Opas Holzaktion

Morgen fahren wir in Urlaub. (Für’s Bloggen wird es wohl kaum Auswirkungen haben.) Unklar war mir, ob ich die fällige Holzaktion noch vor dem Urlaub schaffen würde. Nun aber darf ich sagen: Alles geschafft!

Für diejenigen, die hier noch nicht lange mitlesen: Das Heizen mit Holz im selbstgebauten Grundofen ist mir ein Lieblingsthema. Bin ja auch stolz darauf, dass das ganze Konzept seit nunmehr vielen Jahren einwandfrei funktioniert.

Nun also waren die Holzvorräte wieder einmal zu vergrößern. Die Bäume im Wald selbst zu fällen, wie einst, davon bin ich abgekommen, seit die Anforderungen an Säge, Sägeschein und Schutzausrüstung so erhöht wurden (und peinlich genau kontrolliert werden), dass diese Investition einem mehrjährigen Holzverbrauch entspricht. Nun also geht es gemeinsam mit einem Helfer, der für Säge und Fahrzeug zuständig ist, in den Wald. Bäume, die bereits gefällt wurden, werden zerlegt, ins Fahrzeug gebracht, nach Hause gefahren, ausgeladen, aufgestapelt. Das sieht dann so aus:BlogP1190575 BlogP1190574

Wir haben ziemlich genau 40 Mannstunden geleistet (davon 16 mein Helfer) und in dieser Zeit rund 20 Raummeter (rm) Holz „gemacht“. Zur Hälfte Buche, knappe Hälfte Kiefer, etwas Birke. Mit dieser Menge (+ einem kleinen Vorrat von 2,5 rm, den ich noch hatte) ist der Heizbedarf des Hauses für drei Heizperioden gedeckt. Der ganze Spaß hat 450€ gekostet. Ja, meinen Rücken hab‘ ich gemerkt, besonders am ersten Tag. Und die Arme wurden extrem „lang“. Wir haben immer in 4-Stunden-Etappen gearbeitet. Volle Arbeitstage hätte ich nicht durchgestanden, mein Helfer (62 J.) auch nicht. Mrs. Tapir hat gestaunt, ich auch etwas. Nun bin ich schon gespannt, wie es in drei Jahren gehen wird.

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4 Antworten zu Opas Holzaktion

  1. AlterKnacker schreibt:

    Ich würde ja so verfahren, dass ich jedes Jahr zusätzlich für eine Heizperiode das Holz einfahre, so verlängert sich der Zeitraum automatisch bis zu dem Zeitpunkt, da die Knochen nicht mehr mitmachen wollen … 😉

    • kranich05 schreibt:

      Im Prinzip der richtige Ansatz 🙂 Seine Realisierbarkeit hängt aber von etlichen Umständen ab.
      Vielleicht ist mancher auch befremdet, dass ich meinen Holzvorrat bis auf 2,5 rm heruntergefahren hatte. Das ist, zugegeben, eine Ausnahme. Der Förster hatte mich im vorigen Herbst versetzt. Trotzdem kein Beinbruch, da ich herausgefunden habe, dass bei entsprechender Lagerung EIN Jahr Lagerzeit ausreicht, um eine Holzfeuchte unter 7% zu erreichen. Bei Interesse kann ich das mehr erläutern.

  2. Hunsrücker schreibt:

    Also ich, der auch schon auf die 70 zu geht, freue mich jedes Jahr auf die Brennholz-Aktion.
    Es gibt doch nichts befriedigenderes als Buchen und Eichen kleinzuschneiden, die Meterstücke zu reißen, das ganze nach Hause zu schaffen, und, und.
    Wenn mir im Wald die Luft ausgeht, dann setz ich mich auf einen Baumstamm, und genieße die Ruhe, das ist Wellness pur, im Wald bin ich ein glücklicher Mensch.
    20 Meter Holz frißt mein viel zu großes Haus (Kinder weg, Frau zieht grad aus, will noch mal was neues erleben) jedes Jahr.
    Anzumerken wäre noch:
    Ich hab mir eine Kombination aus Zentralheizung mit Flüssiggas, Kollektoren und Öfen selbst zusammengebastelt, ganz große Technik, muß ja alles kompatibel und regelbar sein. Das Herzstück ist ein großer Wasserspeicher.
    Und noch was:
    Klar ist das ätzend mit den Förstern, aber, beim Motorsägenlehrgang hab ich doch noch was dazu gelernt, und anständige Schutzkleidung ist wichtig, hätte mich sonst schon ins Unglück gestürzt. Bei KOX gibts die Sachen ganz billig.
    Grüße aus dem Hunsrück

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