Ein Seitenhieb

von Joachim Bode

Die spinnen, die Regensburger….

Soeben erfahre ich, das Landgericht Regensburg habe sich – wohl nach öffentlichem Druck – dazu durchgerungen, das Mollath-Urteil zu veröffentlichen.

Wörtlich ist unter der Homepage der Bayerischen Justiz  zu lesen:

Pressemitteilung 2014-7: Schriftliches Urteil in der Sache Mollath

Den teilweise anonymisierten Volltext des schriftlichen Urteils in der Sache Mollath können Sie nunmehr als PDF-Datei abrufen.“

Hat man die pdf-Datei heruntergeladen und geöffnet, springen einem die zahlreichen Lücken ins Auge, jedoch zunächst nicht die zweifellos vorhandenen Denklücken der Justiz anlässlich der Urteilsfindung, sondern bei dem Abdruck des Namens des wohl berühmtesten Justiz- und Psychiatrie-Opfers seit Jahrzehnten. Statt „Mollath“ steht überall nur „M“ – mit anschließender Lücke, wohlgemerkt. Als wüsste keiner, um wen es geht….

Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, es handele es sich um das Urteil gegen „M“ aus dem Film „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1931. Aber der dortige M wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet, während unser M freigesprochen wurde.

Hoch lebe die Bayerische Justiz!

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3 Antworten zu Ein Seitenhieb

  1. mal wieder da schreibt:

    http://www.dwdl.de/nachrichten/49932/fokus_auf_verteidiger_hofmann_verfilmt_fall_mollath/

    War es so? Erst das Buch in einem Schweizer Verlag, jetzt noch Filmrechte zum Buch und langes Lamentieren, dass die Arbeit pro bono sei?

    Da hat ein Verteidiger viel Ansehen genossen, weil er sagte, er tue es pro bono, erhalte kein Geld u.s.w. . Und später sagt er ganz selbstverständlich, die Filmrechte habe ich mir vorher gesichert.
    Ob er da Frau Wolff und Frau Prem daran beteiligt? Und wen noch?

    • kranich05 schreibt:

      Dazu müsste wirklich jemand ’ne Satire schreiben. 🙂

      • ein Fan vom Opablog schreibt:

        Lieber Opa,
        nur zu, leg los, wird bestimmt lustig. Aber ob das so manche gerne lesen, die sich an der Nase haben herumführen lassen? Wird es für manche vielleicht durch Satire ein schreckliches Erwachen geben?
        Das Leben ist ist bunt. Und doof sind ja nur die, die einen Fehler zwei Mal machen 😉
        Schöne Grüße

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