Statt billigstes BANDBREITE-Bashing und Elsässer-Rufmord wäre inhaltliche Kritik von Nöten

HaBE schreibt (und Recht hat er!):

„Den letzten Anstoß für diesen Text gab mir die junge Welt vom 23.4.14 mit ihrem halbseitigen “Falsche Friedensfreunde”-Artikel von Daniel Bratanovic und Sebastian Carlens …. und ihr abschließender Hinweis auf Konstantin Wecker stößt mich um so mehr an: denn der kritisiert konstant einerseits jene, die hinter den Entwicklungen im Finanzkapitalismus “eine winzige Geheimgesellschaft” stecken sehen, die alles plant und lenkt, wo es keine Widersprüche mehr gibt, sondern nur noch einen großen geheimen Masterplan…”  (dann sind wohl die Meinungen alle falsch, die hinter den Kriegen in Syrien, der Ukraine, in Libyen, in Ägypten, im Sudan, in ZentralAfrika und Mali, in Somalia und Kenia die planenden Stäbe der NATO-US-EU erkennen wollen) und der andrerseits selbst “auf den schrecklichen Gedanken (kommt), ob das alles nicht vielleicht ein gesteuerter Vorgang gewisser Kreise sein könnte, denen schon immer Pazifismus und  die Friedensbewegung ein Dorn im Auge waren?”

Ist ja super, wenn mein Nachbar von der Wechselschicht bei DUNLOP kommt und brühwarme BILD-Sprüche über die schwarzen Neger abläßt, “die in Berlin protestieren und dann mehr Geld kriegen als ich, wenn ich zur Arbeit geh, ei die würd ich in de Zug setze und ab nach Afrika!”

Ach du liebe Scheiße, mit dem red ich nicht mehr. Der ist gesteuerter Teil eines Vorgangs gewisser Kreise….  Dann red ich lieber nur noch mit mir selbst und meinesgleichen mit denen ich mich regelmäßig selbst um die reine Leere versammele…

Gegen eine solche Krankheit ist BANDBREITE ein hervorragendes Mittel. Und eben solche Mittel kommen auf den LINKEn INDEX. Die könnten ja Unsereinen und Unsresgleichen für überflüssig erklären!

Konstantin Wecker hat neulich auf einer Kundgebung gesungen, bei der haben sich die führenden Jugendfunktionäre deutscher Völkerschlächter beteiligt, wie die JUSOS in Hanau, Offenbach und Frankfurt beim Ostermarsch. Noch schlimmer wird es am 1.Mai, wo Reinhard May und Hannes Wader, Konstantin Wecker und weitere Vorruheständler und Halbötzis singen werden, wenn sie nach den Oberschlächtern im Inneren wie im Äußeren den PausenClown machen dürfen: da reden Sigmar Gabriel, Michael Sommer, Bundeswehroptimierer Bsirske, Frankenstein-Meier und weiß der Geier wer noch von der alten Kriegskreditieranstalt namens SPD.  Man sollte diese (un-)heimlichen Kriegsbesinger alle mit Auftrittsboykotten bestrafen.

Bannbullen gegen sie schleudern, .. sie schämen sich nicht mal zusammen mit Rassisten, Imperialisten, Militaristen, Neokolonialisten, feigenbeblätterten Sexisten aufzutreten nur des schnöden Mammons wegen ? Nein, nicht nur wegen der Gagen, sie sind damit auch Rassismus-, Imperialismus-, Militarismus-, Sexismus-Propagandisten, die sich nur herausreden mit ihren Texten, die doch dagegenstünden.  So “argumentiert” die BANDBREITE mit ihren Ausreden auch. Das kennen wir doch! So schmückt und tarnt man den Feind!!!! Oder was ?

Beim Ruhrkampf 1926/27 haben Seit an Seit gar finstere Gestalten sich auf Zeit auf einer Seit und fest zusamm gehalten,  auf auf zum Kampf, zum Kampf, zum Sieg zum Schluss … dann sollte das beendet werden mit Totschlag und Genickschuss mit vielen roten Toten ...  Das Freicorps und die KPD ? ! Das gabs und tut es noch so weh. Obs richtig war ? Wer weiß ? War’s richtig dann in Buchenwald unsichre Kandidaten für den Sieg des Widerstandes an die Faschisten zu verraten ?

