Was will Dieter Graumann von Zentralrat der Juden in Deutschland?

Dieter Graumann, Chef des Zentralrats der Juden in Deutschland und damit einer der einflußreichsten Vertreter der Israel-Lobby in Deutschland, hat im englischen „The Guardian“ massiv wachsenden Antisemitismus in Deutschland beklagt: „Das sind die schlimmsten Zeiten seit der Nazi-Ära.“ Auf den Straßen höre man Dinge, wie „die Juden sollten vergast werden, die Juden sollten verbrannt werden.“

Mich befremdet die bedenkenlose Relativierung des Holocaust, die sich Herr Graumann mit seinem Nazi-Vergleich leistet, und ich wende mich entschieden dagegen, dass Herr Graumann den Eindruck erweckt, auf Deutschlands Straßen herrsche Progromstimmung gegen Juden.

Ja, in Deutschland gibt es Antisemiten, es gibt Judenhasser, es gibt Faschisten. Es gibt sie in allen Ländern. Auch auf Israels Straßen kann Herr Graumann Antisemiten und Faschisten finden. Und noch mehr: Seit dem 20.2. 2014 gibt es die offene und seitdem kontinuierliche Kooperation der deutschen Bundesregierung mit ukrainischen Faschisten.

Der deutsche Staat stellt antisemitische und faschistische, überhaupt volksverhetzende Äußerungen, unter Strafe. Das ist notwendig und gut, und dort wo es dennoch zu solchen Äußerungen kommt, sind alle Bürger, einschließlich der jüdischen, aufgerufen, sich dagegen zu wenden. Und das geschieht, mit politischen Aktionen aber natürlich auch mit Strafanzeigen.

Die noch größere Aufgabe besteht darin, den deutschen Staat, dort wo er sich zweideutig oder gar kooperativ zu Faschisten verhält, anzuprangern und politisch zu bekämpfen. In diesen Rahmen gehört auch der Kampf dagegen, dass die Bundesregierung Israels imperialistische und staatsterroristische Politik gegen die Palästinenser durch horrende Waffengeschenke unterstützt. Gegen die Ausrüstung der israelischen Armee mit atomwaffenfähigen U-Booten durch Deutschland, haben sich der Zentralrat der Juden in Deutschland oder Herr Graumann persönlich noch nie gewandt. Die zionistische Lobby in Deutschland, hier in Person von Herrn Graumann, hysterisiert und halluziniert massenhaften deutschen Antisemitismus, um maximale deutsche Unterstützung für die kriegsverbecherische Politik der derzeitigen Regierung Netanjahu zu generieren.

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2 Antworten zu Was will Dieter Graumann von Zentralrat der Juden in Deutschland?

  1. Joachim Bode schreibt:

    Graumanns Haltung entspricht der Merkel´schen Formel, Israels Existenzrecht sei Teil der deutschen Staatsräson.
    Völkerrechtlich ist seit Jahrzehnten das Existenzrecht eines palästinensischen Staates gefordert und anerkannt. Das spielt aber bei Merkel und Konsorten keine Rolle, und bei den Regierungsvertretern in Israel ohnehin nicht.
    Darüber müssen Hunderte, ja Tausende von palästinensischen Bürgern, darunter viele Frauen und Kinder, ins Gras beissen, über die dann kein Wort verloren wird.

    Um das besser beobachten zu können, gibt es das ´Public Viewing`, um das ´Feuerwerk`auf die Menschen in Gaza besser bewundern zu können:

    http://qpress.de/2014/07/16/gaza-bombardierung-mit-public-viewing-blutige-live-szenen-aus-der-ersten-reihe/

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