Kurz zum Ostermarsch 2016 in Berlin

Das Wetter hat uns verwöhnt. Das war gut für die Stimmung.

Es waren etwas mehr Menschen gekommen als erwartet und als im vorigen Jahr. Das war auch gut für die Stimmung.

Ich habe viele Schilder gesehen und Sprüche gehört, die sich explizit gegen die NATO als die alles überschattende Friedensbedrohung wandten.

Ich hatte in meinem Bauchladen den Aufruf der Freidenker und von Arbeiterfotografie dabei, den man auf den Kernsatz bringen kann:

“Deutschland raus aus der NATO, NATO raus aus Deutschland; strategische gleichberechtigte Kooperation mit Russland”

Dafür konnte ich viele Unterschriften sammeln und Buttons verkaufen.

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Ein Freund hatte mir noch einen Tag vor dem Marsch geschrieben:

„Eine glaubwürdige Botschaft aus der Friedensbewegung zum Ostermarsch 2016 muss die Forderung des Austritts Deutschlands aus der NATO sein!“

Solcherart glaubwürdige Botschaft ohne wenn und aber ins Zentrum des Ostermarsches zu stellen, davon waren die Organisatoren auch 2016 weit entfernt. Vielmehr hatten sich die Verantwortlichen auf den Slogan geeinigt: „Krieg ist Terror“.

Damit haben sie den ganzen Ostermarsch gegen die Erkenntnis zu stellen versucht, dass genau der begrenzte, völkerrechtskonforme Krieg der Russen im Bündnis mit der syrischen Armee (+ weiteren Bündnispartnern) gegen den antisyrischen Terror jetzt die Change auf ein Ende des jahrelangen Blutvergießens in Syrien endlich eröffnet hat.  

Krieg kann also – um es ebenso plakativ wie die Friko Berlin zu  sagen – das Gegenteil von Terror sein.

„Raus aus der NATO? – viel zu radikal, diese Forderung“, war die Furcht. „Wie könnten wir den Austritt aus der NATO verlangen, da doch so viele Menschen der NATO vertrauen“, geben solche Friedensbewegte zu bedenken. Sie glauben, es sei die hohe Kunst der Bündnispolitik, sich konsequent auf den Letzten zu orientieren.

Die Berliner Freidenker (auch wenn sie manchmal Angst vor der eigenen Courage haben) halten sich von derlei Geschwurbel frei. Ganz nüchtern stellen sie fest: „Wer nicht sieht, dass die NATO das Zentrum des Krieges ist, der hat nicht das Mindeste von unserer Welt begriffen.“

Ja, das Viele nicht dieses Mindeste begriffen haben, das wissen wir Freidenker auch. „Also last uns genau darüber aufklären!“, sagen wir, „und zwar unbedingt mit ALL DENEN GEMEINSAM, die deshalb angefeindet, ja tabuisiert, werden, weil sie ebenfalls darüber aufklären.“

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Und – off topic:

Die von Merkel und Co nach Ankara gesteuerten Milliarden werden weder Erdogan noch Daesh retten. Mein Glückwunsch den Streitkräften Syriens und ihren Verbündeten zum schweren Sieg und mein Beileid allen Opfern.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Krieg, Machtmedien, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Kurz zum Ostermarsch 2016 in Berlin

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    23. März 2016 um 08:40

    Auch an der Stelle noch einmal: Albrecht Müller zeigt in seinen NachdenkSeiten vom 22.03.2016 mögliche Hintergründe auf.
    Antwort

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