Und auch beim Streik der BVG trat neben Goebbels einer auf,  das lernt man in der Schul nicht, es stand schon in der jungen Welt, die so was nur gelegentlich mal unter ihrem Deckel hält, war‘s nicht der Walter Ulbricht ?

Das Elsässer-BANDBREITE-Bashing bietet kein Milligramm erkenntnisfördernde Kritik an der „Volksfront“-Strategie. Es ist nur billige Rufschädigung. Besonders was die Bandbreite betrifft , ist es gezielter Rufmord gegen eine Band, die wie kaum eine andere konsequent  und erfolgreich kritische Inhalte popularisiert und gerade Jugendliche zum aktiven Widerstand ermuntert, zum Hinterfragen „verführt“, mehr als es die meisten linken Projekte, Organisationen und Medien vermögen.

Es ist der Neid der linken Platzhirsche, der hier unsäglich Platz greift.

Notwendig ist es, die BANDBREITE und ihre Songs mit solidarischer Kritik zu verbessern.

Dass die BANDBREITE bei Aktionen auftritt, an denen sich Vertreter politisch zu bekämpfender, dubioser, zweifelhafter Richtungen beteiligen, dass sie sich sogar von solchen engagieren lassen, was daran ist denn so schlimm ? Wo bleibt denn bei den Schmährufen gegen die BANDBREITE die inhaltliche Kritik ?  Die BANDBREITE weicht m.W. niemals von ihrer politisch kritischen Linie ab: antikapitalistisch, antiimperialistisch, antimilitaristisch, antikolonialistisch, antirassistisch, antisexistisch, was ich mit meiner Textanalyse ihres „Eingelocht“-Songs bereits mehrfach nachgewiesen habe. (Leider hat das die junger Welt bisher immer im Papierkorb landen lassen).

Hier trifft sich die junge Welt mit Wolf Wetzel, Antifa-Papst Hans-Christof Stoodt, die seit dem Elias Davidson /BANDBREITE-Auftritt im Frankfurter Club Voltaire zusammen mit den wackeren Kriegstreibern vom LINKEn BAK-Shalom mit Andreas Waibel (LINKE & Club-Voltaire-Vorstand) , Mark Seibert (Ex Wahlkampfmanger der LINKEn Hessen, heute Bundesschatzmeisterassistent und internetBeauftragter des LINKEnBuVo) gegen die BAND und Elias Davidson („ein jüdischer Selbsthasser!“) hetzen und sie (zusammen mit mir) auf die Rote Liste setzen… unterstützt von Daliah Moneta-Wissgott (jüdische gemeinde FFM),  Thomas Wissgott (Verdi), bisweilen auch vom Paten Prof. Micha Brumlik und klammheimlich von weiteren politischen Camälionen im FRSPDLINKSGRÜNEN Dunstkreis des Clubs…

Elias Davidson soll ja schon bei den Burschenschaften eingeladen worden sein und dort auch gesprochen haben, als bekennendes Mitglied der 9/11 „TRUTHER“.  Dass die junge Welt die Nähe zu dieser Bewegung mal als Negativposten benennt, hätte ich mir vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können. Wer macht sich denn in diesem Laden noch die Mühe, zu untersuchen, was Elias denn dort gesprochen hat ? Und was die BANDBREITE denn nun wirklich singt ?

Ich kann hier jedem versichern, dass ich mit meinen Liedern, Texten, Gedichten und Bildern überall auftreten werde, wenn man mich einlädt und mir keine Vorschriften Macht, was ich zu singen, zu zeigen und zu sagen hätte…  Ich vertraue da ganz auf die Neben- und Hauptwirkungen meiner Texte, Lieder und Bilder. Wer mich einlädt, ist selber schuld.

Für die BANDBREITE gilt das Gleiche.

Für Elias Davidson ebenfalls.

