Ralph Boes – radikaler bürgerlicher Demokrat

Ralph Boes ( http://wir-sind-boes.de) ist „nur“ Demokrat. Aber einer, der die Demokratie ernst nimmt, todernst vielleicht. Er macht sein persönliches Ding und… wird damit ein Maβstab der BRD-Realdemokratie.

Schon Mollaths „Schicksal“ hatte das mafiotisch-verdorbene Rechts-, Medien- und Psychiatriesystem der BRD aufgedeckt. Ralph Boes mag ähnlich hartnäckig wie Mollath sein, in der politischen Klarheit und Zielsetzung seiner Situation (die er zur Aktion macht) geht er viel weiter.

Boes stützt sich mit aller Konsequenz auf das Grundgesetz seines Staates und ist nicht bereit, bei der Behauptung seiner Menschen- und Bürgerrechte irgendwelche Kompromisse zu machen. Dass diese Rechte grundsätzlich Schöner Schein sind und nur in verkrüppelter Form, als herrschaftssichernde, existieren, fordert seine demokratische Gesinnung auf das Radikalste heraus. Ihn kümmert wenig, dass linke Systemkritiker behaupten, er jage „heroischen Illusionen“ nach und mit den Verhältnissen müsse mensch ganz anders „tanzen“. Wie Schillers Heldenjünglinge steht er vor des Herrschers Thron: „Freiheit oder Tod! Ich kann nicht anders.“

Dass diese Szene heute vor dem Brandenburger Tor möglich ist, beweist, welch menschenfeindliche oligarchische Diktatur der BRD-Rechtsstaat in Wirklichkeit ist.

Und wenn es ihn das Leben kostete?

Der Beobachter sagt nüchtern und müde: Den erneuten Beweis, dass das System über Leichen geht, brauchen wir nicht. Als Lebende und Lebendige wollen wir kämpfen.

Soviel bürgerlicher Individualist ist Ralph Boes, dass ihn diese Worte vielleicht nicht erreichen. Begreifen wir genug vom Klassenkampf (unserem Begriff, der uns mehr Bewusstheit bringen soll), dass auch er ein Kampf auf Leben und Tod ist?

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13 Antworten zu Ralph Boes – radikaler bürgerlicher Demokrat

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  2. Klausi111 schreibt:

    Hallo,
    ich habe grossen Respekt vor Ralph. Aber ist es wirklich notwendig, so weit zu gehen ?
    Ralph hat sein Anliegen vor das Bundesverfassungsgericht gebracht. Das ist toll.
    Aber Hungern bis zum Tod ? Warum ? Das System kann man so nicht in die Knie zwingen.
    Die Politiker sitzen immer am längeren Hebel. Warum muss man sein Leben hergeben für etwas,
    was der Einzelne nicht ändern kann ?

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  4. denkbrief schreibt:

    Wer heute noch einen „Klassenkampf“ einfordert, verkennt, wie sich die ökonomische Welt seit dem 19. Jahrhundert verkompliziert hat. Es wäre wahrscheinlich eine Weltrevolution der Unterdrückten erforderlich, um das heute weltweit vorherrschende Finanzsystem der Märkte zu brechen und die Regentschaft des Zinses ein für alle Mal zu beenden. Wahrscheinlicher, wenn auch weniger erfolgversprechend, ist aber, dass sich in den demokratischen Staaten früher oder später eine Mehrheit für mehr Marktkontrolle und Sozialstaatlichkeit zusammenfinden wird. Dafür lohnt es sich wirklich, zu kämpfen!

    • rheinlaender schreibt:

      Seit über 100 Jahren redet / lügt die grosskapitalistische SPD mit ihren Sozialarbeitern, Pfaffen, Psychologen,GRÜNEN den Menschen etwas von unverbindlicher „Marktkontrolle und Sozialstaatlichkeit “ ein. Und wenn es darauf ankommt, lässt sie streikende Arbeiter massakrieren, Foltern, erschiessen … Gerade deshalb sind solche Parteien ja in allen kapitalistischen Staaten ja gegründet worden. Die selben Mörder reden auch davon, dass der Klassenkampf antiquiert sei.
      Dennoch wünsche ich viel Erfolg für Ralph. Wie ich mich damals auch für Gustl eingesetzt habe. Noch mehr Unterstützung wünsche ich von Günther Wallraff.

      • denkbrief schreibt:

        Aber in der Vergangenheit wurden schon so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Gründen massakriert, gefoltert oder erschossen, dass man nach dieser Logik gar keine Ziele mehr verfolgen dürfte außer den reinen Pazifismus. Auch im Namen des Klassenkampfs sind unzählige unschuldige Menschen hingerichtet worden.

        • rheinlaender schreibt:

          Hat Ihnen das Goebbels, die CIA oder die Blödzeitung erzählt ? Pazifismus dient nur den Reichen. Deshalb wurde er ja gegründet. Die Armen sollen ihre Waffen abgeben, damit die Reichen weiter aufrüsten und morden können.

    • kranich05 schreibt:

      Hey,
      mit welchem Denken wurden Sie „gebrieft“, dass Sie als Neuigkeit verkünden, die Welt habe sich verkompliziert? (von Ihren anderen Einsichten, z. B. ein böser Regent namens „Zins“) zu Schweigen :-))

      • denkbrief schreibt:

        Gibt es auch ein Gegenargument oder was wird jetzt als Antwort erwartet?

        • kranich05 schreibt:

          Hallo „Denkbrief“,
          ein Blick auf Ihr totes Blog, hat mit tatsächlich jede Lust genommen, auf Sie argumentativ „einzusteigen“. Meine Zeit (und opablog) ist mir zu schade für Leute, die mit aller Gewalt alberne Diskussionen vom Zaun brechen wollen. Dafür gibt es genug andere Sites.
          Und Tschüs.

      • denkbrief schreibt:

        Ich habe gar nicht behauptet, die „Welt“ sei komplizierter geworden, sondern die Ökonomie; (und auch nicht als „Neuigkeit“, sondern seit dem 19. Jahrhundert!) ich meine damit insbesondere die Aufblähung der Finanzwirtschaft gegenüber der Realwirtschaft, was schon sichtbar wird, wenn man das Welt-BIP mit dem Wert von Finanzprodukten wie Derivaten vergleicht (und dieses Missverhältnis steht wiederum in direktem Zusammenhang zur „Regentschaft des Zinses“; ich gebe zu, dass die Formulierung pathetisch ist… trotzdem finde ich, dass sie zutrifft).

  5. Alfred schreibt:

    Auf „“http://grundrechte-brandbrief.de/Meldungen/2015-08-18-Lebensmittelgutscheine.htm“ findet sich eine ausführliche, exzellente, detailliert in die einzelnen Punkte einsteigende, Darlegung, weshalb und wodurch alleine schon die Lebensmittelgutscheine von Lügen und Fehlern und fahrlässigen, gröbsten Rechtsverstössen nur so aufgeschwemmt sind.
    Übrigens wird das alles am Beispiel eines extra eingescannten Gutscheines der Jobcenter aufgezeigt – so transparent wie nur möglich…
    Doch Vorsicht: Wer das liest, könnte seine Meinung zu dieser Materie grundlegend ändern und es mit dem Gewissen zu tun bekommen.

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