Gegen welche Rechten?

Viele tausend Menschen sind in vielen deutschen Städten gegen die Rechten auf die Strasse gegangen. Das ist erfreulich. Und fast überall, wenn wir von Dresden absehen, waren sie in vielfacher Überzahl gegenüber den rechten Demonstrierern, die sich unter der (erhofften) Wundermarke „*gida“ versammelten. Viele von denen sind bekannte Angehörige diverser rechter Organisationen.

In Dresden scheint die Situation ein wenig anders zu sein. Zwar schimmert auch hier der rechte Organisierer-Kern immer deutlicher aus dem Dunkel, zwar ist offensichtlich, dass rechte Szenen nicht nur aus Dresden an diesem islamfeindlichen Event teilnehmen, doch möchte ich nicht ausschließen, dass es eine beträchtliche Anzahl von Demonstranten gibt, die primär ihre Unzufriedenheit mit den politischen und sozialen Zuständen ausdrücken wollen und dabei die Stoßrichtung gegen die angebliche Islamisierung mehr oder weniger ungerührt hinnehmen. Es liegt auf der Hand, dass wir damit auf den gutbürgerlichen (nicht aktivistischen) Alltagsrassismus unserer Gesellschaft treffen, den der „Anständigen“, die persönlich einen Juden eher nicht diskriminieren würden (auch keinen Moslem) und deshalb die Nazibeschuldigung empört zurückweisen.

Ich meine, wir sollten solche Leute aus der bürgerliche Mitte in all ihrer politischen Beschränktheit nicht zu schnell mit Rechtsextremismus bzw. Faschismus in einen Topf werfen. Dieser Topf, der Nazitopf, ist in der BRD, Nachfolger des Deutschen Reiches, traditionell gut gefüllt. Daher lohnt es sich, wenn wir etwas genauer hinschauen, was und wer in diesem Topf fröhlich brodelt:

– die Nazis, die Pegida durchziehen, wie der Zadder den mageren Speck, haben wir bereits abgehakt.

– Was ist mit den „Geistesgrößen“ hinter der „Bewegung“? Wer erfindet „Patriotische Europäer“? Eine Wortverbindung, deren Herkunft aus der Retorte zehn Meilen gegen den Wind stinkt. Welcher (Dresdner) Volksmund spricht „Abendland“, gar „Islamisierung des Abendlandes“? Wieviel V-Leute (fragt der NSU-Beobachter) wurden in Marsch gesetzt, um endlich eine kritische Masse zusammenzutreiben? Mit der es dann möglich wurde „Wir sind das Volk!“ zu reanimieren. Ab da konnten Springer und Co einen Gang höher schalten, Stimmen dafür und dawider. Die Anheizer heizen an: 24. 11. 2014 Innenminister Ulbig in „Dresdner Morgenpost“ (in Springers „Treuhand“ bzw. in Springers „Welt“; 1. 12. 2014, Exclusiv-Interview Bachmann in Springers „Bild“; 1.12.2014, Merkels Vize fordert Burkaverbot in Deutschland in Springers „Bild“ bzw. „Rheinische Post“; vor dem 5.12.2014, CSU fordert Deutschgebot für Zuwanderer. Dass Springer dann noch Horrormeldungen in die Welt setzte, aka: „Wintermarkt“, statt „Weihnachtsmarkt“ und „Islamische Lieder im Weihnachtsgottesdienst!“ trieb zwar weitere tausende „ehrliche“ Hirnis zum Event des Springer-Bachmann, bestätigte vor allem aber, wie gemeingefährlich und ungestört dieser deutsche Oligarchenclan seine Medienmacht ausübt. Tonnen von Medienschaum und Medienschlamm, um so manche Schöpfkelle davon in den Nazitopf zu geben. Als Grundfüllung. Damit nichts anbrennt.

– Immer wieder „Wir sind das Volk!“ zu bellen, hat ‚was. Aber Pegida gibt es auch für Anspruchsvollere. Und das führt uns zur nächsten Rechten Zutat im Topf. Pegida hat nämlich – boah! – 19 Punkte. Darunter nicht wenige (Vorsicht, jetzt kommt Ironie!), die wirklich noch die letzte Oma elektrisieren, z. B. für eine Zuwanderung nach dem Vorbild Südafrikas oder Kanadas oder Australiens, für Asylverfahren nach holländischem Muster oder Schweizer; sehr interessant auch die Null-Toleranz auf den Palau-Inseln…. Leider sind die meisten dieser 19 Punkte gar nicht exotisch, sondern fordern einfach die Einhaltung des menschenunfreundlichen, oftmals diskriminierenden, vielfach entwürdigenden BRD-Asylrechts. Da liegt ein dicker Brocken im Stinketopf – nämlich das Asylrecht des (gemäßigt) Rechten Staates Deutschland. Das wurde damals gemeinsam mit den Nazis „modernisiert“, gut abgestimmt mit Herrn Innenminister Seiters, falls Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, an Rostock-Lichtenhagen erinnern oder an Mölln, Solingen und Hoy.

– Und nun zum dicken Ende, was ist denn das im offiziellen deutschen Nazitopf? Da schwimmt’s ja rot wie Blut! Ein Gruß aus der Ukraine? Das kommt davon, wenn Steinmeier und Merkel, nachdem sie gerade ihren Besuch umarmt haben – den Tjagnibok, den Poro, den Klitsch, den Jaz oder die heilige Julia – ungewaschen in die deutsche Hexenküche tauchen…

Spaß beiseite, Ihr lieben AntifaschistInnen. Danke, wenn Ihr die Nazis bei Pegida zurückweist. Selbst ein Nazihampelmann oder eine Nazihampelfrau ist einer oder eine zuviel. Aber vergesst nicht, dass die Grünen an der Spitze Eurer Demo Kriegshetzer sind, und dass die Regierung Merkel/Steinmeier seit Jahr und Tag mit richtigen blutigen Faschisten in der Ukraine kooperiert*.