Und wer sich bei Jürgen Elsässer nur die „passenden“ Zitate raussucht und sonst an differenzierter Kritik wenig auf der Pfanne hat, den denunziere ich auch nicht gleich als Neureichen-Oligarchen-Manchestertümler-Freund, wenn er die russische Föderation schnell Mal als „Friedensmacht“ verklärt, Putin für den Friedensnobelpreis nominiert und gleichzeitig das „Assad-Regime“ dämonisiert oder umgekehrt oder sich als AntiFa objektiv vor den faschistischen Karren des US-EU-Imperialismus spannen läßt. Nicht nur im LongoMai-ZentralOrgan “Archipel” gab es ne Menge vor Begeisterung überschäumender Maidan-Fans, nur weil die sich so kostümiert hatten wie gestandene (BL-)OKKUPYer.  Wenn ich in den Krümeln suche, finde ich im gegenwärtigen Kuddelmuddel in jedem Artikel ein paar Haare in der Suppe und in jedem Auge des vermeintlichen Gegners in den eigenen Reihen einen Splitter….

Schlammschlachten bringen nun wirklich keine Klarheit. Es mögen notwendige Phasen in der kindlichen Entwicklung sein, sie sind es auch sicher, (wer niemals ausgeschissen und nicht genug mit Schlamm geschmissen hat, wird eben nie ganz sauber) aber irgendwann könnte man ja auch mal aus der Pubertät rauskommen.“

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5 Antworten zu Statt billigstes BANDBREITE-Bashing und Elsässer-Rufmord wäre inhaltliche Kritik von Nöten

  1. Joachim Bode schreibt:

    Und wie Recht er hat!!!

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  2. Lutz Lippke schreibt:

    Danke für den Zorn, von dem hier in Abgrenzung zur laschen Wut immer mal wieder auch geschwärmt wird. Mir fehlt zu vielen benannten Details die genaue Kenntnis, aber im Über- und Durchblick schreibt mir HaBE aus der Seele. Nicht nur mir, sondern Vielen in meiner Umgebung. Die meisten sind allerdings immer beschäftigt: arbeiten, Kinder bespaßen und chancenreich großkriegen, die kleine Enklave der Zufriedenheit gegen die dumme und gierige Welt erkämpfen. Jeder sagt mal: „Man müsste…“ und verfällt meist kurz darauf in resignative Abkehr vom Politischen. Mancher lässt sich leider auch Schuldige aufdrängen. Mal abgesehen von den „Bösen“ in der großen Welt, HartzIV-Betrug auf Kosten der Niedriglöhner (hä?, gehts noch), illegale Flüchtlinge in Berlin (eine absurde Wortkombination) oder „Wer betrügt, fliegt!“ (bayerisch-chistlich-sozial!), so lauten doch die Angebote der offiziellen Politik und der Massenmedien. Bei Jedem, der solchermaßen fehlgeleitet und ruhiggestellt wird und mit dem ich ins Gespräch komme, lassen sich die menschlichen und vernünftigen Argumente erarbeiten. Wer keine Lager errichten will, kommt um diese Kärrnerarbeit nicht herum. Wenn sich damit hoffentlich auch einige Feindschaften auflösen, dann bleibt nicht mehr so viel für die Gute-gegen-Böse-Strategen der Anti-Szene. Ist das etwa ein Problem?

    Ich werde eine Kindheitserfahrung dabei nie vergessen. Wir spielten oft Räuber und Gendarm. Meist wurden die Seiten/Rollen immer wieder getauscht. Wer ein Guter und wer ein Böser war, zeigte sich dabei eher im individuellen Rollenspiel als in der strategischen Rollenzuweisung. Mit Denen, die ihre Rolle nicht bösartig übertrieben, konnte man auch kooperative Spiele spielen. Nur Wenigen musste man das Spiel verweigern. Manch Abgelehnter erlernte dadurch soziale Kompetenzen für ein akzeptables Miteinander. Einige wenige Unerreichbare aber intrigieren und manipulieren unbelehrbar ihr Leben lang. Als Leistende in produktiven Umgebungen haben sie jedoch kaum eine Chance. Sie müssen sich verstellen, anbiedern und am besten nach oben kommen. Auf welcher Seite und in welcher Rolle ist dabei nebensächlich.

