Deutschland rechts

  • Was wir als Migrations- und Flüchtlingskrise (Unterschiedliches, das aber eng verbunden ist) erleben, wurde aktiv herbeigeführt.
  • Es entwickelte sich (wurde herbeigeführt) eine außerordentliche Problemsituation, die nicht mit außerordentlichen Maßnahmen entschärft und gelöst wird, sondern die verstetigt wird.
  • So wird bei kontinuierlichem Ansteigen allgemeiner Unzufriedenheit und Verunsicherung die Gesellschaft zunehmend gespalten.
  • Es kommt zu propagandistisch-dramatischen Ereignissen, die die „Volksseele“ aufpeitschen und nationalistische Haltungen und Aktionen anstacheln.
  • Bei solchen Ereignissen (z. B. Terrorwarnung Sylvesternacht in München, Sylvesterereignisse in Köln, Naziaktion am Flüchtlingsbus in Clausnitz) zeigt sich der Staat „überrascht“, „überfordert“ und unfähig zur Gewährleistung des Wohlbefindens aller Menschen in Deutschland.
  • Sowohl in der extremistischen Zuspitzung, als auch in der Breite der gesellschaftlichen Akzeptanz beschleunigt sich der nationalistisch-rassistische Trend.
  • Humanistische Gegenpositionen werden von vielen Menschen noch energisch vertreten, aber ohne Analyse und Konzept, die an den Systemgrundlagen des sich entfaltenden Krisenprozesses ansetzen würden.
  • Die Kritik des Krisenprozesses auf Basis marxistisch-leninistischer Grundpositionen (Klassenbegriff) ist absolut marginalisiert und wird wütend bekämpft (wobei sich ehemalige Linke hervortun).
  • Traditionell demokratische und progressive Kräfte, das bisherige linke Spektrum, werden von den Organen der herrschenden Macht in der Form der „Zivilgesellschaft“ weitgehend paralysiert, in vielen Fällen direkt integriert.
  • Die Logik (strategische Zielsetzung) des Prozesses scheint in der beschleunigten Formierung/“Ertüchtigung“ der Gesellschaft für kommende fundamentale Konflikte zu bestehen.
  • Die Macht der herrschenden Klasse bzw. der maßgeblichen Fraktionen derselben, über den Ausnahmezustand zu entscheiden, ist heute und soweit absehbar in keiner Weise gefährdet.
  • Die Faschisierung (auf zeitgemäße Art) ist weit fortgeschritten, es besteht aber weder Notwendigkeit noch Anlass, sie manifest zu machen.
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4 Antworten zu Deutschland rechts

  1. Regionaler Beobachter schreibt:

    Wie Sie das hier zusammengestellt haben, gefällt mir. Ich möchte jedoch etwas ergänzen.

    1. Die strenge Beachtung der Chronologie der Ereignisse ist der Schlüssel zur Analyse und zur Rationalität.
    Diese Chronologie und damit die Ursache- und Wirkungsbeziehungen werden von Medien- und Regierungsverlautbarungen ständig negiert, umgangen und dadurch sind die Ereignisse der letzten Jahre in Nebel gehüllt.

    2. Massenpsychologische Prozesse: Was seit Jahren (Beginnend mit den Finanz und Bankenkrisen 2008) dem normalen Menschen zugemutet wird an Pseudoerklärungen, Appellen, Parolen, Phrasen,… könnte im persönlichen und beruflichen Bereich normalerweise keinen Bestand haben, würde für jeden das soziale und berufliche Aus bedeuten. In der politischen Praxis wird es aber geduldet, weil sich die Bürger von den Parteien, den eingebetteten Medien und Sozialwissenschaftlern einreden lassen, sie hätten vom politischen System keine Ahnung und könnten es nie durchschauen und hätten somit implizit kein Mitspracherecht. Auf einer unbewussten Ebene verstehen diese Botschaft Alle. Es sehen auch die meisten Bürger, dass wir schlecht regiert werden. Die Reaktionen darauf, kann man als Linker natürlich als „nationalistisch-rassistisch“ bezeichnen, trifft aber menschlich und faktisch daneben, selbst wenn diese Menschen in Wut sich entsprechend äußern. Es ist offensichtlich, dass alle in der Gesellschaft vorkommenden radikalen und extremen Positionen verstärkt werden durch die real existierende Politik der Bundesregierung. Es ist nur zu diskutieren ob das absichtsvoll also gezielt und planvoll geschieht, oder ob die Eskalation und Zunahme der Konfliktpotentiale in der Gesellschaft ein notwendiges Resultat von Politik ist, welches einfach hingenommen wird, in dem Wissen man wird zur gegebenen Zeit ensprechend exekutiv darauf reagieren können.

