Und morgen wieder zur Montagsdemo

18 Uhr,|am Brandenburger Tor.

Nein, es geht keineswegs um ein Ritual.

Ich bin auch nicht konditioniert: „Da geht es um Frieden, lechz! Nichts wie hin!“

Und keine Art von Überschwang treibt mich an, keine.

„Neugier, Liebe, Revolution“ hat Rainer Thiel seine Erinnerungen überschrieben. Gar nicht so übel.

Montagsdemos? Ich nehme teil. Teil-Nehmer.

Ich erlebe einen Beginn. Lange wartete ich auf einen Beginn. Wenn der Beginn kommt, ist er anders.

Endlich anders?

Die etablierten Mächte zeigen sich angewidert. Wenigstens das. Die etablierten Mächtlein (die linken) bedecken erschrocken ihre Blöße.

Ich habe nichts zu verschenken, vor allem keinen Vertrauensvorschuss.

Den Führern schaue ich doppelt gründlich auf die Finger. Soviel DDR-Trauma muss sein.

Menschen Aug‘ in Aug‘. Öffentlich gesprächsbereit. Ich bin dabei.

– Und über den neuesten FED-Test hat sich Opa vorher noch informiert. 🙂 –

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7 Antworten zu Und morgen wieder zur Montagsdemo

  1. Pingback: FED-Test zum Aufspüren von sekundärem Zionismus | Mein Parteibuch Zweitblog

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  3. Lutz Lippke schreibt:

    Ein interessantes, aktuelles Thema bei Rainer Thiel:
    Revolution vs. Evolution
    Landauf landab glaubt man an Gegensatz zwischen Evolution und Revolution.
    Dazu fällt mir zunächst ein, dass Thiel inhaltlich eher Revolution vs. Reformen meint.
    Vielleicht naturwissenschaftlich vergleichbar mit Mutation vs. Modifikation, was zusammen ja Evolution ausmacht. So findet man auch gesellschaftswissenschaftlich zu Thiel’s Folgerung:
    „Trotz mancher Abschwächungen gegensätzlicher Denk-Extreme bricht aber auch heute noch die traditionelle Frage durch: „Kapitalismus reformieren statt abschaffen?“ Die Frage so zu stellen war von Anfang an falsch. In „Die Allmählichkeit der Revolution“ wird gezeigt, dass dieses Frage-Muster auf falschen philosophischen Annahmen beruht, die zudem verbreitet wurden durch missverständliche oder schlicht falsche Auslegungen des Werkes von Marx und Engels. Die Hartnäckigkeit der tradierten Muster gründet sich zugleich auch darauf, dass beträchtliche Teile der Linken, vor allem in Deutschland, aus ihren internen Zirkeln und Versammlungen nicht herauskommen.“
    Ist nun Revolution eine Analogie zur naturwissenschaftlichen Evolution oder doch eher zu derem Brachialanteil Mutation?

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  4. Breitenbach schreibt:

    Daß Sie Darwin an­schei­nend nicht verstanden ha­ben,  m u ß  nicht an Ih­nen lie­gen. Ver­glei­chen­de Ana­to­mie kommt in der Bil­dung, ge­lin­de ge­sagt, viel zu kurz. Nicht wi­der­spre­chen will ich Ih­nen an der Stel­le, wo Sie in der »Evo­lu­tion« ei­ne (al­ler­dings ge­zwun­gen her­bei­ge­such­te, doch dies muß­te Ih­nen nach La­ge der Din­ge wohl ver­bor­gen blei­ben) Ent­spre­chung zu sog. »Re­for­men« er­blicken. Die Ent­ste­hung von Ar­ten kennt kei­ne »Bau­stel­len«, da­für aber das Aus­ster­ben nicht nur ei­nzel­ner Ar­ten, son­dern gan­zer Ta­xa der­sel­ben zur Ge­nü­ge – so wie auf der an­de­ren Sei­te bis auf die ei­ne heu­te vor­herr­schen­de sämt­li­che an­de­ren Ge­sell­schafts­for­ma­tio­nen un­ter­gin­gen.

    Die Lehre Darwins, über die weit­ge­hend Un­kennt­nis zu herr­schen scheint (und dies wahr­lich nicht ohne Grund) be­steht in der Er­klä­rung der Ent­ste­hung von Ar­ten aus den bei­den An­tei­len Mu­ta­tion und ‑ ‑ Se­lek­tion: so­viel – fürs Er­ste – zur Kor­rek­tur. Der »Bra­chial­an­teil« der Evo­lu­tion, den Or­ga­nis­men oh­ne die Er­run­gen­schaft der Wis­sen­schaft nicht re­flek­tie­ren kön­nen, be­steht nicht et­wa in der suk­zes­siven Ad­di­ti­on von durch Mu­tation ent­stan­de­nen Erb­merk­ma­len, son­dern in der Se­le­ktion der Or­ga­nis­men. Hin­sicht­lich die­ser Fra­ge­stel­lung über­la­gern sich dann bio­lo­gi­sche und zwi­schen­mensch­li­che Be­rei­che. Man den­ke hier in Ana­lo­gie zur Se­lek­tion von Ge­nen auch an die von Daw­kins so be­zeich­ne­te Se­lek­tion der »Me­me«.