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  3. Eugen Hardt schreibt:

    Hier ist eine inhaltliche Kritik an Elsässer:
    Elsässers Nation­aldemokratis­che Rev­o­lu­tion

    Einer der Wort­führer der neuen „Friedens­be­we­gung“ ist der Her­aus­ge­ber des Mag­a­zins Cam­pact, Elsässer. Dieser ver­folgt eine klare Strate­gie: Das alte stal­in­is­tis­che Konzept der Nation­aldemokratis­chen Rev­o­lu­tion. Hier­bei han­delt es sich nicht um ein Quer­front­pro­jekt, also um ein Bünd­nis aus radikaler linker und rechter Bewe­gung. Elsässers Strate­gie setzt nicht auf die Faschis­ten; entsprechende Vor­würfe gehen ins Leere.
    Die Strate­gie der nation­aldemokratis­chen Rev­o­lu­tion sieht ein Klassen­bünd­nis mit der nationalen Bour­geoisie vor im Kampf gegen den aus­ländis­chen Impe­ri­al­is­mus, in dem aus­drück­lich die Führung der Bour­geoisie zugedacht ist.

    Diese Strate­gie wurde z.B. in Südafrika umge­setzt, wo die KP sich mit ANC und der Gew­erkschaft COSATU die Macht teilt. Sie hat dazu geführt, daß es der Arbeit­erk­lasse heute schlechter geht als zu Zeiten der Ras­sis­ten. Keines­falls kämpft die nationale Bour­geoisie gegen den Impe­ri­al­is­mus; sie ist vielmehr inte­graler Teil seines Aus­beu­tungssys­tems, in dessen Rah­men sie seine Inter­essen als Regional­macht wahrnimmt.

    Ide­ol­o­gisch ent­waffnet und ohne eigen­ständige Organ­i­sa­tio­nen äußert sich der Klassenkampf der Arbeiter in Form von immer häu­figeren spon­ta­nen Streiks, die vom „strate­gis­chen Dreieck“ (KP, COSATU, ANC) blutig niedergeschla­gen wer­den. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch in Südafrika die Massen von jeder Form der sozial­is­tis­chen Ide­olo­gie abwen­den und Zuflucht suchen bei Nation­al­is­mus, Ras­sis­mus oder religiösem Wahn.

    Eine solche Strate­gie auf Deutsch­land anzuwen­den ist nicht nur grotesk falsch, son­dern macht Elsässer zum direk­ten Sach­wal­ter der Inter­essen des deutschen Impe­ri­al­is­mus. Es gibt in Deutsch­land keine nationale Bour­geoisie in dem Sinne, daß ihre Inter­essen in irgen­deiner Form anti­im­pe­ri­al­is­tisch wären. Deutsch­land ist sel­ber eine der der wichtig­sten impe­ri­al­is­tis­chen Mächte und steht in einem Konkur­ren­zkampf zum US-​Imperialismus und anderen konkur­ri­eren­den impe­ri­al­is­tis­chen Mächten. Wer einem Bünd­nis mit der deutschen Bour­geoisie das Wort redet — noch dazu aus­drück­lich unter ihrer Führung — biedert sich ihr an als willfähriges Werkzeug.

    So ist es kein Zufall, daß bei Elsässer stets nur von den Machen­schaften der impe­ri­al­is­tis­chen Konkur­renz die Rede ist, dem angloamerikanis­chen Finanzkap­i­tal, nie aber von den­jeni­gen des deutschen bzw. des unter seiner wach­sender Hege­monie ste­hen­den europäis­chen Kap­i­tals.

    Für ihn ist Deutsch­land nicht nur for­mal noch immer ein „beset­ztes Land“, das vom amerikanis­chen Kap­i­tal befreit wer­den muß. Der Kampf gegen den Kap­i­tal­is­mus ist für ihn unwichtig. Kon­se­quent ruft er zur Klassen­zusam­me­nar­beit auf »weder links noch rechts, son­dern vorne« zu sein. Für ihn gib es nur das eine „Volk“, die Nation, welche die Klas­sen­ge­gen­sätze dem Kampf gegen die impe­ri­al­is­tis­che Konkur­renz unterzuord­nen hat: Der deutsche Arbeiter mit dem deutschen Kap­i­tal­is­ten gegen die amerikanis­che Weltherrschaft !

    Eine solche Anbiederung an deutschna­tionale und faschis­tis­che Ker­nan­liegen hohn­lacht nicht nur jeder Analyse der Wirk­lichkeit, sie bere­itet vor allem den poli­tis­chen Boden für den näch­sten Krieg. Das Gift des Nation­al­is­mus unter­schei­det nie zwis­chen den Inter­essen der Klassen, son­dern stets nur zwis­chen „uns“ und „denen“, die bekämpft wer­den müssen, es hetzt die Arbeiter der einen Nation gegen diejeni­gen der anderen auf. Die „anderen“ sind dann Min­der­heiten wie Roma, Juden, generell Aus­län­der und Schwache. So glühen die neuen Machthaber in Kiew vor Hass gegen Russen, Polen, Juden und Roma.

