Odessa 2. Mai 2014

odessaP1190271
Das faschistische Massaker von Odessa fand heute vor 13 Monaten statt. Ich habe im opablog kontinuierlich daran erinnert und werde es auch weiterhin tun.
„Remember Odessa Stopp Fascism“
ist dringlich, und diese Dringlichkeit wächst. Warum das so ist, werde ich jetzt nicht erläutern. Falls LeserInnen dies ihrerseits erläutern wollen, sind sie eingeladen, es hier im Blog zu tun.
Ich halte es für wichtig, nicht nur mehr über das Odessa-Massaker zu erfahren, sondern auch seine politische Einordnung zu vertiefen. In diesem Zusammenhang habe ich an kompetente politische Freunde diese Mail geschrieben:
„Liebe …
heute komme ich auf unser Gespräch vom 13.5. zurück („Lauffeuer“) und auf Olegs Bereitschaft, Fragen zu dem Massaker von Odessa zu beantworten, die ich dann im opablog veröffentliche….
Ich habe zu dem Massaker schon viele Beiträge veröffentlicht (Hier kann man sie aufrufen), da ich das Ereignis in mehrfacher Hinsicht für einen Extrem- und zugleich Wendepunkt halte. Ich will alles tun, damit die Aufmerksamkeit darauf erhalten bleibt bzw. zunimmt. 
Mir ist sowohl die Authentizität von Olegs Stimme wichtig, als auch bestimmte Einschätzungen von ihm, als auch vielleicht weitere Details, die wenig bekannt sind. Vor allem ist mir auch wichtig, der Kiewer Junta JETZT genau auf die Finger zu sehen, also möglichst konkret darzustellen, wie sie mit dem Massaker seitdem und jetzt umgeht – die Fakten fälscht, Täter deckt, Opfer verfolgt, Aufklärung behindert, internationale Beobachter ausschließt usw. bis hin zu dem Prozess, der bald starten soll. Ist es möglich Paralellen zum Leipziger Reichstagsbrandprozess zu ziehen?
Lieber Oleg,
wie Du Deine Beiträge gliederst, würde ich Dir natürlich selbst überlassen. Die folgenden Fragen sollen nur einen grobe Orientierung auf Problemkreise geben. Es wäre schön, wenn Du auch Bilder zur Verfügung stellen könntest (Es müssen nicht immer die (grausamen) Sensationsfotos sein.). Auch Musik könnte eingefügt werden, Musik, die Du (Deine Frau, Deine Kinder) selbst magst (Dein Name bedeutet ja wohl „Musik“.), als auch Musik, die in Odessa zu hören ist oder war. Dem Film „Brandwunde“ habe ich entnommen, dass auch ein Dichter unter den Opfern war. Gibt es Verse von ihm?
Nun also zu den Problemkreisen, zu denen ich mir Beiträge wünsche::
1. Stelle Dich bitte persönlich vor, Alter, Beruf, Familie, Dein Leben vor dem Kiewer Putsch, Wünsche ans Leben, Meinungen zu Gesellschaft, Politik, Oligarchen.
2. Welche Ziele vertrat der Antimaidan in Odessa? Welche Gruppen vertraten sie? Mit welchen Mitteln wurden sie angestrebt. War Euch das Progrom von Korsun bekannt? Was bedeutete Euch die Entwicklung auf der Krim?
3. Gab es faschistische Kräfte in Odessa selbst. In welchem Verhältnis standen die Hooligans zu den Faschisten. Ausmaß der herangeführten faschistischen Kräfte, aus Kiew, von wo noch?
4. Namen und Taten von Drahtziehern/Organisatoren. („Brandwunde“ nennt Details und Namen, die mir unbekannt waren.) Rolle speziell von Parubij. Könntest Du von dem ein Persönlichkeitsbild formulieren? (Wie wurde er zu dem, was er ist? Was macht er jetzt?) Überhaupt, Was machen diese Typen jetzt? Sind von ihnen welche verschwunden bzw. gestorben?
5. Was war der politische Sinn des Massakers? Wurde er zunächst erreicht/auf Dauer erreicht?  Welche Ausirkungen hat dieses Massaker auf die Motivierung und Monbilisierung der Faschisten?
6.Wie hängen Odessa und der Krieg im Donbass zusammen? Müßte man diesen Krieg nicht als einen faschistischen Terrorkrieg bezeichnen?
7. Die Lernkurven der Widerstandskräfte: Eure Lernkurve in Odessa bis zum Massaker? Eure Lern- und Stimmungskurve danach? welche Lernkurven im Donbass? (auch das Massaker von Mariupol bedenkend) Welche Lernkurve wäre für uns deutsche Linke angemessen?
8. Was müßte eigentlich von den Menschen in Deutschland verlangt werden (die bekanntlich vor 70 Jahren vom Faschismus befreit wurden)? Was würdest Du zumindest von den Linken und von den Friedensbewegten erwarten?
 
… man sieht wieder einmal, ein Narr kann mehr Fragen stellen als 100 Weise beantworten können.
Ihr werdet diese vielen Fragen sicher nur als Anregungen betrachten und ansonsten nach eigenem Ermessen damit umgehen.
Kopien dieser Mail schicke ich auch an einige Freidenkerfreunde mit der Bitte, sie gegbf. zu ergänzen.
Wäre es nicht auch denkbar, zumindest Teile von Olegs Beiträgen auch im Freidenkerbrief zu veröffentlichen? Wäre es denkbar in Verbindung damit eine Soldaritätsaktion der Freidenker bundesweit zu starten?
Liebe und solidarische Grüße an alle
von
Klaus-Peter“
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