    3. Letzendlich ist das egal. Denn Regierungshilfsorganisationen (Bertelsmannstiftung, Stiftung Wissenschaft und Politik, WZB, Infratest,…) und Nachrichtendienste haben nunmal die Möglichkeit und die Instrumente, die kognitiven und affektiven Abläufe in der Bevölkerung zu steuern und Menschen aufzuhetzen oder das Gegenteil zu bewirken und sind in der Lage die Folgen einer Politik vorherzusehen.

    4. Aus den Punkten 1-3 folgt nun eindeutig die politische Verantwortung. Sie liegt nicht bei denen, die Flüchtlingsbusse blockieren und auch nicht bei der AfD! Denken Sie mal alle darüber nach. Welche politische Handlungen und Entscheidungen hat die AfD getroffen? Wer hat Außenpoltik konzipiert und umgesetzt in dem Land hier und in den europäischen Dunkelkammern? Geheimdienstpraxis – was ist das eigentlich? Wer ist dafür politisch und rechtlich verantwortlich?
    Was ist die Definition von „Staatswohl“? Und kann Staatswohl im Gegensatz und Widerspruch zum Allgemeinwohl gedacht und praktiziert werden?

    5. Zu den Humanistischen Gegenpositionen. Diese sind im Krieg immer schwierig, verstehen Sie?
    Darüberhinaus ist es auch im menschlichen Interesse der vielen Nordafrikaner, Afghanen, Syrer und Iraker, ihnen hier keine falschen, also nichteinzuhaltende Versprechen zu machen, sie nicht psychisch und emotional verelenden zu lassen, sie von kriminellen Handlungen zu schützen und daher sie baldmöglichst in ihre Heimatländer zurückzubringen. Und zwar wenn nötig unter Gewalteinsatz.

    Was ich hier schreibe, wird in den meisten Ländern verstanden. Ob es Deutsche richtig verstehen, ist die Frage, die bleibt.

  2. mal wieder da schreibt:

    Heute abend gibt es drei Wahlergebnisse. Eine noch junge Partei ist im zweistelligen Bereich. Auch noch die Partei, bei der sich manche fragen, ob sie überhaupt verfassungsgemäß ist.
    Aber das erschreckendste: Um kurz nach 18 Uhr gab es bereits Ergebnisse. Welche Daten wurden hier ausgewertet? Erst um 18 Uhr dürfen nach den Wahlgesetzen die Urnen geöffnet werden. 5 Minuten später erste Ergebnisse, die auch noch zutreffend sind. Also wann und wo wurden welche Daten gesammelt, dass die Ergebnisse um kurz nach 18 Uhr schon mitgeteilt werden konnten?

    • kranich05 schreibt:

      Soweit ich weiss, werden Wähler kurz nach ihrer Stimmabgabe befragt, was sie gewählt haben. Danach kann man ein ziemlich genaues Bild schätzen, und das darf unmittelbar nach Schließung der Wahllokale (vorher nicht) veröffentlicht werden.

      • wieder da schreibt:

        Stimmt, so habe ich das als Kind gehört. Manchmal haben sich die bei den Wahlen verschätzt und es gab lustige Gesichter im Fernsehen, wenn dann plötzlich die Nachricht kam, dass die anderen gewonnen haben.
        Wenige Minuten nach 18 Uhr gibt es eine Prognose, die sich jetzt fast immer bestätigt.
        Liegt es wirklich daran, dass es früher so lange gedauert hat, bis die befragten WählerInnenmeinungen addiert waren?
        Oder werden heute andere Erkenntnisse genutzt? Welche Daten aus dem Cyberspace werden zur Wahlprognose verwendet?

        Ja, dass es keine Info an die Öffentlichkeit von dem Ergebnis der Berechnung gibt, glaube ich dir sofort. Aber wer erfährt es intern?
        Ich merke schon, ich glaube an den gläsernen Menschen und allmächtige PolitikerInnen und StrategInnen.

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