 

* Ich gebe zu, „kooperiert“ ist ein blasses Wort. Eigentlich gibt es reichlich Informationen, um den Begriff „Kooperation der Bundesregierung mit ukrainischen Faschisten“ anschaulich zu machen. Doch unsere „Informationsgesellschaft“ begräbt mit rasender Geschwindigkeit relevante Informationen unter einem Berg von Scheininformationen und Informationsmüll. Deshalb sollte hier bald eine Liste, eine Schandliste, solcher Kooperationstatsachen folgen.

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31 Antworten zu Gegen welche Rechten?

  1. Manfred schreibt:

    Danke. Man kann nicht oft genug wiederholen, dass es besonders die Lumpen der Springer Presse waren / sind, die seit zig Jahren Bewegungen wie Republikaner, Heinrich Lummer, Tilo Sarrazin, Schillpartei, Pro Bewegungen, Broder und Konsorten geschaffen haben. Solange dai Kapitalismus- und NATO Fahne hochgehalten wird.
    Die NPD ist denen zu sozial, israelkritisch, kriegsfeindlich und zu offen / plump. Die Mainstreammedien möchten vor allem einen Wirtschaftsfaschismus mit Arbeitslagern.
    Gut ist auch, immer wieder zu erwähnen, dass die Grünen eine Kriegspartei sind, die brutalste, ukrainische Faschisten toll findet.

  2. Hab mir eben die livecam von der pegida-demo in dresden am montag angesehen…und kann keine rechte propaganda darin erkennen. kannst du mir deine erkenntnisse erleutern? füge den link vom livevideo an grüße von hostana http://youtu.be/MI3P1HUB9UY

  3. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Anmerkungen zu PEGIDA

  4. Pingback: Antwort auf einen Kommentar von Harmut Müller (hostana) | opablog

  5. Carmen Mischwitz schreibt:

    Ohne das bewerten zu wollen, da muß man aber feststellen, dass gerade gestern viele linke Demonstranten auf der Pegida-Demo in Dresden mitmarschierten. Ich auch (bin allerdings weder rechts noch links), obwohl wir aus Leipzig und Sachsen-Anhalt sind waren wir in Dresden dabei. Neben uns Frauenrechtlerinnerinen sahen wir auch rote Fahnen, zwar vereinzelt aber dennoch. Ich fragte die Träger, es waren KPD-ML-Genossen. Dazu noch viele von der Antispeziestischen Aktion, die gegen das religiöse betäubslose Schlachten des Islam demonstrierten. Sind das Rechte? Also ich bin nicht rechts, sondern kämpfe nur gegen Verschleierung und das Tragen von Kopftuch in Schulen und Kindergarten, wo kleine Mädchen von ihren Eltern gezwungen werden Kopftuch zu tragen. Was Erwachsene machen ist uns egal, da können von uns aus auch Lehrerinnen Kopftuch tragen. Wir sind keine Rechten, sondern Menschenrechtler und die Antispeziesten wahrscheinlich nur Tierrechtler. Also dass da nur Rechte sind, das stimmt nicht, auch unter den Organisatoren gibt es Linke.
    Carmen M.

    • kranich05 schreibt:

      Liebe Carmen,
      dass Du weder rechts noch links bist, glaube ich Dir gerne. Generell ist links und rechts ziemlich schwer zu unterscheiden. Fahnen taugen dazu kaum. Aus Deinen Worten schließe ich, dass Dich Kleidungs- und Ernährungsfragen stark beschäftigen. Wenn Dich in Deinem Sachsen-Anhalt-Kindergarten Mädchen mit Kopftuch nerven, verstehe ich allerdings nicht, warum Du deshalb in Dresden herumspazierst. Musstest Du auch schon ein Kopftuch umschlingen?
      Ich war früher (vor meiner Opazeit) auch für Kleidungsfragen zu haben. Besonders, wenn manche Tanten sich über Miniröcke aufregten, war ich ganz anderer Meinung. Menschenrecht Minirock! Oder die „oben ohne-Mode“ erst! Vielleicht wollte das damals die DDR-Diktatur nicht erlauben, und das Volk stand auf und schrie: „Wir sind das Volk!“, und so kam alles ins Rollen?
      Ja und heutzutage Fleisch – ich kann verstehen, wenn es da „würg!“ macht. Vielleicht solltest Du, bevor Du Dich in religiöse Spitzfindigkeiten begibst, einfach Veganerin werden oder überhaupt nur noch Früchte verzehren. Ist momentan sehr „in“. Das Fruchtangebot übrigens ist (zumindest bei uns hier) bei den Türken besonders gut. Erst heute habe ich wieder marinierte Oliven gekauft und Trockenfrüchte, ganz lecker.
      Doch ich will nicht zu sehr in Plaudern kommen. Vielleicht kannst Du ja von Deiner nächsten „Schnauze voll-Demo“ (so übersetze ich „Pergida“ manchmal) weitere Begebenheiten berichten, die Dir gefallen haben.
      MfG
      Opa

      • Carmen Mischwitz schreibt:

        Lieber Opa, Du schreibst:

        „Wenn Dich in Deinem Sachsen-Anhalt-Kindergarten Mädchen mit Kopftuch nerven, verstehe ich allerdings nicht, warum Du deshalb in Dresden herumspazierst. Musstest Du auch schon ein Kopftuch umschlingen?“

        Die kleinen Mädchen „nerven“ mich nicht, sondern sie tun mir einfach nur furchtbar leid!

