Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen und Euch einen fröhlichen Rutsch ins Neue Jahr und im Jahr 2015 neben vielen guten, erwünschten Dingen, dass Sie weiterhin Lust haben, ab und zu im opablog zu lesen. Oder in meinem anderen Blog, dem DDR-Tagebuch „tageundjahre“. Neuigkeiten wird es in beiden Blogs in den nächsten Tagen nicht geben, denn wir sind ohne Internet aber mit Freunden unterwegs am Rande des Müritz-Nationalparks. Aber danach soll es mit der Bloggerei munter weitergehen.

Ich bemühe mich seit langem, keine unrealistischen Erwartungen mit dieser (gar nicht so nebensächlichen) Beschäftigung zu verbinden, und so erlebe ich die unvermeidliche Enttäuschung des vergeblichen Mühens nur abgeschwächt. Das kommende Jahr wird, wie das alte, von Kriegsgefahr und Kriegsgeschrei erfüllt sein. Ehrlich gesagt, erwarte ich dass das zunimmt. Dabei mag es retardierende Momente geben und dann wieder andere, in denen wir buchstäblich abstürzen. Die Menschen sprechen dann von Schicksal, und ich glaube auch, dass man den rumpelnden Wagen auf seiner abschüssigen Strecke wohl kaum wenden kann. Aber wehren kann man sich dennoch dagegen, dass die Besoffenen auf dem Kutschbock immer weiter drauflospeitschen.

Ich wehre mich, weil mir Widerstand Spass macht. Lust an Streit und Polemik – nicht als Selbstzweck – habe ich schon immer gehabt. Meine Kritik wird nicht zuletzt jene treffen, die Qualitäten, wie „Friedensbewegung“ oder „Linkssein“ wie einen Panzer benutzen, durch den kein Tropfen Lebensblut mehr dringt oder gleich als Betonklotz, mit dem sie ehrliche Leute niederdrücken.

Sich auf die Finsternisse einzulassen, hält der Mensch lange aus, so ist meine Erfahrung, wenn er zugleich immer wieder die vielen schönen Menschen wahrnimmt. Enkelin Tilda ist nun gerade ein Jahr geworden, und die glücklichen Eltern – beide Fotografen! – haben uns aus diesem Anlaß ein Fotobuch geschenkt. Wie dieses Gesichtchen und diese Gesichter das Menschenmögliche ausdrücken… ich möchte hier gar nicht versuchen, diese Beglückung in Worte zu fassen.

Und dann hat der bloggende Opa ja noch sein soziales Netz aus (Mrs.) Tapir, Eurasierin „Inca“ und Karthäuserin „Blaubär“; ein Netz, im Garten aufgespannt, in dem Reich des unendlichen „Stirb und werde!“, in dem zuverlässig und rücksichtslos die Sonne waltet, in dem Opa staunt und mittut und lernt und in den Highmomenten sich gar als Sonnenstellvertreter fühlt….

Z. B. die 160 Jahre alte Buche mit den Altersbeschwerden. Im Wald keinen Kilometer entfernt. Im Februar, bevor ihre Saftruhe zu Ende geht, wird sie gefällt sein. Und zwei Opas werden viele Stunden an dem Riesen herumturnen. Sie werden ihn zerlegen und nach Hause fahren. (Und Opa wird insgeheim stolz sein, was er mit seinen fast 75 noch kann.) Und zu Hause wird Opa diese und die andere und die dritte Spaltaxt schwingen. Und am Ende ist der Holzvorrat für den Winter 2017/2018 bereit. Und der Blogger mag es als Anlaß nehmen, über Mühe und Genuß und die einfachen Dinge zu spinnen.

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