-community-die-friedensfahrt-begegnungskonsum-fuer-den-frieden/
    Man stelle sich einmal vor, wie wir Friedensfahrer, die wir uns für Frieden, Freundschaft und Versöhnung auf den Weg gemacht hatten, uns angesichts dieses Pamphletes fühlen mussten!

    Wenn DIESE ‚Freunde‘ der Friedensfahrt so mit ihren Freunden umgehen, möchte ich lieber nicht Bekanntschaft damit machen, wie sie mit ihren Feinden umgehen.

    Meine Replik erfolgte entsprechend scharfzüngig, ( https://www.facebook.com/groups/www.druschba.info/permalink/530321310492321/) blieb jedoch in Ihrer Schärfe weit hinter dem zurück, was ich mir zuvor an Beleidigungen auf der Seite dieser Friedensaktivistin an’hören‘ durfte… Die Seite wurde (wohl aus Scham) inzwischen gelöscht, konnte aber teilweise hier gesichert werden: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=135101750278923&id=100013372952232&match=anVsaWFuZSBzcHJ1bmssanVsaWFuZSxzcHJ1bms%3D (Es fehlen dort einige der respektlosesten Kommentare, da sie zwischenzeitlich entfernt wurden). Die Formulierungen dieser Fangemeinde auf meine Replik werfen ein recht deutliches Licht auf die Sozialkompetenz dieser sogenannten Friedensaktivisten. Und wenn ich mir ansehe, was SIE, ‚lieber‘ Opa, über unsere gemeimsame Fahrt an Verunglimpfungen vom Stapel gelassen haben (beispielsweise über andere Mitfahrer), während wir uns alle noch auf dem Weg befanden, dann bin ich wirklich außerordentlich dankbar dafür, dass ich IHNEN auf der gesamten Fahrt NICHT begegnet bin, und dass es für mich wirklich eine Reise des Friedens und der Versöhnung war und nicht eine Reise der Beschämung.

    Wissen Sie, Herr Kurch, ich fände es überaus wünschenswert, wenn Sie – statt seizmographisch in jedem Andersdenkenden einen Nazi zu wittern – Ihre eigenen Hausaufgaben als Linke einmal machten, und wie Sie es selber formulierten, einmal für die geneigte Öffentlichkeit aufarbeiten würden, welches ‚Lehrgeld‘ es denn gewesen sei, das die linken revolutionären Kräfte bei ihrem (Zitat:) “ verwegenen Griff nach der Zukunft“ zahlen mussten. Und vor allem: WER dieses „Lehrgeld“ mit seinem Leben bezahlen musste – wieviele Millionen waren es denn wohl? Und da beharren Sie allen Ernstes auf der Behauptung, eine Revolution könne per se nur von Links ausgehen (https://opablog.net/2015/12/07/am-anderen-ende-des-pendels/)? Wer hat denn IHNEN (den Linken) das Abo und Alleinrecht auf Revolutionen erteilt? Der Allmächtige persönlich? Ach nein, der existiert für Sie ja nicht. Sie maßen Sie sich diese Allmacht wohl selber an und erwarten, dass man Ihnen darin bedenkenlos zustimmt? Also, mögliche Einwände dagegen haben Sie selbst ja zur Genüge vorgetragen.

    Sie haben es selbst exakt auf den Punkt gebracht:
    „All das (Stalinistische Massenmorde) ist von Sozialisten-Kommunisten bisher nicht grundsätzlich-politisch bewertet, geschichtswissenschaftlich aufgearbeitet und historisch-materialistisch analysiert und begriffen worden. Wie können Sozialisten-Kommunisten glauben, ohne solche Aufarbeitung je wieder gesellschaftliche Bedeutung erlangen zu können, nachdem die Tatsachen nicht mehr zu leugnen sind?“ Also, wie wäre es, wenn Sie einfach anfangen würden, erst einmal vor der eigenen Türe zu kehren, statt sich in ein Denunziantentum á la 3. Reich zu versteigen?

