Schlacht um die „Schutzzone“?

Kommt es in dem knapp hundert Kilometer breiten Streifen syrischen Gebiets entlang der türkischen Grenze zwischen dem Kurdengebiet im Westen (mit Verlängerung bis zur Mittelmeerküste) und dem Kurdengebiet  östlich (Kobani) zu einem Schlagabtausch, der zum Zünder für alles Weitere werden kann?

Grenzabschnitt
Grenzabschnitt legende

Mit dem Verlust dieses „Einfallstores“ kann Erdogan alle seine Träume der Einverleibung Syriens begraben und sieht sich zudem der Gefahr einer auch territorial geschlossenen kurdischen Macht gegenüber.

Die Blockierung, gar Ausschaltung, Erdogans im Syrienkrieg bedeutet für die amerikanische Kriegspartei mehr als den Verlust ihrer Speerspitze, eher den Verlust des mächtigsten Players US-amerikanischer Interessen vor Ort.

Für Russland, Syrien, Iran würde die Unfähigkeit dieses „Einfallstor“ zu schließen die Unfähigkeit bedeuten, den Syrienkrieg soweit zu entscheiden, dass eine politische Lösung erzwungen werden kann. Wenn es nicht zur politischen Syrienlösung kommt, kommt es absehbar zum noch größeren kaukasischen und mittelasiatischen Krieg gegen Russland und China.

Dank des Banditen Erdogan und seiner USA-Hintermänner und -frauen ist eine brandheiße Entscheidungssituation eingetreten. Unser „Schicksal“ liegt in der Hand der russischen Führung. Ich hoffe, dass dort das intellektuelle Vermögen und die militärische Stärke + eine Portion Weisheit vorhanden sind, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die atlantische Kriegspartei muss gestoppt werden.

Deutschlands ganzes Gewicht in der Waagschale gegen die Faschisten könnte Großes bewirken. Leider ein Wunschtraum.

 

Die atlantische Kriegspartei hält Kurs.

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3 Antworten zu Schlacht um die „Schutzzone“?

  1. claudia-sckaer@t-online.de schreibt:

    Sehe das auch so. Wer macht eine Petition?

  2. Vernon schreibt:

    Vielleicht ließen sich die Turkmenen dazu überreden, sich aus dem Konflikt heraus zu halten. Aus militärischer Sicht ist ein derartiger „instabiler“ Zustand in dieser Region problematisch, die Turkmenen sind sich nicht im klaren, dass sie evtl. unter Herrschaft des IS geraten könnten. Aus dieser Sicht wäre ein Einsatz von Bodentruppen durch Russland argumentierbar, um die Turkmenen „zu schützen“., oder auch, um den Mörder des russischen Piloten zu finden. Damit wäre auch die türkische Unterstützung der Anti-Assad-Rebellen unterbunden. Es kommt nun drauf an, wer zu erst hier eine „Schutzzone“ ausruft! Aber ohne Zustimmung von Assad kann dies nicht erfolgen, ein Eingriff von außen, z. B. der Türkei, wäre völkerrechtswidrig und würde von Rußland nicht akzeptiert werden. Eine spannende Situation!

  3. youth gone wild schreibt:

    Warum soll Syrien eine Schutzzone im eigenen Land ausrufen? Gehts noch? Ws genau fehlt den Turkmenen denn im bisherigen Syrien, haben sie auch schon zuvor auf ihre Misere aufmerkasam gemacht?
    „Turkmenen“ ist ein billiges Propagandasprech um die türkische Bevölkerung davon zu überzeugen, daß hier eine territoriale Erweiterung des türkischen Gebiets nötig/gerechtfertigt ist. Ungefähr so, als würde man die Ostpreussen oder Elsässer heim ins Reich holen – nur, daß das hierzulande einen Aufschrei gäbe, den man noch nie gesehen hat, während derartiger Nationalismus (Turkmenen/Türken BrüderVÖLK(wehe, man nimmt dieses Wort in D in den Mund!)ER) in TR völlig normal ist.

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