Vom großen, großen Land oder… Putin war’s!

polo

Es ist ein großes, großes, fast unvorstellbar großes Land.

Die deutschen Blitzkriegsspezialisten, nach dem faschistischen Überfall 1941, standen bekanntlich nach wenigen Monaten vor Moskau; 1600 km seit Berlin. Und Endstation. Und doch hatten sie damit gerade mal ein Viertel der Gesamtstrecke zurückgelegt.

Im großen, großen Land sagt man: „100 Kilometer sind keine Entfernung100 Jahre kein Alter und „sto Gramm“ (100 Milliliter) kein Wodka.“ 

Na sdorowje!

Im Westen, in der der „aufgeklärten Welt“, pflegt man die Überzeugung, dass die Leute im großen, großen Land (besonders die Führer) eine lange, lange Leitung haben. Zwar gab es einst den „Sputnikschock“. Die Hinterwäldler waren plötzlich Frühaufsteher, doch das ist in grauer Vorzeit passiert. Zwar haben sie kürzlich innerhalb von Stunden die antifaschistische Selbstbestimmung der Krim gesichert; ohne eine Schuss abzugeben, doch das… Hm, Hm. Egal. Jedenfalls ist Putin der Böse. Und er hat eine lange, lange Leitung, um nicht zu sagen, er ist strunzdumm. Das fällt besonders auf, wenn er jemanden ermorden will. Wurden früher Zaren ermordet, dann hat man sie einfach zersägt oder mit ihrer Schärpe erwürgt. Will Putin aber Litwinenko ermorden, dann geht das so:

„Versetzen wir uns also hinein in die FSB-Leute, die beschlossen haben, den Überläufer Litwinenko zu beseitigen. Dazu gibt es guten Grund. Litwinenko ist nach Großbritanien geflüchtet und schwärzt von dort in der großen Öffentlichkeit die russische Regierung, den FSB und Präsident Putin an. Töten wir ihn. Wie? Vielleicht indem wir ihm eine Kugel verpassen? Ne, zu einfach. Dann ist er sofort tot und sagt nichts mehr. Vergiften wir ihn lieber. Aber nicht mit einem der hundert schnell tötenden Gifte, die da drüben in unserem Schrank liegen (wir sind bei einem der furchbarsten Geheimdienste dieser Welt, wir haben solche Schränke). Dann ist er auch sofort tot und sagt nichts mehr.

Nein, nehmen wir etwas exotisches. Etwas strahlendes! Etwas mit Atomen ist immer gut, das löst gleich Panik aus, wenn nur einmal darüber berichtet wird. Und genau das wollen wir schließlich, wenn wir still und heimlich eine Person beseitigen wollen, nicht wahr? Gut. Und jetzt wählen wir die Dosis so, dass Litwinenko nicht sofort und nicht nach drei Tagen stirbt. Das wäre ja langweilig. Wir wählen eine niedrige Dosis, damit er sich wochenlang quält. Damit er wochenlang von britischen TV-Kameras belagert wird und noch höchstpersönlich uns beschuldigt, ihn vergiftet zu haben. Das ist ein guter Plan.“

Hier geht die Story weiter.

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