KenFM, Willy Wimmer und die Wiederkehr der Hasardeure

Das Gespräch von Ken Jebsen mit Willy Wimmer ist lang, eine Stunde und 35 Minuten. Am 16. 2. 2015 wurde das Video bei youtube hochgeladen und ist nun schon mehr als 40.000 mal angeklickt worden. Es gibt fast 200 Kommentare, meist kurze. Meiner fällt etwas länger aus. Er bezieht sich nur auf das Gespräch, nicht auf das Buch von Effenberger/Wimmer, das ich noch nicht gelesen habe (wie sicher die meisten Kommentatoren).

Mir stoßen, neben vielem Informativen und Erhellenden, einige Grundaussagen des Gesprächs unangenehm auf. Wimmer stellt fest, dass es nicht gelang, die gravierenden Machtverschiebungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in friedliche Bahnen zu lenken, und ich begrüße seine historische Schlußfolgerung, dass die gravierenden Machtverschiebungen, deren Zeuge wir heute sind, keinesfalls – bei Strafe des Untergangs der Menschheit – in ähnlicher Weise bewußtlos ausagiert werden dürfen. Richtige Schlussfolgerungen aus der Geschichte sind geboten aber ohne geschichtliche Genauigkeit sind sie nicht zu haben.

Der deutsche Imperialismus (samt seiner verhetzten/entmachteten/korrumpierten Arbeiter-, Bauern- und Kleinbürgermassen) war einer der schlimmsten Kriegstreiber zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und er blieb es, seinen Möglichkeiten entsprechend, nicht auf diesen Beginn beschränkt. Wer bei dieser Sachlage die nationale Karte für den Friedenskampf heute ziehen möchte, muss die Tatsachen verfälschen und läuft Gefahr in nationalistisches Fahrwasser zu geraten.

Da in meiner sozialistischen DDR-Schule die Haupt- oder gar Alleinschuld (wie in Versailles formuliert) des imperialistischen Deutschland am 1. Weltkrieg nicht behauptet wurde, drängt es mich nicht, mich dem diesbezüglichen Korrekturfuror anzuschließen. Sie waren alle imperialistische Räuber und jeder wollte die größte Beute an sich reißen. Und  einer war freigebiger als der andere mit dem Blut seiner Untertanen. Es gibt keinerlei Grund das kaiserliche Deutschland aus der ersten Reihe der Hasardeure herauszunehmen. Willkürliche Zahlenspiele über geführte Kriege in den Jahrzehnten vor 1914 sind untauglich besondere deutsche Friedfertigkeit nachzuweisen. War des Kaisers „Hunnenrede“ eine englische Erfindung? der Krieg gegen die Herero und Nama eine Polizeiaktion? der „Panthersprung nach Agadir“ eine Zirkusnummer?

Wer heute für Frieden streitet darf sich die solide Analyse der aggressiven Politik, auch Militärpolitik, des deutschen Reiches bis zum 1. Weltkrieg nicht ersparen. Auch der in mehrfacher Hinsicht besonderen Skrupellosigkeit der deutschen Kriegsführung (Schlieffenplan, Gaskrieg, U-Boot-Krieg) sollten die Nachfahren ins Auge sehen, bis hin zur Erfindung des Raubfriedens, nicht in Versailles, sondern made in germany, nämlich in Brest-Litowsk März 1918.

Beiläufig stelle ich fest, dass die grossbürgerliche Friedensperspektive Willy Wimmers die beiden größten Friedenstaten, die zum Ende des imperialistischen 1. WeltKrieges führten, nicht zu würdigen weiss. Das waren die russische Revolution 1917 und die deutsche Revolution 1918.