        Darum geht es doch nicht, dass ich ein Kopftuch umschlingen mußte! Natürlich nicht! Es ist mir auch egal wenn volljährige Muslimas Kopftuch tragen, solange sie das selbst wollen und es ihnen nicht von ihrem Ehemann, der Familie oder der Moscheegemeinschaft vorgeschrieben wird, aber ich halte es für einen großen gesellschaftlichen Rückschritt wenn kleine Mädchen in unserem Kindergarten unserer Grundschule zwangsweise, weil es die Eltern so wollen, Kopftuch tragen müssen. Als Erzieherinnen dürfen wir auf keinen Fall dagegen etwas machen, auch im Sommer bei größter Hitze nicht, den Mädchen das Kopftuch abnehmen, obwohl die das gern los wären, wie man unschwer feststellen kann, wenn man pädagogisch geschult ist.

        Ich kenne es zum Ende der DDR, als wir mit den Kleinen in unserem Kindergarten im Sommer in einem kleinen Becken planschten, sogar die Kleinen FKK. Jetzt vollkommen unmöglich, nicht mal mit Badehose, da sonst mächtiger Ärger käme, wegen der islamischen Moralvorstellungen für kleine Kinder (!). Nein, Danke, diesen gesellschaftlichen Rückschritt kann ich und viele andere nicht gutheißen und deshalb war speziell ich mit einigen anderen Frauen in Dresden bei der letzten Pegida-Demo, nicht weil wir rechts sind. Weshalb Dresden? Weil es keine Freiheit gibt, und wir sogar Ärger bekommen hätten in unserer Stadt zu marschieren gegen die Islamisierung, wenn es so etwas hier gäbe. Nur weiter weg, ist das möglich! Von allen meinen Kolleginnen die mitkamen, ist nicht eine einzige Rechte, wir waren immer fortschrittliche Menschen, aber ist der Islam fortschrittlich? Wir sind der Meinung: Nein, ganz im Gegenteil, er wirft uns gesellschaftlich weit zurück!

        So, hoffentlich schmeissen Sie mich nun nicht raus, aber ich mußte das mal los werden, weil die Demonstranten dort immer als Rechte hingestellt werden und sie unehrenhafte Motive hätten dort mitzumarschieren.

        • Joachim Bode schreibt:

          Liebe Carmen Mischwitz,
          ich würde Sie nicht rausschmeißen. Ihre Meinung ist ganz wichtig!

        • kranich05 schreibt:

          Ja, liebe Carmen,
          Eltern sind manchmal ziemliche Zwangserzieher. Ich z. B. erinnere mich mit Gruseln daran, dass ich so mit 6, 7, 8 Jahren zum Sonntagsspaziergang immer eine weiße Hose (!) tragen mußte. Die ganze Woche durften wir draußen rumtollen, wie wir wollten, aber sonntags mußte es die weiße Hose sein. Die natürlich sofort einen schwarzen, braunen oder grünen Fleck kriegte. Wo dann meist mit Taschentuch und Spucke (vergeblich) gerieben wurde…
          Ich habe trotzdem meine liebe Mutti deswegen keineswegs gehasst, und wenn das jemand meinen Eltern verboten hätte, wäre ich wohl in ziemlichen Zwiespalt geraten. Abgesehen davon, dass Vater und Mutter solchem Jemand einfach ’nen Vogel gezeigt hätten.
          Später wurde diese Kleidungsregel abgeschafft, soweit ich mich erinnere spielten Demos dabei keine Rolle.
          Für Deine FKK-Bemerkung habe ich ein offenes Ohr, denn seit ca meinem 16. oder 17. Lebensjahr (nicht früher) bin ich absolut FKK begeistert. Über den Umgang mit Nacktheit allein in den letzten 60 Jahren könnte man eine ganze Sittengeschichte schreiben, der ich auch ein Kapitelchen beisteuern könnte. Ich habe gelernt, dass Schamgefühl anderer, auch wenn ich den Anlaß doof finde, zu respektieren. Sogar im Saunaraum wickeln sich heutzutage viele Leute in Laken ein (obwohl weit und breit kein Islamist zu sehen ist), ich könnte zu viel kriegen…. wie gesagt, ein ziemlich weites Feld. Ich finde, man sollte all sowas beobachten, man sollte darüber palavern und dann freundlich sagen: C’est la vie.
          Mit Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass Du gesellschaftlichen Rückschritt ausmachst. Wenn Du Dich in meinem Blog umschaust, wirst Du sehen, dass auch ich mich mit dem Thema „gesellschaftlicher Rückschritt“ rumschlage. Auch um Freiheit geht es bei mir nicht wenig (Da gab es mal den Fall Mollath.) und noch mehr geht es mir um Frieden. Eigentlich auch ein passendes Thema für Kinder und Kindergärtnerinnen; auch für die Strasse in Sachsen-Anhalt.
          Zum Schluß wage ich mal ’ne kühne Frage (bitte um Entschuldigung): Könnte es sein, dass Du Dich deshalb an irgendwelchen (vermuteten) Islam-Peanuts festbeißt, weil Du ein bißchen ängstlich oder unsicher bist dem genannten Rückschritt gegenüber? Du kannst ihn nicht fassen, willst es vielleicht auch nicht so recht, und so nimmst Du lieber den erstbesten Stock und fuchtelst mit dem herum? Nur mal so als Frage.

          Freundliche Grüße
          vom
          Opa

          • Joachim Bode schreibt:

            Den Fall Mollath gibt es immer noch – eher zu Verorten als einen der vielen Schandfälle der Justiz.

        • Lutz Lippke schreibt:

          Hallo Carmen Mischwitz,
          ich nehme aus Ihren Ausführungen die Anregung mit, genauer hinzuschauen und nicht pauschal und vorschnell zu urteilen. Auch wenn ich gegen Opas Einwände gar nicht argumentieren will, Sie haben das Recht, sich gegen Radikalisierung / Tabuisierung gleich welcher Art im Alltag auszusprechen, auch ohne sich ständig rechtfertigen zu müssen. Halten Sie uns auf dem Laufenden und lassen Sie sich nicht für Themen ausnutzen, die nicht Ihre sind.

