Volker Perthes ODER Jesus wäre neidisch geworden!

Weinkenner und opablog-Gastautor Joachim Bode zu

Qualitätswein

Qualitätsmedien

und

Qualitätswissenschaft+Qualitätswertepolitik 

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Wenn jemand Wasser in Wein verwandeln kann, so ist dies eine beachtliche Leistung. Immerhin (ja, alles wird in dieser schlechten Welt sofort nach dem schnöden Mammon bewertet) kostet die leicht gelblich, rosa oder rot schimmernde Flüssigkeit Wein das Vielfache von Wasser – je nach Qualität und Herkunft. Vom Alkoholgehalt wollen wir hier erst gar nicht reden. Der sollte im Wasser überhaupt nicht vorhanden sein, selbst wenn eine solche Flüssigkeit dann manchmal „Lebenswasser“ genannt wird, oder wenn getäuscht wird und man einer wasserähnlichen Flüssigkeit durch Zusatz von Glykol angeblich die Qualität von Wein verleiht. Jesus lagen solche billigen Tricks sicherlich fern, das konnte und wollte er sich nicht leisten.  

Um bei Jesus zu bleiben: Er hätte es – das habe ich in der Sonntagsschule und im Konfirmanden-Unterricht gelernt – auch ganz strikt abgelehnt, ja, streng verurteilt, wenn jemand die für westliche Werte eintretenden und kämpfenden Oppositionellen, Aktivisten oder Rebellen, die sich in der heutigen Nachbarschaft des damaligen Gelobten Landes tummeln, in ganz normale Terroristen verwandelt hätte. Verwandelt dadurch, dass man diese Leute einfach nach Europa transportiert – möglichst zusammen mit den Waffen, die man ihnen vorher zum Kampf für westliche Werte und gegen Assad zur Verfügung gestellt hat.

Die sind nämlich bei den hierzulande Terroranschläge genannten Maßnahmen gut zu gebrauchen.

So eine Verwandlung gelingt unseren Politikern und den ihnen nach dem Mund berichtenden Medien ganz locker, oft mit nur einem Federstrich und ohne schamvoll rot zu werden.

Täglich, nein, stündlich kriegen wir es in die Ohren gestopft und vor die Augen geführt, wenn wir die üblichen Radio-Sender hören, das Fernsehen einschalten oder die Zeitungen lesen:

Die gegen Assad  mutig ankämpfenden und gleichzeitig die Menschenrechte verteidigenden Aktivisten, Oppositionellen und Rebellen, darunter auch und insbesondere die „Moderaten“, die die Hälse ihrer Gegner beim Durchschneiden zur Hälfte schonen, sind unsere Freunde und Verbündeten. Denn andernfalls bleibt – um Jesus (nur) verbal zu bemühen – der Teufel an der Macht, der sich Assad nennt, unterstützt von dem bekannten Großteufel, dessen Name mit „Pu“ beginnt und mit „in“ endet. Und – vor allem – wir müssten auf unser Öl und unser Gas verzichten.

Hauptquelle solcher Informationen ist regelmäßig der Ein-Mann-Betrieb in England, der sich bombastisch „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ bezeichnet. Laut Tagesschau besteht er aus Osama Suleiman, einem gebürtigen Syrer, der der syrischen Opposition nahe steht. Sein Beruf eigentlich höchst ehrenwert: Kleider-Verkäufer.

Es kann aber auch sein, dass solche Informationen direkt von der CIA kommen, natürlich ganz bescheiden ohne Urheberangabe, oder aber aus dem US-Verteidigungsministerium Pentagon, wo fast 30.000 Mitarbeiter (Stand: 2009) pausenlos mit dem Erfinden entsprechender Meldungen, genannt Nachrichten, befasst sind.

Jesus wäre neidisch gewesen ob solcher Streitmacht dafür, dass wir uns als die „Guten“ fühlen können!

Bei so viel Verwandlungskunst hätte ich beinahe einen vergessen, der meistens lieber im Hintergrund bleibt, sich aber vor kurzem bei „jung und naiv“ als ein richtig Guter präsentiert hat: Professor Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die vom Kanzleramt finanziert wird.

Perthes erklärt uns äußerst sachkundig den Terrorismus!

Dabei vergisst er allerdings zu erwähnen, wie er 2012 der Bundesregierung mit der Organisation eines 6 Monate währenden Rebellentreffens nahe Berlins geholfen hat, den Terrorismus vorzubereiten. Sinnige Bezeichnung dieser u.a. auch vom Pentagon finanzierten Veranstaltung: „The Day After“.

Hilfreich war dabei, dass er etwa gleichzeitig die Sanktionen gegen Syrien organisierte und Zusagen der syrischen Halsabschneider – sprich: Oppositionellen – erwirkte, dass westliche Länder wie Deutschland bei der nach dem geplanten Sturz Assads vorzunehmenden Erdgas-Neuverteilung berücksichtigt werden.

Wer eine Zusammenfassung nur über die bekannt gewordenen Aktivitäten von Volker Perthes lesen will, die schon fast als Anklageschrift für ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausreichen würde, wird hier fündig.

(Hier fällt der ungeduldige Opablogger seinem kultivierten Gastautor ins Wort und ruft laut: Lesebefehl!)

Und jetzt – oh Wunder! – ist er der Leiter der Arbeitsgruppe für Militär und Sicherheit, die von der UN vor wenigen Monaten zur Entwicklung des Friedens in Syrien eingerichtet wurde.

Ja, er ist einer, der sich auskennt!

Ein wirklich gelehrter Spezialist für staatlich umgesetzten Terror, und ein Verwandlungskünstler.

Zur Zeit ist im Gespräch, ob man nicht für den Wiederaufbau Syriens mehrere Milliarden Euro zur Verfügung stellen sollte. Ich schlage Volker Perthes als Verwalter vor – neben seinem UN-Job. Der weiß am besten, welches Leid und welche Schäden er mit den von ihm geplanten Terror-Programmen angerichtet hat. Seine Auftraggeberin, Frau Merkel, wird sicherlich einverstanden sein…160816 kujat

spricht Harald Kujat, ehemals Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

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