Diskussionsversuch für den Frieden

Das Tema „FriedensBEWEGUNG“ war (mit einigen Ausnahmen) jahrlang gut zur Ruhe gebettet. Mit der Entstehung der Montagsmahnwachen war es damit vorbei und ist es vorbei bis heute. Nach der langwierigen Beendigung der Initiative „Friedenswinter 2014/2015“ führten verschiedene Diskussionsstränge zu verschiedenen Ergebnissen, u. a. zu diesem Aufruf

Sagt NEIN, ächtet Aggressionen, bannt die Weltkriegsgefahr!

mit den Kernforderungen:

  • NATO-Vertrag kündigen!
  • Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte kündigen!
  • Mit Russland kooperieren!
  • Eine grundsätzlich andere, friedliche Außenpolitik gestalten!
  • Die Unterwerfung unter „supranationale“ Instanzen des Finanzkapitals beenden!

DEUTSCHLAND RAUS AUS DER NATO – NATO RAUS AUS DEUTSCHLAND

In meinen Augen und nach meiner Kenntnis stellt dieser Aufruf die zielklar-grundsätzlichste und offensivste Positionierung in der deutschen Friedensbewegung des Jahres 2015 dar. (Gern lasse ich mich eines Besseren belehren.)

Dieser Aufruf, der bekanntlich vom Deutschen Freidenker-Verband und vom Bundesverband Arbeiterfotografie im Juli 2015 initiiert wurde, wird von 59 Gruppen und Organisationen mitgetragen und ist bis jetzt von 851 Einzelpersonen unterzeichnet worden. Selbstredend sind solche Zahlen viel zu gering. In Wirklichkeit aber, weil wir nämlich fast bei Null angefangen haben, sind sie ein unerwartet großer Anfangserfolg.

Ich meine, wir haben eine Hausnummer, ein Dach. Machen wir ein richtiges Haus daraus! Diesem ersten Schritt sollten energisch die nächsten weiteren folgen. Mit welchem Ziel? Na z. B., die Zahl der Unterstützer bis zum Juli 2016 zu verzehnfachen.

Was braucht es? Sicher keine Aktionskonferenz auf der Überzeugte den Überzeugten zurufen, was zu tun sei. Aber eine gemeinsame Beratung, einen Erfahrungsaustausch würde ich mir sehr wünschen. Ich würde z. B. sehr gern genau wissen, wie der Erfolg zustande gekommen ist. Vermutlich haben Klaus v. Raussendorff und Anneliese und Andreas von Arbeiterfotografie hervorragenden Anteil daran. Aber Genaues, woanders Anwendbares, Übertragbares kenne ich nicht.

Müsste nicht eine Art Handlungsleitfaden her, damit wir unseren Aufruf systematisch mehr in die Breite tragen können? Was müsste getan werden? Mit wem die Zusammenarbeit suchen? Wer könnte es tun? Sollte es zu alldem nicht einen laufenden Erfahrungsaustausch (ohne tagelanges Reisen durchs Land) geben? Wie wäre der zu organisieren?

Es ist kostbar, dass es heute in der Friedensbewegung wieder eine Initiative gibt, die laut und geradeaus spricht und sich nicht verbiegt, um zögernder eventueller BundesgenossInnen willen. Streitfreudig sollten wir sein, wenn wir unsere ureigene, wohlbegründete Position vertreten. Vielleicht finden das manche Unentschlossenen attraktiv.

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