Schönes Verschwörungsbeispiel

Der US-EU-Propaganda-Tsunami namens „Panama Papers“, der derzeit um den Globus rollt (beser: gepeitscht wird) liefert ungewollt ein hübsches Beispiel einer funktionierenden Verschwörung (vorausgesetzt die Angaben stimmen).

Angeblich 400 Journalisten von 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern waren mehr als 12 Monate lang unter strengster Geheimhaltung mit der Auswertung der Daten beschäftigt (erzählt Mascolo (dessen Visage mensch sich nur angucken muss, um Bescheid zu wissen) hier).

Und kein Pieps ist an die Öffentlichkeit gedrungen. Wahnsinn!

Wenn sich alles so zugetragen hätte, wie es jetzt die Propaganda kolportiert, wäre das ein höchst aktueller Beweis dafür, welchen Umfang und gegebenenfalls überragende Macht  Verschwörungen annehmen können.

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6 Antworten zu Schönes Verschwörungsbeispiel

  1. Joachim Bode schreibt:

    Aufschlussreiches Zwischenergebnis der über ein Jahr dauernden „Ermittlungen“ (da hat man die Zeit gut genutzt zum „Schwärzen“ der entsprechenden Namen):

    In den USA gibt´s keine Leute, die Steuern hinterziehen…..

  2. Steffen schreibt:

    Wenn man sich anschaut, durch wen die ICIJ finanziert wird – klassisches Beispiel für eine RegierungsHilfsOrganisation (RHO) 😉

  3. Steffen schreibt:

    Und warum nicht via WikiLeaks sondern ausgerechnet über die Süddeutsche Zeitung? Alles so traurig offensichtlich, daß es eigentlich schon wieder zum lachen ist. Und der größte Teil der „linken Blogosphäre“ springt gerade zu auf den blanken Haken. Sobald vom Gegner die nächste Sau durchs mediale Dorf des Mainstreams getrieben wird, fragen viele schon prophylaktisch „Wie hoch?“, noch bevor überhaupt einer überhaupt „Spring!“ gesagt hat.

  4. icke schreibt:

    Da möchte ich mal Fefes Blog zitieren:
    „Thu May 1 2014
    Warum schreibe ich immer „Geheimdienst-Mascolo“? Will ich sagen, dass das ein Geheimdienstler ist? Nein, ist er meines Wissens auch nicht. Aber der ist beim Spiegel durch Kuschel-Stories aufgefallen, wo er die Talking Points des Geheimdienst-Establishments zitiert und die Gegenposition weggelassen hat. Aus meiner Sicht hat der zu doll mit den „Bedarfsträgern“ gekuschelt, damit er von ihnen Dinge gesteckt kriegt, die er dann exklusiv drucken kann. Dass er damit sich und sein Blatt beschmutzt, hat er wohl so nicht bis zu Ende durchdacht damals.

    Und auch der aktuelle Artikel in der Süddeutschen ist ja mal wieder sowas. „Insider-Info“ von Bedarfsträgern und Diplomaten, als Fakt dargestellt, nicht hinterfragt.

    Diese Art von Informationen braucht man auch, aber ordentlicher Journalismus ist das in meinen Augen nicht. Und zur Einordnung muss man dann eben bedenken, dass der Mascolo häufig solche Stories macht, damit man selber den Teil dazudenken kann, den er weggelassen hat. „

  5. Joachim Bode schreibt:

    Lesenswerter Beitrag aus
    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/04/06/robert-parry-korruption-als-propagandawaffe/#more-20699 :

    „Wir erleben derzeit die Vorbereitungsphase der nächsten Runde an „Regimewechseln“, mit Korruptionsvorwürfen an den früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Ignacio Lula da Silva und den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die neuen Anti-Putin-Anschuldigungen – hinaus­po­saunt vom Guardian und anderen Zeitungen – sind besonders be­mer­kens­wert, denn die sogenannten „Panama Papers“, die angeblich seine Verwicklung in Offshore Finanzgeschäfte zeigen, erwähnen seinen Namen nicht ein einziges Mal.

    Oder wie der Guardian schreibt: „Obwohl der Name des Präsidenten in keinem der Papiere auftaucht, zeigen die Daten ein Muster – seine Freunde haben Millionen verdient mit Geschäften, die ohne seine Gönnerschaft anscheinend nicht zustande gekommen sein können. Die Dokumente weisen darauf hin, dass Putins Familie von diesen Geldern profitiert hat – das Vermögen seiner Freunde scheint für ihn vorgesehen zu sein.“

    Wenn man will, kann man das Fehlen von spezifischen Angaben und das Bauen auf Spekulation bemerken: „ein Muster“, „anscheinend“, „weisen darauf hin“, „scheinen“. Wäre Putin nicht bereits eine dämonisierte Figur in den Westmedien – solche Formulierungen würden ein Redakteur nie durchgehen lassen. Eigentlich ist die einzige ausdrückliche Aussage diese: „der Name des Präsidenten taucht in keinem der Papiere auf“.

    Eine britische Beobachtungsseite für Medien, der Off-Guardian, der viele der Arbeiten des Guardian kritisiert, hat seinen Artikel zu dem Putin-Stück mit „Die Panama Papers lassen den Guardian zu einer Selbst-Parodie schrumpfen“ überschrieben.“

  6. Steffen schreibt:

    Lieber Klaus-Peter, EINEN hab ich noch 😀

    http://de.reuters.com/article/chile-briefkastenfirmen-r-cktritt-idDEKCN0X20AJ

    Transparency-Chef in Chile tritt ab – Kontakt zu Briefkastenfirmen

    POPCORN!!! 😀

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