    Vor den „anderen“ müssen „wir“ „unsere“ Rohstof­fquellen und Han­del­swege mil­itärisch schützen. „Wir“ müssen also aufrüsten und weltweit „Ver­ant­wor­tung übernehmen“, sprich mil­itärisch ein­greifen. Nation­al­is­mus führt zwangsläu­fig zum Krieg und ist der größte Spal­ter der Arbeit­erk­lasse.

    Klassen­frage

    Der wesentliche poli­tis­che Unter­schied zwis­chen links und rechts ist die Klassen­frage und die sich daraus ablei­t­ende Stel­lung zur Nation. Links sein bedeutet die Inter­essen der Arbeit­erk­lasse zu vertreten gegen das Kap­i­tal. Links sein ist in erster Linie keine Frage einer bes­timmten Ide­olo­gie oder gar ein moralis­ches Beken­nt­nisses, son­dern Vertre­tung von eige­nen Interessen.

    Linke sind gegen Kap­i­tal­is­mus und Impe­ri­al­is­mus nicht, weil diese „böse“ sind oder unmoralisch, son­dern weil wir ein besseres Leben anstreben ohne Aus­beu­tung und Kriege, ohne Spal­tung in Natio­nen mit bewachten Gren­zen, ohne kap­i­tal­is­tis­chen wilden sozial­dar­win­is­tis­chen Konkur­ren­zkampf catch as catch can nach dem Motto: Only the fittest will sur­vive.

    Rechte vertreten oft schein­bar ähn­liche Posi­tio­nen wie Linke, wenn sie sich z.B. gegen Hartz IV wen­den, gegen (amerikanis­che) Überwachung oder gegen (amerikanis­che) Kriegstreiberei. Es gibt jedoch eine unfehlbare unver­söhn­liche Unter­schei­dungslinie, die sich Nation­al­is­mus nennt. Es gibt keine inter­na­tion­al­is­tis­chen Rechten — und Linke sind keine mehr, wenn sie zu Nation­al­is­ten wer­den.

    Faschis­mus

    Der Faschis­mus verbindet Nation­al­is­mus mit „Sozial­is­mus“ im Sinne einer Volks­ge­mein­schaft mit Wohlfahrtsstaat ohne Klas­sen­ge­gen­satz. Er ist die Antwort des Kap­i­tals auf die Ver­schär­fung der Klas­sen­ge­gen­sätze und zielt immer auf die Ver­nich­tung jeder Form von Klassenor­gan­i­sa­tion der Arbeiter ab.

    Der Faschis­mus spielt die Rolle des Stoßtrupps der inter­na­tionalen Kon­ter­rev­o­lu­tion, des Haup­tans­tifters der impe­ri­al­is­tis­chen Kriege. Der Faschis­mus ist die offene, ter­ror­is­tis­che Dik­tatur der reak­tionärsten, chau­vin­is­tis­chsten, am meis­ten impe­ri­al­is­tis­chen Ele­mente des Finanzkap­i­tals, er verbindet Nation­al­is­mus mit aggres­sivstem Chau­vin­is­mus. Der Faschis­mus ist keine über den Klassen ste­hende Macht und keine Macht des Klein­bürg­er­tums oder des Lumpen­pro­le­tari­ats über das Finanzkap­i­tal. Der Faschis­mus ist die Macht des Finanzkap­i­tals selbst.

    Das wider­spricht nur schein­bar dem ange­blichen Kampf der Rechten gegen das „Finanzkap­i­tal“, denn es gab nie einen solchen Kampf. Er richtete sich selbst pro­pa­gan­dis­tisch nur gegen aus­ländis­ches Finanzkap­i­tal. So ist auch heute nur von der amerikanis­chen FED die Rede, nie aber von der europäis­chen oder deutschen Zen­tral­bank bzw. anderen Insti­tu­tio­nen des Finanzkap­i­tals.