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Sehr geehrte(r) Breitenbach,
      zunächst gestehe ich ein, dass ich Zitat und Kommentar unsauber getrennt hatte.
      „Revolution vs. Evolution
      Landauf landab glaubt man an Gegensatz zwischen Evolution und Revolution.“
      zitiert Rainer Thiel.
      Ich vermutete nur das Thiel mit Evolution den Prozess der gesellschaftlichen Anpassung/Reformierung/Modifikation meinte. Ob dies im gesellschaftswissenschaftlichen Sprachgebrauch üblich ist, weiß ich nicht. Ich sehe aber als möglicherweise nur mäßig naturwissenschaftlich gebildeter Mensch einen Konflikt mit dem Sprachgebrauch in der Naturwissenschaft. Dort bildet Evolution ja den theoretischen Oberbegriff für Entwicklung durch Anpassung (Modifikation) und genetische Abweichungen (Mutation), die natürlich erst durch Selektion wirksam wird.
      Ich unterscheide ohne tiefgreifende Logik Modifikation und Mutation. Sie bestehen auf (nur) Mutation. Was genau Darwins Theorie entspricht, dazu noch aktuell ist oder sogar nur eine eigene Interpretation darstellt, hielt ich in der Sache für unwesentlich. Was auch gern vergessen wird, es handelt sich um Erklärungsmodelle und nicht um die Wirklichkeit selbst. Das trifft wohl auch auf Dawkin zu. Ich wollte die Evolutionstheorie weder darstellen noch bewerten. Es ging um Rainer Thiel http://www.thiel-dialektik.de/.
      PS:
      Zu Ihrer Annahme der weitläufigen Unkenntnis und des Unverständnisses theoretischer Konzepte möchte ich anmerken, dass menschliche Individuen fehlendes Theoriewissen oft mit einem mehr an emotionalen Wissen ausgleichen. Oder richtiger: fehlende emotionale Sicherheit und Bildung versucht der Mensch durch umso mehr Verankerung in rationalen oder dogmatischen Konzepten (theoretische Bildung) auszugleichen. Nicht immer zum Vorteil. Fehlt allerdings beides, kommt MEM-freies TV zum Zuge. Das ist allerdings nun wirklich Realität.

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      • Breitenbach schreibt:

        Die Aus­spie­lung der hi­sto­ri­schen Ent­wick­lung al­ler Le­be­we­sen (Evo­lu­tion) ge­gen die prä­ven­tiv durch Ver­ächt­lich­ma­chung zu be­kämp­fen­de und – erst wenn dies nicht ge­lingt – ge­walt­sam nie­der­zu­rin­gen­de Re­vo­lu­tion ist ein al­ter Hut aus Zei­ten der Stu­den­ten­re­bel­lion. In dem Buch ›Evo­lu­ti­on oder Re­vo­lu­tion?‹, das nach dem Mu­ster pro und con­tra die ge­gen­sätz­li­chen Stand­punk­te zwei­er Au­to­ren he­raus­ar­bei­tet, nahm stell­ver­tre­tend für die Re­bel­lie­ren­den Her­bert Mar­cu­se den hin­ge­wor­fe­nen Feh­de­hand­schuh auf. Lang ist’s her – so lan­ge, daß man da­rauf ver­trau­en kann, daß – eben­so we­nig wie die­ses Buch noch auf zvab.com er­hält­lich sein wird – sich auch kei­ner­lei Er­in­ne­rungs­spu­ren mehr da­von er­hal­ten ha­ben wer­den. Mar­cu­se, der, im Ge­gen­satz zu fast al­len an­de­ren sei­ner Kol­le­gen, den Mut fand, pro­fes­so­ra­lem Ge­sül­ze Pa­ro­li zu bie­ten, das als Dau­er­feu­er aus al­len Ka­nä­len auf je­ne Be­we­gung nie­der­pras­sel­te, war in der De­fen­si­ve. Ei­nes je­doch dürf­te klar sein: Oh­ne bio­lo­gi­sche Ba­sis­kennt­nis­se wird nie­mand bei die­ser Fra­ge aus­kom­men, so­bald Zen­tral­ele­men­te von Dar­wins Theo­rie hy­po­sta­siert oder pseu­do­wis­sen­schaft­lich zer­pflückt wer­den. Es stellt sich dann die Auf­ga­be, die­ser Theo­rie in ru­hi­ger Sach­lich­keit statt auf­ge­la­de­ner Emo­tio­na­li­tät zu be­geg­nen. Daß seit Dar­win viel Was­ser den Rhein hi­nab ge­flos­sen ist und et­liche neu­e Er­kennt­nis­se der Bio­lo­gie seit­her hin­zu­ge­kom­men sind, steht außer Fra­ge. Weit ent­fernt da­von, wi­der­legt zu wer­den, konn­te sie da­durch bis zur Ge­wiß­heit er­här­tet wer­den.

