Vorderbühne, Hinterbühne, was sich bewegt, wenn sich nichts bewegt

Das all diese Regierungschefs 15 und mehr Stunden verhandeln und dann ohne gemeinsame Erklärung mit dieser Erklärung auseinander gehen, lässt mich stark im Zweifel, dass hier Substantielles erreicht wurde.

Wie erinnerlich kam das ganze „Format“ (der gängige Modeausdruck) zustande, weil Merkel (+Dackel Hollande) die Kosten der Zukunft fürchtete – die einer sich abzeichnenden Niederlage ebenso, wie die der von den USA (+ den Zionisten?) betriebenen Eskalation. Russland sieht Merkels Befürchtungen mit Interesse und der (geringen) Hoffnung, dass „Europa“ einen eigenen originellen Schritt wagen könnte. Solches aber ist Merkeldeutschland total verschlossen. Merkeldeutschland/der deutsche Imperialismus ist höchstens zu einem „qualitativen Fortschritt“ seiner Heuchelpolitik (korrekter Ausdruck: „Doppelstrategie“) fähig. Untrügliches Zeichen dafür ist, dass keinerlei Druck auf Poro ausgeübt wird.

Somit mußte der Minsker Gipfel scheitern, egal, welche Minimalergebnisse nun jemand formuliert. Die Kräfteverhältnisse auf dem (noch nur!) ostukrainischen Schlachtfeld und die in der geostrategischen Arena bestimmen die wirkliche Dynamik. Illusionslose Erwägungen dazu stellt yurasumy an, bei Saker zu finden. Ich bin gespannt, ob Kolomoisky nun so in den Vordergrund rücken wird, wie dort (mit guten Gründen) vorausgesagt. Klar ist jedenfalls, dass nun wieder mehr die Rolle des Zionismus diskutiert wird. Immerhin, die Klassenfrage, die nach der Oligarchenherrschaft stellen einige der Donbassführer. Sie gelten (auch bei sog. Linken) als hinterwäldlerisch.

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Unten stehendes Foto übrigens wurde kürzlich in Kramatorsk aufgenommen. Neben Poro steht BHL, was mich ein wenig wundert. Zu BHL noch dies. Quelle: chartophylakeion

bhl

 

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Eine Antwort zu Vorderbühne, Hinterbühne, was sich bewegt, wenn sich nichts bewegt

  1. nils schreibt:

    Wieso wundern, wann immer die Fratze des Imperialismus sich zeigte, war auch BHL nicht weit(Irak, Bosnien, Libyen, Syrien …) Eigentlich verkörpert er die genaue Schnittmenge des Menschenrechtsimperialismus der Grünen und der SPD mit dem US-Imperialismus.
    Dies ist auch das Elend der Linken von DKP bis zu Gysis Truppe. Das sie im Zweifelsfall eher mit BHL, Gabriel und Frau Hermann Göring- Eckhardt gegen Pegida demonstrieren und dies für antifaschistische Bündnispolitik halten, als mit diesem Pack ganz und gar zu brechen. Das wir mit denen nichts gemein haben, das wäre die erste Erkenntnis die antifaschistische Politik wieder möglich machen würde. In diesem Sinne, so doof und rassistisch er auch sein möge, ist der Pegida-Demonstrant vermutlich eher mein Klassenbruder als Pack erstgenannter Sorte

    „Und was immer ich auch noch lerne,
    das bleibt das Einmaleins:
    Nichts habe ich jemals gemeinsam
    mit der Sache des Klassenfeinds.
    Das Wort wird nicht gefunden,
    das uns beide jemals vereint!
    Der Regen fließt von oben nach unten,
    und Klassenfeind bleibt Klassenfeind.“

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