Demokraten müssen den antifaschistischen Krieg unterstützen

„Küßt die Faschisten…“

Krieg ist eine ernste Sache. Darüber sollte mensch gründlich nachdenken und jede Leichtfertigkeit und jedes Wunschdenken vermeiden. Der russische Blogger Analitik etwa, gibt dafür ein Beispiel.

Zugleich ist es notwendig, keine „Mauschelei im Halbdunkel“ zuzulassen. Das „Vergessen“ entscheidender Tatsachen, das Erzeugen eines verzerrten Bildes, humanistisches Pathos – aber hohl… all das ist Gift für den Friedenskampf. Dafür geben leider bekannte FunktionärInnen der traditionellen Friedensbewegung und der Linken aktuelle Beispiele. Einige Namen: Lühr Henken, Otmar Steinbicker, Thomas Carl Schwoerer, (DFG-VK), Reiner Braun,  Sarah Wagenknecht.

Das Argumentationsmuster ist immer dasselbe: Hollande gibt die Kriegsparole aus/Wir sind gegen jeden Krieg/Krieg macht alles schlimmer.

Natürlich müssen wir Friedensfreunde gegen imperialistischen Krieg sein, gegen faschistischen Krieg sein. Und ja, es gibt Radikalpazifisten, die darüber hinaus gegen jeden Krieg sind, also gleichgültig ob dieser faschistisch oder antifaschistisch ist.

Der letztgenannte Standpunkt mag ehrenwert sein. Dennoch teile ich ihn nicht, und ich glaube auch nicht, dass er die verbindliche Position ALLER Friedensbewegten, also aller Menschen und Organisationen ist, die sich für den Frieden einsetzen.

Unstrittig sollte es sein, dass jemand, der gegen imperialistischen oder faschistischen Krieg ist, einen solchen Krieg genau definieren, analysieren, benennen muss. Das tun die oben aufgezählten Friedensfreunde nicht. Lenin hat das im ersten Weltkrieg in klassischer Weise getan. Seitdem ist es gesicherte Erkenntnis der Antimperialisten, NICHT die Position des „eigenen“ nationalen Imperialismus gegen den Imperialismus eines anderen Landes zu unterstützen.

Kennen die genannten Friedensbewegten den antiimperialistischen Krieg, den antifaschistischen Krieg oder kennen sie ihn nicht? Auf diese Frage antworten sie nicht. Sie drücken sich vor der wichtigsten Frage.

War etwa der Antihitlerkrieg eine bedauerliche Übertreibung und die Beschwichtigungspolitik Englands und Frankreichs der leider nicht konsequent genug verfolgte humanistische Pfad? Niemand der Genannten bemüht die historische Parallele.

Schlagen sie den (imperialistischen) Hollande-Sack, und meinen sie in Wirklichkeit den (nichtimperialistischen) Putin-Esel?… – in Fortführung ihrer proimperialistischen Äquidistanzpolitik aus Ukrainetagen, die die Friedensbewegung zur Orientierungs- und Hilflosigkeit verurteilte?

Daesh ist ein neues faschistisches Regime.

((Für alle die Leute, die gern über „IS“  friedensbewegt philosophieren, für die Leute, die das Mantra leiern: „Verhandel, verhandeln, bloß nicht schießen!“, setze ich ausnahmsweise diesen Link zum Weblog der Künstlerin Ursula Behr/Lurusa Gross (ihre Homepage hier, siehe auch im alten opablog). Ich setze diesen Link, damit keiner sagen kann: „DAS haben wir nicht gewusst.“ Alle anderen Leserinnen und Leser sollten sich diesen Link ersparen.))  

Richtig, es genügt nicht, das einfach zu behaupten. Es muss begründet werden:

  • Daesh ist eine Gründung/Verkörperung in Staatsform der „am meisten aggressiven, am meisten imperialistischen Fraktionen des internationalen Finanzkapitals“.
  • Daesh propagiert und praktiziert eine terroristische Politik nach innen, wie nach außen.
  • Daesh propagiert und praktiziert eine aggressive Welteroberungsstrategie unter Einschluss des „totalen Krieges“.
  • Daesh propagiert und praktiziert nicht schlechthin die Ungleichheit der Menschen, sondern verfolgt aktiv eine Politik und Praxis der „Vernichtung unwerten Lebens“.

Die atlantische Kriegspartei samt ihren regionalen Tentakeln in der Türkei, Katar, Saudi-Arabien, Ukraine ist eine extremistische imperialistische Fraktion, die sich nicht nur massiv des neuen Faschismus/Daesh bedient, sondern auch bis zu gewissen Graden mit ihnen verschmilzt.

Die derzeitige russische Politik der militärischen Zerschlagung von Daesh im Kriegsbündnis mit Syrien und ALLEN die bereit sind, wirklich für dieses Ziel zu kämpfen, ist die einzige rationale und humanistische Antwort auf die Kriegsfrage heute. Diese Politik müssen Demokraten, Antiimperialsiten, Antifaschisten, Friedenskämpfer k0nsequent unterstützen.

In welchen konkreten Formen das geschehen kann, bedarf der Diskussion! Es bedeutet keinesfalls, dass die Bundeswehr zur antifaschistischen Armee erklärt in Syrien einmarschiert. Aber auch wenn sie nicht einmarschiert, sondern „nur“ aufklärt oder in anderer Weise Unterstützung leistet – in jedem Falle würde es sich, wenn die vorherige Genehmigung durch die syrische Regierung nicht eingeholt wird, um einen direkten Völkerrechtsbruch und aggressiven Akt handeln. 

Mit der russischen Position solidarisiere ich mich voll und ganz. Ich bin froh, dass es in Deutschland heute Friedensbewegte mit großer Ausstrahlung gibt, z. B. Ken Jebsen, die die genannten Erklärungen der genannten friedensbewegten Leute dorthin rücken, wo sie (bestenfalls) hingehören – ins Abseits.

 

Die atlantische Kriegspartei hält Kurs.

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2 Antworten zu Demokraten müssen den antifaschistischen Krieg unterstützen

  1. Ostfrieslanduwe schreibt:

    Den vorletzten Absatz deines Beitrags unterschreib ich. Anders gehts nicht.
    Gruß
    OStFw. d.R Uwe B.

  2. Pingback: noch achtsamer | opablog

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