    Und nur einmal so nebenbei: Bernd ist kein Rechter und ich bin es auch nicht… Ich bin eine Linke, die den Anspruch des audiatur et altera pars ernstgenommen hat und (nicht ohne Entsetzen) feststellen musste, dass die Gegenseite die besseren Argumente hat. Sie dürfen mich aber natürlich gern‘ eines Besseren belehren, und die entsprechenden Beweise vorlegen, dass Ihre Sicht korrekt sei, wonach es beispielsweise in Russland ’27 unschuldige Opfer‘, (hupsala 27 Millionen natürlich! Das war ein Versprecher, Opi, ganz ruhig, nicht ALLES ist eine Verschwörung.) des ‚deutschen Überfalls‘ gegeben habe. Sie können sich ja zuerst mal an dem Typ hier abarbeiten (https://www.youtube.com/watch?v=N6OAs2GyF_I), und dann können wir das Ganze ganz sachlich weiterführen. Und schwuppsdiwupps haben Sie hier die Themen auf Ihrer Seite, mit denen Sie doch so gaaaar nicht in Verbindung gebracht werden wollen. So ist das eben in einem Land, in dem die freie Rede nichts mehr wert ist und das freie Denken unerwünscht!

  8. Juliane Sprunk schreibt:

    Sie verbreiten hier nichts als Lügen, Herr Kurch, und dann zensieren Sie hier die Kommentare, in denen Ihre Lügen als solche kenntlich gemacht werden. Feige und hinterhältig nennt man das! Sie hätten im 3. Reich sicher phantastisch Karriere gemacht mit Ihrem Denunziantentum!

    • kranich05 schreibt:

      Erfreulich finde ich, dass (wenn mich mein Eindruck nicht trügt) die Äußerungen von Frau Sprunk bei FB-Druschba weniger überbordend geworden sind. Weniger erfreulich ist, dass sie sich nun überbordend hier im Blog äußert. Doch ich bin optimistisch, dass das ohne Schaden vorüber geht.
      Ganz wenige Bemerkungen:
      – Die Vorstellung, ich würde mein eigenes Blog „zensieren“ ist grotesk. Hier ist mein persönliches Blog, also gibt’s hier keine Meinungsfreiheit. Punkt. Mal drüber nachdenken!
      – Von wegen klammheimlich „den Satz gelöscht“. Einfach mal nachlesen.
      Im Laufe seiner fast 11-jährigen Existenz hat dieses Blog etliche tausend Beiträge von mir gesehen. Davon habe ich (Erinnerung hilf mir!) zwei oder drei (nee, ich glaub nur zwei) gelöscht. Ein Beitrag wegen verletzter Bildrechte, was mir zu teuer geworden wäre. Ein Beitrag, bei dem ich mich inhaltlich vergaloppiert hatte, was mir Leid tat, so dass dieser Beitrag mit entsprechender Entschuldigung hinaus flog.
      – Sonst sehe ich nichts, worüber ich gegenwärtig mit Juliane Sprunk streiten müsste. Ich glaube sie hat momentan drei Panzerwesten an und darüber zwei Igelhäute. Das ändert sich wohl auch wieder. Dem, was Alant Jost zu Frau Sprunk schrieb, schließe ich mich gerne an: „Ich finde das um so bedauerlich, weil wenn man die Bilder und Videos der Friedensfahrt ansieht, sieht man wie sehr Sie sich engagiert hat, mit Kinder, bei Veranstaltungen, ja auch bei der Abschlussfeier am Brandenburger Tor. Um so bedauerlich finde ich es, dass eine so engagierte und intelligente Person solche extreme Geschichtsargumente in der Diskussion hineinbrachte. Man kann hoffen das mit der Zeit wird Sie eine etwas mehr ausgeglicheneres Geschichtsbild entwickeln. Ich drücke ihr die Daumen!“
      – Und Allerletztens: „Rechte“ (obwohl meist schlecht definiert) ist für mich kein Schimpfwort.
      So long.