    Es gelingt den Rechten, unbe­darfte Men­schen zu gewin­nen, weil sie in dem­a­gogis­cher Weise an ihre bren­nend­sten Nöte und Bedürfnisse appel­lieren. Sie spekulieren auf das Gerechtigkeits­ge­fühl der Men­schen, die nicht von Geheim­di­en­sten überwacht wer­den wollen, die sehen, wie die Ent­demokratisierung inner­halb der EU immer weiter voran schre­itet, wie ihre Städte immer mehr aus Geld­man­gel run­terkom­men, die Kluft zwis­chen Arm und Reich immer größer wird, wie die Gefahr eines neuen großen Krieges in Europa aktuell wird.

    http://www.linkezeitung.de/index.php/debatte/internationales/484-n

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    • Ja-zur-Friedensdemo schreibt:

      Sehr geehrter Herr Hardt,
      Ich finde es ganz toll, wie sich Elsässer intensiv und schon lange Zeit für eine Friedensbewegung abschuftet. Wir haben nicht die Zeit, zu jeder patriotischen Äußerung der Demo Teilnehmer eine neue Faschismusvariante zu erforschen. Soll man erst für Frieden eintreten, wenn alle Staaten einen trotzkistisch, internationalen Sozialismus haben ?
      Ihren Beitrag finde ich dahingehend gut, dass man Elsässer tatsächlich fragen sollte, wie er es denn mit den deutschen, schmarotzenden Kapitalisten hält. BITTE schreiben sie Beiträge in seinem Blog. Sein Blog ist sehr offen, aber leider posten nur ein paar Linke dort regelmäßig.

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Sehr geehrter Eugen Hardt,
      an Ihrer Kritik fehlt mir der Bezug auf Quellen, die offene Auseinandersetzung mit einer möglicherweise anderen Denkweise und die Trennung von Fakt und Meinung.
      Elsässer bezeichnen Sie als Wortführer der „neuen Friedensbewegung“. Woran machen Sie das fest? Wie agiert er als Wortführer, wie reagiert die „Friedensbewegung“ darauf?
      Mein Eindruck ist eher, dass es einige aktive Organisatoren gibt (vielleicht 100), die vor allem Unorganisierte und bisher Unerreichte aktivieren und informieren wollen. In diesem Zusammenhang kommen auch Konzepte und Ideen verschiedener Vor- und Querdenker zur Sprache, werden vorgetragen und angeboten. Eine homogene Programmatik ist für mich nicht erkennbar. Es gibt klare Pro-Themen wie Friedenswille, Demokratie, Meinungsfreiheit und die deutliche Distanzierung von Rassismus, Ausbeutung, Bevormundung, Gewalt und wohl auch von den Anti-Ideologien. Neu oder wiedererwacht ist an der Bewegung also allenfalls der Mut, sich nicht einer festen ideologischen Richtung und der Gegnerschaft gegen Menschen mit anderen Meinungen oder sozialem Status zu verschreiben.
      Sie beziehen sich auf Elsässers Nationaldemokratische Revolution, als altem stalinistisches Konzept, die unter Führung der deutschen Bour­geoisie stehen soll. Wenn ich Sie richtig interpretiere, befürchten Sie die Aufweichung der Klassenfrage innerhalb der Nation. Diese nur scheinbar gerechte nationalistische, klassenlosen Übereinkunft mutiere dann zum Nationalsozialismus als Mittel des imperialistischen Kapitals zur Vernichtung der Arbeiterklasse. Letztlich wird damit die Diktatur des Finanzkapitals, imperialistische Kriege usw. nur reproduziert.
      Wenn ich Sie richtig verstehe, dann behaupten Sie, dass Elsässer einen solchen Prozess konzeptionell mit „weder links, noch rechts, sondern vorne“ bewusst befördert.
      Könnte es aber auch sein, dass alle Ihre Interpretationen vor allem Abbild Ihres eigenen Denkens sind und sie die Konzepte Elsassers überhaupt nicht in seinem Sinne nachvollziehen? Stellen Sie uns das dar, was uns Elsasser nach Ihrer Meinung verschweigt?
      Da Sie leider ohne Quellen und Zitate auskommen, müsste ich lange suchen, um diese Fragen alle selbst zu beantworten. Vielleicht können Sie sich dazu erklären.
      Herzliche Grüsse
      Lutz Lippke

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