Prominente Terroristin in Paris entdeckt?

Oder, falls nicht Terroristin, dann  zumindest Hysterikerin!

Als ich Dieses in den „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ (DWN) las, dachte ich: „Aufgemerkt! Da beginnen welche ernsthaft, sich einzuschießen.“ Zugleich weiss ich, dass die DWN öfter mal das Gras wachsen hören…

Also blickte ich mal zu SPON hinüber, um zu sehen, was die „Qualitätspresse“ aus der Meldung macht. Meine Erwartungen wurden übertroffen: Danach ist besagte Prominente nicht nur mehr oder weniger Terroristin, sondern auch noch, wenn sie sich drastisch wehrt, ein hysterisches Frauenzimmer.

Ich verspreche, dass ich den vorgestanzten Urteilen über diese Prominente und ihre Partei hier im Blog keinen Raum geben werde. Ich werde mich um konkrete Informationen bemühen. („Konkret“ ist, wie wir von Hegel wissen, die „Einheit des Mannigfaltigen“.) Und dann sehen wir weiter.

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19 Antworten zu Prominente Terroristin in Paris entdeckt?

  1. Joachim Bode schreibt:

    Zum Konkreten:
    Über die praktische Politik des FN weiß ich nix. Vielleicht gibt es auch nicht viel dazu, weil die entsprechenden Gelegenheiten in der Praxis bisher fehlten. Das wird sich in Zukunft höchstwahrscheinlich ändern – Dank den „Sozialisten“ unter Hollande und den Republikanern Sarkozys, die mit ihrer Politik dem FN den Boden bereiten.

    Zum Theoretischen:
    Hierzu sollte man sich – nicht nur – folgende Rede der Parteichefin Marine Le Pen im Europaparlament ansehen:

    Diese Abrechnung mit Merkels und Hollandes Politik „hat ´was….“

    Wohlgemerkt: Ich beabsichtige nicht, eine sogen. Querfront zu behaupten oder aufzumachen. Aber Kritik an Merkel und deren Politik wird nicht allein dadurch falsch, dass sie von unerwünschter Seite kommt.

    Übrigens:
    Die durch Le Pen veröffentlichen Szenen waren mir schon vorher bekannt. Sie sind ohne weiteres im Netz abrufbar.

    • kranich05 schreibt:

      Nachdem ich seit der Montagsmahnwachenzeit mitgekriegt habe, wie demagogisch mit dem Vorwurf „Antisemit“ oder „rechtslastig“ umgegangen wird, nachdem ich seit einem Jahr mitkriege, wie einerseits die traditionelle Linke und trad. Friedensbewegung absolut systemkonform geworden ist und (und alles wegbeisst, was dabei nicht mitmacht) nachdem ich schließlich schrittweise zu der Überzeugung komme, dass VIEL gründlichere Überlegungen zur Nationalen Frage in heutiger Zeit nötig sind (das Thema wird im Blog bald seinen Raum bekommen), nach alldem ist klar, dass ich auch bei le Pen genauer hinschaue.
      sine ira et studio. Nicht unbedingt so, wie hier: http://elynitthria.net/

      Hier eine ziemlich objektive Betrachtung: http://library.fes.de/pdf-files/id/10640.pdf

  2. Joachim Bode schreibt:

    Auch hier Anregungen zur Wahrnehmung „nationaler Interessen“ (ungefähr ab Minute 17…):

    Für mich war übrigens neu, dass die Gesetzesentwürfe des Bundestags über die Tische US-amerikanischer Anwaltskanzleien gehen…. Aber kein Wunder, bei DEM Personal in Berlin….

  3. Joachim Bode schreibt:

    Was den angeblichen Waffenfund anbelangt:
    Typische Geheimdienstarbeit! Wie im Bilderbuch….

    Wem nützt es? Na klar….