  6. Pingback: Sehr geehrte RedakteurInnen und GenossenschafterInnen der “jungen Welt”, | opablog

  7. Carmen Mischwitz schreibt:

    Also was mir immer klarer wird, das ist, dass Pegida zumindestens recht hat mit der „Lügenpresse“. Wie die Fernsehleute und die von der Presse selektiv und nur negativ über die Demo berichteten, das war haarsträubend! Letztens waren es 40.000 in Dresden, das konnte jeder sehen, erst viele Stunden nach Demo-Ende kamen die Zahlen der Polizei, angeblich nur 25.000! Bei den Gegendemos, da haben die Medien sofort Zahlen genannt, alle total übertrieben und die späteren viel, viel niedrigeren Polizeizahlen die wurden nie veröffentlicht. Auch, dass wir alle friedlich marschierten, das brachten die Medien nicht, auch von den Randalierern der Gegenseite, da zeigten sie nichts und das wir von denen angegriffen wurden. Wo waren denn die Bilder und Berichte wo grölende Antifa-Jugendliche eine alte Rentnerin nieder rissen, die so einfältig war, dass sie dachte sie könnte in Ruhe nach Hause gehen, weil sie wahrscheinlich nicht so lange laufen konnte und sie dann aus der Polizeiabsperrung raus kam. Wenn die Polizei nicht eingegriffen hätte, wer weiß was die mit der gemacht hätten. Das sollen Linke sein und tolerant? Also ich glaube, das sind keine Linken auf den Gegendemos, das haben mir auch die Marxisten-Leninisten gesagt, die neben uns marschierten. Ist es nicht merkwürdig, dass diese Kommunisten mitmarschierten bei Pegida? Das muß doch zu denken geben, oder? Oder die schwarzhäutigen Mitmarschierer, einer sogar Organisator. Das da schwarzhäutige Bürger bei Pegida mitmachen, das haben die Medien total unterschlagen, das ignorieren sie. Stattdessen wird Rassismus vorgeworfen, das ist doch alles nicht ehrlich, oder liege ich da falsch? All das empört die Bürger und immer mehr werden sich Pegida anschließen, solange so unehrlich berichtet wird. Das ist meine Meinung! Was sagen denn überhaupt Sie, dass dort auch Kommunisten, Marxisten-Leninisten und dunkelhäutige Bürger mitmachen! Das würde mich mal interessieren.

  8. Carmen Mischwitz schreibt:

    Lieber Opa, vielen Dank für das Video, das kann ich mir aber erst morgen anschauen, es geht ja 2 Stunden lang, das kann ich heute beruflich und privat nicht. Aber ich will Dir gern erst mal Deine Fage von vorgestern beantworten hatte das schon gestern Abend zuhause vorgeschrieben. Du hattest geschrieben:

    „Könnte es sein, dass Du Dich deshalb an irgendwelchen (vermuteten) Islam-Peanuts festbeißt, weil Du ein bißchen ängstlich oder unsicher bist dem genannten Rückschritt gegenüber? Du kannst ihn nicht fassen, willst es vielleicht auch nicht so recht, und so nimmst Du lieber den erstbesten Stock und fuchtelst mit dem herum?“

    Vermutete (?) Islam-Peanuts? Also, das hat meine Freundinnen und mich umgehauen, dass Du das als Peanuts bezeichnest und noch dazu als „vermuteten“ gesellschaftlichen Rückschritt. Die Islamisierung ist doch schon weit voran geschritten und das legt sich doch wie ein schwarzes Tuch über den Alltag. Scheinbar bekommst Du das gar nicht mit, da Rentner aber wer täglich damit zu tun hat, den bedrückt das doch. Schon jetzt kommt man sich wie im Mittelalter vor, der ganze erreichte Fortschritt dahin. Das sind doch keine Peanuts, wenn ich 5jährigen Mädchen in meiner Gruppe den Kopf vermummen muß, weil es sein kann, daß die Mutter oder der Vater oder jemand sonst aus der Verwandtschaft sieht, dass so ein Mädchen kein Kopftuch trägt. Die Kleinen tragen das nicht etwa gern, möchten es besonders bei Hitze abreissen, geht nicht, ,weil wir dann Ärger bekommen. Auch die Jungen haben es schwer. Haben sie schon mal einen Jungen nach der Beschneidung erlebt, was der noch für Schmerzen hat, muß die Hose immer weit von seinem …. abhalten, weil es weh tut. Heilt doch ewig nicht ab, sogar wochenlang nur Probleme. Ehrlich gesagt, wenn das deutsche Nazis mit ihren Kindern machen würden, dann würde man denen die Kinder wegnehmen, aber da es Religion ist, da müssen wir schweigen, sonst bekommen wir Ärger. Oder mit dem Essen. Da haben wir jetzt öfter Vegetarier, die anfragten ob vegetarisches Essen für ihr Kind möglich – abgelehnt, auch wenn das zahlenmäßig viele Kinder sind. Ist nur ein einziges muslimisches Kind in einer Gruppe, dann muß es islamisch ernährt werden, und wehe wir verstoßen dagegen, auch nur mal aus Schußeligkeit. Du schreibst was von FKK? Nicht mal mit Badehose geht es mehr für muslimische Mädchen, auch zugucken wie die anderen Kinder planschen geht nicht, die dürfen leicht bekleidete nicht sehen. Da kann man also extra mit denen drinnen bleiben, während die nichtmuslimischen Kinder draußen planschen dürfen, auch die muslimischen Jungs und die muslimischen Mädchen dürfen nicht? Nein, der Islam ist für mich mittelalterlich, kinder-und frauenfeindlich, und da sollen immer mehr zu uns kommen?

