Zirkus

Am meisten liebte ich immer den Clown. Heute aber ist passiert es immer öfter, dass der Zirkus ein blutiger ist.

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Die Empfangszeremonie der US-Propaganda-Panzer-Brigade in Bayern, die RT (leider streckenweise in miserabler Qualität) übertrug, das war wirklich US-Militärzirkus vom Feinsten.

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Der Absturz der Germanwingsmaschine war gewiss alles andere als Zirkus. Aber der politische und mediale Umgang mit dem Ereignis, vor allem aber das, was nun Tag für Tag nachgeschoben und von Manchen gesammelt wird (auch hier), läßt mir nur das Gefühl, verständnisloser Zeuge von etwas Unwirklichem zu sein. Wie verzückt habe ich im Zirkus der Kinderzeit auf die Zaubereien geguckt! Und nie habe ich einen Zaubertrick bemerkt. Die Zaubereien heute sind noch viel doller. Aber sie verzücken nicht mehr.

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Ich habe mich noch nicht von dem Charlie-Hebdo-Zirkus erholt. Wahrscheinlich deshalb, weil ich zu wenig Talkrunden verfolgt habe (in Wahrheit: gar keine). Dieser Zirkus hatte etliche beeindruckende Bildszenen. In mir ist nur diese eine: Der gefesselte Amedy Coulibaly stürzt sich mit erhobenen Händen, sich rittlings drehend, aus dem Licht.

Hier.

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Eine Antwort zu Zirkus

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