Seit eh und je verbeisst sich die deutschnationale Kriegskritik in den Versailler Vertrag. Zweifellos trifft zu, dass die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, nämlich mit einem erpresserischen Friedensdiktat, sogleich neue Kriegsgründe setzt. Geschichtlichen Automatismus aber gibt es auch in dieser Hinsicht nicht. Der Brester Raubfrieden führte nicht zu einer aggressiven Politik Russlands bzw. der Sowjetunion gegenüber Deutschland. Und andererseits bewahrte die Tatsache, dass Russland/die Sowjetunion kein Partner des Versailler Vertrages war, diesen Staat bekanntlich nicht davor, bevorzugtes Beuteobjekt des deutschen Imperialismus zu werden. Der „Kampf gegen den Versailler Raubfrieden“ war bestens zur chauvinistischen Verhetzung des deutschen Volkes geeignet (die nahtlos in die faschistische Verhetzung übergeführt wurde). Das war die Nebelwand, hinter der das deutsche Großkapital aggressiv und kriegslüstern die deutsche Ǹeuordnung der Welt betrieb. Ein wenig Geschichtsnachhilfe ist hier zu finden.

Den Bogen der einäugigen bis geschichtsklitternden Kriegskritik spannen Wimmer und Jebsen bis in die Ära Kohl. Es mag zutreffen, dass „unter Kohl“ bestimmte Aggressivitäten unseres bundesrepublikanischen Imperialismus noch nicht in der Blüte standen, die Genscher (auch schon zu Kohls Zeit), Schröder, Fischer hervorzauberten und Gauck+ noch viel extensiver herbeizuzaubern gedenken. Doch man möge die Kirche im Dorf lassen, bevor man einen Friedenskanzler Kohl kreiert.

Ich stimme zu, dass der anglo-amerikanische (und wohl auch zionistische) Imperialismus das Zentrum der Kriegsgefahr unserer Zeit ist, und ich begrüße es, wenn auch konservative Politiker ehemals aus dem Zentrum der Macht, wie Willy Wimmer, dagegen auftreten und dabei ihren spezifischen, hoch zu schätzenden Beitrag leisten. Jedoch entwertet es diesen Beitrag und führt die Friedensbewegung in die Irre, wenn nicht zugleich aufgedeckt wird, wie der BRD-Imperialismus im Bündnis mit diesem Zentrum und zugleich in seinem Windschatten seine eigene kriegstreiberische Agenda betreibt. Zu dicht ist die Beweislage, die einen unehrlichen Makler dingfest macht.

Gerade wer für den Frieden ist kann sich Verneblung im Nationalen nicht leisten. Nicht nur die Ukraine beweist, wie erschreckend kurz der Schritt sein kann von berechtigter sozialer Empörung zu nationalistischer Besoffenheit zum faschistischen Exzess. Das Gespräch Willy Wimmer – Ken Jebsen auf Youtube hat zur Stunde 44.800 Aufrufe. Es wurde 1038 mal positiv und 18 mal negativ bewertet. Es gibt 186 Kommentare, so gut wie alle sind zustimmend, viele euphorisch. Drei oder vier äußern begründete Kritik. Ich finde nicht nur dieses Zahlenmissverhältnis beunruhigend.

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15 Antworten zu KenFM, Willy Wimmer und die Wiederkehr der Hasardeure

  1. Wolfgang schreibt:

    Ich stimme dir zu. Mann kann aber von Wimmer nicht alles erwarten. Von Ken sicherlich auch nicht. Und wer liest schon in der „Zeitschrift Marxistische Erneuerung“?

    • kranich05 schreibt:

      Werner Röhr („Zeitschrift Marxistischen Erneuerung“) mag namentlich etwas weniger bekannt sein. Ich bin sicher, dass an ihm keiner vorbei kommt, wenn es heute um Faschismus (übrigens auch um Stalinismus) geht. Und das schreibe ich nicht, weil wir beide im selben Hörsaal gesessen haben.

  2. Joachim Bode schreibt:

    Im Prinzip richtig.

    Mich beunruhigt aber weniger, dass Wimmer den Versailler Vertrag nennt und den von Brest-Litowsk „vergißt“.
    Die ungerechtfertigte Weißwaschung der deutschen Reichsregierung im Zusammenhang mit der (Mit)Verantwortung für den 1. Weltkrieg finde ich da schon ärgerlicher, wobei die Quellenlage inzwischen so eindeutig ist.