    Ich selbst esse Fleisch, aber ich lehne es ab, dass die Tiere unnötig leiden müssen Ist das nicht barbarisch, daß es in Deutschland jetzt gestattet ist, wegen den Moslems, diese armen Tiere ohne vorherige Betäubung zu töten, wo das das Tierschutzgesetz verbietet? Hast Du Dir Videos angesehen wie diese Tiere leiden? Jeder Linke müßte doch eigentlich den Islam ablehnen mit all diesen schlimmen Alltagssachen, nein stattdessen verharmlost man ihn. Wer für den Fortschritt ist, der kann doch nicht für die Ausbreitung des Islam sein, oder? Und außer Pegida gibt es doch gar keine andere Möglichkeit sich einzusetzen, alle anderen wollen doch das Gegenteil, obwohl die Mehrheit in der Bevölkerung für Pegida ist, das haben doch die Umfragen ergeben, nur die Mehrheit traut sich nicht auf die Straße zu gehen, weil es Repressionen gibt. Ich sage es Dir ehrlich, wenn ich nicht in Kürze in Rente gehen würde dann hätte ich mich aucht nicht getraut in Dresden mitzumarschieren und meine Mitstreiterinnen sind auch alles ältere, jüngere trauen sich nicht, wegen der Disziplinarverfahren. Das ist doch keine Freiheit hier, wenn nur eine Einheitsmeinung gefragt ist und die noch ins Mittelalter führt.

    • kranich05 schreibt:

      He, kleine Klarstellung: Ich sprechen nicht von vermutetem gesellschaftlichen Rückschritt, sondern von tatsächlichem. Gegenüber diesem tatsächlichen Rückschritt ist die Rolle des Islam eine Kleinigkeit.
      Deine Klagen über ein „schwarzes Tuch des Islamismus über dem Alltag“ kann ich nur als grotesk bezeichnen. Sicher bekomme ich nicht alles mit, Einiges aber schon, denn mein zweiter Lebensmittelpunkt liegt in Berlin-Kreuzberg; wird manchmal als größte türkische Stadt außerhalb der Türkei bezeichnet.
      Über die „kleinen türkischen Kopftuchmädchen“ hat sich damals schon der Herr mit den „sarrazenischen Wurzeln“ 😉 aufgeregt, was schon damals übergriffig war.
      Ich wünsche dir guten Appetit beim Fleischessen. Ich esse nur wenig davon und dann möglichst Wild oder Bio, weil ich unserer weltliche Barbarei der Massentierhaltung unerträglich finde.
      Mit den Repressionen ist es so eine Sache. Was ist eine Freiheit wert, für die ich nichts einsetzen muß?
      Tschüs, in Eile,
      auf Deinen letzten Kommentar möchte ich auch noch antworten und überhaupt auf das Video.
      Opa

  9. Carmen Mischwitz schreibt:

    Lieber Opa, ich weiß nicht ob diese Frage zu indiskret ist? Aber, sind Sie ein Trotzkist? Weshalb ich das frage, werden Sie sich fragen! Ich hatte bei der letzten Pegida-Demo die Telefonnummern mit einer fast neben mir marschierenden Marxistin-Leninistin ausgetauscht und gestern Abend mal mit ihr telefoniert, rein neugiermäßig, sie meinte Sie wären ein Trotzkist, der gegen die Nation ist und Multikultianhänger und dadurch ein Erfüllungsgehilfe (nicht meine Worte, nicht falsch verstehen) des internationalen Großkapitals. Keine Ahnung ob das überhaupt stimmt und ob sie da dazu gehören.

    Nun zu Ihrem Video! Teils, teils, also meine Meinung dazu ist zwiespältig! Also diese geheime Gruppe die diese Videos produziert, die ist ja schon länger bekannt, und da kursieren ja die tollsten Gerüchte wer dahinter steckt. Es ist immer nicht gut wenn sowas anonym kommt, aber die werden schon ihre Gründe haben, sieht man ja was man davon hat wenn man als Person sich zu was bekennt, da braucht man bloss das Video, was ich bei Ihnen sah, mit diesem Ken ansehen. Der ging viel zu freundlich mit diesen grauenvollen Antifaleuten um, die sind doch das allerletzte, haben gestern in Leipzig gewütet, 600 Mann, haben alles kurz und klein gehauen. Bezeichnend, dass da die Medien nicht groß drüber berichten, sind eben Lügenmedien. Wehe wenn das die Pegida-Leute gewesen wären, oh, dann hätte sich das gesamte Land erregt. Da sagt dieser Grüne Özdemir nicht „Mischpoke“ dazu, aber zu anständigen Pegida-Demonstranten. Lieber Opa, ich bin bestimmt keine Ausnahme, aber langsam hat man die Schnauze gestrichen voll, es reicht!

    Nochmal zu dem Video! Was mir da nicht gefallen hat, da hat man zu 99 % Filmmaterial aus dem deutschen Lügenfernsehen genutzt und das ist von vornherein einseitig und reine Propaganda. Also wir würden nie den Typen ein Interview geben, wäre ja blöd den Feinden noch Futter geben, Ausnahme das russische Fernsehen, das sind anständige Leute. Also unter dem Strich mit dem Video: trifft nicht ins Schwarze!

