Sachverhalte

Der Krieg im Osten der Ukraine wird fortgesetzt. Die imperialistische Hauptmacht USA und ihre Bündnispartner tun alles, um ihn auszuweiten. Insbesondere BRD und Frankreich (von den Kiewer Marionetten zu Schweigen) kommen in keiner Weise den Verpflichtungen nach, die sie mit Minsk 2 übernommen haben.

Die traditionelle deutsche Friedensbewegung und die traditionelle deutsche Linke vermeiden jede eindeutige Parteinahme für die widerständig-antifaschistische Seite in der Ukraine. Meist antworten diese (in Teilen auch heute noch progressiven) Kräfte auf die derzeit am meisten zugespitzte Frage des Friedenskampfes mit dröhnendem Schweigen oder sie nehmen zweideutig Stellung.

Die Linke, einschließlich der traditionellen Friedenslinken, zelebriert gerade ihren politischen Bankrott. Der Unterschied zum Start in den 1. Weltkrieg besteht darin, dass von den Bankrotteuren momentan nicht aktive Unterstützung, sondern nur Nichtstun oder noch besser: Scheinaktivität verlangt werden.

Im erfreulichen Kontrast zu den jämmerlichen deutschen Zuständen stehen die Anstrengungen der Linken in der Ukraine, eine antifaschistisch-demokratische, kämpferische „Vereinte Linke Opposition“ aufzubauen. Die ersten Schritte wurden erfolgreich bewältigt.

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Ich will noch einen Sachverhalt erwähnen, obwohl er gegenüber dem oben Festgestellten zweitrangig erscheinen mag: Diese traditionelle Friedensbewegung, diese traditionelle Linke ist sich längst selbst genug. Wird sie gefragt, antwortet sie nicht. Kritik ignoriert sie oder verbittet sie sich. Die Zeit für den Fall der Hochmut ist heran.

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4 Antworten zu Sachverhalte

  1. Thaelmann Fan schreibt:

    Optimistisch finde ich, dass Ihre Kritik mittlerweile auch beim kleinbürgerlichen barth-engelbart.de Blog angekommen ist.

  2. Pingback: Über die Berliner Demonstration: „EUROPA.ANDERS.MACHEN.“ | barth-engelbart.de

  3. Joachim Bode schreibt:

    Die „Deutsche Frage“ treibt die USA seit über 140 Jahren um.
    Sie ist – für die USA – weiterhin ungelöst, solange die Möglichkeit besteht, dass sich Deutschland und Russland politisch und wirtschaftlich vertragen und zusammen arbeiten.
    George Friedmann, einer der führenden Vertreter US-amerikanischer Denkfabriken, gibt jetzt seine maßgebende Sicht der Dinge preis:

    Was erkennen wir?
    Europa wird nie ohne Kriege sein – aus US-Sicht.
    Oberstes Ziel der USA ist eine Verhinderung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland.
    Moralische Gesichtspunkte zählen für die USA nicht. Allein der Erfolg entscheidet.

    Was sehen wir?
    Die USA modernisieren ihre in Deutschland und Europa lagernden Atomwaffen, ihre Zahl wird erhöht. Die US-Besatzungtruppen in Europa werden auch konventionell weiter aufgerüstet.

    Was ist denkbar?
    Sehr wahrscheinlich wollen die US-Amerikaner das ihnen im Nacken sitzende „Deutsche Problem“ lösen. Nachhaltig geht das nur, wenn man Deutschland von der Landkarte wegradiert, Russland läßt sich nämlich wegen seiner atomaren Zweitschlagfähigkeit nicht radieren.

    • Lutz Lippke schreibt:

      Profane Intriganz ohne Anstand, aber mit großer Geltungssucht, ist in der Politik ganz offensichtlich effizient und sorgt zumindest auf kurze Sicht für effektive Vorteile. Ist das der amerikanische Pragmatismus?

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