    Im übrigen ist aber festzustellen, dass mit Wimmer ein langjähriges CDU-Mitglied aus erster Reihe und wichtiger Mitverantwortlicher bei den Verhandlungen zum Ende des Kalten Krieges so deutlich Stellung bezieht zu den jetzt äußerst beunruhigenden Verhältnissen.
    Insoweit hat er seine Hausaufgaben gemacht, und es stünde jedem aktiven Politiker in verantwortlicher Stellung gut an, wenn er nur ein Fünkchen von dem begriffen hätte, was von Wimmer seit Monaten an vielen Stellen und auf verschiedenen Wegen vertreten wird.
    Die schon als organisierte Verweigerung der Realität zu bezeichnende Haltung von Merkel und Co. beunruhigt mich am meisten, kann sie doch zu schnell in den Untergang führen.

    Wimmer ist im Kampf gegen diese Gefahr ein nicht zu unterschätzender Mitstreiter!
    Seine positive Wirkkraft schätze ich weit höher ein als die von manchen Leuten, die sich – organisiert oder nicht – als besonders wichtig in den Vordergrund drängeln.

  3. Thaelmann Fan schreibt:

    Vielen Dank für die Bemerkungen zu Versaille / Brest. Wichtig, da viele Wahrheitsseiten noch heute vom „produktiven Deutschen Grosskapitalist und dem unschuldigen Hitler“ schwärmen.
    Besonders die Blogger bei Elsässeer. Na ja, irgendwie bringt Elsässer aber Menschen auf die Strasse und man kann bei ihm FREI bloggen. Während ich (60 Jahre) nie eine echte Arbeiterlinke in der BRD kennenlernte, noch eine echte Friedensbewegung. Heute lassen „linke“ Platzhirsche noch nicht mal Kommentare auf Ihren unbesuchten Webseiten zu. Na ja, so lange die von Pappa Staat, von kommunal finanzierten Planstellen als Sozialarbeiter, von Unternehmen und Gewerkschaften ausgehalten werden, machen die weiter wie bisher.
    KenFm hat sich ganz gut entwickelt. Aber er ist NOCH zu individualistisch und glaubt, wenn jeder seinen eignen Tofu züchtet, nicht zur Wahl geht, LATSCH Demos veranstaltet und der Oma über die Strasse hilft, wären die Probleme gelöst.
    Dass Wimmer NICHT auf einen fahrenden Zug springt, hat natürlich eine ganz andere Bedeutung / Qualität , als wenn Miliionen Leute auf die Strasse gehen und die Demos dann von Gauck, Joschka Fischer oder Steinmeier gekapert werden.
    Frage : Was glauben Sie – geschätzter Opa – was die Querfrontler wirklich wollen ?
    Warum sind die antikommunistisch und fokusiren sich auf USRAEL / Angelsachsen ?
    Gibt es Förderer aus dem Deutschen Grossunternahemertum, und wenn ja, warum ?
    Dass eine kommunistenfeindliche Pseudolinke geduldet wurde, die sich nur um Randgruppen (Asylanten, Lesben, Frauenquote, BIOfrass, Piercings für alle) kümmern durfte ist klar.
    Aber selbst bei Gustl Mollath kam FAST gar nichts von denen. Was machen eigentlch die Gewerkschaften ?

    • kranich05 schreibt:

      Hallo,
      ich glaube tatsächlich, dass es im deutschen Großkapital eine Interessenlage gibt (neben der Kooperation mit dem mächtigeren angelsächsisch-zionistischen Kapital) auch wieder verstärkt sein eigenes Ding zu machen. Beide Richtungen schließen einander nicht aus, sondern verschränken sich. Hörstel läßt in dieser Hinsicht gelegentlich etwas gucken. Er hat namentlich Piech und Quandt erwähnt. Ich würde im Dreieck von Auto-, Chemie- und Rüstungsindustrie suchen.

      • Joachim Bode schreibt:

        Was ist das „deutsche Großkapital“ im sogenannten Zeitalter der Globalisierung, wo doch bereits vor über 100 Jahren erkennbar war, dass sich das Kapital recht wenig an Landesgrenzen, sondern viel mehr an Profitmöglichkeiten hält?
        Die Sanktionen – sprich: Strafmaßnahmen -, die gegen Rußland verhängt werden, stoßen demnach bei wichtigen „deutschen“ Kapitalvertretern auf Zweifel bzw. Ablehnung.
        Insofern wäre es vielleicht angebracht, eher von Tendenzen zu sprechen („verschränken sich“ – s.o.).
        Es wäre interessant zu wissen, ob bzw. wie weit es US-Kapital-Beteiligungen in Rußland und China gibt. Putin ist ja auch deshalb so verhaßt in den entsprechenden Kreisen, weil er die unter Jelzin beförderte Verschleuderung der russischen Rohstoffe gestoppt hat.

