Dank einer weiteren Rede des Joachim Gauck – „Revolutionär der letzten Stunde“ –

kann man erneut beobachten, wie erstaunlich kritisch (bis allergisch) BundesbürgerInnen reagieren. Das spiegeln z. B. die Kommentare der Tagesschaumeldung von gestern wieder. Es wurden 109 an der Zahl, nachdem die Kommentarfunktion nach acht Stunden abgeschaltet wurde. Wohl keine 5% sind es, die dem Herrn Bundespräsidenten zustimmen. (Unter den ersten 30 Kommentaren ist ein einziger (!), der Gauck lobt. Danach habe ich aufgehört zu zählen.)

An die große Diskrepanz zwischen dem, was die Medien und die regierenden Politclowns verkünden und dem, was viele Menschen denken, habe ich mich in Bezug auf die Ukraineberichterstattung fast gewöhnt. Zu unverschämt wird dabei nach allen Regeln der Kunst gefälscht. Dass aber in Bezug auf „die deutsche Frage“, auf die sog. friedliche Revolution in der DDR derart massiv eine vergleichbar kritische und illusionslose Stimmung zum Ausdruck gebracht wird, das hat mich doch überrascht.

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3 Antworten zu Dank einer weiteren Rede des Joachim Gauck – „Revolutionär der letzten Stunde“ –

  1. Lutz Lippke schreibt:

    Ich hatte schon häufiger geäußert, dass ich bei Schuldzuweisungen von starrer Personifizierung ebenso wenig halte wie von starrer Entpersonifizierung. Beides muss relativ im Verhältnis zur Sache stehen. Systemfragen sind nicht ohne die dafür stehenden Personen zu lösen und Personalfragen nicht ohne das prägende System.
    Der Bundespräsident hat eine besondere Rolle, die durchaus individuell ausgefüllt wird. Der vorherige Bundespräsident Wulff war sicher auch kein Traumkandidat, es war wohl das zugewiesene Trostpflaster für den Merkel-Konkurrent .Trotzdem hat Wulff einige vernünftige Akzente gesetzt.
    Nach seinem Sturz hob man mit grün-schwarz-rot-goldenem Ehrenkranz den Stasi-Gauck als Ex-DDR-Bürgerrechtler und Pfarrer auf das Podest. Anfangs unbeholfen und ungeschickt, hat er sich wie Wulff eingearbeitet. Nur besitzt er ein ganz anderes Amtsverständnis. Während Wulff den Abschiebeposten im Sinne eines gut dotierten Ehrenamtes für Alle Bürger ausfüllen wollte, sieht Gauck seine Einarbeitung darin, in die richtige Richtung zu schauen, den einstudierten Auftragstext mit der Überzeugungskraft der eigenen dümmlich-revanchistischen Vita unters Volk und in die Welt zu senden. Das ist beleidigend, bringt nicht nur die Bürgerbewegten, sondern die Ex-DDR-Bürger und letztlich alle Deutschen in Misskredit. Wäre Honecker ein Kriegstreiber gewesen, hätte er mit seinen eigenwilligen Auftritten nicht lange politisch überlebt. Warum ein Kriegstreiber als Bundespräsident gehalten werden kann, der an geistiger Reife kaum eine Wodka-Pulle aus dem Billigregal überteffen kann, will mir nicht in den Kopf. Der Kater am Tag danach wird kaum auszuhalten sein. Das darf sich Deutschland nicht auch noch antun.
    Wie gesagt, stramme Personalisierung ist eigentlich nicht mein Ding. Aber es geht nicht anders. Gauck muss aus dem Amt ausscheiden. Umgehend. Dies ist ein Ziel, ein Achtungszeichen, ein kleines Zeichen unserer Selbstachtung!
    Gauck beim Wort nehmen
    „Wir wollen nicht gelebt und regiert werden, wir wollen unser Leben selbst gestalten und regieren“

  2. Frieder Kohler schreibt:

    „´s ist Krieg! ´s ist Krieg! O Gottes Engel, wehre und rede du darein! ´s ist leider Krieg – und ich begehre, nicht schuld daran zu sein!
    Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen und blutig, bleich und blaß die Geister der
    Erschlagenen zu mir kämen und vor mir weinten, was?
    Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten, verstümmelt und halb tot im Staube sich vor mir wälzten und mir fluchten in ihrer Todesnot?
    Wenn tausend, tausend Väter, Mütter, Bräute, so glücklich vor dem Krieg, nun alle elend, alle arme Leute, wehklagten über mich?
    Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten Freund, Freund und Feind ins Grab versammelten und mir zu Ehren krähten von einer Leich herab?
    Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre? Die könnten mich nicht freun! ´s ist leider Krieg – und ich begehre, nicht schuld daran zu sein!“(Das Kriegslied mit den berühmten Anfangsworten „’s ist Krieg!“ ist ein Gedicht von Matthias Claudius aus dem Jahr 1774)
    Lieber Opa (Anruf folgt), durch Kräfteverschleiß der Wanderungen auf den verschlammten Straßen unseres Rechtstaates müde geworden, in den Sumpfgebieten (Banken-und Eurorettung, Leiharbeit samt Werkverträgen, Hartz4, das geordete Haus der Bundeswehr, die Verdummungskampagnen der Leitmedien, die Neue Weltordnung, der „nahe“ Osten u.v.a.m.) mehrfach am Ersticken, gab und gibt es in der Einöde des Wahlvolkes karge Kost! An einer Hand abzuzählen die früheren Friedensbewegten, in der Überzahl sich unwissend stellende Heuchler!
    Fazit: Dir und allen hier Begegneten herzlich Dank, gerne versende ich diese Bildungsbeiträge (…)weiter an den interessierten Freundeskreis! Die verbleibende Kraft muß ich meinem seit 27 Jahre schwerbehinderten Sohn (EU-Rentner zu 100% durch Unfall mit SHT) widmen.

  3. Frankie schreibt:

    So langsam mag ich die Deutschen. Die konsumieren massenhaft (teils zwangsweise) die ganze Springer, Bertelsmann, Burda, Bauer, WAZ ..Kotze und andere Nato Kriegspropaganda ORGANE,
    Aber der Deutsche ist trotzdem gegen H4 Terror, gegen USRAEL und gegen Auslandseinsätze. Auch die peinlich dumme Hetze gegen die DDR hat KEINE Wirkung.
    Irgendwas scheinen BLÖD, Schmiergel, Lokus und Co falsch zu machen.

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