Ich bedauere es, wenn Gauck wegfällt

Eine Bestbesetzung für diesen niederträchtigen Staat! Phänomenal ist sein und dessen Dünkel. Natürlich gibt es reichlich Politiker-Dutzendware, die es genauso gut kann. Aber derdiedas Neue, was nun kommt, verlangt erneut Aufmerksamkeit, muss wieder analysiert werden, muss auf seine Tricks und Hohlheit abgeklopft werden. Nötige Arbeit aber kein Vergnügen, Mühen, die bei der derzeitigen Nullgestalt längst erledigt waren.

Allein dieser wohlkonservierte Nazihintergrund, sogar Kirchen-Nazi-Hintergrund – mit den gern vorgewiesenen Wunden, aus denen unstillbar sein Russenhass sickerte. Man hätte ihn erfinden müssen, einen solchen Präsi gerade in diesen Jahren, wenn sich SPD und Grüne nicht einmal mehr als Trüffelschweine der deutschen Kriegspartei bewährt hätten.

Selbst das Nobelpreis-Komitee ist nun irritiert, wollte es doch gerade für den Kämpfer gegen die gesellschaftliche Glückssucht („Hunde, wollt ihr ewig leben“?) den Nobelpreis für Volksheilung stiften.

Im Heilen hat Pfarrer Gauck viel Erfahrung. Ein frühes Meisterstück war die Heilung seiner Stasiakte. Was ein saures Stück Arbeit! Manche sagen, er habe die Nacht durchgemacht bis zum dritten Hahnenschrei. Nur Angela griff noch mehr aus (oder ein). Danach, wir applaudierten fast alle, war er endlich gebenedeit für die Gefilde des Herrn bzw. der Herrschaften.

Bevor ich’s vergesse: So sieht Gauck aus, wenn die Volksheilung geglückt ist. Wer die Unbekannte an seiner Seite ist, wird noch ermittelt.

gack merkelimages

G. schrieb eine bibliophile Kostbarkeit über Freiheit. Wahrscheinlich stehen da Worte wie Marmorbrocken auf säurefreiem Papier. Anders kann es gar nicht sein. Wie er den geistigen Nonsens in sprachlichen Nonsens zu verwandeln wusste!

Es heißt außerdem, Gauck habe mehrmals auf Krieg gedrängt. Leute sollen deshalb gar mit dem Schuh nach ihm geworfen haben. Diese Sitte hat Migrationshintergrund, woraus man sieht, dass Gauck auch zur Zielscheibe islamischen Hasses geworden ist. Das er auch diese Bastion verlässt, steigert mein Verlustgefühl zu schwerem Kummer. Ich hatte ihn schon als Ehrenkommandant der „Nimitz“ mit einer Formation Krimtataren an Bord, vor Sewastopol kreuzen sehen.

Zwar zieht er den Schwanz ein, wenn der Feind ihn stellt, doch wittert er eine Chance, ist er skrupellos (und infam, sobald er oben ist). Was konnte passender sein?

Keiner, der wie Du die Flöte bliese!

Lebe-, lebe-, Lebewohl!“

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Eine Antwort zu Ich bedauere es, wenn Gauck wegfällt

  1. Joachim Bode schreibt:

    „Wir stellen uns nicht gern die Frage, ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen.“
    Gauck, 2010

    In Zeiten von jahrelangem Sozialabbau kann eine solche Äußerung nur als pervers empfunden werden.

    Selbst die in der Regel schönende – weil „atlantisch“ kontrollierte, d.h. manipulierte – Darstellung der Person Gauck in Wikipedia erzeugt bei mir Anflüge von Ekel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Gauck

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