Ein Gespenst geht um – ein Gespenst aus der Friedensbewegung

Nicht nur in Europa schleicht es (wie zu Zeiten von Marx und Engels), sondern heutzutage sogar im WorldWideWeb!

Einige Mächte der alten Friedensbewegung oder Linken haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, Otmar Steinbicker, Papst des Aachener Friedensmagazins, Herr Lutterkordt und Herr Braun – sowas von not amused, antideutsche Watcher, wie immer, trommeln besonders laut, und die „junge Welt“, Qualitätszeitung, interviewt einen Friedensfreund, der die Losung „USA go home« in Rammstein als von „Hass und einseitigen Schuldzuweisungen“ getragen, ablehnt.

Versteht sich, dass keiner dieser „wahren Friedenskämpfer“ das knappe Grundsatzpapier der „Friedensbewegung 2015“ dokumentiert. Dann wären sie nämlich mit ihrem „Weit-rechts-Latein“ schnell am Ende. Versteht sich, dass keiner von ihnen sich inhaltlich damit auseinandersetzt. Das ist nicht verboten, es ist sogar geboten. Ich werde mich darum nicht herumdrücken. Doch im Augenblick erlaube ich mir einfach mal, dem erwähnten Gespenst ins Gesicht zu blicken. 15-06 nato raus

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5 Antworten zu Ein Gespenst geht um – ein Gespenst aus der Friedensbewegung

  1. Lutz Lippke schreibt:

    Der Umstand, dass die Vorwürfe gegen die Mahnwachen für den Frieden und Aktivisten in diesem Umfeld immer noch auf den gleichen, schwachbrüstigen Parolen und Behauptungen fußen, offenbart ja von welch schlichtem Intellekt die Warnenden sind. Ihnen fällt offensichtlich nichts weiter ein. Andererseits geht es wohl auch nicht um Substanz, sondern ausschließlich um Wiederholungs-Effekte, die man ja leider nicht leugnen kann. Viele halten sich zurück, um nicht als neurechts denunziert zu werden.
    Umso wichtiger ist es wohl, daran nicht zuviel Aufwand zu verschwenden und die Agenda international und national verständlich und umsetzbar fortzuentwickeln. Das Grundsatzpapier ist ein guter Kompass dafür.
    Um mehr Klarheit und Prüfbarkeit der Motive in die Debatte zu bringen, wäre es auch wichtig, ähnlich den Transparenzregeln zur Finanzierung von Organisationen anerkannte Methoden zu finden, die die Prüfung der Ernsthaftigkeit und Tragfähigkeit von Aussagen unabhängig von ihrer politischen Richtung ermöglicht. Denn eine ehrliche Gegenrede eines konservativen Politikers ist mir alle mal lieber als eine als links getarnte Attacke eines Maulwurfs oder Scheinlinken mit VIP-Besitzstandsängsten.
    Solche Methoden würden die Anfälligkeit der Agenda gegenüber der Inszenierung von Scheingefechten, persönlichen Fehden und gezielten Verleumdungen reduzieren und damit echtes Vorankommen erst möglich machen.
    Ich komme mir in dieser Sache immer etwas exotisch vor, aber die richtig verstandenen (natur-)wissenschaftlichen Methoden könnten doch Einiges bewirken. Versteht man diese weniger als Allwissen sondern als Methoden und Werkzeuge der Verifikation, des Abschätzens und Strukturierens, dann ist eigentlich unverständlich, das sie in den Geisteswissenschaften so verfemt sind bzw. als nutzlos oder nicht ausreichend dargestellt werden.
    Nur als Beispiel stellte ich mir vor Kurzem die Frage, ob die Rechtswissenschaften mit der Mengenlehre als Methodenwerkzeug arbeiten. Die Antwort ist Ja und Nein. Ja, um 1900 bis ungefähr in die 1970ziger Jahre habe ich dazu einige wenige Quellen im Internet gefunden. Ich hätte gedacht, dass dies in Rechtstheorie aktueller Stoff für Erstsemester ist. Fehlanzeige. Jedenfalls fand ich dazu bisher nichts. Für mich ist jedoch ein Zusammenhang offensichtlich und sinnvoll.
    Ich bin weder Experte in Mengenlehre, noch in Rechtlehre, ich bin Techniker. Wenn meine beruflichen Methoden im konkreten Fall versagen, dann kann ich die Technik nicht erfolgreich beherrschen, scheitere und kann nach Hause gehen.
    Gilt das für Juristen / Journalisten / Politiker / Volkswirtschaftler auch?

