Nein zur NATO! – Ia, Ib, Ic

Ia

Die NATO hat sich zu der herausragenden militärisch-politischen Organisationsform zur Durchsetzung der Weltherrschaft des atlantischen Imperialismus entwickelt. Der Schwerpunkt der NATO liegt auf der atlantischen „Halbkugel“. Die NATO wird von den USA beherrscht und dient primär ihren imperialistischen Interessen. Sie schließt ein und bedient auch die Interessen der anderen Hauptmächte des atlantischen Imperialismus, natürlich auch des deutschen. Alle aggressiven Aktivitäten des US-Imperialismus und der anderen Mächte des NATO-Raums haben einen Bezug zur NATO. Fast immer ist es ein sehr direkter Bezug.

Ib

Daher ist die NATO der Hauptfeind aller am Frieden interessierten Kräfte, zumindest auf der atlantischen „Halbkugel“. Folglich muss jede Aktion der Friedenskräfte in eine offene und offensive Strategie gegen die NATO eingeordnet sein und der Durchsetzung dieser Strategie dienen. Friedenskräfte, die diese wesentliche Gegebenheit ignorieren bzw. zugunsten von Teilkämpfen missachten, können kein Maximum an Kräften gegen die Kriegsgefahr mobilisieren. Im schlimmsten Fall behindern sie sogar seine Herausbildung. Die Bemühungen der staatlichen Einflussnahme auf die Friedensbewegung sind genau auf eine solche Desorganisation gerichtet.

Ic

Wenn unter Ia und Ib die Sachverhalte zutreffend benannt sind (worüber mensch streiten mag), bleibt keinerlei Ermessensspielraum, für „etwas mehr“ oder „etwas weniger“ Anti-NATO-Kampf. Der Anti-NATO-Kampf ist das A und O, das Essential, das erste Axiom jeder Friedensbewegung, die der Wirklichkeit verpflichtet ist. ZweiflerInnen mögen sich von Eugen Drewermann aufklären lassen, hier aber auch hier. (Ob ein Herr Katastrophenbeschwörer Willms dem Herrn Drewermann „Querfront“ anhängen mag? Oder wenigstens „Antiamerikanismus“?)

…wird fortgesetzt…

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7 Antworten zu Nein zur NATO! – Ia, Ib, Ic

  1. Joachim Bode schreibt:

    Vorschlag:
    Aus gegebenem Anlaß sollte man in hier Deutschland vom deutschen Krieg in Syrien sprechen. Immerhin verteidigt sich der syrische Staat gegen militärische Angriffe anderer Staaten, zu denen jetzt auch Deutschland gehört.

    • kranich05 schreibt:

      Wir scheinen ja einig zu sein in der Einschätzung, dass der Krieg in Syrien kein Bürgerkrieg (mehr) ist (wenn er das je war).
      Ob dieser Krieg richtiger als „NATO-Krieg“ zu bezeichnen ist oder als „deutscher Krieg“, halte ich für keine dumme Frage.

  2. mal wieder da schreibt:

    https://www.die-partei.de/regierungsprogramm/
    Schade, dass die Empfehlungen der Partei außer Acht gelassen wurden. Was hätte wohl die Befragung wohl ergeben und wer wäre es gewesen?
    Müßten wir heute diskutieren, ob das Schießen in Syrien Krieg heisst? Gibt es eine alternative Bezeichnung dafür, wenn sich Menschen gegenseitig niederschießen und auch noch Menschen aus anderen Ländern dazu kommen und beim gegenseitigen Niederballern mitmachen?

    • kranich05 schreibt:

      „Die Partei“ halte ich nur sehr bedingt für wählbar 😉
      Sie hat wohl keine dicke, mit Staatsknete finanzierte, Parteistiftung. Wie soll ich da jemals einen auskömmlichen Posten finden? Außerdem sollte sie endlich einen unter qualifizierter Mitarbeit (z. B. von Jutta Ditfurth?) erstellten Wahrheitsbericht zu 9/11 vorlegen, der eindeutig die Mitschuld von Ken Jebsen erweist.

      • schon wieder da schreibt:

        Das Problem an dem Bericht wird sein, dass die dicke Parteistiftung fehlt. Ich habe mal gehört, die CSU in Bayern habe angeblich auf Staatskosten Umfragen gemacht, die dann für die Parteiarbeit ausgewertet wurden. Da hat die Partei natürlich schlechte Karten, auch noch nur im Europaparlament.
        Die Partei hat wirklich ein interessantes Programm, auch die Wahlversprechen bei den Stadtrat- und Gemeinderat-Wahlen klangen vielversprechend. Scheinbar will das Volk die beste Partei nur im Europaparlament vertreten haben. Oder ist sie doch in einem Kommunalparlament vertreten?

  3. Theresa Bruckmann schreibt:

    Ganz klar: Es gibt keinen Frieden mit der heutigen NATO.
    Es scheint in Deutschland aber auch einen militärisch-industriellen
    Komplex zu geben, der Krieg willt!
    Das ist doppelt schlimm!
    Mal sehen, wie weit diese Kriegstreiber sich auf der kommenden
    Münchener Sicherheitskonferenz (12.-14.02.2016) aus der Deckung begeben!
    Vor dieser Veranstaltung ist mir Angst und Bange.
    2014 wurde das Machwerk „Neue Macht und Verantwortung …“ Drehbuch für
    die Militarisierung unserer Gesellschaft vorgestellt.
    Was mussten wir seitdem daraus über uns ergehen lassen: von Gauck,
    v.d.Leyen, Merkel und Steinmeier.
    2015 war man dann schon „nahe an der Praxis angelangt“ (Ukraine und
    Merkels Putin-Anklagen, um die EU-Partner auf Sanktionen einzu-
    stimmen).