        Aus diesem Grund bestand die Ma­sche der sich pfäf­fisch ge­rie­ren­den »Spit­zen­bio­lo­gen« vor­wie­gend da­rin, für die Zer­quas­se­lung der Wahr­heit den Pop­pe­ris­mus in Feld zu füh­ren (bzw. den Em­pi­rio­kri­ti­zis­mus im Sin­ne Le­nins), d.h. die Leug­nung des ob­jek­ti­ven Cha­rak­ters der Außen­welt. Zum Bei­spiel mit­tels Zwangs­grü­be­lei­en über das Mo­dell­haf­te selbst ei­ner mög­li­cher­wei­se rich­ti­gen Theo­rie.

        »Was auch gern ver­ges­sen wird, es han­delt sich um Er­klä­rungs­mo­del­le und nicht um die Wirk­lich­keit selbst.«

        Vielleicht können wir uns vor­läu­fig da­rauf ver­stän­di­gen, daß der Ge­brauch von Wor­ten nur dann sinn­voll ist, wenn wir zu­vor ihre Be­deu­tung de­fi­niert ha­ben. Un­ter »Mo­di­fi­ka­tion« ver­steht man in der Bio­lo­gie nach Wi­ki­pe­dia ei­ne »durch Um­welt­fak­to­ren her­vor­ge­ru­fe­ne Ver­än­de­rung des Phä­no­typs, des Er­schei­nungs­bil­des ei­nes Le­be­we­sens. Da­bei wer­den die Ge­ne nicht ver­än­dert, das be­deu­tet, dass ei­ne Mo­di­fi­ka­tion – an­ders als eine Ver­än­de­rung durch Mu­ta­tion – nicht ver­erb­bar ist […]«. Mo­di­fi­ka­tion kann dem­zu­fol­ge kei­ne trei­ben­de Kraft der Evo­lu­tion sein.

        P.S.: »MEM-freies TV« kann es nicht ge­ben: die Glot­ze dient ge­ra­de der Mem-Ver­viel­fäl­ti­gung.

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        • Lutz Lippke schreibt:

          Revolution vs. Evolution
          Schade, dass ich vom alten Hut der Studentenrebellion wenig weiß. Ich bin nur verblüfft, wie damals neben Rebellieren, Rudelbumsen und all den schönen Sachen, noch Zeit für Philosophisches blieb. Der Tag musste mehr als 24 Stunden haben oder waren es die Drogen? Wer weiß, vielleicht auch ein Mythos.

          Modifikation und Erbmasse
          „Epigenetik ist eines der zentralen Themen der Genetik in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Der Begriff Epigenetik umschreibt Mechanismen und Konsequenzen vererbbarer Chromosomen-Modifikationen, die nicht auf Veränderungen der DNA-Sequenz beruhen …
          Die Epigenetik bietet daher neue Ansätze den Einfluß umweltbedingter Veränderungen auf das Genom zu erfassen und deren langfristige Konsequenz für das Individuum besser zu verstehen.“
          Quelle: http://epigenetics.uni-saarland.de/de/home/

          MEM-freies TV
          MEM-freies TV war natürlich nicht wissenschaftlich gemeint. Ich tendiere nicht zur Abwertung der „Unterschichten“, schwatze und diskutiere mit Menschen unabhängig vom sozialen Status. Welche Hoffnungen mit dem massiven Angebot des angeblich so nachgefragten „Unterschichten“-Programms verbunden wird? Vermutlich die gleichen, wie mit dem sorgsam dosierten Qualitätsprogramm, ich denke humanes Ruhigstellen ohne Medikamente.

          Persönliches
          Mich interessiert die Frage, ob Sie, Breitenbach, eher generös oder abgegessen kommentieren. Verstehen Sie mich nicht falsch, nach reflexhaftem Kopfeinziehen freue ich mich immer über Ihr Erscheinen. Da driftet man auch gerne mal ab.

          Herzliche Grüsse
          Lutz Lippke

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