  4. Julia Bleek schreibt:

    Zu Kranich05 um 23:11:
    Solange sich die linken Kräfte gegenseitig zerfleischen, wird es zu keinen Großdemos à la Bonn frühe 80er Jahre mehr kommen. Wenn die linke Presse wie „ak-Zeitung für linke Debatte und Praxis“ den Journalisten Ken Jebsen als rechten Demagogen hinstellt, dann weiß ich auch nicht weiter, wie Friedensaktivisten jemals wieder in großer Zahl zusammen kommen wollen.

    • kranich05 schreibt:

      Wir, eine Gruppe der Berliner Freidenker, (die Freidenker sind stolz darauf, eine der ältesten Friedensorganisationen zu sein) haben heute genau darüber beraten, wie wir zu einer großen mächtigen Friedensbewegung beitragen können. Und wir haben beschlossen, mit Ken Jebsen im März genau diese Frage gemeinsam öffentlich zu beraten.

      • Eugen schreibt:

        Zwei kurze Nachfragen:
        1. Wieso erst im März ? Bis dahin wird schon wieder viel Blut den Euphrat und Tigris hinuntergeflossen sein – wenn nicht schlimmeres.

        2. Ein leidiges Thema wird unzweifelhaft erneut behandelt werden müssen: Dürfen Konservative Teil der Friednsbewegung sein ? Dürfte ein Herr Gauland, ein Herr Wimmer oder ein „Wanderer zw. den Welten“ wie Herr Elsässer dort Teilnahme finden ?

        Oder die noch entscheidenere Frage: was ist im 21. Jahr. eigentlich ein Konservativer ? Ein Oskar Lafontaine, der zurück in den Sozialstaat des 20. Jahr. möchte „Sozialkonservativ“, oder ein Wertkonservativer wie Gauland, der zur „Stahlhelmfraktion“ der hessischen CDU gehörte ??

        • Joachim Bode schreibt:

          Ich würde mich sehr geehrt fühlen, wenn ich auf einer Friedens-Demo z.B. Herrn Wimmer neben mir sehen würde – auch wenn mir einige seiner früheren Positionen (70er- bis in die 80er Jahre hinein) aufgestoßen sind.
          Wer meint, auf solche Kaliber im Friedenskampf verzichten zu können, der kann auch gleich zu Hause bleiben. Mehr als eine harmlose Splittergruppe wird´s dann nicht. Selbst der Verfassungsschutz könnte es sich ersparen, V-Leute zu entsenden….

        • kranich05 schreibt:

          Eugen,
          gegen Ihr “ Wieso erst im März ?“ möchte ich ein wenig provozieren 😉
          Es ist völlig bedeutungslos, ob Sie, ich, wir im Januar, März oder Dezember das Richtige tun.
          Die Erde dreht sich.
          „Voll mit Sternen und wohl wenig bekümmert um uns. http://www.pinselpark.de/literatur/h/hoelderlin/poem/ringsumneu.html

  5. nils schreibt:

    Ja, auch wenn’s von Rechten kommt und klug sollten wir es zur Kenntnis nehmen.
    Nein, wenn es darum geht ob es uns in der Klassenauseinandersetzung nützt oder ob es gar Bündnisse geben kann. War es nicht so, das die Geschichte der Menschheit die Geschichte der Klassenauseinandersetzungen ist? Tritt die hinter die Friedensfrage zurück? Ich meine nein. Der gravierende Irrsinn unserer Zeit auch und vor allem in der Linken ( ich mag sie kaum noch so nennen) ist in der gänzlich fehlorientierenden Friedenspolitik der 80 Jahre angelegt. Jeder noch so reaktionäre Arsch wurde umarmt wenn er nur bereit war einen Aufruf für den ‚Frieden‘ zu unterzeichnen. Klassenpositionen wurden zugunsten vermeintlich breiter Bündnisse aufgegeben.Die DKP hat sich bis heute nicht von den Folgen dieser Politik erholt. Damals erklärten Leitungsfunktionäre, die 1989/1990 schneller aus der Partei austraten als man gucken konnte, die brei-li-büs sprich breiten linken Bündnisse seien Ausdruck des gewachsenen Masseneinflusses der Partei. Haben wir uns damals in der SDAJ drüber kaputtgelacht. Ja, die Lage ist verzweifelt! Aber dies darf nicht dazu führen das nun alle Koordinaten aufgegeben werden. Mit großer Sorge kann mensch dies in den verschiedenen Blogs z.b saker beobachten. Immer mehr sind diese ideologisch beliebig. Dabei gilt es: Wenn die Zeit so ist, das wir aus dem Strom der selben hinausgeworfen sind, so MÜSSEN wir objektiv in diesem Moment eine sektiererische Position einnehmen. Wenn diese Idee aber die Realität abbildet und damit eine der gesellschaftlichen Realität entsprechende adäquate Praxis möglich macht, wird sie, weil der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen ist(ok,ok mir kommen da auch manchmal Zweifel), nicht mehr sektiererisch bleiben sondern, zur materiellen Gewalt. Es bleibt dabei: Keine revolutionäre Praxis ohne die revolutionäre Theorie( Theorie heißt hier: Verstehen was weltgeschichtlich zur Zeit passiert).

    • Dian schreibt:

      Danke Nils. Ich habe es gern noch deutlicher: der Kampf für den Frieden und für den Sozialismus ist ein und derselbe – wenn er denn ehrlich ist. Und im letzten Satz sollte es statt „revolutionäre Theorie“ revolutionäre Partei heißen, deren Mitglieder nicht nur eine solche eint, sondern welche damit auch die Führung übernehmen – der Arbeiterklasse. „brei-li-büs“ – köstlich.

      • kranich05 schreibt:

        Lenins Lehre von der Avantgarde-Partei ist mir wohlbekannt. Ohne diese Partei keine Oktoberrevolution! Die tatsächliche Partei aber (die „Avantgarde-Partei“ in der Praxis) war aber auch die Zerstörerin der Oktoberrevolution bzw. des Realsozialismus.
        Befreiung wird erst möglich, wenn JEDER und JEDE Partei ist.

        • Dian schreibt:

          Auch wenn der Erfinder des Schiffes auch der des Schiffbruches ist, so dürfte es kaum eine bessere Erfindung zur Überwindung des großen Wassers geben als jenes, vielleicht stabileres Schiff. Warum sollte gerade in dieser für die Menschkeit so wichtigen Frage (des Sozialismus) die Dialektik und damit die Entwicklung negiert werden.
          So wie eine revolutionäre Partei die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten in der Revolution zu führen hat, so hat die Arbeiterklasse die Aufgabe, die Partei stets vor sich her zu treiben. Sie darf nicht die Macht an die Partei abgeben, so wie in Russland spätestens mit Lenins Tod. Arbeiterräte waren leider nur eine kurze Episode …

    • kranich05 schreibt:

      Ich teile die Forderung, die Begriffe „Klasse“, „KLassenkampf“ ernst zu nehmen. Es gibt viel zu viel gewichtige historische Erfahrungen, um sie einfach wegzuschmeißen. (Den positiven Höhepunkt dieser historischen Erfahrungen sehe ich im Sieg der Oktoberrevolution, mit dem tatsächlich die Tür zum Kapitel 2 der Menschheitsgeschichte aufgestoßen wurde.)
      Es gibt aber zugleich viel zu viel historische Erfahrungen, um diese Begriffe einfach so weiter zu benutzen, wie sie von Marx, Engels oder Lenin benutzt wurden. Die historische Erfahrung, dass der Realsozialismus die erwähnte Tür zu Kapitel 2 wieder zugeschlagen hat, darf ebenfalls nicht ignoriert werden.
      Um es zugespitzt zu sagen: Die Hoffnung auf eine „Befreiung der Menschheit“ dadurch, dass das Proletariat seine „historische Mission“ erfüllt, ist keine Hoffnung. Sie ist ein Irrglaube, nicht weit entfernt von Religiosität.
      Konkret: Wir müssen auf das Sorgfältigste analysieren, welches die Kriegsinteressen sind, wer sie vertritt. Dabei hilft uns die Klassentheorie. Ich sehe diese Interessen heute konzentriert in dem, was ich hier im Blog immer GGG nenne – das Ganz Große Geld, die Superreichen, den „Glutkern“.
      Es gibt derzeit zwar keinen Weg, deren Macht zu brechen. Das ist aber kein Grund zu Passivität. Die Masse aller Menschen, deren Interessen im Gegensatz zu den Genannten, dem GGG, stehen – das sind alle Menschen, die einfach leben wollen – muss sich aufklären und organisieren und tätlich werden. Wer in diesem Sinne effektiv handelt, ist mir willkommen – als Ideengeber oder/und als Bündnispartner.
      Die überkommenen Einteilungen in Proletarier, Kleinbürger, Großbürger, Linker, Rechter usw. sind immer bedeutungsleerer. Diese Begriffe haben heute eine schlechte Abstraktheit. Ich plädiere für eine neue (zukunftsträchtige) Konkretheit unserer Begriffe.