      • Juliane Sprunk schreibt:

        Die nun oben wieder nachlesbaren Kommentare waren von heute gegen Mitternacht bis heute morgen gegen 10 Uhr definitiv verschwunden, nachdem sie bereits angezeigt wurden. Wenn Sie das nicht waren, in Form einer Zensur, sollten Sie sich fragen, wer hier noch auf Ihrem Blog agiert. Vielleicht Frau Kahane persönlich? Auf das geheuchelte Mitleid des Herrn Jost und Ihnen, das nichts anderes als Ihre Überheblichkeit zum Ausdruck bringt, kann ich bestens verzichten. Und ein unausgeglicheses Geschichtsbild, lieber Herr Kurch…. EIGENE NASE! EIGENE TÜR!

        Wo ist denn Ihr Satz „man möge uns (Friedensfahrern) den Faschismus gefälligst nachsehen“, der von Frau Pietza zitiert worden war, auf Ihrer Seite aktuell noch nachzulesen? Ich konnte ihn nicht mehr finden a.a.O., Sie dürfen aber gerne per Link das Gegenteil beweisen, damit Ihre infame Lüge hier noch einmal von jedermann zur Kenntnis genommen werden kann. Und wo bitteschön darf man Ihre Richtigstellung nachlesen? Und gegenüber Leuten, wie Ihnen, Herr Kurch, das wissen Sie genau, helfen keine Panzerwesten oder Igelhäute. Gegen Leute, wie Sie, hilft einzig und allein die Bloßstellung. Sie stehen mit Ihrem Denunziantentum den Hetzern des dritten Reiches in NICHTS nach. Und so etwas nennt sich Freigeist, mir kommen die Tränen,,, Nicht um Sie, sondern um den edlen Begriff…
        mfG Juliane Sprunk

        • kranich05 schreibt:

          Gnädigste Frau Sprunk,
          Sie hauen ’ne Falschbehauptung ‚raus. Ich widerspreche. Sie sind zu faul oder zu dumm, Ihren Blödsinn zu beweisen, und stellen mir jetzt frei, Ihnen Ihren Beweis zu liefern.
          ???
          Was rauchen Sie?

          ——————-
          Die betreffende Passage findet sich in dem Posting, das den Besuch bei Sterligov beschreibt.

          • Juliane Sprunk schreibt:

            Allerwertester Herr Kurch,
            könnte es sein, dass es mit Ihrer Contenance nicht allzuweit her ist, wenn Sie selbst im Kreuzfeuer jener Kritik stehen, derer sie sich anderen gegenüber so gerne befleißigen?
            Dumm soll ich sein??? Soso, ja, das merkt der intellektuelle Leser gleich, dass er es hier mit einer ausgemachten Dummheit zu tun hat.
            Nun, da Sie ihre eigenen Ergüsse geistiger Natur besser kennen als ich, die ich sie nur notgedrungen lesen musste, während Sie den Quark immerhin verfassten, würde es Ihnen einfach leichter fallen, die besagte Stelle ausfindig zu machen. Aber da Sie sich die Mühe nicht machen wollen, und die Stelle für mich nicht mehr auffindbar ist (während sie früher noch nachzulesen war, aber das war ja vielleicht in irgendeinem Paralleluniversum), mache ich es hier mal ganz quellenanalytisch:

            Ihre betörende oder (oder war’s betörte?) Genossin Evelin Pietza hat den fraglichen Satz von Ihnen hier zitiert – freilich, ohne die Quelle anzugeben.
            http://www.russland.news/russland-community-die-friedensfahrt-begegnungskonsum-fuer-den-frieden/
            Diese Nachlässigkeit hat sie dann allerdings kurzfristig korrigiert und die Quelle unaufgefordert nachgereicht, und zwar hier:
            https://www.facebook.com/groups/www.druschba.info/permalink/530321310492321/?comment_id=530525180471934&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R9%22%7D