    • Joachim Bode schreibt:

      @ Lutz Lippke:

      Ihre zuletzt gestellte Frage kann getrost mit einem klaren NEIN beantwortet werden.

      Herausragende Beispiele für den juristischen Bereich sind die Fälle Mollath und Kachelmann. In Mannheim (Fall Kachelmann) führte das offensichtliche und katastrophale Versagen eines Staatsanwalts zur Beförderung.
      Bei den Journalisten würde ein „Nachhausegehen bei Versagen“ zu einer gähnenden Leere in den sogen. „Qualitätsmedien“ führen (und wer kauft schon eine unbedruckte Zeitung, schaut sich die Testbilder von ARD, ZDF und Dritten an…?). Nichts da, die Medien sind geprägt von Manipulation, Agitation und Propaganda.
      Das Volk stünde plötzlich ohne Regierung da, in den Parlamenten – ohnehin zumeist nur zu einem geringen Prozentsatz besetzt – würden nur noch ganz wenige Hansel herumlungern. Und Ober-Versager Schäuble bezieht seine Unkenntnisse von unbelehrbaren Volkswirtschaftlern, die – in Deutschland mehrheitlich – fest daran glauben, einer verhungernden Kuh um so mehr Milch abverlangen zu können, wenn diese noch zunehmend auf Sparkost gesetzt wird.

      Aber das alles sind sicher nur Einzelfälle….

      • Lutz Lippke schreibt:

        Hallo Joachim Bode,
        wenn das so einfach zu beantworten ginge. Gestern war ich mit Frau und Mutter im Kino und sah Citizenfour. Wir waren beeindruckt und aufgewühlt. Danach ging es zum runden Geburtstag eines alten Schulfreundes. Wir betraten eine andere Wahrnehmungs-Welt, das war uns eigentlich schon vorher klar. Aber ganz sicher keine ungebildeten, desinteressierten Menschen. Ich will sie auch nicht wirklich bewerten, aber man ist dort mit sich, der Wohlstandssättigung, dem Fortkommen der Kinder und dem unwilligen Nachverdauen der Diktatur- und Wendezeit beschäftigt. Ansonsten ist scheinbar doch alles gut. Jedenfalls hätte es ohne uns keine Gespräche über aktuelle gesellschaftliche Gefahren und Verwerfungen gegeben. Die Diskussion versackte trotz langer Bekanntschaft in grundsätzlichem Unverständnis der jeweiligen Positionen. Absichtliches Auflaufenlassen oder bekundetes Desinteresse war nicht der Grund. Es war nicht einmal möglich für die Wahrnehmung der Tatsachen eine Basis zu finden, um dann verschiedene Sichten und Standpunkte zu diskutieren. Mich überrascht das trotz der Vorahnungen immer wieder.

        • Frieder Kohler schreibt:

          Wir waren wohl gemeinsam unterwegs, lieber Lutz Lippke, bei Treffen mit „alten“ Freunden, Bekannten oder auch Verwandten: Selbst die Parabel von den 6 blinden Männern aus Indostan, welche einen Elefanten an verschiedenen Stellen betasteten,, brachte keine Veränderung der Wahrnehmung durch Standortwechsel! Beim Abschied zitierte ich in der Heimat von Christian Friedrich Daniel Schubart dessen Gedicht:
          „Oligarchengift
          Schwer ist Tyrannenfaust; doch, weil sie rasend trifft,
          Und plötzlich unsre Qualen endet,
          Nicht halb so schwer, als Oligarchengift,
          Das langsam uns zu toten Schatten sendet.“

          Mit herzlichem Gruß von Schubart: „Was hab‘ ich, Brüder! euch gethan?
          Kommt doch, und seht mich Armen! Gefangner Mann! ein armer Mann!
          Ach! habt mit mir Erbarmen!

  2. Pingback: Hält die “junge Welt” Wagenknecht & Lafontaine für Querfrontler? | barth-engelbart.de

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