  4. Dian schreibt:

    Ich stimme nicht zu, „dass der anglo-amerikanische (und wohl auch zionistische) Imperialismus das Zentrum der Kriegsgefahr unserer Zeit ist“. „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ (Clausewitz) Und die Politik wird bestimmt durch die Ökonomie, deren Widersprüche sind die Triebfedern der – hier aggressiven – Entwicklung. Die mittlerweile weltweite Konzentration von Kapital in den Händen von – zahlenmäßig – immer weniger Mächtigen treibt diese und damit uns alle in das „reale Monopoly“, den Krieg. Richtig ist, dass die Weltwährung Dollar eine US-amerikanische ist, die das Hauptherrschaftsinstrument im Kampf der („westlichen“) Giganten sein dürfte. Aber nur weil dieses System schwächelt, von Euro, Rubel und Renminbi wenigstens potentiell angegriffen wird, erwächst daraus die kriegerische Aggressivität, die einen Weltkrieg möglich weil denkbar macht. Der Profit ist ohne Krieg – auf lange Sicht – nicht mehr zu realisieren.
    Die US-Aggressivität in diesem Zusammenhang als „Zentrum“ zu betrachten, rechtfertigte vielleicht deren jahrelange Kriegs(be)treiberei in allen Teilen der Welt.
    Ich sehe jedoch eine große Gefahr darin, in einem hiesigen Blog die „US-amerikanische Kriegsgefahr“ im Verhältnis zur eigenen, der deutschen als zentral und also vorrangig, gar übergeordnet zu betrachten. Deutschland ist Welt-Waffenexporteur Nr. 3 und damit allemal auf dem „Siegertreppchen“ der Kriegsgewinnler.
    Diese ökonomische Determiniertheit des Krieges hat ihre Ursache im imperialen Machtstreben, ist mit dem Kapitalismus unweigerlich verbunden, letztlich Ausdruck des Wolfsgesetzes. Die US-amerikanisch/zionistische Aggressivität „höher“ als die „eigene“ zu bewerten, heißt in „gute“ und „schlechte“, zumindest „bessere“ Imperialisten und – miese (?) – zu teilen. Wer ist gern Verlierer beim Monopoly(-Spiel)?
    Diese Einteilung der Imperialisten ist vor allem und in Konsequenz die Begründung für Kriege, die immer und nur gegen die Bösen geführt werden. Vor allem lenkt sie von der eigenen Verantwortung ab. Die einzig mögliche Antwort auf Kriegstreiberei ist doch die Entmachtung bestenfalls der nächsten Bellizisten; jeder kehre vor der eigenen Tür.
    So wie die deutsche Arbeiterklasse es in der Hand hat, die hiesigen Kapitalisten in die Schranken zu weisen oder gleich zum Tor hinaus zu schicken, so hat es die amerikanische, griechische, russische usw. usf. Welche damit anfängt, ist nur insoweit interessant, als dass jeder Misserfolg, jeder Rückschlag Auswirkungen so hat wie etwa auch revolutionäre Erfolge; es machte Schule – international -.

    • kranich05 schreibt:

