Warum werden die Montagsmahnwachen so angefeindet?

Weil sie so unglaublich viel richtig machen.

Danke den Montagsmahnwachen!

Die Mahnwachen bringen nicht nur unverrückbar, öffentlich und laut ihren Friedenswunsch zum Ausdruck, sie verstehen zudem Frieden in ganz umfassenden Sinne.

Und das in einer Zeit, in der den Herrschenden die Kriegsvorbereitung und zu diesem Zweck die allseitige Militarisierung der Gesellschaft nicht schnell genug geht, nicht umfassend genug sein kann.

Diejenigen, die gegenwärtig Herrschaft ausüben, reiten zu Faschismus und Krieg. (Der Appell der 60, unter ihnen etliche ehemals an Herrschaft aktiv Beteiligte zeigt, wie entsetzt diese Leute sind.) Die Montagsmahnwachen stellten sich seit März 2014 am Lautesten und Sichtbarsten quer, und ihr Alarmruf wurde gehört. Darum werden sie gehasst bis auf den Tod.

Raffiniert, über mehrere Winkelzüge, wird der HOGESA/PEGIDA-Rassismus nach oben gehievt. Der ist eine Mehrzweckwaffe. Ein Hauptzweck: Die sich allmählich entwickelnde Friedensvolksbewegung – ihr Name ist „Friedenswinter 2014/2015“ – zu verhindern.

Man vergleiche, wie PEGIDA medial und politisch gepäppelt wird und wie man demgegenüber gegen die Montagsmahnwachen seit einem Dreivierteljahr die mediale Vernichtung betreibt. Jüngstes Beispiel ist ein Video bei 3sat „Das Jahr der Montagsdemos“ (Achtung! Nur noch 3 Tage online), in dem eine einleitende Polemik gegen PEGIDA mittels Kronzeugin Ditfurth nahtlos in die Diffamierung der Montagsmahnwachen übergeleitet wird.

Die Montagsmahnwachen und Aktive der „alten Friedensbewegung“ haben jeweils eigene Grenzen überwunden und mit dem „Friedenswinter 2014/2015“ eine neue Qualität erreicht. D. h. beide Seiten waren lernfähig. Deshalb hasst sie das System bis auf den Tod.

Die Traditionslinke und die Traditionsfriedensbewegung, die seit 25 Jahren einer neuen Qualität des Anpassungssogs ausgesetzt sind, haben Dank der Montagsmahnwachen pünktlich mit dem ersten Tausend Kriegstoten in Europa ihren August 1914 erlebt. Das hat die Bundestagsfraktion der Linkspartei veranlaßt und zwar am 16.12.2014, also nach der hoffnungsvollen Demonstration des Friedenswinters gegen den Militarisierungspräsidenten Gauck am 13.12., mit deutlicher Mehrheit ihre Feindschaft gegen die Montagsmahnwachen und deren profilierte Vertreter zu bekräftigen. Die Montagsmahnwachen halten der Linkspartei den Spiegel vor, deshalb diese Feindschaft.

Der Führer dieser Partei in Berlin, ein übler politische Hanswurst, twitterte daraufhin: „Freiheit, Freibier & Frieden“. Der Fraktionschef dieser Partei im Bundestag, ein übler aber einflußreicher politischer Heuchler, machte einen „kreativen“ Vorschlag, wie man einem Kriegseinsatz der Bunderswehr mittels Umweg die Zustimmung der Linkspartei sichert. Sie sind Bundesminister im Wartestand. Höher geht es nicht. Ken Jebsen demgegenüber macht keine dummen Sprüche, sondern entwickelt über vierzig Minuten Gedanken eines verantwortlichen Menschen zur Zeit – turmhoch über diesen ehemaligen Linken.

Darum der Hass.

Ich kann dieses Posting nicht beenden, ohne die bittere Frage zu stellen: Wie kann diese Partei, deren Mitglieder einmal meine Genossen waren, so schändlich den Weg in Faschismus und Krieg begleiten?

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6 Antworten zu Warum werden die Montagsmahnwachen so angefeindet?

  1. Lutz Lippke schreibt:

    Wenn ich mich erinnere, wieviel Skepsis auch wir hier bei aller Symphatie für die Mahnwachen eine Zeitlang mit uns rumtrugen, ist das wirklich ein unglaublicher Erfolg. Die Angriffe waren sehr hart, aber die Aktivisten haben es bisher durchgestanden und scheinen ungebrochen. Ich bin Keiner, der Idolen nachläuft. Aber das nötigt mir wirklich großen Respekt ab.
    Am 13.12. hätte ich Hr. Jebsen, Hr. Mährholz und Hr. Shahyar direkt ansprechen können. Obwohl sie locker und zugänglich wie eben Ken, Lars und Pedram waren, ließ ich es, denn sie hatten schon so genug zu tun. Ich war auch nicht dort, weil ich Autogramme oder einen Händedruck wollte. Sie haben meine Symphatie und unabhängige Aufmerksamkeit. Auch die Kamerafrau (ihr Name ist mir gerade entfallen) mit dem Pausenvideo – sehr sympathisch.
    Ich sehe für mich 3 Aufgaben:
    1. selbst auf der Strasse und informiert bleiben
    2. im direkten Umfeld immer wieder gegen die Medienmanipulation aufklären und aktivieren
    3. Abweisende auf Seiten der Linken, der Medien und der Wissenschaften kontaktieren und zur Diskussion auffordern.

  2. Johannes Bard schreibt:

    Dinge sind nicht so wie sie scheinen.
    Dinge erscheinen uns so, wie sie uns erscheinen SOLLEN…
    Wer erfand die PEDIGA?
    Mischkalkulation der Medienmacht:
    Seit dem Frühjahr stehen sich Montag für Montag Mahnwachen die Füße platt gegen die Falschinformation der Medien und für Interessenausgleich und Frieden der Völker.
    Diese Mahnwachen wurden erst vorsätzlich ignoriert. Half nix.
    Als sie trotzdem in immer mehr Städten entstanden, wurden sie lächerlich gemacht „Wahnwichtel“.
    Half auch nix.
    Offenbar werden sie jetzt dadurch bekämpft, dass sie – LeiD-medial befeuert mit ausländerfeindlichen Strömungen – unterwandert werden.
    Das lenkt ab und kanalisiert die Wutbürger in die gewünschte Richtung, die man sodann gemeinschaftlich zerschlagen kann.
    So funktioniert LeiDmedienManipulation…
    Dinge sind nicht so wie sie scheinen.
    Dinge erscheinen uns so, wie sie uns erscheinen SOLLEN…

  3. Frank Geppert schreibt:

    Hat dies auf Friedensbewegung Halle rebloggt und kommentierte:
    Eine interessante Analyse des kritischen aber auch amüsanten „Opablogs“ über die neue und alte Friedensbewegung und andere Friedensbefürworter wie die 60 Prominenten, die genau wie wir von den Nato-Verstehermedien diffamiert und bekämpft werden:

  4. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Montagsmahnwachen

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