Elfriede verlangt Mäßigung – eigentlich eine passable Küchenweisheit,

aber warum weigert sie sich partout, EierZuckerSalz, Mehl und Quark auseinander zu halten? Wie soll dieser Kuchen gelingen?

Elfriede liebt Zitate. Den „Roten Wolf“ zieht sie nicht weniger als viermal hervor. Den schätzt sie wohl als Kronzeugen für Mäßigung.

E. ist sauer: „Namentliche Nennungen in der Öffentlichkeit entbehren jeden politischen Anstands…“ Stimmt. Das wusste schon Feeling B (1988, DDR).

Und die Kinder auf’m Hoff schmeißen immer mit Dreck. Da kann Tante Frieda nur noch schreien: „Schämt Euch! Sofort! Seid nicht so roh!“

Doch politisch Lied, ist garstig Lied. Warum wohl? Weil es die Schäbigen anzieht, die Giftspritzer, gar die Psychopathen?

Du willst genau hinsehen, El Friedensstifterin, doch leider schafft es Dein Durchblick nur bis zu den gekränkten oder kranken Seelen auf angeblich beiden Seiten. Geschenkt, auch solche Seelen dürften am Werk sein. (z. B., wenn sie Rainer Braun in die Pfanne hauen wollen, er sei ein Nazi-Förderer. DEN Link spare ich mir.) Viel bedauerlicher ist aber, dass Du die Gesunden, Solche, die ohne jede Bösartigkeit argumentieren, die zudem noch vorbildlich recherchieren, nicht wahrnimmst. Brauchst Du das Entsetzen über BEIDE Seiten, damit ein MediatorInnenplätzchen frei wird? Nein, vermutlich ist es unangenehmer. Die Böse-Buben-Schelte nach allen Seiten blockiert das Wichtigste – die Frage nach dem Grund der ganzen Chose.

Politisch Ding nämlich – und von nichts Anderem ist die Rede – ist tatsächlich garstig. Weil ganz und gar Widersprüchliches in eins kommt: ‚Polis‘ – der öffentliche Streit aller Personen und ‚Interesse‘ – das innerste, persönlichst Streben jedes/jeder Einzelnen zumindest nach Lebensbehauptung, öfter aber nach Macht.

Du erinnerst doch selbst, liebe Elfriede, an den Klassenfeind (wenn auch in wenig passendem Zusammenhang).

Lasst uns noch einmal genau hinhören. Denn, obwohl weder Pfaff, noch Minister, noch General hier in unserem Gemetzel (Dein passendes Wort) aktiv ist, WIR SELBST sind gemeint:

Unser „Gemetzel“ ist nicht „ausgebrochen“, wie das bekanntlich Kriege (gerne zwischen „Schlafwandlern“) zu tun pflegen. Es wurde bewusst gestartet. Von wem, wann, in welchem Organ ist dem Opablogger bekannt (und wird von ihm niemals verdrängt). Dir, Elfriede, ist es auch bekannt. Auf den betreffenden, in jeder Hinsicht provozierenden, unprovozierten Angriff im Verbandsorgan erfolgte eine abgewogene, kenntnisreiche, geistig-theoretisch überlegene, ausführliche Antwort des Freidenker-Vorsitzenden Klaus Hartmann. Schäbigkeiten, Beleidigungen, Giftspritzen usw. wird in dieser Antwort niemand finden, mit der dicksten Lupe nicht.

Wer diese, gleichsam offizielle Antwort der angegriffenen Seite von A bis Z ignoriert und sich lieber über die Häßlichkeit aller Beteiligten verbreitet – was tut der oder die? Wenn es ein Spiel ist, mir behagt es nicht.

Elfriede wollte „klare und vielleicht sogar klärende Worte“ finden, das Gegenteil von Gift spritzen. Ist Gift träufeln besser? Läuft es unter nett, dem „Eintagsüberflieger“ zu bescheinigen, dass er „hier und da mal nichts Falsches gesagt hat“?

Doch ich bremse mich, den eingestreuten Subtilitäten nachzuspüren. Zu Gunsten eines klaren Statements:

In elementaren Fragen wie der von Krieg und Frieden können wir (ich spreche von uns Freidenkern) nicht abseits stehen, dann stürzen wir uns lieber ins Schlachtgetümmel, auch auf das Risiko hin, Blessuren davon zu tragen. Hier geht es um nichts weniger, als ob die wenigen anttiimperialistischen Stimmen gegen den Krieg zum Verstummen gebracht, der Antifaschismus im Geiste Dimitroffs geschliffen, die Positionen einer internationalistischen Solidarität und der guten Beziehungen zu Russland abgeräumt werden sollen. Wer kann in dieser Auseinandersetzung abseits stehen?

Ist das bedenkenswert für Dich, El Friede, um den Feind heute zu erkennen?

Schön, dass Du an kluge Begriffe aus den alten Büchern erinnerst und an den Kampf gegen die da oben. Fatal aber wäre es, würde das gesicherte Wissen, derjenigen, die von der „grassierenden politischen Unbildung“ verschont sind, ihnen das Gesichtsfeld verengen.

Meinst Du, dass nach „bunten Revolutionen“ die Menge und blutigen zugehörigen „Menschenrechtskriegen“, die Frage zulässig ist, ob es vielleicht einen zivilgesellschaftlichen Menschenrechtsstreiter/Humanisten/Friedensaktivisten an Deiner Seite gibt, der im Sinne der Geschäftemacher da oben wirkt? Oder sollte die Frage „unter uns“ doch besser verboten werden?

Bevor ich’s vergesse: Natürlich gibt es betagte Wahrheiten. Beim oben verlinkten Brecht sind einige zu finden. Ewige Wahrheiten sind eher dünn gesät. Eine glaubst Du hier zu verkünden: „Danke, sagte der Verfassungsschutz, als er Namen und Adressen und Umfang von Spenden- und Mitgliedsbeiträgen aus den Friedensorganisation frei Haus geliefert bekam… Steht ja jetzt alles im Netz!“.

Ich muss Dich enttäuschen. Verfallsdatum dieser Wahrheit war irgendwann vor 30, 40 Jahren. Gib mir den Zugang zu den Datenbanken der betreffenden Finanzämter und ich habe die erwähnten Daten von den dreißig größten Friedensorganisationen heute Abend auf meinem Computer. Und jetzt sage bitte: „Der VS darf das aber nicht“, damit wir am Ende etwas zum Brüllen haben.

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