    Apropos: Jetzt verbreiten die bundesdeutschen Lügenmedien das Gerücht, die Islamisten hätten Anschläge in Dresden geplant, Bahnhof und so. Was damit bezweckt wird, das ist klar, es sollen Leute abgeschreckt werden zur nächsten Demo zu fahren, was wahrscheinlich auch gelingen wird, denn wer will schon auf dem Dresdner Bahnhof erschossen werden wie in Paris. Es ist alles nur widerwärtig! Das wäre alles nicht gekommen, wenn man früher wie die DDR es gehandhabt hätte, das war kein Einwanderungsland, aber der Adenauer der war ja Büttel der USA und die wollten die Türkei in die Nato einbinden und die Türkei verlangte, dass dafür die Deutschen die damals rückständigen Anatolier aufnehmen. Das wurde dann als wichtig kaschiert, angeblich würden Arbeitskräfte fehlen, was nicht stimmte, denn es gab noch viele deutsche Arbeitslose und die Kapitalisten jubelten, da hatten sie eine große Masse an Lohndrückern, nicht organisiert, sondern die rannten nur in die Moschee. Ja und jetzt sind sie da, haben ihre Familien nachgeholt und es sollen immer mehr rein geholt werden und das will nun das Volk nicht mehr, jedenfalls nicht die, die sich vor Zuständen wie in Berlin, Köln oder Frankfurt (Main) fürchten. Das sind nicht meine Worte, sondern dies erklärte mir die Kommunistin ML am Telefon so, war mir auch neu, aber überzeugte mich ehrlich gesagt. Ich sage es ehrlich, in diesen Multikultistädten mit den vielen Mohammedanern, dort möchte ich nicht leben, da wäre ich lieber tot. Ehrlich gesagt, wünsche ich mir die DDR zurück, dieses Multikulti gab es da nicht und das war bestimmt kein rechtsradikaler Staat.

    Hoffentlich ecke ich mit meinen Gedanken nicht an, aber was vorgaukeln, was ich gar nicht denke das habe ich lange genug gemacht, schon auf Arbeit mußte ich das, aber in 4 Wochen ist da sowieso endlich Schluß, dann muß ich nicht mehr die „Gusche“ halten. Glauben Sie mir das, lieber Opa, hinter vorgehaltener Hand sagen das fast alle mir bekannten jungen Leute, aber sie halten sich raus, wollen keinen Ärger haben, müssen ihre Familien ernähren.

    So, das war es erst einmal, aber ich kann nicht dauernd hier schreiben, sollte eigentlich bloß einmalig sein, da ich durch einen nicht gerade schmeichelhaften Link woanders auf Ihren Blog aufmerksam wurde und neugierig, aber ich muß sagen, bis jetzt kann ich nicht klagen und finde Sie nicht reaktionär, wie da behauptet wurde.

    Viele liebe Grüße

    • Albert A. schreibt:

      Es ist nicht so, dass die DDR vor den Ausländern vollkommen abgedichtet gewesen wäre. Es arbeitete und studierte dort z.B. eine Menge Vietnamesen. Und nach der Wiedervereinigung saßen die Vietnamesen zwischen allen Stühlen. Und weil viele von ihnen nicht in ihre Heimat zurückkehren wollten, (aus welchen Gründen auch immer) versuchten sie mit fast allen mitteln hier und da Fuß zu fassen. Einige sind nach Tschechien ausgewandert, wo sie gleich an der Grenze vielfältige freie Märkte unter freiem Himmel gründeten.

      Auch viele Zigeuner – Sinti und Roma, wanderten nach Tschechien aus: aus Rumänien, Bulgarien, ehemaligem Jugoslawien, halt aus befreundeten Nachbarländern. Diejenigen, die es nicht bis nach Deutschland schafften oder zurückkehren mussten, blieben halt in Tschechien hängen. Und einige Bürgermeister haben dann versucht, um die Siedlungen der Roma und Sinti Mauern zu bauen. Sogar die Bürgermeister fühlten sich überfordert…

      Ich will mit diesem Hinweis nicht von dem Frieden in der Ukraine ablenken, aber habe schon den Eindruck, dass uns die Akzeptanz gegenüber dem Islam so sehr herausfordert und anstrengt, dass wir letztendlich von vielen anderen Minderheiten abgelenkt werden. Warum schaffen es die anderen Minderheiten nicht, auch so eindrucksvolle Protestmärsche gegen sich in Gang zu setzen? Schlechte Pressearbeit? Kein Zugang zu Medien?

      Sie werden halt, wenn sie Glück haben, nur noch persönlich angegriffen.

      • kranich05 schreibt:

        Ich glaube, dass die DDR ein eher zwiespältiges Beispiel für Integration von Minderheiten abgibt. Wenn Staat und Gesellschaft es wollten, dann haben sie beeindruckende Integrationsleistungen vollbracht. Ich denke an „Umsiedler“ bzw. „Flüchtlinge“, im Westen „Vertriebene“ genant. Auch an Juden ist zu denken. Wenn Integration nicht gewollt war, passierte gar nichts. Beispiele sind die vietnamesischen aber auch die kubanischen und angolanischen Vertragsarbeiter. Ja, sie konnten arbeiten, sie konnten lernen, sie waren ordentlich untergebracht. Aber sie waren auch mit ungebremstem Alltagsrassismus konfrontiert, und darüber wurde nicht gesprochen.

    • kranich05 schreibt:

      Nur mal kurz zur indiskreten Frage: Ich bin überhaupt kein „-ist“.
      Am nächsten komme ich dem Marxismus-Leninismus. Da ich den etwas studiert habe, weiss ich halbwegs wovon ich rede. Bei Marx gibt es, abgesehen davon, dass seine Lebenszeit wirklich schon sehr lange her ist, eine sehr irreführende Einschätzung: Ich meine „die historische Mission des Proletariats“. Das ist unhaltbar und das wiederum ist für das ganze Konzept ziemlich gravierend. Grandiose, gültige Leistungen sind seine tiefschürfende Erkenntnis des Kapitals und die Grundlegung der materialistischen Geschichtsauffassung. Diese Erkenntnisse, auf heute angewandt, schützen zuverlässig vor solchen Albernheiten, wie „Patriotische Europäer“, „Abendland“ und „Islamisierung des Abendlands“.
      Lenin ist Theoretiker und genialer Praktiker. Er hat immer wieder in schwierigsten neuen Situationen des gesellschaftlichen Kampfes, theoriegeleitet aber ohne ausgereifte Theorie, das Richtige gemacht. Es war ihm nicht vergönnt, dieses genial Richtige bei der praktischen Orientierung auf den Sozialismus theoretisch auszuarbeiten, also verallgemeinert zu fixieren. Es ist unter einem Berg von Ignoranz und Schmähung begraben und unter einem Wust von verqueren Deutungen. Aus diesem Grund nenne ich mich auch nicht Leninist, es wäre vieldeutig.
      Zu „meinem“ Video. Das „mein“ möchte ich doch sehr relativieren. Wenn ich es hier verlinkt habe, so vordergründig deshalb, weil dort die Interviewten von Pegida ernst genommen wurden. Das ist Voraussetzung, damit Streit überhaupt sinnvoll werden kann. Sonst aber habe ich an dem Video sehr viel auszusetzen (die Anonymität gehört auch dazu) und werde mir wohl noch die Mühe machen, in einem eigenen Posting meine Meinung dazu zu schreiben.
      Übrigens habe ich mitgekriegt, dass der im Video auftauchende Franzose (der auch schon mal bei Pegida redete) nun eine Bewegung „Endgame“ machen will: „Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas“.
      Schöne Grüße
      Opa