            Am dort angegebenen Orte findet man den Satz nun allerdings nicht mehr:
            https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fopablog.net%2F2016%2F08%2F18%2Fmein-tagebuch-13-tag-smolensk-minsk%2F&h=dAQETEAXO
            Dafür findet man nun dort den nicht sehr viel weniger unverschämten und verlogenen Satz:
            „Ich fürchte, dass der versöhnende Spruch der FriedensfahrerInnen: ‚Wir wollen all das in Würdigung des gemeinsamen Leids vergessen!‘ als Verweigerung der spezifischen Sühne (sogar der spezifischen Benennung) eine spezielle Form des untauglichen Gegeneinander-Aufrechnens sein könnte.“

            Nun bestehen nach meiner Ansicht folgende Möglichkeiten: Entweder, der fragliche Satz stand dort tatsächlich nie, dann hat Evelin gelogen. Oder er steht noch dort, und dann steht weiterhin im Raum, dass es sich dabei um eine infame Unterstellung handelte, die Sie richtigzustellen hätten. Oder, Sie haben den Satz tatsächlich gelöscht bzw. abgeändert, und dann offenbart sich darin in Lüge Ihrerseits, da Sie obenen behaupteten, sie hätten diesen Satz nicht geändert. q.u.d.

            Ich überlasse es Ihrer überdurchschnittlich gebildeten Leserschaft, sich darüber ein selbst Urteil zu bilden.

            Im Übrigen, ich rauche nie, so bleibt der Kopf klarer. Und überdies erlaubt mir dies, die Regeln der Logik anzuwenden. Und diese Logik macht es mir nun möglich, Ihre ungebührliche Distanziereritis-Logik mal auf SIE selbst anzuwenden, denn während Sie hier ohne Scham gegen mich als ‚Revanchistin‘ hetzten, befindet sich unter Ihrer Stammkundschaft scheinbar eine überaus nette und wortgewandte Revisionistin. Wissen Sie wirklich nicht, wie die Haltung von Holger Strohm zur Kriegsschuldfrage und zum Holocaust ist? Nein? Er ist ein knallharter Revisionist und Logen- sowie Zionismuskritiker. Also er ist aus dem PÖHSEN LAGER! Ich habe ihn diese Dinge alle selber sagen gehört, und er macht nicht mal im Ansatz einen Hehl daraus, wie er diese Dinge sieht. Kann man im Übrigen auch leicht im Internet recherchieren.

            Räääääääääächtsalarm auf dem Opablog!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

            Dann sage ich mal: Bahn frei für Ihren Distanziereritiswahn!

            mit Verlaub, ich habe fättisch, Opa

            Also, wenn Sie das Gestänker gegen mich fortsetzen wollen, bittesehr: so etwas kann ich auch. Und da geht auch noch mehr.
            Es steht Ihnen aber natürlich auch frei, die Dinge richtig zu stellen, und Frieden einkehren zu lassen.

            Ihre Wahl!
            mfG J. Sprunk

          • kranich05 schreibt:

            Gute Frau,
            dass Sie ungefähr 10.000mal breiter* stänkern können als ich, habe ich nie bestritten und würde es auch künftig nie tun.
            Besagtes Zitat haben Sie nun, „quellenanalytisch“ weder dumm noch faul (damit korrigiere ich mich), tatsächlich gefunden – von Ihren drei Links der zweite.
            Geht also doch.
            Und nun bitte nicht dösen beim Lesen! Einmal noch volle Konzentration!! Da, da, mein Gott, jetzt hat Sie’s!
            Glückwunsch!

            *Goethe

          • kranich05 schreibt:

            Übrigens, wenn Frau Sprunk
            – die bewusste Textpassage gefunden hat
            – sie gelesen hat
            – sie in ihrem Kontext, also inhaltlichem Zusammenhang, wahrgenommen hat (was Ihr eine größere Hürde sein dürfte)
            – und sich für ihre Falschbehauptung entschuldigt,
            könnte es sein, dass sich die Kommentarfunktion des opablog wieder für sie öffnet.

