Demokratie Kapitalismus Kommunismus

Gedanken beim Lesen von Rogowins „Gab es eine Alternative?“

Der Kapitalismus kann ohne die politische Form Demokratie auskommen. Sie ist zwar unter bestimmten Bedingungen optimal aber es geht auch anders. Die Existenz unterschiedlicher Kapitalistengruppen sichert eine gewisse Optimierung der Interessen der mächtigsten Kapitalfraktionen auch unter den Bedingungen der Diktatur. Namen, wie Le Pen, Trump, wohl auch Wimmer oder Hörstel stehen gegenwärtig für Kapitalistenfraktionen, die den Kurs der herrschenden Fraktion ändern/optimieren wollen (und damit das Gesamtsystem überlebensfähiger machen könnten).

Im Sozialismus/Kommunismus, also bei Herrschaft des gesellschaftlichen Eigentums, kann es eine optimale Entwicklung nur geben bei umfassender Ermittlung und Realisierung des Volkswillens, also grenzenloser realer Demokratie. Geschieht dies nicht, ist der revolutionäre Ansatz zwingend zum Scheitern verurteilt. Das ist die Lehre des Stalinismus/Realsozialismus. Es gibt im Sozialismus/Kommunismus diese spontan wirkenden Hilfshebel wie im  Kapitalismus nicht, die das Schlimmste (Untergang des Systems) abwenden. „Diktatur des Proletariats“ ist ein großes Wort, das nicht dazu missbraucht werden darf, den genannten Sachverhalt zu verdunkeln.

Aus den beiden Thesen ist der Schluss zu ziehen, dass wir einen gewaltigen, uns heute schier unvorstellbaren Aufschwung realer Demokratie brauchen,wenn wir je wieder einen Schritt in Richtung „Kapitel 2 der Weltgeschichte“ vorankommen wollen. Das einzige Hindernis mit diesem kühnen Aufschwung heute zu beginnen und zwar in unseren realen Kleinstorganisationen sind wir selbst.

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Eine Antwort zu Demokratie Kapitalismus Kommunismus

  1. Poprawa schreibt:

    Nicht die Demokratie ist das wichtigste. Sie ist nur die Form des Staates oder einer Völkerfamilie. Wichtig ist aber der Inhalt des Staates. :Kapital oder enteignetes Kapital.
    Das Volk will niemals Krieg, weil es nur draufzahlt. Aber das Kapital braucht den Krieg (siehe die USA. Seit 1945 haben sie einen Krieg nach dem anderen geführt und sie planen schon die nächsten,),weil nur Waffen im Einsatz Höchstgewinn bringen, die von den Staaten – also der Bevölkerung bezahlt werden müssen.
    Erst, wenn das Kapital enteignet und damit der Kriegsgrund aus der Welt geschafft ist, kann man sich mit der Frage der Demokratie beschäftigen, und sie wird in jedem Land entsprechend seiner Entwicklung anders aussehen.
    Der Realsozialismus ist nicht an fehlender Demokratie gescheitert, wie man uns weißmachen will, sondern an der fehlenden ökonomischen Stärke und der noch bestandenen Überlegenheit des Kapitalismus.
    Wenn Ihr also kämpfen wollt, dann richtet Euch gegen das Kapital. Aber Vorsicht! Das kann tödlich sein!

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