      Ich meine, dass es nötig ist, zwischen verschiedenen Gruppierungen der Imperialisten zu unterscheiden. Selbst wenn sie alle kriegslüstern sind, sind sie es nicht in gleicher Weise. Imperialistische Mächte gehörten zur Antihitlerkoalition. Deutsche Imperialisten (Goerdeler) gehörten zuzeiten zum Widerstand gegen Hitler. Heute ist das nicht anders. Differenzierung verlangt Genauigkeit, Detailabrenzung, ohne Mißachtung des Wesens.
      Noch eine Stufe schwieriger sehe ich die Differenzierung, wenn ich Großkapital unterscheide, dass keine imperialistische Politik betreibt. Dieses Großkapital bleibt der Klassenfeind agiert aber zuzeiten als (relative) Friedensmacht. Das würde ich von den heute bestimmenden Fraktionen des russischen und chinesischen Großkapitals sagen (auch des indischen, brasilianischen usw). Relativität der Friedesnmacht auch deshalb, weil keineswegs jedem Krieg abgeneigt, wohl aber dem Großkrieg, dem Weltbeherrschungskrieg.
      Ich meine, dass die rücksichtslose (rücksichtslos auch bezüglich liebgewordener „linker Überzeugungen“, die vielleicht mehr Denkfaulheiten oder Arroganz sind), offene Diskussion dieser neuartigen Zusammenhänge notwendig ist.

  5. Gerolf Lenz schreibt:

    Lieben Dank an ALLE für die Imperialismus Ausführungen . Fragen :
    Wenn China / Russland die wichtigsten Wirtschaftszweige in staatlicher Hand halten. Die Gewinne also der Algemeinheit zufliessen können, ist das nicht besser ?
    Wenn China / Russland mehr als genügend eigene Rohstoffe zur Verfügung haben, müssen die dann wirklich andere Länder überfallen ?
    Wenn Waffen der Verteidigung dienen, sind sie dann auch schlecht ?
    Frage an OPA :
    Was halten Sie von diesen beiden Videos über Kapitalismus / Wirtschaft ? Würde es sich lohnen
    die in Ihren BLOG zu verlinken ? Das erste ist so gut, dass youtube die Klicks runterzählt.


    Ich mein ja nur, da die wenigsten Wessi Linken sich für Ökonomie interessieren, geschweige denn die Kapitalbände gelesen haben. Oder als Thema, wenn aktuell nichts anderes ansteht.

    Wenn die BRD knapp 50 MRD Euro / Jahr Exporte nach Russland tätigt, währen dies mindestens 500.000 Arbeitsplätze. Wenn die BRD Monopole (zB. DAX 30) damit einverstanden sind, hiesse das ???
    1) diese Konzerne sind in teils ausländischer Hand ODER
    2) können auf andere Kundenländer ausweichen ODER
    3) Kriegsvorbereitungen sind erstmal wichtiger als Geschäfte ODER
    4) die Monopole haben doch nicht so viel in der Politik zu sagen

    • kranich05 schreibt:

      Hallo Gerolf,
      danke für deine Fragen. Meine Meinung dazu:
      Beim Staat konzentrierte Gewinne fliessen nicht automatisch der Allgemeinheit zu. Hängt ab davon, inwieweit „die Allgemeinheit“ den Staat bestimmt. Bei radikaler Demokratie würde ich Deine Frage bejahen. (Dann wäre nur noch zu prüfen, auf welche Weise die Wirtschaftszweige des Staates zu ihren Gewinnen kommen. wäre das hauptsächlich durch Rüstungsproduktion und Umweltzerstörung wäre es auch ziemlich doof.)
      Den Rohstoffreichtum von Russland und China UND die enorme Aufnahmefähigkeit ihrer Märkte sehe ich tatsächlich als höchst wirksame Faktoren eines Friedensinteresses über längere Perspektive. Ich glaube auch, dass zur Friedensfrage das Wirken historischer Erfahrungen/des realsozialistischen Erbes nicht ignoriert werden sollte.
      Waffen sind weder gut noch schlecht. Die Ausrichtung der Kriegsmaschine insgesamt auf Aggression oder auf Verteidigung kann man wohl unterscheiden. Müßte man Militärexperten fragen.
      Die Videos muss ich noch ganz ansehen. (Das erste machte mir spätestens nach 5 Minuten Bedenken.) Die Comic-Form aber finde ich erstmal gut.
      Dein letzter Absatz: Ich sehe gute Gründe dafür, dass ALLE vier Alternativen eine Rolle spielen. Die Alternative, dass sie doch nicht ganz einverstanden sind, würde ich noch dazurechnen.
      Gruß v
      Opa

  6. Pingback: Willy Wimmer, zweimal gelesen | opablog

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