          • Juliane Sprunk schreibt:

            Du arme Wurst entweder Du löscht die Seiten mit dem ganzen Unsinn über mich und dementierst den besagten Satz mit der Falschbehauptung über die freidensfahrer, oder ich mache Dir richtig Ärger. das ist keine hohle Drohung

          • kranich05 schreibt:

            Frau Sprunk ist jetzt deutlicher zu erkennen.

        • ruth2003ru schreibt:

          Um die Logorrhoe bei J.S. einzudämmen-besagter Satz steht hier: https://opablog.net/2016/08/15/mein-tagebuch-10-tag-moskau/

  9. Juliane Sprunk schreibt:

    Natürlich ist ‚Rechte‘ für Sie ein Schimpfwort. Nachzulesen in Ihrem aufschlussreichen Geschreibsel über das ‚Pendel der Geschichte‘, das angeblich gerade ganz rechts sei usw… So ein dusseliger Unfug ist mir auf der Friedsfahrt zum Glück niergends untergekommen… Das Pendel könnte derzeit von rechts kaum weiter entfernt sein… Haben Sie die Postmoderne verschlafen, Herr Kurch?

    • kranich05 schreibt:

      Wer sich dafür interessiert, was in meinem Beitrag „Pendel“ steht, wird hier fündig:
      https://opablog.net/2015/12/07/am-anderen-ende-des-pendels/

      • ruth2003 schreibt:

        Lieber Opa!

        Sie sprechen mir mit Ihren Gedanken zum „Pendel“ aus dem Herzen. Genauso sehe auch ich die heutige Situation und die (wahrscheinlich nicht mehr aufzuhaltende) Gefahr des 3.WK (in dessen wirtschaftlicher Phase wir uns ja schon befinden).
        Wir (50+, sozialisiert in der DDR) haben die theoretischen Grundlagen in Schule/Ausbildung/Studium gelernt und wissen daher, in welcher akuten Gefahr die Welt/Menschheit zum jetzigen Zeitpunkt steckt (nur mal die aktuellen Ereignisse in der Ukraine/Syrien betrachtend). Um so unverständlicher ist für mich das Agieren (bzw. Nichtagieren) der Linken (und insbesondere der Partei Die Linke). Und wie groß die Gefahr einer weiteren Eskalation des Imperialismus bis zum heißen Krieg ist, sieht man auch daran, wie weit revisionistisches Gedankengut bei sich selbst für Linke haltenden Mitmenschen schon wieder verankert ist. Wehret den Anfängen!

        Liebe Grüße!
        Ruth

  10. Theresa Bruckmann schreibt:

    Lieber Herr Dr. Kurch,
    als ich Ihnen einmal meine Entgegnung per E-Mail schrieb, weil diese so ziemlich vollständig
    Ihrer Meinung entgegenstand, forderten Sie mich auf, diese Entgegnung auf demselben Weg, nämlich Ihrem Blog, öffentlich zu machen.
    Das ist eigentlich auch der Grund, warum ich mich in der Blogger-Gemeinschaft wohl fühle. Sie ist für mich kein Resonanz- oder Echoraum (oder wie das genannt wird), sondern es gibt eine Schnittmenge – gegen Krieg und für den Frieden – die für mich ausreichend groß ist, um gemeinsame Friedensprojekte zu machen.
    Das entsprich auch meiner Ansicht, die ich immer wieder geäußert habe, erstmals unter dem
    Pseudonym „Friedensstreiter“ :

    https://opablog.net/2015/08/10/babylon-und-die-friedensbewegten/

    dass man nicht mehr Übereinstimmung braucht als eben gegen Kriege zu sein, um gemeinsam
    für den Frieden zu demonstrieren. Opablog bedeutet für mich Praxistest dieser meiner Ansicht.
    Und Sie Herr Dr. Kurch, aber auch Bernhard Trautvetter und Bernd Duschner haben mich aber davon überzeugt, dass weit mehr notwendig ist und dass man z.B. gegen Sanktionen (Bernd Duschner „Sanktionen bedeuten aushungern“) und gegen Militarisierung (Trautvetter) u.v.m. aufstehen muss.