  10. Stresstest schreibt:

    … ein bemerkenswerter Beitrag, @Carmen! Ich habe Tränen gelacht. Und PEGIDA als separatistische Bewegung zur Wiederherstellung der DDR – dies entfaltet natürlich eine ganz neue Wirkung.

    Stresstest – „Großraum Krefeld“

    • Carmen Mischwitz schreibt:

      Warum haben Sie Tränen gelacht, Stresstest? Sie, als Pole, können uns Deutsche ja auch auslachen, denn Polen ist ein ethnisch und konfessionell homogener Staat, bei 38 Millionen Einwohnern nur 25-30 tausend Muslime und aufgenommen werden jetzt auch keine weiteren und das wo Polen ungefähr die Größe von Deutschland hat. Wir haben eine Kollegin, die aus Polen kommt, verstehe mich gut mit ihr, auch die schüttelt nur den Kopf, daß wir Millionen an Muslimen aufgenommen haben, wo wir sowieso schon zu den dichtbesiedelsten Ländern gehören. Ja, und die Polen (wie meine Kollegin) sind patriotisch, das ist normal, da sagt keiner rechtsextrem dazu, die sagen auch mit stolz „Patrioten“ (bin ab und an in Polen gewesen, also ich habe das selbst persönlich mitbekommen), sagen wir Deutschen das, allein schon in dem Namen von Pegida, dann ist die Hölle los. Schon merkwürdig wie mit zweierlei Maß gemessen wird.

      Oder weshalb haben Sie Tränen gelacht? Das würde ich gern wissen, ich bin mir keiner Schuld bewußt.

      • Stresstest schreibt:

        … werte @Carmen,

        dank Internet habe ich Dr. Kurch als einen couragierten, kompromisslosen Humanisten kennen und schätzen gelernt. Hinzu kommt seine große Zuneigung zu Natur und Ästhetik, die auch mir nicht unsympathisch bzw. gleichgültig sind. All das kann man ihm tatsächlich „vorwerfen“. Und egal welche PEGIDA-Mitmarschiererin auf die paranoide Idee kommt, Dr. Kurch als „Erfüllungsgehilfen des internationalen Großkapitals“ (Muahahaha!) einzustufen, dann muss ich zwangsläufig Tränen lachen. Tut mir aufrichtig leid, aber anders geht es nicht.

        Was die „Kollegin“ aus Polen anbetrifft, da hab ich nicht viel zu sagen – ich kenne sie nicht. Aus Erfahrung kann ich allerdings bestätigen, dass es kluge und auch weniger kluge Polen/Polinnen gibt. Zur Aufnahmefähigkeit von Flüchtlingen in Deutschland und Polen möchte ich beispielsweise darauf hinweisen:

        „[…] nahezu 12 Millionen Einwohner Polens – oder 31,4% der Gesamtbevölkerung – in überfüllten Wohnungen leben, in denen pro Zimmer mindestens zwei Personen wohnen. 3,7 Millionen Polen müssen sich sogar zu dritt ein Zimmer teilen.“

        http://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2010/detailansicht/article/der-polnische-wohnungsmarkt-in-zahlen.html

        „Deutschland droht gewaltiger Wohnungsleerstand
        […] Auf dem Land und in verwahrlosten Städten werden rund 20 Prozent der Wohnungen leerstehen.“

        http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article119731015/Deutschland-droht-gewaltiger-Wohnungsleerstand.html

        Stresstest – „Großraum Krefeld“

        • Carmen Mischwitz schreibt:

          Also das überzeugt mich nicht, daß wegen der Wohnungsnot in Polen man dort keine Muslime ins Land läßt und keine Flüchtlinge aufnimmt. Du schreibst von dem riesigen Wohnungsleerstand in Deutschland. Also ich habe davon noch nichts mitbekommen, ganz im Gegenteil, es gibt immer weniger bezahlbaren Wohnraum, jedenfalls in Städten wie Magdeburg, Leipzig, Halle, Dessau, wo ich mich auskenne. Da braucht man bloß mal sehen, wenn es irgendwo eine Wohnungsbesichtigung einer Billigwohnung gibt, wie viele Menschen da anstehen. Was heißt Billigwohnung, die sind für ganz Arme auch nicht erschwinglich. Von wegen Wohnungsleerstand! Warum gibt es denn jetzt immer mehr Obachlose auch bei uns, denen man kein Obdach gibt, weil die Unterkünfte übervoll sind müssen sogar Minderjährige auf der Straße schlafen, weil sie abgewiesen werden. Auch die anderen deutschen Obdachlosen dürfen nicht wie die Asylbewerber sich Tag und Nacht im Warmen sich aufhalten, sie werden früh um 8 aus dem Heim geschmissen und erst gegen 19 Uhr dürfen sie wieder rein. Das bekommt Ihr hier gar nicht mit, weil wahrscheinlich gutsituiert oder abgebrüht, unter dem Motto „die sind selber Schuld“.