      • Julia Bleek schreibt:

        Ich sehe es ganz wie Kranich05 und freue mich sehr über dessen Ankündigung, dass im März (besser überhaupt als gar nicht, oder?) etwas Großes auf die Beine gestellt werden soll. Lasst es uns wissen, wenn’s losgeht. Ich würde gern aktiv werden!
        Ich denke, dass Begriffe wie Revolution oder Klassenkampf zwar wichtig sind, aber keineswegs Grundlage für eine Friedensbewegung sein sollten. Dazu sind sie viel zu vorurteilsbehaftet (aus Richtung der Konservativen, der „Mitte“ und vielen mehr) und zu wenig akzeptiert. Was ich damit sagen will, ist, dass es sich eine Friedensbewegung nicht leisten kann (es sei denn man marschiert mit ein paar alten „Veteranen“ der alten DKP oder SDAJ als zersplittertes Häufchen auf, wie J. Bode es oben angesprochen hat), sich in eine so kleine Ecke zu stellen. Sie kann/sollte nicht einfach all die verprellen, die aus der „Mitte“ kommen und für den Frieden sind. Schaut euch an, wie viele von Grünen und SPD gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien gestimmt haben! Soll auf all jene verzichtet werden? Genauso wie Willy Wimmer, über dessen Teilnahme diskutiert werden soll: Wer sich seine aktuellen Positionen anhört/liest, weiß, dass er, im Gegensatz zu den allermeisten aus der CDU, klar für den Frieden ist und die aktuellen Entwicklungen aufs Heftigste kritisiert, inklusive Frau Merkel.
        Ich verweise damit auch auf das Aktionsbündnis „Wir sind Deutschland“ in Plauen. Zwar wird ihnen vorgeworfen, der Pegida-Bewegung nahe zu stehen, jedoch stehen sie ganz klar für Frieden und werden eine immer größere Bewegung. Genau wie die Montagsmahnwachen für den Frieden wäre es unklug, diese Leute auszuschließen. Man müsste bei der Gründung einer richtig breiten Bewegung wirklich pragmatisch und nicht dogmatisch vorgehen, denn sonst wird es so weiter gehen wie bisher: Alle „Linken“ zerfleischen sich in gegenseitigen Vorwürfen, wer aus welcher Ecke kommt und wer alles mitmachen darf und wer nicht. Das haben wir jetzt lange genug beobachten können. Den Kriegstreibern kann das nur Recht sein. So können sie ungehindert ihre Kriege anzetteln unter dem BEISTAND der gesamten Bevölkerung! (Denn alle, die nichts dagegen unternehmen, scheinen dafür zu sein!)

  6. Julia Bleek schreibt:

    @Kranich05: Wer sind denn eigentlich diese „Freidenker“ aus Berlin? Ich fand diese Idee mit dem Handzettel sehr gut. War die von Ihnen?

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