    Was mögen sie auf der Münchener SiKo 2016 verzapfen????

    Ich war eine der letzten, die kapiert haben, dass die NATO keine Friedens-
    bewahrungseinrichtung (mehr) ist.
    Heute habe ich kein Problem damit zu sagen, dass Frieden und NATO sich
    ausschließen. (Waffenstillstand und pures Säbelrasseln mögen manche schon als
    Frieden ansehen).
    Auch die Einrichtungen Ramstein, Africom in Stuttgart und Kalkar (JAPCC,
    Joint Air Power Competence Center) dienen keinen anderen als aggressiven
    Zielen.

    Betrachtet man die NATO als militärischen Arm des Neoliberalismus,
    dessen Austeritäts-Agenda Europa auseinander zu sprengen droht, dann sehe
    ich mindestens 3 Initativen, die am Laufen sind und positive Veränderungen
    bringen werden:
    Da ist zum einen „Plan B“. Ursprünglich als anderes Schuldenregime gedacht
    (Griechenland, Varoufakis u.a.) – Diese Gruppe tagte am vergangenen Wochenende
    in Paris. Sollte sich die Richtung durchsetzen, wie sie Oskar Lafontaine vertritt,
    nämlich dass es notwendig ist, neue europäische Verträge und Institutionen auf-
    zustellen, dann würde sich mit diesem menschlichen, solidarischen Europa ganz
    selbstverständlich auch eine andere Außenpolitik ergeben.
    Die EU ist antidemokratisch und neoliberal angelegt. (Geheimverträge wie TTIP,
    CETA, TISA), auch sog. qualifizierte Mehrheiten bei EU-Beschlüssen – 35 %
    reichen aus (Deutschland hat aufgrund seiner Bevölkerungszahl schon 19 %, so
    dass es wenig Unterstützung bedarf um deutsche Interessen gegen 20 u. mehr Mitgliedsstaaten durchzusetzen) gehören dazu).

    Zum anderen findet am 09. Februar 2016 in der Berlinder Volksbühne am Rosa-
    Luxemburg-Platz erstmalig die Tagung der pan-europäischen Bewegung DiEM 25 (Democracy in Europa Movement 2025) statt, Sie hat ein einfaches, aber radikales
    Ziel: Europa zu demokrtisieren!

    Und Albrecht Müller hat in seinen NachdenkSeiten vom 15. Januar 2016 unter der
    Überschrift „Schwierige, aber notwendige Korrekturen des Blicks auf gesellschafts-
    politische Alternativen (A) auf die USA (B) die Konfliktlösung per Krieg (C) und
    die spürbare Krise der Demokratie (D)“ ein Projekt angestoßen und seine Über-
    legungen zu (A) und (B) darin bereits vorgestellt, (C) und (D) werden folgen.

    Alle diese Initiativen werden sich entwickeln, brauchen aber Zeit.
    Bis dahin müssen wir bei dem was derzeit abläuft, kritisch bleiben und dürfen
    uns vor allem nicht daran gewöhnen, dass nun einmal „Krieg ist“.
    Krieg ist menschenverachtend und keine Basis für ein gedeihliches Zusammen-
    leben von Menschen. Es gibt einfach nichts, was einen Angriffskrieg recht-
    fertigt!

    LINKS:

    Lafontaine & Gesine Schwan, VIDEO Brauchen wir einen Plan B?

    http://www.maskenfall.de/?p=10222
    Jascha Jaworski, am 16.01.2016 in Maskenfall,
    Plan B und DiEM 25: Demokratisierung und soziale
    Perspektive gegen ein Europa der Misanthropie

    http://www.nachdenkseiten.de/?paged=3


    Harald Schumann Festrede zu 10 Jahre Lobbycontrol

    http://www.br.de/nachrichten/inhalt/sicherheitskonferenz-muenchen-2015-100.html
    http://www.br.de/nachrichten/sicherheitskonferenz-muenchen-samstag-100.html
    http://www.nachdenkseiten.de/?paged=3

  4. Theresa Bruckmann schreibt:

    Die Reden auf der Pariser Plan B-Konferenz sind überwiegend in
    Französisch gehalten:
    https://www.youtube.com/channel/UCS3lp_kFU55XSYGzUenEqlg/
    Leider bin ich in Fremdsprachen unbegabt. Ich hoffe also auf eine
    deutsche Übersetzung insbes. des Latontaine-Vortrages.
    Den Aufruf zur Plan B – Kampagne gibt es aber in Deutsch:
    https://www.euro-planb.eu/?page_id=99&lang=de

    Auf ein Highlight im Netz stieß ich heute mit::
    KenFM im Gespräch mit Prof. Dr. Gregor Schirmer,
    einem Völkerrechtler zum Thema „der Aufstieg der EU zur Militärmacht“.
    http://kenfm.de/kenfm-im-gespraech-mit-gregor-schirmer-der-aufstieg-der-eu-zur-militaermacht/
    Das Gespräch vermittelt nicht nur viele neue Einsichten.
    Prof. Schirmer ist erfrischend geradlinig, hat offenbar Kants Erkenntnistheorie
    verinnerlicht – vom Logikstandpunkt her ein Genuss.
    Ihm beim Nachdenken zuzusehen ist höchst spannend,;er drückt sich vor keiner
    Antwort, sagt manchmal schlicht „ja“ zu einem Vorschlag oder auch „kann ich
    nicht wissen“.

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