          Wir hier in der ehemaligen DDR haben da noch Herz und sind nicht für diese Ungerechtigkeit, gehen auf die Straße jetzt. Zu DDR-Zeiten gab es keine Obdachlosigkeit. Ja, da lächeln die Wessies wieder süffisant, meinen ihre „Freiheit“ wäre besser. Was denn für eine Freiheit, als Obdachloser auf der Straße leben zu müssen, während das satte Bürgertum (auch die Linken) schreien: Wir können noch mehr Ausländer in Deutschland aufnehmen?

          Ich weiß es selber, wie sich in der DDR bemüht wurde, keine Obdachlosigkeit zu zu lassen. Kann mich noch gut erinnern, wie wir in Betrieben und Einrichtungen, wie zum Beispiel Kindergarten, dazu verdonnert wurden einen entlassenen Häftling aufzunehmen, im Kindergarten als Hausmeisterhelfer. Wochen vor der Entlassung des Häftlings bekamen wir Bescheid, die Stadt stellte eine Wohnung zur Verfügung und stellte einige Möbel, wie Küche und so und wir vom Kindergarten gingen dann dort hin, machten Lampen an, schneiderten Gardinen, richteten alles wohnlich her so daß der Entlassene als er rauskam sofort in eine fertige Wohnung kam, natürlich gebrauchte Sachen, aber kein Müll und eine Arbeitsstelle hatte der sofort und wir kümmerten uns. Oftmals dankten es solche Leute nicht, kamen nicht zur Arbeit, tranken bestahlen uns, aber auf die Straße wurde keiner geschickt. Was war für den Einheimischen nun besser, damals oder die Multikultigesellschaft heute?

  11. Carmen Mischwitz schreibt:

    Lieber Opa, wie stehst Du denn zu den Äußerungen der KPD-Marxisten-Leninisten zum Islam, gerade bei den beiden letzten Artikeln in deren Zeitung (http://www.rotermorgen.info) . Gibt ja vier verschiedene KPD-ML´s, wie mich die Mitmarschiererin bei der Demo aufklärte, die ist aber nicht bei Roter Morgen, wie die heißen, weiß ich gar nicht mal.

    • kranich05 schreibt:

      Liebe Carmen,
      ich kümmere mich um KPD-ML usw. nicht. Natürlich habe ich mir irgendwann etwas von ihnen in die Hand drücken lassen (man sieht sie ja immer auf Demos und NUR auf Demos), fand das aber immer sektiererisch-öde. „DirzuLiebe“ habe ich den Charlie-Artikel, den Du verlinkt hast, mal angesehen aber gleich wieder weggeklickt. Wer die Anti-Muslimhetze via Verletzung religiöser Gefühle mit Religionskritik und Kommune vergleicht, hat nicht alle Tassen im Schrank. Ich sehe nur einen zutreffenden Vergleich der Mohammedbilder – den mit den Judenbildern der Nazis.
      Neben den USA gehören die französischen Imperialisten zu den blutigsten Moslemschlächtern, wie sie von Algerien über Lybien bis Mali und weiteren Ländern ihrer Kolonialtradition bewiesen haben und in Syrien brennend gern offen beweisen würden.
      Ich glaube übrigens, dass die Faustregel gilt, dass etwa 9o% der Leute, die sich heute als links bezeichnen, Müll reden.

  12. Pingback: Nicht rechts? nicht links? aber mit einer subtilen Botschaft | opablog

  13. Dattler schreibt:

    Aha, Opablog, bis jetzt habe regelmäßig ich den altermann-blog angeklickt nun kommt der opablog dazu. Die alten Männer haben doch noch wichtiges zu sagen. Ich finde die Einteilung in Rechte Linke nicht überflüssig da ich mich als Altlinken und früher Kommunist (bis 1990) bezeichne. Dabei teile ich die Beurteilung des Marxismus durch Kranich05 “die historische Mission des Proletariats”. Das ist unhaltbar und das wiederum ist für das ganze Konzept ziemlich gravierend“
    Warum ist der „Real Eistierende Sozialismus gescheitert? Dazu finde ich bei den Noch-Kommunisten keine befriedingede Antwort. Ich habe das Jasinna Viodeo auch angesehen. Ihre Filme sind ganz gut aber manchmal haut sie schön daneben und driftet in die Esoterik ab wo der Weg zu den Faschisten nicht mehr weit ist. Siehe Hinweis auf Richard Milich.
    Als ich politisch aktiv werden wollte ca. 1976, da gabe die vielen Mini-Lenins, KPD-AO, KBW, KPD-ML, KB Nord, Marxistische Gruppe, Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD bei dem ich zuerst hängen blieb. Dort sammelte ich Sektierererfahrung. Jeder gegen Jeden und Konstantin Wecker sang “ vor diesen Linken brauchen sich die Mächtigen nicht zu fürchten. Als China das heilige Vietnam überfallen hat kamen wir sauber ins Trudeln darauf habe ich mich in der DKP organisiert weil ich die für die echten Kommunisten hielt und noch halte. Aber da war dann Tschernobyl und Gorbi. Ich mußte feststellen, daß ich ein Gläubiger war, der ich doch nicht sein wollte. Der Untergang des R.E.S. war damals eine Katastrophe für mich. Heute sehe ich das als logische Konsequenz der marxistischen Theorie wie sie von den Verantwortlichen in der Sowjetunion und ihren Verbündeten interpretiert wurde. Aber wie gesagt die wirklichen Gründe des Untergangs sind vielschichtig und es scheint niemanden zu interessieren das aufzuklären. Hauptsache sie sind weg vom Fenster. Allerdings, die Aufgabe die die Kommunisten bewältigen wollten die Aufhebung der Ausbeutung der Menschen durch den Menschen ist geblieben.
    Das diese Aufgabe wichtig ist zeigen die Erignisse der letzten 25 Jahre. Wer bremst den Imperialismus? Ich habe noch keine Antwort darauf.

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