    Opablog hat mir aber auch indirekt vor Augen geführt, dass es nicht unerheblich ist, ob man typisch ost- oder westsozialisiert ist. Meine Wertschätzung für unser Grundgesetz ist sicherlich schon deshalb eine andere, weil es uns die wunderbaren Grundrechte gebracht hat, während die DDR-Bürger mit der Zugehörigkeit unter dieses jetzt gemeinsame Grundgesetzt erst einmal die Transformation ihrer Gesellschaft mittels Treuhand erlebten. Auch habe ich mir seitdem die Frage gestellt, was an meinem Lernkanon an „Wahrheit“ im Sinne von „was hat sich wirklich so ereignet?“fc , vermittelt wurde und wie groß der Propagandaanteil daran war (was den Vermittelnden aber wahrscheinlich ebensowenig klar war).
    Zur „ganzen“ Wahrheit.
    Eine ganze Wahrheit gibt es nicht. In der Naturwissenschaft arbeitet man mit Modellen. Man stellt entsprechende Hypothesen auf, verifiziert bzw. falsifiziert sie. Und irgendwann wiegen neue Erkenntnisse so schwer, dass das bisherige Paradigma aufgegeben werden muss.
    In den Gesellschaftswissenschaften, wo alle Regeln und Gesetze menschengemacht sind, und zwar nach Maßgabe der herrschenden Eliten, sind Widerstände und Kämpfe notwendig, um auch nur mit seinem Anliegen gehört zu werden. „Wahrheit“ ist dann, was die Hegemonialmacht vermittels ihrer Deutungshoheit bestimmt, die sie in der Bildung, in der Kultur und in den Medien durchsetzt.
    Und ganz klar ist auch, dass wir, wenn sich die Archive öffnen, erfahren, dass vieles ganz anders war.
    So nähern wir uns einer „Wahrheit“ an und lebendige Menschen sollten offen sein für neue Ansichten, wenn sie an so einem Wahrheitsfindungsprozess teilhaben wollen.
    Das kann manchmal schwer fallen.
    KenFM stellte im September 2013 in „KenFM im Gespräch mit Petra Wild“ die Autorin und ihr Buch zum Thema Israel und Palästina vor. Mir wurde mit den beiden Videoteilen klar, dass ich nach der Lektüre dieses Buches meine Ansicht zu dem Thema werde ändern müssen. Ich spürte aber auch ein solches Unbehagen, dass mir klar wurde, dass ich diese Umwälzung
    von (wer weiß wievielen) Gedanken in mir jetzt nicht wollte, weil mich anderes bereits genug belastete, z.B.:
    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Globalisierung/g20-2013c.html
    Und derzeit sind wieder so viele Umwälzungen im Gange, dass ich mich immer noch außerstande fühle, mir diese Lektüre „anzutun“, werde mich aber wohl endlich dazu zwingen müssen.
    So gibt es Widerstände in einem jeden Menschen, etwas an sich herankommen zu lassen, was er jetzt noch nicht will. (Aber immerhin registriert man, dass da noch viel an „Wahrheit“ darauf wartet, zur Kenntnis genommen zu werden. Ähnliches geschieht mit Menschen, die über ihre Geburt, eine Erkrankung aufgeklärt worden sind, die dies lieber gar nicht gewollt/gewusst hätten.
    Im Idealfall lässt man Menschen, Menschengruppen oder sogar Ländern die Zeit, bis sie selber darauf kommen oder danach fragen.
    Aber ganz selbstverständlich muss ich sie entscheiden lassen, wann und wie sie damit konfrontiert werden wollen. Dazu gehört viel Diplomatie und Fingerspitzengefühl.
    Hier hat mir Limara gezeigt, wie dies aussehen könnte.
    ABER:
    Ich sehe keine Voraussetzung für die Begegnung mit Menschen in Russland oder anderswo dass ich/wir uns erst einmal über eine gemeinsame Geschichtsschreibung verständigen müssten. Eine Annäherung kann im Laufe der Zeit geschehen und manchmal bringen kleine gemeinsame Erlebnisse unerwartet ein Puzzleteil dazu.
    Aber dass man sich selbst ehrlich macht und eigene Schuld eingesteht und sich entschuldigt, dem steht eigentlich nie etwas entgegen – nur darf man nicht die gleiche „Gegenleistung“
    erwarten oder gar fordern. (Eine aufrichtig gemeinte Entschuldigung erfordert das auch nicht)

