Geschlossenheit und Zuspitzung

Mit diesen beiden Begriffen lässt sich die gegenwärtig praktizierte Philosophie der westlichen Macht umschreiben.

Die Schließung der europäischen Reihen unter dem Vehikel: „Je sui Charlie“ (JsC) schließt alle maßgebenden europäischen Länder ein, bis an die Grenze Russlands. Regisseur Obama bleibt vorerst im Hintergrund. Die hermetische Schließung der Reihen wird nahtlos in jedes Land hinein fortgesetzt. Plötzlich haben wir eine „Kanzlerin aller Deutschen“. Überall werden überfallartig Gesetze erlassen und politische Maßnahmen beschlossen, die die bürgerlichen Rechte massiv beschneiden. Formierung der Heimatfront, wie einst 2001 mit dem „Patriot Act“.

Dabei macht der Hype des JsC anscheinend gegenwärtig Pegida entbehrlich. Etwa auch, weil Pegida gewisse (berechtigte) Interessenlagen des „Plebs“ störend zum Ausdruck bringen könnte?

Die neue Geschlossenheit bezieht ausdrücklich die praktizierenden Faschisten des Kiewer Regimes ein und gibt sich damit als eine Konzentration der Kräfte zwecks Zuspitzung zu erkennen. Gauck biegt „Zuspitzung“ in das Wort „Ansporn“. Solche und andere Worte sollen das Wesen der Sache verdecken: Krieg gegen Russland. Die BRD wird von einer „weichen Militarisierung“, einem „Militarismus mit menschlichem Gesicht“ durchdrungen. (Pazifisten von gestern drängen zu den Waffen; pardon, würden zu den Waffen drängen, wenn sie nicht Schriftsteller wären.)

In der demokratischen und Friedensbewegung gibt es wachsende Beunruhigung und zunehmend Engagement für Erneuerung. Von der Formierung relevanter Gegenkräfte sind wir aber noch weit entfernt. Einmal mehr könnte uns der Verrat der Etablierten teuer zu stehen kommen. 

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Ergänzend hierzu:

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2 Antworten zu Geschlossenheit und Zuspitzung

  1. gast schreibt:

    Krieg – Frieden

    Viele Argumentationen bauen auf diesem Gegensatz auf, und gehen in die Irre, weil es den Krieg und den Frieden (derzeit) nicht mehr gibt.
    Was hilft es den Krieg anzurufen, als Schreckensgespeist, als Skandal, als absolute Größe des Schlimmen, was hilft es immer wieder diese aufgelöste Begrifflichkeit anzupenetrieren, um die Notwendigkeit zum Frieden klarer ins Bewusstsein zu rufen – wenn doch schon längst die gegensätzlichen Begriffe ineinander verschwommen und überlagert sind!

    Die Bereitschaft, das Kind nicht mehr beim Namen zu nennen, ist doch an vielen Stellen so bequem. Es löst den Skandal im Euphemismus auf, und schon ist es der Dialektik von Gut und Böse verlustig gegangen. Heiter lässt es sich spielen in kriegerischen Friedenszeiten; da der Krieg, das Schlimme, ja (noch) nicht ist.

    ‚Wenn doch endlich wieder Krieg wäre‘, dann wäre Krieg wieder Krieg.

    Bevor es soweit ist, trifft zwar jeder Friedensappell ins Schwarze — aber zu früh!
    Was lässt sich nicht alles anstellen, während vernebelter Forderung den Krieg in einer bedrohten Zukunft verhindern zu wollen, während er doch schon längst im eigenen Dachboden Unterschlupf gefunden hat, und im Begriffe munter zu tun, was immer bereits im Sinne ist.

    Es ist doch längst begriffen, dass keiner mehr den Krieg will.
    Überspitzt: Nicht Jesus, sondern Hitler hat manchen Menschen Heil gebracht, indem er mit seiner Schuld und seinem Krieg das Böse und absolut zu verneinende Schlimme derart mit seinem Kampf ins Grab genommen hat, dass alles andere nicht mehr Krieg, böse oder ein absolut zu verneinendes zu sein braucht; Durch seine Schuldaufhäufung und absolute Schuld wird jede derzeitige Schuld zu einer ‚Relativierung‘ – an die momentan doch kein Mensch heranreicht. _Entschuldigung_ bitte, kein vernünftiger Mensch würde Guantanamo ernsthaft mit einem KZ vergleichen. Ja dann!

    Es gibt und wird doch keinen Krieg geben! Lediglich vereinzelte Terroreinheiten, Terrorbekämpfung. Aber das ist ja längst kein Krieg – weil: es brennt doch noch nicht bei uns. Und solange es _bei uns_ nicht brennt, nennen wir das Feuer außenrum einfach nicht Krieg. Erst wenn es _uns_ beträfe; ja dann.
    Und dazu sind wir viel zu sehr verbündet, mit den USA, als dass wir Angst haben müssten, dass es bei uns brennt. Deswegen nimmt kaum einer der Politiker die Kriegsangst und -friedensbewegung ernst. Es trifft sie nicht. So oder so nicht.

    Deswegen hat das ganze Gerede um den Krieg, als einen Begriff, der eine klare Grenze oder einen klaren Zustand oder eine eindeutige Wertigkeit aufgreifen möchte überhaupt keine Wirkmacht, weil gerade kausal andersherum, diese eindeutigen Werte/Begriffe/Maßstäbe aufgelöst sein soll.

    Dort nämlich ist schon alles entschieden.

    • kranich05 schreibt:

      Ich bedanke mich sehr für diesen hier „anpenetrierten“ Erguss. Vielleicht ist er ja ungeheuer klug.
      Vielleicht aber führt er auch nur dazu, dass ein normaler Mensch a) nichts versteht b) nichts mehr verstehen will.

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