Eine Schlüsselposition der Friedensmahnwachen!

Bekanntlich wurden die Montagsmahnwachen für den Frieden von der ersten Stunde an bekämpft und zwar von einer „gestandenen Linken“ im Schulterschluss mit den Mainstreammedien. Bekanntlich wurde (und wird) auch die Friedensinitiative „Friedenswinter 2014/15“ bekämpft, natürlich von vielen Lohnschreibern der Mainstreammedien aber auch von mehr oder weniger bekannten Vertretern der traditionellen Friedensbewegung und der traditionellen Linken. Das sind neben Ditfurth Monty Schädel samt Solidarisierern, Journalisten der „jungen Welt“ und der Parteivorstand der Linkspartei.

Ich betrachte diese Positionierung nicht als einen Zufall, sondern vermute, dass sie tiefe Wurzeln hat. Daher glaube ich nicht, dass sie durch „Erklärungen guten Willens der beteiligten Seiten“ aus der Welt zu schaffen ist und halte die gründliche Analyse des Phänomens für notwendig.

Auffällig ist, dass alle die Angriffe mit dürftigsten Argumenten begründet werden. Eigentlich reduziert sich die Beweisführung auf die Verwendung von denunziatorischen Versatzstücken bürgerlicher (hegemonialer) Argumentationsmuster.  Das macht den Streit unergiebig bis aussichtslos; vielleicht beabsichtigen das ja manche dieser „Führungspersönlichkeiten“. Bleibt aber der Streit, die inhaltliche Auseinandersetzung unter den vielen Friedensbewegten und Linken, die in schwierigen Zeiten Orientierung suchen, die feste zeitgemäße Friedenspositionen brauchen und die Massen von Menschen erreichen wollen, um tatsächlich politisch zu agieren.

In dieser Situation halte ich die „Einladung zum Frieden“ für hilfreich, die auf einem bundesweiten Treffen der Friedensmahnwachen in Wanfried am 11. April 2015 beschlossen wurde. Im Folgenden das Dokument im Wortlaut:

 

blog einladung text jpeg

Das Dokument fixiert, dass die Friedensmahnwachen eindeutig auf den Positionen der UN-Charta und der Erklärung der Menschenrechte stehen. Vorwürfe, man sei „rechtsoffen“, „antisemitisch“ oder „Verschwörungstheoretiker“ werden für alle erkennbar das, was sie immer waren – Verleumdungen. Ein Schlüsselsatz ist für mich auch das Bekenntnis zum „Asylrecht für alle Flüchtlinge gemäß der Charta der Menschenrechte“. Damit ist eine prinzipielle, begrifflich-scharfe Abgrenzung nicht nur gegenüber PEGIDA/Elsässer gegeben, sondern gegenüber JEDER Kritikbewegung an gesellschaftlichen Missständen, die rechte Positionen toleriert. 

Eigentlich müssten Diejenigen, die den „Friedenswinter 2014/15 begraben wollen (der ja vielleicht bald „Friedensbewegung 2015/2016“ heisst), nach dieser Erklärung jetzt ihre Position revidieren. Ich bin gespannt, wie sie sich verhalten werden.

Das Dokument, wie jeder sehen kann, formuliert wenige, allgemeingültige Positionen. Ich denke, dass es der Konkretisierung in mehreren Richtungen politischer Brisanz bedarf. Vordringlich sehe ich solchen Konkretisierungsbedarf

– zu einer wirklich humanistischen Flüchtlingspolitik

– zur Kriegstreiberei der USA/NATO/EU gegenüber Russland

– zur rasanten Militarisierung der BRD-Gesellschaft

– zur Transparenzproblematik in demokratischen Institutionen (einschließlich des mehrdimensionalen Medienproblems).

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Eine Antwort zu Eine Schlüsselposition der Friedensmahnwachen!

  1. Besorgter Bürger schreibt:

    Sie und der „jW“ Autor Rainer Rupp scheinen seelenverwandte zu sein…

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