    Ich selbst beschäftige mich nur insoweit mit Geschichte, wie ich denke, dass sie uns heute bei der Bewältigung unserer drängenden Problemen weiterbringt.

    Den Kopf zu lange und zur Unzeit in Geschichtsbücher stecken, kann auch verhindern, dass ich wahrnehme was derzeit an Brennpunkten passiert.
    Es gibt viel zu tun!
    Zur Einstimmung:

    Demos vom Wochenende
    https://www.mehr-demokratie.de/demo_ttip_ceta.html

    Wolfgang Bittner
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35031#more-35031

    Bernhard Trautvetter
    https://kenfm.de/oktober-des-friedens/

    Holger Strohm – Er hat mich schon vor 30 Jahren
    beeindruckt. Hier ganz aktuell im Gespräch mit Ken Jebsen am 12.09.2016

    • kranich05 schreibt:

      Liebe Frau Bruckmann,
      zu Ihren Überlegungen, die ich weitgehend teile, möchte ich einige ungeordnete Bemerkungen loswerden:
      – Zur Deutungshoheit der Herrschenden (Marx: „Die herrschenden Gedanken….). Alles richtig, doch wir sollten nicht vergessen, dass es immer zwei (und mehr) Wahrheiten in jeder Gesellschaft gibt. Es gibt immer die „Wahrheit von unten“. (Das freilich ist etwas anderes als allfällige Geschichtsrevisionen.)
      – Die Herrschenden sind souverän aber ihre Souveränität ist begrenzt.
      – Zu den Umwälzungen des eigenen Denkens (+ Handelns): Solange wir lebendig sind, sind sie kleiner oder größer. Die großen fordern einen extrem. Dabei ist es erfreulicher, wenn sie nicht von außen aufgezwungen sind (z. B. Untergang des Realsozialismus), sondern der Anteil des selbst Erarbeiteten größer ist. Ich stecke derzeit in solcher Umwälzung und sie hat den Namen Wadim Rogowin (wie im Blog bereits vermerkt).
      – Ein paar meiner Bilder vom Wochenende sind hier: http://www.berlin.freidenker.org/?p=2666
      – Ich fürchte ein großer Krieg rückt unaufhaltsam näher. Wir sind Friedenshühner, in die die Meute hineinfällt, wie das Messer ins Wasser.

  11. Theresa Bruckmann schreibt:

    Lieber Herr Dr. Kurch,
    danke für die Bilder aus Berlin.
    In diesen Zeiten ist ‚Nach der Demo = vor der nächsten Demo*.
    Weil der 1. Oktober sehr nah ist, will ich keine Zeit verlieren und
    dise Petition „Frieden mit Russland“ der ‚Friedensfahrt Berlin Moskau‘
    hier einstellen:
    https://kenfm.de/friedensfahrt-berlin-moskau-petition-frieden-mit-russland/

  12. Wolle schreibt:

    Die Friedensfahrt im Bannstrahl der MSM, hier ZDF frontal21:
    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/45404374/2/data.pdf
    Da werden wohl Reste eines „Auftragswerkes“ von 2015 verwurstet und quasi nebenbei die Friedensfahrt durch den Wolf gedreht.

  13. Pingback: Unsere braven Rechten sind nicht Faschisten, nicht Revanchisten, sie sind…? | opablog

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