Heute vor sieben Monaten, am 2. Mai 2014,

verübten ukrainische Faschisten das Massaker von Odessa (konzentrierte Informationen hier: „HA’OLA“).

Ich werde nicht ermüden, an dieses Verbrechen und an die gleichrangigen Verbrechen der Scharfschützen auf dem Maidan und des Abschusses von MH17 zu erinnern. Jedoch wäre es ein Selbstbetrug, zu glauben, dass allein aus den Gefühlen heraus des Entsetzens, der Empörung und der Solidarisierung mit den Opfern Aufklärung und Sühne zu erreichen wären.

Nein, eher das Gegenteil ist der Fall. Neue Ereignisse bringen neue Erfahrungen und diese neue Gefühle. Neues lagert sich über Älteres, dessen Konturen wie unter einer Staubschicht verschwinden. Nur das Denken kann solchem Schwinden entgegenarbeiten, und begründete Aussagen und Urteile und Bewertungen können die endgültige Verdunklung verhindern.

Ohne Zorn und Eifer sei festgehalten, dass die drei Massakerereignisse, die die Geburt der „europäischen Ukraine“ kennzeichnen, weder von dem ukrainischen Regime noch von seinen USA- und EU-Verbündeten aufgeklärt werden. Im Gegenteil, diese Aufklärung wird dauerhaft konsequent hintertrieben.

Ohne Zorn und Eifer, nur aus Anerkennung der Tatsachen, folgt daraus die Einschätzung, dass das ukrainische Regime sich auf Faschisten stützte und diese bis heute deckt.

Ohne Zorn und Eifer, nur aus Anerkennung der Tatsachen, folgt daraus die Erkenntnis, dass die USA- und EU-Politik, namentlich die deutsche, mit Faschisten kooperiert, offen und dauerhaft.

Diese Feststellungen treffe ich nicht, weil mir Rechthaberei gefällt, sondern, weil sie gravierende Auswirkungen auf unser lustiges Leben haben, bis hinunter zur letzten Propagandaminute der Tagesschau.

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6 Antworten zu Heute vor sieben Monaten, am 2. Mai 2014,

  1. Vernon schreibt:

    Möglicherweise gibt es noch ein weiteres Opfer: der spanische Staatsbürger „Carlos“, zuletzt Fluglotse in Kiew, ist verschwunden. Eigentlich müsste die holländische Ermittlungsbehörde, die MH017 aufzulären hat, diesen Mann als Zeugen nach Holland holen. Es wäre wichtig zu ermitteln, wer die Anweisung zur Kursänderung der Malaysia-Maschine ins umkämpfte Gebiet gab. Hierbei wäre ein Indiz zu erkennen, ob es sich beim Abschuss der Maschine um einen Irrtum oder um Absicht handelt. Auch die spanische Regierung müsste sich um das Wohlergehen ihres Staatsbürgers kümmern.
    Wenn im fernen China ein Kritiker der Regierung Unannehmlichkeiten hat, melden sich üblicherweise sämtliche Menschenrechtsorganisationen zu Wort. Im Falle von Carlos herrscht dagegen das große Schweigen!

  2. Lutz Lippke schreibt:

    Ich hatte versucht, auf der „Meinungsseite“ Ukraine der Grünen im Kommentar einen Verweis auf obigen Blogbeitrag zu setzen. Erfolglos kein Kommentar, kein Verweis, nicht mal einen Hinweis bekam ich, warum die Kommentarfunktion nicht funktioniert.
    Warum gerade bei den Grünen?
    Für mich war die Haltung und Aktivität zur Ukraine nicht die erste Enttäuschung in Bezug auf die Grünen. Aber es ist wohl die tiefgreifenste und folgenschwerste Offenbarung, die mich bisher ereilte. Sicher hatte Außenminister Fischer bereits früher den Kriegstreibern „grünes“ Licht gegeben. Aber da gab es noch Zerreißproben und offene Auseinandersetzungen. Wobei ich immer noch davon ausgehe, dass Mitglieder und Wähler den Grün-Braunen Führern nicht folgen und Konsequenzen ziehen werden. Könnte ein Rücktritt der 1. Reihe noch etwas retten? Muss sich linke, friedliche, zukunftsorientierte Politik in Deutschland ohne die Grünen neu formieren?
    http://www.gruene.de/#mod-article-meta-comments

  3. Joachim Bode schreibt:

    Wieder mal „nur ein Einzelfall“, sicher aber nicht erst der 35ste…. :

    http://www.heise.de/tp/artikel/43/43483/1.html

    Gibt es eigentlich schon eine nähere Betrachtung DES „Einzel“falls, wenn dieser in Massen auftritt?
    Und sitzt im ZDF (nur als Beispiel) nur ein einzelner Faschistenversteher – quasi als „Einzelfall“?

  4. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Europapolitik rebloggt und kommentierte:
    Unaufgeklärte Verbrechen

  5. Dian schreibt:

    Nach einer internationalen Umfrage führen die USA die Liste der terroristischen Staaten an
    http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=14029
    Mein Link hier soll nicht von der deutschen Verantwortlichkeit in Bezug auf die Ukraine ablenken. Wenn die US-Regierung nach Nuland wenigstens 5Mrd. $ in den ukrainischen Putsch steckte, so liefert Deutschland mit seinen NGOs zumindest das politische Know-how und aktuell sogar die Manpower per „Eingreiftruppe“ – „Speerspitze“ -.
    Merkel, Steinmeier und von-der-Leyen werden sich für ihre Kriegshetze und Aggressionspolitik gegen das eigene und weitere Völker und als Vasall der USA noch verantworten müssen. Je eher, desto besser.

  6. Pingback: Heute vor acht Monaten, am 2. Mai 2014 … oder: Wollen wir uns um Tatsachen und Begriffe kümmern? | opablog

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