Wenn Ihr mich fragt: Uns fehlt Eines – RADIKALITÄT!

Wer Radikalität so schreibt – „RADIKALITÄT“ – der muss wohl ein Rrrevoluzzer sein….

Es geht mir aber ganz und gar nicht um das blinde Losschlagen,. In keinster Weise geht es mir um den „Sturmlauf auf die Bastionen des Klassenfeinds“- Kokolores.

Radikalität brauchen wir für uns selbst, für unsere eigene Erneuerung. Gerichtet auf unseren Kopf, Hand, Fuss, damit wir irgendwann einen der Letztgenannten wieder mal auf den Boden kriegen.

Die Welt um uns herum bewegt sich mit einer katastrophalen Dynamik. Sie wird in diese Dynamik gestürzt von den mächtigen menschenfeindlichen Klassenkräften. Wir gelten uns als die menschenfrendlichen Klassenkräfte. Und wir starren seit drei und mehr Jahrzehnten auf die Angriffe des siegtrunkenen Kapitals wie das Kaninchen auf die Schlange. Ja, wir „setzen uns auseinander“, wir „sind aktiv“, wir „motivieren“ und „mobilisieren“- Aber all das in einem Stil und mit einer Rasanz, wie sie vor 50 Jahren üblich und vielleicht angemessen waren.

Wir verzichten bei unseren aufklärerischen und emanzipatorischen Bemühungen auf höchstmögliche Intensität und geistige Rücksichtslosigkeit (was nicht mit Rücksichtslosigkeit gegen Menschen zu verwechseln ist). Insbesondere das Desaster unseres Antikriegskampfes beschweigen wir zum großen Teil, reden es uns schön zum anderen Teil. Doch Tempo und Tiefgang unserer Arbeit können wir uns NICHT aussuchen.

Symptomatisch in diesen Tagen der Umgang mit dem Ereignis „Ramstein“. Gewiss, als „Spatz in der Hand“, unterstützenswert, da Besseres nicht zustande kam (weil es verhindert wurde). „Stopp Ramstein“ – als politische Aktion halbherzig, Bundestreffen einer Aktivistenschar an den hunderttausenden „Normalos“ vorbei. Damit melde sich die Friedensbewegung zurück – welch ein Wunschdenken.

Gar nichts hat sich in der Friedensbewegung durch „Ramstein“ gebessert. Die Gräben bleiben, die offenen wie die zugekleisterten. Die Schafe und die Wölfe bleiben ununterscheidbar. Folgerichtiger Abstieg von der Friedenswinterdemo gegen Gauck im Dezember 2014 über die Friedenswinterliquidationsdemo am 10.5. 2015 in Berlin nun zu „Stopp Ramstein“.

Notwendig sind, meine ich,

  • klare Ziele (Dafür steht dieser Aufruf.)
  • die Positionierung „der Friedensbewegung“ zu diesem Aufruf (dies als öffentlicher, demokratischer, TRANSPARENTER Vorgang)
  • die schwierigste Arbeit, nämlich die Beantwortung der Frage: Warum lassen sich Maxe Mustermann und Lieschen Müller nicht die Bohne durch unseren Aufruf aufrufen?
  • Zum Schluss natürlich: What Shall We Do?

Die Kriegsvorbereitungen in ihrem Lauf, halten weder Ochs` noch Esel auf. Höchstens wir.

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3 Antworten zu Wenn Ihr mich fragt: Uns fehlt Eines – RADIKALITÄT!

  1. icke schreibt:

    Das Internet geht auf die Straße – Klaus Madersbacher von luftpost.kl und antikrieg.com in Ramstein, bei 4.05:

  2. icke schreibt:

    Ach, wieder alles durcheinandergebracht und vermengt: Es war Wolfgang Jung von Luftpost-kl.de.

  3. Pingback: Wenn Linke diskutieren | opablog

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